Hauptinhalt

Vereinte Nationen

Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur


Logo: Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)

"Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden." So lautet die Leitidee der 1945 in London gegründeten Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO). Sie ist eine der Sonderorganisationen der UN und hat ihren Amtssitz in Paris. Die UNESCO hat 193 Mitglieder.

Durch die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation will die UNESCO zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit beitragen. Sie wirkt dabei weniger als Geldgeber, denn als Koordinator, Initiator und Berater.

Als Forum der globalen intellektuellen Zusammenarbeit hat die UNESCO das breiteste Programmspektrum aller UN-Sonderorganisationen. Ihr Mandat umfasst Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Das bei weitem größte Aktionsfeld ist dabei Bildung.

Die UNESCO ist für die Steuerung und Fortschrittskontrolle der globalen Bildungsagenda (Education 2030) und damit des vierten Ziels der Agenda für nachhaltige Entwicklung zuständig: Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern. Die UNESCO veröffentlicht den jährlichen Weltbildungsbericht. Die International Task Force on Teachers for Education 2030 (TTF) ist bei der UNESCO angesiedelt.

Die Mitgliedsstaaten der UNESCO haben Nationalkommissionen eingerichtet. Sie beraten die eigene Regierung in UNESCO-Fragen und beziehen die Zivilgesellschaft in die Arbeit ein. Die deutsche UNESCO-Kommission (DUK) hat ihren Sitz in Bonn. Das BMZ ist Mitglied im Vorstand der Kommission.

Die UNESCO finanziert sich hauptsächlich aus den Pflichtbeiträgen ihrer Mitgliedsstaaten. Der reguläre Zweijahreshaushalt 2018/2019 beträgt 595,2 Millionen US-Dollar. Zusätzlich erhält die UNESCO außerordentliche Beiträge, Treuhandgelder für bestimmte Projekte und Programme, Mittel anderer multilateraler Einrichtungen sowie freiwillige Beiträge von Mitgliedsstaaten und Spenden. Deutschland ist nach den USA und Japan drittgrößter Geldgeber. Der deutsche Kernbeitrag (aus dem Haushalt des Auswärtigen Amtes) lag im Jahr 2017 bei 1,6 Millionen Euro.

Darüber hinaus unterstützt Deutschland die UNESCO mit freiwilligen Leistungen und privaten Spenden.

Das in Bonn ansässige "International Centre for Technical and Vocational Education and Training" (UNEVOC) der UNESCO, das sich mit beruflicher Bildung befasst, wird mit BMZ-Treuhandmitteln für die Programmarbeit unterstützt. 2014–2017 wurde UNEVOC mit insgesamt 2,2 Millionen Euro gefördert. Darüber hinaus beteiligt sich das BMZ bei der Finanzierung des jährlichen Weltbildungsberichts (Global Education Monitoring Report), der die Fortschritte bei der Erreichung des Bildungsziels in der Nachhaltigkeitsagenda (SDG 4) überprüft. Im Jahr 2017 wurden hierfür 150.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt beläuft sich die Förderung hierfür für den Zeitraum 2003 bis 2017 auf 3 Millionen Euro.

Weitere Informationen

Kontakt

Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)

7, place de Fontenoy
75007 Paris
Frankreich
Telefon: 00 33 / 1 / 45 68 10 00
Fax: 00 33 / 1 / 45 67 16 90

Informationen

Siehe auch

Externe Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen