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18.12.2009
Deutschland verstärkt Zusammenarbeit mit Ghana

Deutschland will die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ghana ausbauen. Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit sind Landwirtschaft, Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Dezentralisierung. Das wurde in den Regierungsverhandlungen zwischen der Republik Ghana und der Bundesrepublik Deutschland am 17. und 18. Dezember 2009 in Bonn vereinbart.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundes­ent­wick­lungs­ministerium, Gudrun Kopp, betonte bei den Regierungsverhandlungen: "Wir müssen die deutsch-ghanaische Zusammenarbeit auf zukunftsorientierte Bereiche ausrichten. Durch Stärkung der Marktorientierung und leistungsbasierter Anreizsysteme werden wir zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum beigetragen, das weiten Teilen der Bevölkerung zu Gute kommt."

Ghana hatte in der Vergangenheit große Anstrengungen unter­nommen um die nationale Strategie zur Steigerung des Volkseinkommens und zur Erreichung der Mil­len­niums­ent­wick­lungs­ziele umzusetzen. So konnte das Land eindrucksvolle Erfolge in der Armutsbekämpfung erzielen: Der Anteil der Armen wurde von 52 Prozent (1990) auf 28,5 Prozent (2007) gesenkt. Ghana ist im regionalen Vergleich zudem Vorreiter im Hinblick auf politische Stabilität, Demokratisierung und Schutz der Menschenrechte. So schnitt Ghana auch beim African Peer Review Mechanism (APRM) überdurchschnittlich gut ab. Der APRM ist das Selbst­evaluierungs­verfahren der afrikanischen Reforminitiative NEPAD.

Das Bundesentwicklungsministerium sagte Ghana für die Jahre 2009 bis 2011 Mittel in Höhe von insgesamt 130 Millionen Euro zu. Dies entspricht einer Erhöhung von bisher 26,5 Millionen Euro auf 43,33 Millionen Euro pro Jahr und einem Zuwachs von über 60 Prozent. Hierin kommt das Ziel der Bundesregierung zum Ausdruck, Partnerländer mit guter Regierungsführung besonders zu unterstützen.

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