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Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria

Logo: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuber­ku­lose und Malaria (GFATM)

Aids, Tuberkulose und Malaria gehören zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Diese globalen Epidemien bis 2030 zu beenden, wurde im September 2015 als Ziel 3.3 in die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aufgenommen.

Ein wichtiges Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (Global Fund to Fight Aids, Tuberculosis and Malaria, GFATM). Seine Gründung geht auf einen Beschluss der UN-Sondergeneralversammlung zu HIV und Aids im Juni 2001 in New zurück. Der Fonds legt keine eigenen Programme auf, sondern finanziert nationale Maßnahmen gegen die drei Krankheiten. Der GFATM stärkt somit die Eigenverantwortung der Regierungen und fördert die Mitwirkung der Zivilgesellschaft und der privaten Wirtschaft.

Mehr als ein Drittel der GFATM-Gelder fließt in den Aufbau widerstandsfähiger Gesundheitssysteme, die die Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria bilden. Rund 60 Prozent der Gesamtinvestitionen kommen Programmen zugute, die insbesondere die Gesundheitsversorgung von Frauen und Mädchen verbessern.

Bis Ende 2016 stellte der GFATM weltweit Finanzmittel in Höhe von insgesamt 38 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Im Herbst 2016 fand die fünfte Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds statt. Dabei sagten die Geber 12,9 Milliarden US-Dollar für den Zeitraum 2017 bis 2019 zu.


Wirkungen

Nach Angaben des Globalen Fonds konnten zwischen 2002 und 2016 deutliche Erfolge verzeichnet werden: Laut Ergebnisbericht 2017 retteten die vom GFATM geförderten Programme rund 22 Millionen Menschen das Leben. Bis Ende 2019 soll diese Zahl auf 36 Millionen ansteigen. In den Ländern, in denen der Fonds investierte, ging die Zahl der an Aids, Tuberkulose oder Malaria gestorbenen Menschen deutlich zurück.

Rund 11 Millionen Menschen mit HIV erhielten Zugang zu Medikamenten, die die Viruslast senken und dadurch das Ansteckungsrisiko reduzieren, 17,4 Millionen Menschen wurden gegen Tuberkulose behandelt. Um Malaria vorzubeugen, wurden etwa 795 Millionen Moskitonetze verteilt.


Deutscher Beitrag

Seit der Gründung des Globalen Fonds 2002 hat ihm Deutschland mehr als 2,5 Milliarden Euro (Stand: Mai 2018) zur Verfügung gestellt. Mit einem Beitrag von 810 Millionen Euro für die Jahre 2017 bis 2019 ist Deutschland der viertgrößte staatliche Geber des Fonds. Die Bundesrepublik ist seit September 2012 mit einem eigenen Sitz im Verwaltungsrat des Fonds vertreten.

Außerdem ist Deutschland im Strategiekomitee des GFATM vertreten. Die Bundesregierung setzt sich für einen effizienten, handlungsfähigen Globalen Fonds ein und hat in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Transparenz im Fonds-Management zu erhöhen.

Inhaltliche Schwerpunkte des deutschen Engagements sind unter anderem die Stärkung nationaler Gesundheitssysteme, die Einbindung von Zivilgesellschaft und Betroffenengruppen sowie die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit und der Menschenrechte. Deutschland strebt die Schaffung von Synergien mit anderen Organisationen wie der Impfallianz Gavi an. Besonders setzt sich Deutschland dafür ein, dass die Investitionen des Globalen Fonds nachhaltig gestaltet werden, um auch bei auslaufender Förderung langfristig wirksam zu sein.


Weitere Informationen

Kontakt

Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose (GFATM)

Chemin de Blandonnet 8
1214 Vernier
Genf
Schweiz
Telefon: 00 41 / 58 / 791 17 00
Fax: 00 41 / 58 / 791 17 01

Lexikon der Entwicklungspolitik

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