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Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Ziel 9

Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen


Ziel 9: Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Viele ländliche Regionen in Entwicklungsländern verfügen noch nicht über ausreichende Verkehrswege und Transportmittel. Dadurch sind Transporte dort schwierig und teuer – ein Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung.

Auch Mängel bei der Energieversorgung wirken sich negativ auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft aus. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Verbesserung der ländlichen Infrastruktur. Dadurch erhalten ländliche Räume Anschluss an wichtige Absatzmärkte und können sich aus eigner Kraft wirtschaftlich entwickeln.

Beispiel: Wege für Entwicklung ebnen

Neue Elektrizitätsleitung entlang einer Projektstraße, Laos.

Während der Regenzeit sind viele Wege in den nördlichen Bergen oder im armen Süden von Laos unpassierbar. Die meisten Fahrzeuge können die steilen Straßen dann nicht mehr befahren oder bleiben im Schlamm stecken. Liegengebliebene Lastwagen blockieren manchmal tagelang die Straße, bis sie mit Hacke und Schaufel wieder ausgegraben sind und die Sonne die Fahrspur getrocknet hat. Fast sechs Monate pro Jahr haben die Bauern Schwierigkeiten, zum nächsten Markt zu kommen. Die Wirtschaft wird in dieser Zeit weitgehend lahmgelegt.

Seit 2003 finanziert die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des BMZ den ländlichen Wegebau in Laos. Ausgewählt wurden die ärmsten Distrikte mit den schlechtesten Straßen und dem größten Bedarf. Bisher wurden mehr als 720 Kilometer Wege erneuert und ausgebaut, weitere 100 Kilometer sollen demnächst hinzukommen. Zu dem Programm gehört auch der Bau von Brücken, Fähranlegern und Bushaltestellen. Zukünftig werden außerdem ländliche Märkte einbezogen, die überdacht und mit öffentlichen Toiletten ausgestattet werden. Von dem Programm profitieren insgesamt rund 140.000 Menschen, die im Einzugsgebiet der Straßen leben.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Fallstudie zur Umsetzung der Agenda 2030


Lexikon der Entwicklungspolitik

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