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24.11.2009
Zusätzliche Mittel zur Stabilisierung Afghanistans und zur Förderung guter Regierungsführung in Pakistan

Bundesentwicklungsminister Dirk NiebelDer afghanische Staatspräsident Karzai hat am 19. November 2009 ein ambitioniertes Reform­pro­gramm für seine zweite Amtszeit an­ge­kün­digt: Die Korruption soll kon­se­quen­ter bekämpft, die Regie­rungs­führung verbessert und zu­sätz­liche Arbeits­plätze geschaffen werden.

Um die afghanische Regierung auf diesem Kurs zu unterstützen und die deutschen Stabilisierungs- und Ent­wick­lungs­beiträge zu verstärken, stellt das Bundesentwicklungs­mi­nis­te­rium weitere 52 Millionen Euro für Afghanistan zur Verfügung. Damit steigt der Beitrag des BMZ für die Sta­bi­li­sie­rung und Entwicklung Afghanistans im Jahr 2009 auf insgesamt rund 144 Millionen Euro.

Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem in Nord-Afghanistan ein­ge­setzt werden, wo Deutschland besondere Verantwortung trägt. Vorgesehen ist die Einrichtung eines flexiblen Regional­ent­wick­lungs­fonds zur Förderung von Erwerbs­mög­lich­keiten und guter Regierungsführung in der Region Kunduz, die Ausweitung des BMZ-Rechts­staat­lich­keits­programms, das den vom deutschen Polizeiprojekt und Feldjägern der Bundeswehr umgesetzten Poli­zei­aufbau flankiert, die Finanzierung besonders arbeits­in­ten­si­ver Infrastrukturprojekte sowie der Bau von Berufsschulen, um lang­fristig Beschäftigung und Perspektiven gerade für die junge Bevölkerung zu schaffen.

Bundesentwicklungsminister Niebel: "Mit dieser Zusage treten wir in Vorleistung. Die neue afghanische Regierung muss das ihre dazu beitragen, mit einer Ver­stärkung der afghanischen Sicher­heits­kräfte, mit konsequenter Korruptions­be­kämpfung und mit einem reformorientierten Regierungshandeln den Stabi­li­sie­rungs- und Entwicklungsprozess zum Erfolg zu führen."

Gleichzeitig kann sich Afghanistan nur stabilisieren und ent­wi­ckeln, wenn dies auch in Pakistan gelingt. Deshalb sagt Bundes­mi­nis­ter Niebel zusätzliche 10 Millionen Euro für die Ver­bes­se­rung der Regierungsführung in Pakistan zu.

Bundesminister Niebel: "Mit der Ausweitung unseres En­ga­ge­ments in den Bereich der guten Regierungsführung in Pakistan möchten wir politische und wirt­schaft­liche Reformen im Land an­schieben und die Fähigkeit der pakistanischen Re­gie­rung, ihre Aufgaben den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber im konflikt­träch­tigen Nordwesten des Landes zu erfüllen, unterstützen. Damit leisten wir effektiv Hilfe zur Selbsthilfe."

Glossar des BMZ
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