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Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Ziel 16

Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen


Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Nachhaltige Entwicklung ist nicht ohne Frieden und Stabilität möglich. Deutschland fördert darum den Aufbau von effektiven, verantwortungsvollen und transparenten Institutionen auf allen Ebenen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt ihre Partnerländer dabei, die politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche soziale, ökologische und marktwirtschaftliche Entwicklung zu schaffen.

Beispiel: Friedliches Zusammenleben in Mali fördern

Die deutsche Caritas hilft zurückgekehrten Flüchtlingen in Mali bei ihrem Neustart.

Rund 500.000 Menschen mussten 2012 vor einem gewaltsamen Konflikt im Norden von Mali fliehen. Nachdem sich die Lage wieder stabilisiert hatte, kehrten 2013 Zehntausende zurück. Der Krieg hatte schlimme Folgen: Die Infrastruktur und soziale Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitszentren sind vielerorts zerstört. Das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen hat enorm gelitten. Der Glaube an ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen, sozialen und religiösen Gruppen ist erschüttert.

Die BMZ-Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" investiert in den Wiederaufbau der Infrastruktur in Mali und unterstützt die Rückkehrer bei der Wiedereingliederung in ihre Heimatregionen.

Deutschland fördert zum Beispiel öffentliche Versöhnungskomitees, die bei Konflikten vermitteln – etwa, wenn die Häuser und Felder der Geflüchteten zwischenzeitlich von anderen genutzt werden. Viele Rückkehrer nehmen außerdem an "Cash for work"-Programmen teil: Sie setzen Teile der zerstörten Infrastruktur wieder instand und erhalten dafür eine Bezahlung. Diese fließt in die lokalen Märkte und kurbelt die Wirtschaft an.

Durch diese und weitere Maßnahmen wurde inzwischen ein Grundstein für den Wiederaufbau Nord-Malis und für die Stabilisierung der Region gelegt. Gerechtigkeit, Recht und Mitbestimmung haben dort nun eine solide Chance, sich weiter zu entfalten.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Fallstudien zur Umsetzung der Agenda 2030


Lexikon der Entwicklungspolitik

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