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Wege der europäischen Zusammenarbeit

Union für den Mittelmeerraum

Reinigung eines Solarmoduls in der Commune Oulad Stata in Marokko

Eine Zone des Friedens, der De­mo­kratie, der Sta­bilität, der Zu­sam­menarbeit und des Wohlstands zu schaffen, ist das Ziel der Euro­mediterranen Partnerschaft.

Sie wurde 1995 auf einer Außenministerkonferenz in Barcelona ins Leben gerufen und wird deshalb auch Barcelona-Prozess genannt. Die Partnerschaft bildete seither die Grundlage für die Beziehungen der Länder Europas und des Mittelmeerraums.

Um die Basis dieser Zusammenarbeit weiter zu verbessern und die Partnerschaftlichkeit der Zusammenarbeit zu verstärken, haben die beteiligten Staaten beschlossen, den Barcelona-Prozess auszubauen. Am 13. Juli 2008 wurde dazu in Paris die neue Partnerschaft "Union für den Mittelmeerraum" (UfM) gegründet.

Teilnehmer

Der Union für den Mittelmeerraum gehören 43 Regierungen an, die mehr als 700 Millionen Menschen repräsentieren: Neben den 28 EU-Mitgliedsstaaten gehören alle Mittelmeeranrainerstaaten (außer Libyen) und Jordanien und Mauretanien zur UfM. (Die Teilnahme Syriens ist seit 2011 ausgesetzt).


Im Mittelpunkt: gemeinsame Projekte

Der Fokus der Union für den Mittelmeerraum liegt auf einer Partnerschaft im Rahmen konkreter Projekte. Neu gegenüber dem Barcelona-Prozess sind vor allem die Einrichtung einer Ko-Präsidentschaft (Nord/Süd) und eines ständigen Sekretariates zur Auswahl, Vorbereitung und Umsetzung der Projekte. Das Sekretariat der UfM hat 2010 seine Arbeit aufgenommen, Sitz ist Barcelona.


Einbindung in die bestehende Politik der Europäischen Union

Die Union für den Mittelmeerraum ergänzt die bestehenden Beziehungen, die die EU zu ihren Partnerländern im Mittelmeerraum unterhält. Neben der Europäischen Nachbarschaftspolitik der EU bildet sie eine Plattform für Dialog und regionale Vorhaben. Existierende Assoziierungsabkommen, Aktionspläne und Maßnahmen der EU werden fortgesetzt. Für die regionale Kooperation spielt die UfM eine wichtige Rolle, da sie als regionales Forum auch Israel und Türkei umfasst.

Seit 2007 werden die Beziehungen mit den Partnerländern im Mittelmeerraum als Teil der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) durch das Europäische Nachbarschaftsinstrument (ENI) finanziert. Weitere Informationen über die Europäische Nachbarschaftspolitik finden Sie hier.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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