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21.01.2010
Internationale Konferenz "Recht so! Unternehmensverantwortung für Menschenrechte" am 21.01.2010 in Berlin

Unternehmen haben erheblichen Einfluss auf die Verwirklichung der Menschenrechte weltweit. Sie tragen große Veratwortung z. B. für menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Transnationale Unternehmen können, gerade wenn sie in Ländern mit schwacher staatlicher Struktur tätig sind, wichtige Beiträge zur Förderung der Menschenrechte leisten.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) richtete am 21. Januar 2010 in Berlin die Internationale Konferenz "Recht so! Unternehmensverantwortung für Menschenrechte" aus. Die Konferenz fand unter Mitwirkung des Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für Menschenrechte und Unternehmen, Prof. John Ruggie, statt, der das richtungweisende und meistdiskutierte Konzept zur Verankerung von Menschenrechten im Unternehmenskontext entwickelt hat. Die Konferenz griff darüber hinaus eine Vielzahl von Konzepten und Lösungsansätzen auf, die durch Unternehmen, Regierungen und zivilgesellschaftliche Akteure entwickelt worden sind. Im Rahmen der Konferenz waren über 170 internationale Teilnehmende aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen beteiligt.

Anlässlich der Konferenz erklärt Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Wirtschaftliche Interessen und Einhaltung der Menschenrechte sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Es liegt im gemeinsamen Interesse von Staat und Wirtschaft, dass im Ausland operierende Unternehmen anerkannte Standards einhalten. Deshalb haben sich CDU/CSU und FDP im Koalitionsvertrag ausdrücklich zur weltweiten Durchsetzung der Menschenrechte im Zusammenhang mit verantwortungsvoller Unternehmensführung und Zertifizierungsmaßnahmen bekannt. Denn gerade die Einhaltung von Menschenrechts-, Sozial- und Umweltstandards trägt zum Ansehen deutscher Unternehmen und zu einem positiven Image Deutschlands bei. Besonders international agierende Unternehmen können es sich immer weniger leisten, hier negative Schlagzeilen zu erzeugen."

Das BMZ fördert zahlreiche Initiativen mit der Zielsetzung, dass Regierungen, Unternehmen und andere gesellschaftliche Akteure auch in Entwicklungsländern menschenrechtliche Verantwortung wahrnehmen. Dies geschieht unter anderem durch die Unterstützung des Mandats von Prof. John Ruggie, durch Partnerschaften mit der Privatwirtschaft zur Förderung einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und durch verschiedene Beratungsvorhaben zu Menschenrechten und Unternehmensverantwortung.

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