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16.02.2010
Dirk Niebel beim Entwicklungs­ministerrat in La Granja/Segovia

Treffen der europäischen Entwicklungsministerinnen und -minister am 17.02.2010 im spanischen La Granja/Segovia. Urheberrecht: Spanische EU-Präsidentschaft

Auf Einladung der spanischen EU-Präsidentschaft nimmt Bundes­entwicklungsminister Dirk Niebel am 17. und 18. Februar 2010 an einem Treffen der europäischen Entwicklungsministerinnen und -minister im spanischen La Granja/Segovia teil.

Im Vordergrund der Beratungen in La Granja steht die Erreichung der sogenannten Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Deve­lop­ment Goals/MDG) bis zum Jahr 2015 und dabei ins­be­son­dere die Frage, mit welcher Haltung die EU bei der für den Sep­tem­ber dieses Jahres in New York geplanten MDG-Über­prü­fungs­kon­fe­renz der Vereinten Nationen auftreten soll

Minister Niebel wird in diesem Zusammenhang nochmals auf die gemeinsame Verantwortung von Entwicklungs- und Industrie­län­dern für den Aufbau einer globalen Entwicklungs­part­ner­schaft hinweisen.

"Ohne eine weltweite kooperative Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung, in der jede Seite das ihr Mögliche tut und ihre Eigen­verantwortung wahrnimmt, können die MDGs nicht erreicht wer­den." so Niebel. "Entwicklungsfördernde Rahmenbedingungen auf internationaler wie auf nationaler Ebene sind die unabding­bare Voraussetzung für nachhaltige Entwicklungserfolge und dauer­hafte Überwindung von Armut."

Außerdem werden die Minister Schritte für eine bessere länder­über­greifende Arbeitsteilung bei der Entwicklungs­zu­sam­men­ar­beit der EU diskutieren und eine wirksame Unterstützung der Partnerländer bei Reformen im Fiskal­bereich erörtern.

Dabei sollen mehr Einnahmen in Entwicklungsländern selbst für die eigene Entwicklung mobilisiert werden, um die Entwicklungs­län­der unabhängiger von externer Hilfe zu machen. Beim Ent­wick­lungs­rat im Mai dieses Jahres sollen dazu auch Ratsschluss­fol­gerungen verabschiedet werden.

Im Rahmen ihres entwicklungspolitischen Dialogs mit den USA werden die Entwicklungsminister überdies mit Rajiv Shah, dem neuen Leiter der US-amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID, wichtige Entwicklungsfragen erörtern.

Hauptthema dabei: Wie kann im erdbebenzerstörten Haiti nach der Phase der unmittelbaren humanitären Katastrophenhilfe, für die die Bundesregierung bilateral 15 Millionen Euro und über die EU 66 Millionen Euro bereitgestellt hat, ein nachhaltiger Wieder­auf­bau­prozess in Gang gesetzt werden?

Bundesminister Niebel wird dabei unterstreichen, dass we­sent­liche Voraussetzung für einen erfolgreichen Wiederaufbau eine effektive Koordinierung und Arbeitsteilung aller beteiligten Ge­berländer ist.

Am Rande der informellen Ministertagung wird Bundesminister Niebel zudem zahlreiche bilaterale Gespräche führen, so unter anderem mit der spanischen Präsidentschaft, Staatssekretärin Soraya Rodriguez Ramos, seinem holländischen und seinem britischen Kollegen, Bert Koenders bzw. Gareth Thomas, sowie mit dem neuen Entwicklungskommissar der EU, Andris Piebalgs.

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