Hauptinhalt

Weitere Institutionen

Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria


Eines der weltweiten Entwicklungsziele, die in der Millenniumserklärung festgelegt wurden, ist die Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen übertragbaren Krankheiten. Die UN-Sondergeneralversammlung zu HIV und Aids hat deshalb im Juni 2001 in New York die Einrichtung eines globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (Global Fund to Fight Aids, Tuberculosis and Malaria, GFATM) beschlossen. Die drei Krankheiten gehören zu den weltweit am stärksten verbreiteten Infektionskrankheiten.

Das Ziel, die Verbreitung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria zu stoppen und diese globalen Epidemien bis 2030 zu beenden, wurde im September 2015 als Ziel 3.3 auch in die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aufgenommen.

Der GFATM dient der Finanzierung nationaler Maßnahmen gegen die drei Krankheiten einschließlich der Stärkung von Gesundheitssystemen. Er fördert zudem die Eigenverantwortung der Regierungen, die Mitwirkung der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors sowie wirkungs- und genderorientierte Maßnahmen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria.

Seit 2002 stellte der Fonds weltweit Finanzmittel in Höhe von insgesamt 30 Milliarden US-Dollar für rund 1.000 Programme in mehr als 140 Staaten zur Verfügung. Damit wurde bisher rund 9,2 Millionen Menschen der Zugang zu antiretroviralen Medikamenten gegen Aids ermöglicht, 15,1 Millionen Menschen wurden gegen Tuberkulose behandelt. Rund 659 Millionen Moskitonetze wurden verteilt. Die jüngste Wiederauffüllung des GFATM fand im Herbst 2016 statt. Dabei sagten Geber für den Zeitraum 2017 bis 2019 12,9 Milliarden US-Dollar zu.

Seit der Gründung des Globalen Fonds 2002 hat Deutschland mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Mit einem Beitrag von 800 Millionen Euro für 2017 bis 2019 ist Deutschland der viertgrößte Geber des Fonds. Die Bundesrepublik Deutschland ist seit September 2012 mit einem eigenen Sitz im Verwaltungsrat des Fonds vertreten.

Die Bundesregierung setzt sich für einen effizienten, handlungsfähigen Globalen Fonds ein und hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Management- und Vertrauenskrise der vergangenen Jahre beim GFATM überwunden und mehr Transparenz hergestellt werden konnte.

In Zukunft wird sich der Fonds verstärkt auf die ärmsten Länder mit den größten Bedarfen ausrichten. Zudem werden einzelne Länderprogramme künftig stärker berücksichtigen, wie wirkungsvoll vorausgegangene Zuschüsse eingesetzt worden sind, welche Risiken bei der Mittelauszahlung und -verwendung festgestellt wurden und welche eigenen finanziellen Ressourcen die Kooperationsländer mobilisieren konnten. Ein strategischer Schwerpunkt der Arbeit des Fonds wird zukünftig auf der Stärkung von Gesundheitssystemen liegen.


Weitere Informationen

Kontakt

Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose (GFATM)

Chemin de Blandonnet 8
1214 Vernier
Genf
Schweiz
Telefon: 00 41 / 58 / 791 17 00
Fax: 00 41 / 58 / 791 17 01

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen