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01.02.2010
"Deutschland ist wichtiger Partner der Internationalen Finanz-Corpo­ration, dem tragenden Pfeiler der Internationalen Finanzarchitektur zur Unterstützung des Privatsektors"

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (rechts) mit IFC-Chef Lars Thunell. Urheberrecht: BMZ, Yvonne KoepernickBundesent­wick­lungs­minister Dirk Niebel empfing IFC-Chef Lars Thunell am 1. Fe­bruar 2010 zu ei­nem Gespräch. IFC ist eine ei­gen­ständige Tochter der Welt­bank­gruppe, in der Bundesminister Niebel das Amt des Gouverneurs bekleidet. Es war das erste Treffen von Bundesminister Niebel mit dem IFC-Chef.

Bundesminister Niebel würdigte IFC als tragenden Pfeiler der Weltbankgruppe für die Unterstützung des Privatsektors. Schwer­punktthema war die Rolle der IFC in und nach der Wirt­schafts- und Finanzkrise. Bundesminister Niebel lobte den Beitrag der IFC zur Bekämpfung der Krise, insbesondere deren innovative Krisenfazilitäten. Deutschland ist wichtiger Partner bei der In­fra­struktur-Krisenfazilität und im Bereich Mikrofinanzierung und unterstützt diese maßgeblich. Wie bereits bei seinem Ge­spräch mit Weltbank-Präsident Zoellick in Berlin Mitte Januar machte der Minister gleichzeitig deutlich, dass aus der Krise auch die not­wen­digen Lehren gezogen werden müssen. Der Bundes­mi­nister forderte eine strategische Neuausrichtung und ins­be­son­dere eine sozial- und umweltpolitische Vorreiterrolle der IFC in der Zukunft. Bei den Diskussionen um eine mögliche Kapi­tal­aufstockung stehe Deutschland zu seinen im G20-Rahmen eingegangenen Ver­pflich­tun­gen, eine solide finanzielle Basis bei der Welt­bank­gruppe sicher­zu­stellen.

IFC-Chef Thunell stellte die IFC-Strategie "IFC 2013" vor, die einen Umbau des Portfolios mit stärkerem Engagement in Sub-Sa­hara-Afrika, beim Klimawandel, der Sicherstellung ökolo­gischer und sozialer Nachhaltigkeit, erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. ausweist. Thunell begrüßte das traditionelle deutsche Engagement bei IFC, insbesondere auch die enge Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG). In den Bereichen Infrastruktur, erneuerbare Energien und Umwelttechnologie sei weiteres Engagement der IFC mit deutschen Wirtschaftsunternehmen und Ko-Finanzierung mit deut­schen Banken vorstellbar. Deutschland bleibe wichtiger strategischer Partner von IFC und damit Garant, dass IFC ihre wichtige Arbeit bei der Unterstützung der privatwirtschaftlichen Förderung der Entwicklungsländer sicherstellen könne.

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