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Deutscher Beitrag

Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramt, mit Schülern aus Kempten beim Zukunftskongress im September 2016 in München

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) trägt dazu bei, die Politik der Bundesregierung ganzheitlich und umfassend auf nachhaltige Entwicklung auszurichten. Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie bildet einen wesentlichen Rahmen für die nationale Umsetzung der Agenda 2030. Im Rahmen dieser Strategie setzt sich die Bundesregierung Ziele, wie sie bis 2030 die Agenda umsetzen will, und sie berichtet, was sie zu ihrer Erreichung beiträgt. Die Federführung liegt beim Bundeskanzleramt.

Neue Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Im Januar 2017 erschien eine Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie. Sie ist die umfassendste Weiterentwicklung der Strategie seit ihrer Entstehung 2002 und steht im Zeichen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. In ihrem Vordergrund steht eine ausgewogene Berücksichtigung der drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – und eine stärkere Berücksichtigung der weltweiten Auswirkungen unseres Handelns. Beispielsweise muss sich Deutschlands "ökologischer Fußabdruck" dringend verkleinern, Lebensstile und Produktionsweisen müssen nachhaltiger ausgestaltet werden.

Das BMZ nutzt seine Rolle als "Ministerium für nachhaltige Entwicklung", um alle zentralen Akteure – Bevölkerung, Zivilgesellschaft, Länder, Kommunen und Privatwirtschaft – als Partner zu gewinnen. Ziel ist, eine Kultur der Nachhaltigkeit zu schaffen, in der alle bewusst konsumieren und Teil des Veränderungsprozesses sind.


Enge Einbindung von Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft

Nichtstaatliche Akteure sind für das BMZ wichtige Kooperationspartner. Verschiedene Dialog- und Kooperationsformate werden gepflegt. Aufbauend auf den Ergebnissen der Zukunftscharta wird das BMZ künftig noch stärker mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und strategische Allianzen und Multiakteurspartnerschaften weiter vertiefen.

Auch die Wissenschaft ist ein wichtiger Impulsgeber für die Umsetzung der Agenda 2030, denn sie stellt die wissenschaftlichen Grundlagen für verbesserte nachhaltige Entwicklung zur Verfügung. Deshalb investiert das BMZ in die Forschung und tritt für eine stärkere internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ein. Im Zuge der Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat die Bundesregierung zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Bildung einer Plattform ermöglicht, die seit Mai 2017 systematisch in die Steuerungs-, Dialog- und Umsetzungsprozesse der Agenda 2030 und somit in die neue Nachhaltigkeitsarchitektur eingebunden ist.

Träger der Plattform sind die international aufgestellten wissenschaftlichen Netzwerke Sustainable Development Solutions Network Germany (SDSN Germany), das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (DKN) sowie das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS). Hauptaufgabe der Plattform ist es, die Umsetzung der Agenda 2030 wissenschaftlich zu begleiten.

Unter dem Leitmotiv "Wirtschaft für nachhaltige Entwicklung fördern und fordern" vertieft das BMZ den Dialog mit Partnern in der Wirtschaft und unterstützt sie dabei, gemeinsam mehr Verantwortung für nachhaltige Entwicklung zu übernehmen. Dabei werden neue Anreize und Kooperationsformen geschaffen werden, um die Privatwirtschaft stärker einzubeziehen.


Weitere Informationen

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Siehe auch

Externe Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

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