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01.04.2010
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel in Afghanistan

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bei der Ankunft in Afghanistan. Urheberrecht: Photothek.netBundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dirk Niebel ist heute in Afghanistan ein­ge­troffen, wo er politische Ge­sprä­che führen wird, um sich einen Über­blick über das deutsche En­ga­ge­ment zu ver­schaf­fen. Vor seiner Abreise sagte der Minister: "Ich möchte mir selbst ein Bild von unserem Engagement und der Lage vor Ort machen. Jenseits unserer bisherigen Erfolge beim Wiederaufbau in Afgha­nis­tan gibt es noch erhebliche Defizite in den Bereichen Gute Regierungsführung, Korruptionsbekämpfung und Sicherheit. Afgha­nistan bleibt eine große Heraus­for­derung für die inter­na­tio­nale Gemeinschaft."

Während der Afghanistan-Konferenz in London am 28.01.2010 hat sich die afghanische Regierung zu weiteren Reformschritten in den Bereichen Stärkung der lokalen Regierungsstrukturen, der öffentlichen Verwaltung und bei der Korruptionsbekämpfung ver­pflichtet. Im Gegenzug hat sich die internationale Gemein­schaft bereit erklärt, die afghanischen Reform­an­stren­gungen zu unter­stützen und das zivile und militärische Engagement aus­zu­weiten.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bei der Ankunft in Afghanistan. Urheberrecht: Photothek.netDie Bundes­re­gie­rung hat an­ge­kün­digt, die Mittel für den zivilen Wiederaufbau deutlich zu er­hö­hen. Aller­dings ist dieser Mittel­auf­wuchs daran ge­bun­den, dass die afgha­ni­sche Re­gie­rung die Refor­men, zu denen sie sich auf der Konferenz in London verpflichtet hat, auch ener­gisch umsetzt. Von besonderer Bedeutung sind dabei schnelle Schritte zur Ein­dämmung der Kor­rup­tion, zur Stärkung der subnationalen Verwaltungs­struk­turen und zur Verbesserung der Beachtung der Menschen- und insbesondere der Frauenrechte.

Im Mittelpunkt der Reise werden deshalb Gespräche mit der afgha­nischen Regierung über die Umsetzung der Reformagenda stehen. Dazu wird sich Minister Niebel unter anderem mit Finanz­minister Zakhiwal treffen. Bei diesem Gespräch wird er sich auch über den Bedarf an Unterstützungsleistungen durch Deutschland informieren.

Weiterhin möchte sich der Minister ein eigenes Bild von den deutschen Entwicklungsprojekten und -erfolgen verschaffen. Dazu wird er Gespräche mit afghanischen Regierungsvertretern, afghanischen Unternehmern, Diplomaten, in Afghanistan tätigen Entwicklungsexperten sowie Polizisten und Soldaten führen.

Außerdem möchte Minister Niebel die Reise dazu nutzen, den deutschen Entwicklungsexperten, Diplomaten, Polizisten und Soldaten seine Wertschätzung und Dankbarkeit für ihr En­ga­gement in einem schwierigen Umfeld darzubringen.

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