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04.02.2010
Niebel bei Richtfest von namibisch-deutschem Zementwerk

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bei der Eröffnung des namibisch-deutschen Zementwerks "Ohorongo Cement" in Otavi, Namibia. Urheberrecht: Photothek.netBundes­ent­wick­lungs­minister Dirk Niebel sprach heute zur Eröffnung des namibisch-deutschen Zement­werks "Ohorongo Cement" in Otavi, das von der DEG (Deutsche In­ves­titions- und Entwicklungs­ge­sell­schaft mbH), der EIB (European Investment Bank) sowie von südafrikanischen Banken unterstützt wird und modell- und beispielhaft für weitere anzu­stre­ben­de Public Private Deve­lop­ment Partnership-Vorhaben ist.

Niebel zeigte sich dabei beeindruckt vom Pionier- und Unternehmergeist des Familienunternehmens Schwenk Zement KG, das mit der größten deutschen Direktinvestition in Namibia seit der Unabhängigkeit des Landes vor 20 Jahren 300 direkte und 2.000 indirekte Ar­beits­plätze schaffen wird:

"Die Schwenk Zement KG bereichert die enge Zusammenarbeit unserer beiden Länder nun um ein bemerkenswertes Projekt. Es wird hohe Steuereinnahmen generieren und die Wirtschaft diver­sifizieren. Es wird Namibia zu einem Zement-Exporteur machen und damit neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen."

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit steht unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" und möchte dazu beitragen, dass Menschen aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt erwirt­schaf­ten. Der Privatsektor und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Mikrokreditprogramme sind hierfür ein wichtiger Motor.

Sowohl Parlamentspräsident Theo-Ben Gurirab als auch Premier­mi­nister Nahas Angula zeigten bei Gesprächen mit Niebel in Windhuk großes Interesse an deutschen Direktinvestitionen in Namibia, weil durch nachhaltige wirtschaftliche Zusammenarbeit entwicklungspolitische Ziele noch besser erreicht werden können.

Niebel äußerte am Ende seiner Rede die Hoffnung, dass "der Ze­ment aus diesem Werk so fest und unerschütterlich sein wird, wie die namibisch-deutsche Freundschaft es bereits seit Jahr­zehn­ten ist."

Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ist die Beseitigung zentraler Entwicklungs­eng­pässe. Deutschland wird insbesondere im Schwer­punkt Nach­hal­tige Wirtschaftsentwicklung die namibische Regierung auch weiterhin bei der Verbesserung wirtschaftlicher Rahmen­be­din­gungen unterstützen und dadurch auch weiteren Investitionen den Weg bereiten.

Anlässlich eines Empfangs in der Residenz des deutschen Bot­schafters in Windhuk traf der Minister neben hochrangigen Ver­tre­terinnen und Vertretern der Regierung auch mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Oppositionsparteien, der Kirchen, der Wirtschaft, von Nichtregierungsorganisationen, der politischen Stiftungen und der deutschsprachigen Community zusammen.

Zum Abschluss seiner Gespräche wird der Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dirk Niebel am Freitag mit dem Staatspräsidenten Hifike­punye Pohamba zusammentreffen. Dieses Treffen unter­streicht die hohe Wertschätzung beider Länder füreinander.

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