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09.04.2010
Sechste Binationale Kommission mit Südafrika erfolgreich

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (links) und Bundesaußenminister Guido Westerwelle (rechts) mit Südafrikas Vizepräsident Kgalema Motlanthe. Urheberrecht: Photothek.netDeutschland und Südafrika ver­bin­det eine stra­te­gi­sche Part­ner­schaft. Ausdruck dieser engen Be­zieh­ungen ist die etwa alle zwei Jahre tagende Bi­na­tio­nale Kom­mis­sion – Re­gie­rungs­verhandlungen in fortan sechs Arbeitsbereichen (Ver­tei­digung, Wirtschaft, Umwelt, Kultur, Entwick­lungs­zu­sam­men­arbeit, Wissenschaft und Forschung, Arbeit und Soziales). Sie ist das be­deutendste Forum des politischen Dialogs zwischen der deut­schen und der südafrikanischen Regierung. Dabei konzentriert sich der Dialog auf globale Zukunftsfragen wie der gemeinsamen Herausforderung durch den Klimawandel oder der HIV/AIDS-Epidemie.

Bei der diesjährigen, sechsten Binationalen Kommission wurden die Arbeitsgruppen Arbeit und Soziales sowie Erneuerbare Ener­gien neu gegründet. Die beiden Vorsitzenden, Bundes­außen­minister Dr. Guido Westerwelle und der südafrikanische Vize­prä­si­dent, Kgalema Motlanthe, eröffneten gemeinsam die Konferenz.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel sagte Südafrika Mittel in Höhe von 112,5 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre zu. Sie werden vor allem in den Bereichen HIV/AIDS-Prävention und für den Aufbau einer leistungsfähigen und bürgerorientierten Ver­wal­tung verwendet.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz waren dieses Jahr Thema in mehreren Arbeitsgruppen der Binationalen Kommission. Im Energiebereich kooperieren neben dem Bundesentwicklungs­mi­nis­terium auch das Bundesumweltministerium, das Bundes­for­schungs­ministerium, das Bundeswirtschaftsministerium und das Auswärtige Amt mit Südafrika. In Südafrika besteht großes In­te­resse an energiesparenden und umweltfreundlichen Tech­no­lo­gien aus Deutschland. Der Wachstumsmarkt bietet erhebliche Chancen der Zusammenarbeit für Unternehmen aus Deutschland und aus Südafrika – und damit für die Schaffung "grüner Ar­beits­plätze".

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind zudem 2010 und 2011 Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit mit Süd­afrika. Knapp 70 Prozent der vom Bundes­entwick­lungs­minis­terium für diesen Zeitraum zugesagten Mittel entfallen auf den Bereich "Energie und Klima".

Ein weiteres Thema der politischen Gespräche war die deutsche Unterstützung für die Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Im Rahmen mehrerer Programme hat Deutsch­land seit 2006 gezielte Beratung für eine erfolgreiche Ausrichtung der ersten Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Konti­nent gegeben, so zum Beispiel zu Transport-, Sicherheits- und Umweltfragen.

Südafrika fällt als aufstrebende Volkswirtschaft eine bedeutende Rolle für die wirtschaftliche, soziale und demokratische Ent­wick­lung auf dem afrikanischen Kontinent zu. So steht die ent­wick­lungspolitische Zusammenarbeit mit Südafrika im Kontext einer umfassenden Außen-, Sicherheits-, Umwelt- und Außen­wirt­schafts­politik.

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