Hauptinhalt

Uganda

Kinder in Uganda

weiterlesen

Überblick

Erneuerbare Energien, Klimaschutz und Wirtschaftspotenzial in Ostafrika

Uganda hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stabilisierenden politischen Kraft in Ostafrika entwickelt. In einer Region, die in der Vergangenheit immer wieder zu den Konfliktbrennpunkten Afrikas zählte und bis heute Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen und großer Flüchtlingsbewegungen ist, setzt sich Uganda aktiv für Frieden, Sicherheit und regionale Kooperation ein. Auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist solide – trotz großer Herausforderungen wie der weit verbreiteten Korruption und dem hohen Bevölkerungswachstum.

Die Politik der ugandischen Regierung ist entwicklungsorientiert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten konnten deutliche Erfolge bei der Verminderung der Armut erzielt werden. Dennoch gehört Uganda weiterhin zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (LDC).

Uganda hat sich zum Hauptaufnahmeland von Flüchtlingen in Afrika entwickelt: Rund 1,4 Millionen Menschen haben dort Schutz gesucht, davon mehr als 880.000 aus dem Südsudan (Stand: Ende August 2020). Ugandas Regierung verfolgt eine sehr großzügige Flüchtlingspolitik, die weltweit als beispielhaft anerkannt wird. Mittlerweile stößt diese Politik jedoch an ihre Grenzen, da Lebensmittel, Unterbringungsmöglichkeiten und das Angebot an Basisdienstleistungen in den aufnehmenden Gemeinden knapp werden.

Entwicklungszusammenarbeit

Uganda gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Deutschland zählt zu den wichtigsten Gebern des ostafrikanischen Landes.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Außerdem fördert das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) in Uganda eine gute Regierungsführung und die Wahrung der Menschenrechte. Weiteres Engagement erfolgt im Rahmen der BMZ-Sonderinitiativen "EINEWELT ohne Hunger" und "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren".

Direkt zu:

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Uganda

  • Stadtansicht von Kampala, der Hauptstadt Ugandas
    Politische Situation

    Entwicklungspolitisch engagierter Partner

    Uganda gilt als reformbereiter und entwicklungspolitisch engagierter Partner. Das Land spielt eine positive Rolle in regionalen Friedensinitiativen, etwa im Südsudan und in Somalia.

  • Wasserversorgung in Kinsenyi, einer informellen Siedlung in Kampala
    Soziale Situation

    Bevölkerungswachstum schmälert Entwicklungserfolge

    Die soziale Lage in Uganda hat sich seit Anfang der 1990er Jahre deutlich gebessert. Vor allem bei der Armutsbekämpfung und der Reduzierung der HIV-Infektionsrate erzielte die Regierung große Erfolge.

  • Geranienfarm eines ausländischen Inhabers in Kampala, Uganda
    Wirtschaftliche Situation

    Attraktiver Wirtschaftsstandort

    Uganda verfügt über eine im regionalen Vergleich stark ausgeprägte und liberale Marktwirtschaft. Das Land gilt als attraktiver Investitionsstandort für die Privatwirtschaft. Das Wirtschaftswachstum ist stabil, es lag in den vergangenen fünf Jahren zwischen vier und sechs Prozent.

Stadtansicht von Kampala, der Hauptstadt Ugandas
Politische Situation

Entwicklungspolitisch engagierter Partner

Seit 1986 wird Uganda ununterbrochen von Präsident Yoweri Museveni regiert, zuletzt wurde er 2016 im Amt bestätigt. Das Land gilt als reformbereiter und entwicklungspolitisch engagierter Partner. Es spielt eine positive Rolle in regionalen Friedensinitiativen, etwa im Südsudan und in Somalia. Im Energiesektor und im öffentlichen Finanzwesen hat die Regierung wichtige Reformen in Gang gesetzt. Bei der Umsetzung der globalen Entwicklungsziele der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens übernimmt das Land eine Vorreiterrolle.

Regierungsführung und Menschenrechte

Uganda ist ein entwicklungsorientierter Partner mit guten Ausgangsbedingungen im Hinblick auf natürliche Ressourcen und mit soliden Voraussetzungen für stetig besser werdende wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Das Land verfügt über solide demokratische und rechtsstaatliche Rahmenbedingungen. Gewaltenteilung, Unabhängigkeit der Justiz und parlamentarische Arbeit sind verfassungsrechtlich garantiert.

In der Praxis regiert Präsident Museveni zwar zunehmend autokratisch und repressiv, politische Oppositionsarbeit wird vor allem im Vorfeld von Wahlen behindert und der Raum für zivilgesellschaftliches Engagement teilweise eingeengt. Positiv festzuhalten ist jedoch, dass die (vom BMZ geförderte) ugandische Menschenrechtskommission ihre Funktion als Kontroll- und Beschwerdeinstanz für Menschenrechtsverletzungen engagiert wahrnimmt. Auch das Parlament, die obersten Gerichte und der – ebenfalls vom BMZ unterstützte – Rechnungshof nehmen ihre Rolle ernst und stärken durch ihre unabhängige Arbeit das Prinzip der Gewaltenteilung. Medien und Zivilgesellschaft beteiligen sich aktiv an der politischen Diskussion.

Homosexualität ist in Uganda verboten, ein Gesetz zur Verschärfung der Rechtslage wurde 2014 vom Verfassungsgericht aufgehoben. Vereinzelte Forderungen nach weiteren Verschärfungen wurden Ende 2019 von der Regierung entschieden zurückgewiesen. Menschenrechtsverteidiger, die sich auch für Rechte sexueller Minderheiten einsetzen, sind bei ihrer Arbeit Herausforderungen bis hin zu vereinzelten Übergriffen ausgesetzt. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt hier intensiv.

Eine Herausforderung in Uganda sind Defizite bei der Korruptionsbekämpfung. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International belegte Uganda 2018 Rang 149 von 180 gelisteten Staaten. Gleichwohl greift die Regierung dieses Thema ambitioniert auf, gute Erfolge im Hinblick auf Transparenz und Rechenschaftspflicht können etwa bei der Reform des öffentlichen Finanzwesens verzeichnet werden.

Flüchtlingspolitik

Seitdem die Gewalt im Südsudan 2016 erneut eskalierte, hat sich Uganda zum wichtigsten Aufnahmeland für Flüchtlinge in Ostafrika entwickelt. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben dort rund 1,3 Millionen Menschen Zuflucht gefunden.

Die ugandische Regierung betreibt eine äußerst liberale Politik: Geflüchtete aus bestimmten Ländern, unter anderem dem Südsudan, werden in Uganda generell, also ohne individuelles Asylverfahren, anerkannt. Sie erhalten ein Aufenthaltsrecht sowie das Recht auf Arbeit und dürfen sich im Land frei bewegen. Um den Geflüchteten ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen, werden sie nicht in Lagern, sondern in Siedlungen untergebracht. Sie bekommen ein Stück Land zugewiesen und erhalten Zugang zu Bildungsangeboten und Gesundheitsdiensten.

Allerdings geraten die ugandischen Gemeinden mittlerweile an ihre Belastungsgrenze – es fehlt an verfügbarem Land, Lebensmitteln und kommunaler Infrastruktur, um die Zugezogenen erfolgreich sozial und wirtschaftlich zu integrieren. Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt daher durch ihre Maßnahmen gezielt auch die aufnehmenden Gemeinden und leistet damit einen Beitrag zur Konfliktprävention: Wenn aufnehmenden Gemeinden von den Maßnahmen für Flüchtlinge selbst profitieren, etwa in den Bereichen Wasser- und Abwasser, Energieversorgung, Bildung, Gesundheit und Beschäftigungsförderung, erhält das die Offenheit zur Aufnahmen und Integration von Flüchtlingen. Dieser Effekt lässt sich in Uganda besonders gut beobachten.

Wasserversorgung in Kinsenyi, einer informellen Siedlung in Kampala
Soziale Situation

Bevölkerungswachstum schmälert Entwicklungserfolge

Die soziale Lage in Uganda hat sich seit Anfang der 1990er Jahre deutlich gebessert. Vor allem bei der Armutsbekämpfung und der Reduzierung der HIV-Infektionsrate erzielte die Regierung große Erfolge.

Armut

Der Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben, konnte deutlich gesenkt werden: von 56 Prozent im Jahr 1992 auf 21 Prozent im Jahr 2016. Doch noch immer müssen rund 40 Prozent der Bevölkerung mit weniger als umgerechnet 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen. Von extremer Armut betroffen sind insbesondere Frauen, Bewohner ländlicher Regionen und die Bevölkerung im strukturell benachteiligten Norden des Landes. Dort ist die Armutsrate deutlich höher als im Landesdurchschnitt, weshalb sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vor allem auf die nördlichen Landesteile konzentriert.

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist unterernährt, nicht einmal zehn Prozent der Menschen verfügen über eine sichere Trinkwasserversorgung. Fast 80 Prozent der Bevölkerung leben ohne Elektrizität. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 63 Jahren. Auf dem aktuellen Index menschlicher Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) steht Uganda auf Platz 159 von 189 Ländern.

Viele Entwicklungserfolge werden durch das hohe Bevölkerungswachstum (2018: 3,7 Prozent) wieder neutralisiert. Die Einwohnerzahl des Landes hat sich zwischen 1998 und 2018 von 22,3 auf 42,7 Millionen fast verdoppelt. Uganda zählt zu den Ländern mit der jüngsten Bevölkerung weltweit: Fast die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner ist jünger als 15 Jahre – eine immense Herausforderung für das Land. Unter anderem strömen jährlich Hunderttausende junge Jobsuchende auf den Arbeitsmarkt. Die deutsche Entwicklungspolitik reagiert auf diese Herausforderung, indem Berufsbildung und Beschäftigungsförderung flächendeckend in allen Sektoren der Zusammenarbeit als übergeordnetes Querschnittsthema umgesetzt wird.

HIV und Aids

Die HIV-Infektionsrate, die Anfang der 1990er Jahre bei rund zehn Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung lag, wurde durch ein umfassendes Präventionsprogramm der Regierung deutlich reduziert. Nach Angaben des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zu HIV/Aids (UNAIDS) sind in Uganda derzeit rund 1,4 Millionen Menschen infiziert – das entspricht 5,7 Prozent der 15- bis 49-Jährigen. Laut Schätzungen starben im Jahr 2018 in Uganda etwa 23.000 Menschen an Aids. Unter den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gibt es rund 950.000 Aids-Waisen.

Geranienfarm eines ausländischen Inhabers in Kampala, Uganda
Wirtschaftliche Situation

Attraktiver Wirtschaftsstandort

Uganda verfügt über eine im regionalen Vergleich stark ausgeprägte und liberale Marktwirtschaft. Das Land gilt als attraktiver Investitionsstandort für die Privatwirtschaft. Das Wirtschaftswachstum ist stabil, es lag in den vergangenen fünf Jahren zwischen vier und sechs Prozent. Es besteht jedoch ein deutliches Wohlstandsgefälle zwischen dem Norden und dem reicheren Süden des Landes.

Etwa 70 Prozent der Einwohner arbeiten in der Landwirtschaft, die meisten produzieren lediglich für den Eigenbedarf. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt liegt nur bei 24 Prozent. Dennoch ist der Agrarsektor der wichtigste Devisenbringer des Landes. Hauptexportprodukt ist traditionell Kaffee. Ausgeführt werden außerdem Fisch aus dem Viktoriasee, Blumenstecklinge, Tee, Baumwolle, Tabak, Obst und Gemüse. Nachteilig ist die Binnenlage des Landes: Um Handel zu betreiben, ist Uganda auf die Verkehrs- und Transportinfrastruktur der benachbarten Küstenstaaten Kenia und Tansania angewiesen.

Die künftige Förderung von Erdöl im Westen des Landes könnte bei Stabilisierung des Ölpreises zu Veränderungen führen. Die Einnahmen könnten die Abhängigkeit Ugandas von externer Unterstützung erheblich verringern und einen Abbau der hohen Staatsverschuldung ermöglichen. Die Regierung hat zudem dafür Sorge getragen, dass ein Großteil der künftig im Rohstoffsektor und in der Zulieferindustrie entstehenden Jobs an Einheimische vergeben wird. Mit einer kommerziellen Förderung des Erdöls ist jedoch frühestens im Jahr 2022 zu rechnen.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Uganda

Bei Regierungsverhandlungen im November 2018 wurden Uganda durch die Bundesregierung 79,5 Millionen Euro für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit in den Jahren 2018 und 2019 neu zugesagt. Hinzu kommen Mittel aus den BMZ-Sonderinitiativen "EINEWELT ohne Hunger" (28 Millionen Euro) sowie "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" (30 Millionen Euro).

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Darüber hinaus fördert und berät Deutschland die ugandische Regierung im Bereich gute Regierungsführung (Reform des öffentlichen Finanzwesens, Menschenrechte, Zivilgesellschaft, Korruptionsbekämpfung). Außerdem unterstützt das BMZ in Norduganda Programme für Flüchtlinge aus dem Südsudan.

Berufliche Bildung und Beschäftigungsförderung

Ein Querschnittsthema, das in allen Vorhaben der deutsch-ugandischen Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt wird, ist die Beschäftigungsförderung. In enger Partnerschaft mit der Privatwirtschaft wird das Ziel verfolgt, Jobperspektiven für die junge Bevölkerung zu schaffen. Es werden Angebote zur praxisorientierten beruflichen Aus- und Weiterbildung, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe, entwickelt und Startup-Projekte unterstützt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung junger Frauen.

Zwiebelfelder an einem Berghang im Südwesten Ugandas
Schwerpunkt "Landwirtschaft und ländliche Entwicklung"

Produktivität steigern, Arbeitsplätze schaffen

Hauptziel der Zusammenarbeit in diesem Schwerpunkt ist die Wertsteigerung der landwirtschaftlichen Produktion. Vor allem im Norden Ugandas sollen Wachstumsimpulse für die ländliche Wirtschaft gesetzt werden. Durch die Steigerung der Produktivität soll sich die Ernährungssituation nachhaltig verbessern und es sollen neue Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum entstehen. An den Fortbildungen des 2018 neu aufgenommenen Programms haben bislang schon rund 11.700 Bäuerinnen und Bauern teilgenommen.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. Gemeinsam mit lokalen Bauerngemeinschaften werden Aktionspläne für eine klimaintelligente Landwirtschaft erarbeitet und umgesetzt. Dabei geht es zum Beispiel um die Kombination von Ackerbau und Forstwirtschaft, das Anpflanzen von Mischkulturen und die nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Bis zum Jahr 2022 sollen 25.000 Landwirtinnen und Landwirte von den Trainings profitieren.

"EINEWELT ohne Hunger"

Im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" fördert das BMZ eine verantwortungsvolle Landpolitik. Rund 50.000 Menschen haben bereits an Schulungen zum Thema Landrechte teilgenommen. 26.000 Parzellen wurden vermessen, um Land- und Nutzungsrechte zu sichern. Weitere Arbeitsfelder sind die Förderung einer nachhaltigen Fischereiwirtschaft sowie die Ausweitung der Kartoffelproduktion, -verarbeitung und -vermarktung.

Der Solarpark Soroti in Uganda
Schwerpunkt "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz"

Bessere Versorgung von Haushalten und Unternehmen

Uganda kann – auch dank deutscher Unterstützung – erhebliche Fortschritte im Bereich der Stromerzeugung und beim Aufbau der dafür maßgeblichen Institutionen vorweisen. Defizite gibt es noch beim Netzausbau: Insgesamt haben nur etwas mehr als 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität – in ländlichen Regionen liegt der Anteil noch deutlich niedriger.

Um eine flächendeckende Stromversorgung zu erreichen, setzt die ugandische Regierung stark auf umweltverträgliche Energiequellen (Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme und Solarenergie).

Deutsches Engagement

Deutschland unterstützt Uganda bei der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien, bei Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und bei der Elektrifizierung ländlicher Gebiete. Damit leistet die ugandisch-deutsche Zusammenarbeit auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das BMZ fördert sowohl den Bau von Wasserkraftwerken als auch die Entwicklung kleiner, dezentraler Photovoltaikanlagen für Privathaushalte und kleine Unternehmen. Um die Versorgung ländlicher Gebiete zu verbessern, werden lokale Stromverteilungsnetze ausgebaut. Uganda ist Pilotland der BMZ-Initiative "Grüne Bürgerenergie ", die die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, Betrieben und Kommunen in die Energieversorgung fördert.

Bislang wurden mit deutscher Unterstützung rund 50.000 dezentrale Solarsysteme installiert. Etwa 600.000 Menschen haben Zugang zu Strom erhalten und 8.500 Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Private Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien werden unter anderem durch Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft gefördert sowie durch die Beratung der Regulierungsbehörde, die für die Tarifgestaltung zuständig ist. Außerdem werden Unternehmensverbände beim Aufbau technischen Know-hows sowie zu Qualitätsstandards und Organisationsfragen beraten.

Siedlung Rhino für Geflüchtete aus dem Südsudan in Uganda
Weitere Bereiche der Zusammenarbeit

Öffentliche Finanzen, Menschenrechte, Zivilgesellschaft, Flüchtlinge

Gute Regierungsführung

Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt die ugandische Regierung dabei, das öffentliche Verwaltungshandeln transparenter zu gestalten, Rechenschaftspflichten zu erfüllen, Eigeneinnahmen zu erhöhen und die Korruption zu bekämpfen. Um einen effizienten und entwicklungsorientierten Einsatz öffentlicher Gelder zu gewährleisten, unterstützt das BMZ die Modernisierung der ugandischen Finanzverwaltung und die Stärkung des Rechnungshofes. So konnte die Zahl der Prüfverfahren des Rechnungshofes bereits um mehr als 35 Prozent gesteigert werden.

Mit dem Ziel, die Wahrung der Menschenrechte zu fördern und die ugandische Zivilgesellschaft zu stärken, baut Deutschland sein Engagement im Bereich Regierungsführung aus. Das BMZ fördert staatliche Institutionen und Nichtregierungsorganisationen (NROs), die die Achtung der Menschenrechte einfordern, über Menschenrechtsverstöße berichten und die den Betroffenen Zugang zu rechtlicher Abhilfe ermöglichen. Zudem wird bei der Verankerung des Menschenrechtsansatzes in der nationalen Entwicklungsplanung beraten.

Außerdem werden mit deutscher Unterstützung lokale Angebote zur Rechtsberatung ausgebaut. Rund 5,5 Millionen Menschen können inzwischen eine kostenlose Telefon-Hotline nutzen, um sich über ihre Rechte zu informieren. Instrumente der Digitalisierung kommen dabei erstmalig und pilothaft zum Einsatz, etwa in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Verifizierung von Online-Videomaterial zu Menschenrechtsverletzungen. Zudem werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen-Welle-Akademie in Uganda Journalisten in ländlichen Gebieten geschult.

Darüber hinaus setzt sich die deutsche Entwicklungspolitik für eine stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft in nationale Planungsprozesse ein. Mehr als 180 Organisationen wurden als potenzielle Partner identifiziert, mit 120 wurde bereits eine Zusammenarbeit vereinbart. Der Aufbau neuer zivilgesellschaftlicher Netzwerke auf Distriktebene wird von Deutschland unterstützt. Dabei spielen auch Rechte von Minderheiten eine wichtige Rolle, das BMZ unterstützt Menschenrechtsverteidiger auch in den Bereichen der Menschenechte von schwulen, lesbischen, inter- und transsexuellen Personen.

Flucht

Mit rund 30 Millionen Euro aus der Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" fördert das BMZ bereits seit 2016 die Arbeit des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Uganda. Außerdem werden im Rahmen bilateraler Vorhaben insbesondere südsudanesische Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden in Norduganda unterstützt. Der Schwerpunkt liegt im Ausbau kommunaler Strukturen in den Bereichen Wasser- und Sanitärversorgung, Bildung und Arbeitsbeschaffung.

Angestrebt wird, 570.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen und 25.000 Menschen Zugang zu Bildungsangeboten zu verschaffen. Rund 8.000 Männer und Frauen sollen durch Angebote zur beruflichen Fortbildung und Existenzgründung eine Beschäftigung finden. 2.000 landwirtschaftliche Haushalte in Flüchtlingssiedlungen und aufnehmenden Gemeinden sollen bis Ende 2022 in die Lage versetzt werden, ihre Agrarproduktion um etwa 30 Prozent zu steigern.

Reise von Bundesentwicklungsminister Müller nach Uganda (2017)

Karte von Uganda

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Uganda Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Uganda Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Kampala, etwa 2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,75 Millionen Einwohner
Flächea16173142 241.550 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 159 von 189 (2018) 4 von 189 (2018)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus Uganda

Diese Seite kann auf einem Tablet (Portraitmodus) oder Smartphone leider nicht angezeigt werden. Bitte rufen Sie diese Seite über ein größeres Endgerät auf (z.B. ein Tablet (Landscape-Modus) oder einen Computer).

Hauptinhalt

Filter wählen
Hier Projekte nach Region, Land und/oder Sektor filtern
Zu den Kommentaren
Der Äquator in Uganda

Linktipps

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Websites mit entwicklungspolitischen Hintergrundinformationen über Uganda.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen