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11.01.2010
Deutschland schützt Biodiversität
2010 Internationales Jahr der Biodiversität
Anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten zum "Internationalen Jahr der Biodiversität" erklärt Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium:
"Die Zerstörung von Biodiversität bedeutet, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Lebensgrundlage der Menschen zu zerstören. Die Leidtragenden sind vor allem die Armen, gerade in Entwicklungsländern. Denn für sie sind die natürlichen Ressourcen existenziell: Über 70 Prozent der Bevölkerung weltweit sind auf Naturheilmittel angewiesen, mehr als 3,5 Milliarden Menschen leben von Nahrungsmitteln aus dem Ozean. Biologische Vielfalt ist auch die Grundlage für Forschung und Biotechnologie, für die Herstellung von Medikamenten, Lebensmitteln und Kosmetikprodukten. Dieser unermessliche Schatz droht unwiederbringlich verloren zu gehen. Durch Umweltverschmutzung, Raubbau an natürlichen Ressourcen, Abholzung und Kriege zerstört der Mensch seine natürliche Lebensgrundlage. Deshalb müssen wir die Vielfalt unserer Erde besser schützen und die Entwicklungsländer an diesem Schatz beteiligen."
Bis zum Oktober 2010 verhandeln die 193 Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt unter Leitung der aktuellen deutschen Präsidentschaft einen Rechtsrahmen, der die gerechte Verteilung der Gewinne aus der Nutzung der biologischen Vielfalt regelt.
Die meisten biologischen bzw. genetischen Ressourcen stammen zwar aus Entwicklungsländern, sie werden aber überwiegend in Industriestaaten genutzt, ohne dass die Ursprungsländer an den Gewinnen beteiligt werden. Eine gerechtere Verteilung der Gewinne würde einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung bedeuten. Auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz im Oktober 2010 in Japan wird sich Deutschland außerdem für ein ambitioniertes Ziel zum Biodiversitätserhalt nach 2010 einsetzen.
Der Schutz der Biodiversität ist eine wichtige Aufgabe der deutschen Entwicklungspolitik. So hat das Bundesentwicklungsministerium im vergangenen Jahr seine Zusagen für den Erhalt der biologischen Vielfalt auf über 217 Millionen Euro erhöht. Dies entspricht einer Steigerung um mehr als 47 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.
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