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Südafrika

Sonnenaufgang in Johannesburg

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Überblick

Globaler Entwicklungspartner im südlichen Afrika

Heute bezeichnet sich Südafrika als "Regenbogen-Nation" und verweist damit auf seine ethnische und kulturelle Vielfalt. In der Vergangenheit war das Land aufgrund seiner Politik der strikten Rassentrennung ("Apartheid") international isoliert. Das jahrzehntelang von der weißen Bevölkerungsminderheit getragene Regime kostete Tausende Menschenleben; die schwarze Bevölkerungsmehrheit wurde systematisch unterdrückt.

1994 kehrte Südafrika mit freien und allgemeinen Wahlen in die Völkergemeinschaft zurück. Erster schwarzer Präsident wurde Nelson Mandela – Symbolfigur des Kampfes gegen das Apartheid-System. Die Aufarbeitung der bitteren Vergangenheit des Landes durch eine Kommission für Wahrheit und Versöhnung fand international große Anerkennung.

Seit Ende des Apartheid-Regimes hat sich Südafrika zu einer stabilen Demokratie entwickelt. Die 1997 in Kraft getretene Verfassung zählt zu den fortschrittlichsten der Welt. Unter anderem enthält sie einen umfassenden Menschenrechtskatalog. Das Land verfügt über eine freie Presse.

Internationales Engagement

Südafrika nimmt heute eine führende politische und wirtschaftliche Rolle auf dem afrikanischen Kontinent ein. Das Land engagiert sich für die Beilegung innerafrikanischer Konflikte und für die Stärkung regionaler Organisationen wie der Afrikanischen Union (AU) und der Entwicklungsgemeinschaft Südliches Afrika (Southern African Development Community, SADC). In der Weltwirtschaft übernimmt das Land eine vermittelnde Rolle zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. In internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der G20 und der Welthandelsorganisation (WTO) versteht Südafrika sich als Fürsprecher der Interessen des Südens.

Herausforderungen

Doch die Apartheid-Politik hat tiefe Spuren im Land hinterlassen. Vor allem in der schwarzen Bevölkerung ist Armut weit verbreitet. Die große soziale Ungleichheit, eine extrem hohe Kriminalität und die hohe Zahl von HIV-Infektionen wirken entwicklungshemmend. Die Arbeitslosenrate lag 2017 offiziell bei rund 27 Prozent, die inoffizielle Rate wird auf etwa 40 Prozent geschätzt. Unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen findet nach Angaben der Weltbank sogar mehr als jeder zweite keine Arbeit.

Südafrika hat zwar den Status eines Landes mit gehobenem mittleren Einkommen ("upper middle income country"), im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI 2015) belegt das Land jedoch nur Rang 119 von 188 Staaten.

Entwicklungszusammenarbeit

Wegen seiner großen regionalen und internationalen Bedeutung gehört Südafrika zu den sechs sogenannten globalen Entwicklungspartnern (GEP) Deutschlands. Die Kooperation der beiden Staaten konzentriert sich auf vier Schwerpunkte: Energie und Klima ("Green Economy"), gute Regierungsführung und öffentliche Verwaltung, berufliche Bildung sowie HIV-Prävention.

Die Entwicklungspartnerschaft mit einem der bevölkerungsreichsten, politisch bedeutsamsten und stabilsten Länder Afrikas soll zweierlei leisten: Zum einen soll sie Südafrika dabei unterstützen, seine Entwicklungsprobleme insbesondere in den Bereichen Regierungsführung, Gesundheit, Bildung und Gewaltprävention zu überwinden. Zum anderen soll die Partnerschaft zum globalen Klimaschutz beitragen und Südafrika in seiner wichtigen Rolle für Demokratie, Frieden und Stabilität auf dem afrikanischen Kontinent stärken.

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation in Südafrika und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Südafrika

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Südafrika

Platz Südafrikas in einem Sitzungsaal der Vereinten Nationen in New York
Soziale Situation

Spaltung zwischen arm und reich

Fast ein Fünftel der Südafrikanerinnen und Südafrikaner erhielt im Jahr 2017 Sozialhilfe. Rund 55 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung haben einen Anteil von fast 70 Prozent am Gesamteinkommen, der Anteil der ärmsten 20 Prozent liegt bei unter drei Prozent.

Trotz beachtlicher Fortschritte bei der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Strom und einfachen Wohnhäusern sind vor allem in den Siedlungsgebieten der schwarzen Bevölkerung, in den ehemaligen Homelands und Townships, weiterhin Defizite bei den öffentlichen Basisdienstleistungen zu verzeichnen. Eine seit vielen Jahren angestrebte umfassende Landreform zugunsten der schwarzen Bevölkerungsmehrheit kommt nur schleppend voran. Der größte Teil des fruchtbaren Ackerlands ist weiterhin im Besitz weißer Farmer.

Wachsende Unzufriedenheit

Die Unzufriedenheit wächst, denn bisher konnten die Lebensverhältnisse nicht spürbar gebessert werden. Die sozialen Strukturen sind instabil und die Kriminalität liegt im internationalen Vergleich auf erschreckend hohem Niveau. Südafrika zählt zu den Ländern mit den weltweit höchsten Mord- und Vergewaltigungsraten.

2010 rief die Regierung eine nationale Planungskommission ins Leben. Sie hat in einem offenen, dialogorientierten Prozess bestehende Entwicklungsdefizite analysiert und eine langfristige Strategie für das Land erarbeitet. Im Sommer 2012 legte die Kommission einen nationalen Entwicklungsplan bis 2030 vor. Er zielt darauf ab, die herrschende Armut und soziale Ungleichheit zu überwinden.

Menschen in einem Armenviertel am Stadtrand von Kapstadt
Gesundheitssituation

Rund sieben Millionen Menschen mit HIV infiziert

Ein enormes Problem für Südafrikas Gesellschaft und Wirtschaft ist die Verbreitung von HIV und Aids. Rund sieben Millionen Menschen sind mit HIV infiziert, mehr als zwei Millionen Kinder haben durch Aids ihre Eltern verloren. In der Bevölkerungsgruppe der 15- bis 49-Jährigen ist fast jeder Fünfte HIV-positiv. Damit verbunden ist eine Tuberkulose-Epidemie: Die Infektionskrankheit zählt zu den häufigsten Todesursachen von Aidskranken in Südafrika. Die Gesundheits- und Sozialsysteme des Landes stehen vor kaum noch lösbaren Problemen.

Defizite im medizinischen Bereich und eine über Jahre hinweg unentschlossene HIV/Aids-Politik der Regierung gelten als mitverantwortlich für die immensen sozial- und gesundheitspolitischen Probleme. Erst seit dem Amtsantritt von Präsident Jacob Zuma 2009 wird die Bekämpfung von HIV ernsthaft vorangetrieben. Die öffentlichen Gesundheitsausgaben wurden deutlich erhöht, Umfang und Qualität der Behandlung HIV-Infizierter und Tuberkulose-Kranker erheblich verbessert.

Südafrika verfügt inzwischen über das weltweit größte Programm zur Ausgabe spezieller Medikamente, die den Ausbruch von Aids verzögern (sogenannte antiretrovirale Therapie). Etwa 3,4 Millionen Infizierte werden nach Angaben der UN-Organisation UNAIDS mit solchen Medikamenten behandelt.

Erfolge der Präventions- und Behandlungsmaßnahmen sind bereits festzustellen: Die Zahl der Neuinfektionen konnte ebenso gesenkt werden wie die HIV-Übertragungsrate von Müttern auf ihre Neugeborenen. Die Lebenserwartung ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen, liegt allerdings immer noch bei nur 57 Jahren.

Schild einer Kampagne zur Aids-Prävention an der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth, Südafrika
Orangenindustrie in Südafrika
Wirtschaftliche Situation

Starke Industrie und reiche natürliche Ressourcen

Einerseits gilt Südafrika als "Wirtschaftslokomotive" mit einer hochentwickelten Volkswirtschaft, einem Finanzsektor auf Weltniveau, großen Rohstoffreserven, einer vergleichsweise guten Infrastruktur, einer teils exzellenten Wissenschaftslandschaft und einem unabhängigen, verlässlichen Rechtssystem.

Andererseits ist Südafrika ein Entwicklungsland und, wie zuvor schon beschrieben, von hoher Arbeitslosigkeit, großer Armut und einer extremen sozialen Ungleichheit geprägt.

In den vergangenen Jahren hat sich die wirtschaftliche Dynamik deutlich abgeschwächt: Seit 2014 liegen die Wachstumsraten unter zwei Prozent, 2016 wurde nur noch eine Steigerung von knapp 0,3 Prozent erreicht. Für 2018 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit 0,9 Prozent Wachstum. Diese Werte reichen bei Weitem nicht aus, um die sozialen Probleme dauerhaft zu lösen. Vor allem private Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Zu den Gründen zählen die Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs der Regierung, der Fachkräftemangel, die Energieknappheit, häufige Arbeitskämpfe und die hohe Kriminalität im Land.

Mangel an Fachkräften

Die meisten Menschen aus den benachteiligten Bevölkerungsgruppen haben während des Apartheid-Regimes keine Berufsausbildung erhalten, die den Ansprüchen des modernen Arbeitsmarkts entspricht. Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften bremst daher nun die ehrgeizigen Wachstumspläne von Regierung und Unternehmen. Jobsuchende stehen zudem in Konkurrenz zu Millionen Arbeitsmigranten aus den Nachbarstaaten, die sich in Südafrika Verdienstmöglichkeiten erhoffen. In den vergangenen Jahren ist es wiederholt zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen gekommen, ein Anzeichen für wachsende soziale Spannungen.

Küste von Südafrika

Entwicklungspotenziale

Südafrika hat große Entwicklungspotenziale, die weit über die Landesgrenzen hinausreichen. Mittelfristig kann das Land zur politischen, wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung der Region südlich der Sahara beitragen.

Weiteres wirtschaftliches Wachstum ist in Südafrika vor allem in der verarbeitenden Industrie, im Bergbau, im Tourismus und im "grünen Sektor" möglich. Das größte – bisher noch unzureichend genutzte – Potenzial sind jedoch die Menschen im Land. Südafrika hat durch seine Verfassung die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um beim Zugang zu Bildung sowie zu materiellen und natürlichen Ressourcen Chancengleichheit herzustellen. Damit ist die Basis für eine weiterhin erfolgreiche demokratische und pluralistische Entwicklung der Gesellschaft gelegt.

Jugendentwicklung durch Fußball

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika

Die Entwicklungspartnerschaft Deutschlands mit Südafrika soll das Land dabei unterstützen, seine noch bestehenden Entwicklungsprobleme zu überwinden – insbesondere in den Bereichen Regierungsführung, Gesundheit, Bildung und Gewaltprävention. Außerdem soll sie zum globalen Klimaschutz beitragen und Südafrika in seiner wichtigen Rolle für Demokratie, Frieden und Stabilität auf dem afrikanischen Kontinent stärken.

Die offizielle staatliche Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika wurde nach dem Ende des Apartheid-Regimes eingeleitet.

Seit 1996 ist die Binationale Kommission (BNK) das wichtigste Gremium für den deutschen Politikdialog mit Südafrika. Die BNK besteht aus sechs Fachkommissionen zu den Themen Entwicklung, Verteidigung, Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft/Forschung und Kultur und kommt alle zwei Jahre zusammen.

Im Rahmen der BNK-Tagung im November 2016 fanden auch entwicklungspolitische Regierungsverhandlungen statt. Dabei sagte die Bundesregierung Südafrika Mittel aus dem Haushalt des BMZ in Höhe von 314,25 Millionen Euro für die Jahre 2016 und 2017 neu zu. Dem fortgeschrittenen Entwicklungsstand des Partnerlandes entsprechend erfolgt die Unterstützung überwiegend in Form von Darlehen. Von der Gesamtsumme entfallen 285,75 Millionen Euro auf die finanzielle und 28,5 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit. Die Schwerpunkte der Kooperation liegen in folgenden Bereichen:

  • Energie und Klima ("Green Economy")
  • Regierungsführung und öffentliche Verwaltung
  • HIV- und Aids-Prävention
  • Berufliche Bildung
  • Windräder in Südafrika
    Energie und Klima

    Mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie

    Südafrika steckt seit Jahren in einer Energiekrise. Gleichzeitig ist die Regierung zu einem Umbau der Stromerzeugung gezwungen, wenn sie internationale Klimaschutzziele erreichen will. Gegenwärtig deckt Südafrika seinen wachsenden Energiebedarf zu mehr als 90 Prozent aus heimischer Kohle – und ist damit einer der weltweit größten Erzeuger von Treibhausgasen.

  • Sitz der südafrikanischen Regierung in Pretoria
    Gute Regierungsführung

    Aufbau einer effizienten Verwaltung

    Fachkräftemangel, Ineffizienz und Korruption erschweren die Regierung und Verwaltung Südafrikas – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern vor allem in den Provinzen und Distrikten. Gute Regierungsführung ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung.

  • Aids-Sensibilisierungskampagne in Kapstadt
    Gesundheit

    HIV- und Aids-Prävention

    In keinem anderen Land leben so viele HIV-Infizierte wie in Südafrika. Die Ausbreitung von HIV und Aids bedroht nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch die soziale Stabilität des Landes. Die Immunschwächekrankheit gefährdet die Existenz zahlloser Familien.

  • Ausbildungszentrum in Soweto
    Berufliche Bildung

    Perspektiven schaffen

    Mehr als die Hälfte der südafrikanischen Jugendlichen unter 25 Jahren sind arbeitslos. Gleichzeitig können Unternehmen freie Stellen nicht besetzen, weil es nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt. Deutschland unterstützt daher ein Pilotprojekt zur dualen Ausbildung.

Windräder in Südafrika
Energie und Klima

Mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie

Südafrika steckt seit Jahren in einer Energiekrise. Gleichzeitig ist die Regierung zu einem Umbau der Stromerzeugung gezwungen, wenn sie internationale Klimaschutzziele erreichen will. Gegenwärtig deckt Südafrika seinen wachsenden Energiebedarf zu mehr als 90 Prozent aus heimischer Kohle – und ist damit einer der weltweit größten Erzeuger von Treibhausgasen.

Die südafrikanische Regierung hat sich ehrgeizige Ziele im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz gesetzt: Die Stromerzeugung mit Wind- und Sonnenenergie soll stark ausgebaut werden. Außerdem hat die Regierung erklärt, die Kohlendioxidemissionen bis 2025 um 42 Prozent senken zu wollen – gleichzeitig aber deutlich gemacht, dass Südafrika diese Ziele nur mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft erreichen wird.

Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft

Deutschland unterstützt Südafrika bei der Modernisierung der Energieerzeugung und beim Klimaschutz. Unter Einbeziehung der Privatwirtschaft berät die GIZ das südafrikanische Energieministerium sowie Distrikte und Kommunen dabei, die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern und die Energieeffizienz zu verbessern.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit werden über südafrikanische Institutionen zinsverbilligte Darlehen an kleine und mittelständische Unternehmen vergeben, die in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen investieren wollen. Außerdem fördert die KfW Entwicklungsbank die Modernisierung des Übertragungs- und Verteilungsnetzes, um den Anschluss erneuerbarer Energiequellen an das Stromnetz zu ermöglichen. Die KfW ist zudem an einem Fonds beteiligt, der den Bau energieeffizienter Häuser für Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen finanziert.

Berufsbildung

Neue Energieformen schaffen auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten ("green jobs"). Darum unterstützt Deutschland die Einrichtung eines Trainingszentrums für erneuerbare Energien in Kapstadt. Dort sollen insbesondere die dringend benötigten Windenergietechniker ausgebildet werden.

Sitz der südafrikanischen Regierung in Pretoria
Gute Regierungsführung

Aufbau einer effizienten Verwaltung

Fachkräftemangel, Ineffizienz und Korruption erschweren die Regierung und Verwaltung Südafrikas – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern vor allem in den Provinzen und Distrikten. Gute Regierungsführung ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Südafrika beim Aufbau einer effizienten Verwaltung, die allen Bürgern in gleicher Weise zur Verfügung steht und die Bevölkerung auf verlässliche und transparente Weise mit grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen versorgt. Eine Beratung erfolgt zum Beispiel in den Bereichen Personal- und Finanzmanagement, Bürgerbeteiligung, Korruptionsbekämpfung und Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Gewaltprävention in Kommunen

Außerdem unterstützt das BMZ Maßnahmen zur Gewaltprävention in den Kommunen. Dazu zählt die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur (sichere Fußwege, öffentliche Plätze, Sportplätze, Bürger- und Jugendzentren). Gefördert wird auch der Erfahrungsaustausch zwischen staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und insbesondere die Einbindung von jungen Menschen. Über Trainingsprogramme und soziale Medien werden sie in die Lage versetzt, aktiv zur Gewaltprävention in ihrer Nachbarschaft beizutragen.

Titelseite: Mehr Platz für Sport - 1.000 Chancen für Afrika
Mehr Platz für Sport – 1.000 Chancen für Afrika

11/2016 | pdf | 1,5 MB | 20 S. | barrierefrei Sammelmappe

Aids-Sensibilisierungskampagne in Kapstadt
Gesundheit

HIV- und Aids-Prävention

In keinem anderen Land leben so viele HIV-Infizierte wie in Südafrika. Die Ausbreitung von HIV und Aids bedroht nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch die soziale Stabilität des Landes. Die Immunschwächekrankheit gefährdet die Existenz zahlloser Familien. Eine Vielzahl von Kindern pflegt kranke Familienangehörige. Die mehr als zwei Millionen Aidswaisen sind dem Risiko wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung besonders ausgesetzt. Durch die wiederholte Erfahrung von Leid und Tod sind zahlreiche Kinder und Jugendliche zudem schwer traumatisiert. Viele von ihnen sehen in Gewalt und Kriminalität die einzige Lösung für ihre Probleme.

Zahl der Neuinfektionen senken

Deutschland fördert unter anderem Programme zur Verbreitung freiwilliger HIV- und Tuberkulose-Tests in stark betroffenen Provinzen, um die Neuinfektionsraten zu senken. Der Nationale Aids-Rat und die Aids-Räte auf Provinz- und Distriktebene werden dabei unterstützt, arbeitsfähige Strukturen aufzubauen und sich stärker zu koordinieren, um den Informationsaustausch zwischen allen in der HIV-Prävention engagierten Akteuren aus Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu verbessern.

In neu gebauten Gemeindezentren erhalten Aidswaisen und andere schutzbedürftige Kinder Betreuungs- und Ausbildungsangebote.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen unterstützt das BMZ die Einführung und Umsetzung innovativer Präventionsprogramme. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Aufklärungsarbeit für Jugendliche, etwa über Telefonhotlines sowie Beiträge in Universitäts- und Berufsschulradios.

Ausbildungszentrum in Soweto
Berufliche Bildung

Perspektiven schaffen

Mehr als die Hälfte der südafrikanischen Jugendlichen unter 25 Jahren sind arbeitslos. Gleichzeitig können Unternehmen freie Stellen nicht besetzen, weil es nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt. Das Ausbildungsniveau an öffentlichen Berufsbildungsinstitutionen ist niedrig, die Lehrkräfte sind schlecht oder gar nicht ausgebildet. Eine institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den staatlichen Colleges der technischen Berufsbildung (TVET-Colleges) gibt es nicht.

Pilotprojekt zur dualen Ausbildung

Deutschland unterstützt daher ein Pilotprojekt zur dualen Ausbildung: An vier TVET-Colleges wird eine dual strukturierte Lehrlingsausbildung für Elektriker sowie für Wasser-/Abwasserinstallateure erprobt.

Dabei werden praktische Ausbildungsphasen in Betrieben mit Blockunterricht im TVET-College verknüpft. Ausbildungsinhalte und Prüfungsverfahren am College wurden unter Mitwirkung von Unternehmen und Berufsverbänden entwickelt. Ziel ist, dass die beteiligten Unternehmen den ausgebildeten Jugendlichen anschließend eine Festanstellung anbieten.

Das Modell soll auf weitere Berufsschule übertragen werden.

2016 wurde mit der südafrikanischen Regierung vereinbart, auch die Ausbildung der Berufsschullehrerinnen und -lehrer mit Mitteln der finanziellen Zusammenarbeit zu verbessern. Dazu sollen Ausbildungsstätten eingerichtet werden und entsprechende Fortbildungspläne entwickelt werden.

Karte von Südafrika

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Südafrika Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Südafrika Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Pretoria, im Großraum etwa 2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,5 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.219.090 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 119 von 188 (2015) 4 von 188 (2015)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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