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27.11.2009
Gesundheit ist ein Menschenrecht
Weltaidstag (01.12.2009)

Anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember erklärt Bundesentwicklungs­minister Dirk Niebel: "Ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungs­politik liegt im Bereich Menschenrechte – gerade im Gesund­heits­bereich. Hierzu gehört auch die Überwindung der Stigmatisierung und Ausgrenzung kranker Menschen. Dazu müssen wir international den Mut haben, Tabus zu brechen und beständig für Menschenrechte zu streiten."

Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt bei der Bekämpfung von HIV/AIDS in zahlreichen Partnerländern Regierungen, die Zivil­gesell­schaft und den Privatsektor bei der Überwindung der Stig­ma­ti­sierung von Menschen, die mit HIV/AIDS leben. Dies geschieht vor allem durch Beratungs-, Aufklärungs- und Trainings­maßnahmen in Gesundheits­einrichtungen sowie am Wohn- und Arbeitsort.

In der Bekämpfung von HIV und AIDS hat es in den letzen Jahren spürbare Erfolge gegeben. So konnten seit 2001 die HIV-Neuinfek­tionen um 17 Prozent gesenkt werden und die Zahl der Menschen in Entwicklungsländern, die antiretrovirale Behandlung erhalten, von 2003 bis 2008 verzehnfacht werden. Dennoch sterben täglich etwa 5.500 Menschen an AIDS und durchschnittlich 7.400 infizieren sich neu. Darum bleibt die HIV-Bekämpfung ein wichtiges Ziel der deutschen Entwicklungspolitik. Deutschland gehört weltweit zu den großen Gebern in dem Sektor und hat in den letzten Jahren seine Mittel zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria und zur entsprechend notwendigen Stärkung der Gesundheitssysteme kontinuierlich erhöht. Seit 2008 stellt Deutschland hierfür 500 Millionen Euro pro Jahr bereit. Die Mittel werden in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit, über multilaterale Organisationen und über den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) eingesetzt.

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