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24.04.2010
Hochrangige Expertenrunde unter­stützt Engagement des BMZ zur Schaffung einer internationalen Insolvenzordnung

Die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp bei einem Treffen zum Thema Verschuldungsrisiken und Internationales Insolvenzrechtsverfahren in Washington. Urheberrecht: Christoph SchemionekDie Schaffung ei­nes inter­na­tio­na­len Ordnungs­rah­mens für die Ge­wäh­rung von Kre­diten an Ent­wick­lungs­län­der und die Vorbeugung von künftigen Überschul­dungs­krisen stand im Mittelpunkt eines Treffens mit Vertretern aus Entwick­lungs­län­dern, internationalen Finanzinstitutionen und internationalen zivilgesellschaftlichen Organisationen zum Thema "Ver­schul­dungs­ri­siken und Internationales Insolvenzrechtsverfahren", das am 24.03.2010 auf Einladung der Parlamentarischen Staats­se­kre­tä­rin im Bundesentwicklungsministerium, Gudrun Kopp, in Wa­shing­ton stattfand.

Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich die Ver­schul­dungs­situa­tion der ärmsten Länder verschlechtert. Um den er­worbenen fiskalischen Spielraum nicht durch die Kosten der Krise wieder zu verlieren, benötigen sie die Unterstützung durch die internationalen Finanzierungsinstitutionen. Der krisen­be­din­gte Mehrbedarf zur Sicherung der politischen und sozialen Stabilität darf nicht eine neue Schuldenspirale auslösen. Die Gefahr einer neuen Überschuldungskrise ist real, deshalb werden wir uns mit der Schaffung eines Staatsinsolvenzverfahrens ernsthaft aus­ein­andersetzen müssen.

Gudrun Kopp sagte hierzu: "Wir haben uns im Koalitionsvertrag ausdrücklich dazu bekannt, dass wir zur Schließung dieser inter­nationalen Regelungslücke ein internationales Insolvenz­ver­fah­ren benötigen. Wir werden uns daher dafür einsetzen, dass dieses Thema im internationalen Rahmen aufgegriffen wird. Ob dies im Rahmen des G20-Prozesses gelingen kann, muss ernst­haft geprüft werden."

Es bestand weitgehende Übereinstimmung, dass die Zeit reif dafür ist, dass das internationale Schuldenregime um dieses fehlende Element ergänzt werden muss. Alle anwesenden Ver­treter begrüßten das Engagement der Bundesregierung und brachten ausdrücklich ihre Unterstützung hierzu zum Ausdruck.

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