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12.12.2010
Kopp begrüßt Ergebnisse des Klimagipfels in Cancún
Kluge Verhandlungsdiplomatie trug zum "Klimawechsel" beim Gipfel bei
Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bilanziert nach ihrer Rückkehr aus Cancún den Klimagipfel: "Mein zuvor geäußerter Optimismus hat sich bewahrheitet: Ich freue mich über das Ergebnis von Cancún. Die Erstarrung konnte nach meinem persönlichen Eindruck vor allem durch eine kluge Verhandlungsstrategie der Vereinten Nationen und den Willen der Teilnehmer zur Einigung in kleinen Schritten überwunden werden.
Es ging vor allem darum, verloren gegangenes Vertrauen der Entwicklungsländer gegenüber den Industrieländern wieder aufzubauen.
In Cancún hat eine ruhige und konstruktive Arbeitsatmosphäre dazu beigetragen. Cancún sollte als positives Beispiel für zukünftige Konferenzen gelten – auch und gerade wenn der nächste Gipfel in Durban / Südafrika in einem Jahr ein Erfolg werden soll."
Deutschland wird in den Jahren 2010 bis 2012 rund 4 Milliarden Euro für Klimavorhaben in Entwicklungsländern bereitstellen, davon 1,26 Milliarden Euro im Rahmen der in Kopenhagen angekündigten zusätzlichen "Fast Start" Finanzierung. Über 80 Prozent der Summe werden über das BMZ bereitgestellt. Das BMZ ist damit wichtigster deutscher Finanzierer internationaler klimapolitischer Maßnahmen. Bei den jüngsten Verhandlungen ist es gelungen, Klima- und Entwicklungspolitik als zwei Seiten derselben Medaille zu erkennen.
Ein weiterer Fortschritt ist die Aufnahme der Klimaanpassung in das "Pflichtenheft" der Klimarahmenkonvention. Gudrun Kopp sagte dazu: "Insbesondere unsere Partnerländer in Afrika, aber auch die ärmsten Länder in Asien und Lateinamerika leiden unter den Folgen des Klimawandels. Ihre Fortschritte dürfen nicht durch die Folgen des Klimawandels gefährdet werden. Und endlich werden jetzt auch gemeinsame Anstrengungen gegen die Abholzung der tropischen Wälder völkerrechtlich abgesichert."
Der in Cancún im Grundsatz beschlossene "Green Climate Fund" wird ein neues Instrument der Entwicklungspolitik, das die direkt mit den Partnerländern durchgeführten Vorhaben ergänzen wird. Gudrun Kopp dazu: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Fonds in Bonn angesiedelt wird, wo bereits das Klima-Sekretariat und der Klima-Anpassungsfonds ihren Sitz haben."
Informationen

Siehe auch
- Meldung 07.12.2010: Gudrun Kopp bei UN-Klimakonferenz in Cancún: "Der Einigungswillen ist bei vielen Teilnehmern zu spüren"
- Meldung 07.12.2010: Parlamentarische Staatssekretärin Kopp unterzeichnet in Cancún Vertrag mit Weltbank: Deutschland finanziert Waldschutz mit 44 Millionen Euro
- Meldung 06.12.2010: Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp bricht zur Klimakonferenz nach Cancún auf
- Herausforderung Klimawandel und Entwicklung
- Klimaschutz ab 2012: Situation nach der Klimakonferenz in Kopenhagen





