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Nigeria

Schülerinnen einer staatlichen Sekundarschule in Abeokuta, Nigeria

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Überblick

Bittere Armut trotz Rohstoffreichtum

Mit mehr als 190 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist Nigeria der bevölkerungsreichste Staat Afrikas sowie die größte Volkswirtschaft des Kontinents. Das Land gehört zu den wichtigsten Erdölproduzenten weltweit. Doch trotz wirtschaftspolitischer Reformen ist es der Regierung bislang nicht gelungen, diesen Rohstoffreichtum für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zu nutzen. Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) belegt Nigeria Platz 157 von 189 Staaten. Der westafrikanische Staat hat mittlerweile Indien als Land mit der größten Anzahl extrem armer Menschen abgelöst.

Nigeria ist mit sozialen, ethnischen, religiösen und politischen Konflikten konfrontiert. Lange Phasen autoritärer Militärherrschaft haben zur Instabilität des Landes beigetragen. Neben der weit verbreiteten Armut zählen Defizite in der Regierungsführung, ein hohes Maß an Korruption, ein geringes Wirtschaftswachstum, eine marode Infrastruktur, eine angespannte Sicherheitslage und wiederholte terroristische Anschläge zu den großen Herausforderungen für die Politik.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Nigeria gehört zu den Ländern, die Deutschland im Rahmen thematischer und regionaler Programme fördert. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung inklusive Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung sowie auf die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Nigeria

  • Tor in der nigerianischen Hauptstadt Abuja
    Politische Situation

    Defizite bei Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

    Seit Nigeria vor mehr als 50 Jahren unabhängig wurde, hat es zahlreiche politische Krisen durchlebt. Nach drei Jahrzehnten Militärherrschaft setzte 1999 ein Demokratisierungsprozess ein.

  • Binnenvertriebene in der ostnigerianischen Stadt Yola, die vor Boko Haram geflohen sind
    Sicherheitslage

    Konflikte in vielen Landesteilen

    Große soziale Ungleichheiten und mangelnde Zukunftsperspektiven sorgen für Spannungen innerhalb der nigerianischen Gesellschaft und tragen dazu bei, dass das Land immer wieder von gewalttätigen Auseinandersetzungen erschüttert wird.

  • Straßenszene in Sokoto, Nigeria
    Soziale Situation

    Armut und Korruption allgegenwärtig

    Trotz hoher Einnahmen aus der Rohstoffindustrie und erster wirtschaftspolitischer Reformen ist es der Regierung Nigerias bislang nicht gelungen, spürbare Verbesserungen für die Menschen im Land zu erreichen.

  • Öl- und Benzinverkauf in einem Dorf im Nigerdelta
    Wirtschaftliche Situation

    Große Abhängigkeit vom Erdöl

    Nigerias Wirtschaft wird stark vom Öl- und Gasgeschäft dominiert. Es verschafft dem Land zwar hohe Exporterlöse, sorgt jedoch für eine starke Abhängigkeit der Staatseinnahmen von der Ölpreisentwicklung.

Tor in der nigerianischen Hauptstadt Abuja
Politische Situation

Defizite bei Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Seit Nigeria vor mehr als 50 Jahren unabhängig wurde, hat es zahlreiche politische Krisen durchlebt. Nach drei Jahrzehnten Militärherrschaft setzte 1999 ein Demokratisierungsprozess ein.

Den ersten demokratischen Machtwechsel erlebte das Land 2015, als Muhammadu Buhari zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Als seine Kernthemen nannte er im Wahlkampf Sicherheit, Korruptionsbekämpfung und wirtschaftliche Stabilisierung.

Trotz Reformbereitschaft konnte er die gesteckten Ziele in seiner ersten Amtszeit jedoch nicht erreichen. Insbesondere die Sicherheitslage hat sich in jüngster Zeit wieder verschlechtert.

Wahlen 2019

Im Februar und März 2019 fanden in Nigeria Parlaments- und Präsidentschafts- sowie Gouverneurs- und Regionalparlamentswahlen in den Bundesstaaten statt.

Präsident Buhari wurde im Amt bestätigt, infolge einer äußerst kurzfristigen Verschiebung des Urnengangs lag die Wahlbeteiligung allerdings bei lediglich 36 Prozent.

Bei den Gouverneurs- und Regionalwahlen stellten Beobachter zahlreiche Unregelmäßigkeiten fest. Dazu zählten logistische Probleme, technische Mängel bei biometrischen Kartenlesern sowie gewaltsame Eingriffe und Einschüchterungsversuche durch Militär und Polizei – insbesondere in den Bundesstaaten, in denen die Opposition in Führung lag. Diese hat Anfechtungsklagen eingereicht.

Die Wahlbeobachtungskommission der Europäischen Union wertete die Wahlergebnisse trotz der Mängel insgesamt als glaubwürdig, mahnte jedoch eine Reform des Wahlsystems an.

Außenpolitisches Engagement

Nigeria versteht sich als aufstrebendes Schwellenland und übernimmt Verantwortung auf der weltpolitischen Bühne, zum Beispiel bei Militär- und Polizeioperationen der Vereinten Nationen. Als regionale Führungsmacht gestaltet es die Politik der Afrikanischen Union maßgeblich mit.

Außerdem setzt sich Nigeria für eine Stärkung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) ein. Ziel ist eine Zusammenführung der Märkte der 15 Mitgliedsstaaten und ein gemeinsames Engagement in den Bereichen Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung. Ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union hat Nigeria als einziges ECOWAS-Mitglied bislang nicht unterzeichnet.

Menschenrechte

Die Menschenrechtssituation in Nigeria hat sich seit Ende der Militärdiktatur im Jahr 1999 deutlich verbessert. Dennoch ist der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor der Willkür der Staatsmacht noch nicht ausreichend gesichert. Menschenrechtsorganisationen berichten unter anderem von außergerichtlichen Hinrichtungen, systematischer Folter, menschenunwürdigen Haftbedingungen und dem "Verschwindenlassen" von Männern und Jungen, die im Verdacht stehen, der Terrorgruppe "Boko Haram" nahezustehen.

In zwölf der nördlichen Bundesstaaten gilt das islamische Scharia-Recht. An der Todesstrafe hält Nigeria grundsätzlich fest.

Viele Frauen und Mädchen in Nigeria leiden unter geschlechtsspezifischer Diskriminierung. Ein wichtiger Schritt erfolgte 2015: Die bis dahin weit verbreitete Praxis der Genitalverstümmelung ist seitdem gesetzlich verboten.

Binnenvertriebene in der ostnigerianischen Stadt Yola, die vor Boko Haram geflohen sind
Sicherheitslage

Konflikte in vielen Landesteilen

Große soziale Ungleichheiten und mangelnde Zukunftsperspektiven sorgen für Spannungen innerhalb der nigerianischen Gesellschaft und tragen dazu bei, dass das Land immer wieder von gewalttätigen Auseinandersetzungen erschüttert wird. Häufig werden soziale und wirtschaftliche Konflikte ethnisch oder religiös instrumentalisiert. In Nigeria leben mehr als 250 ethnische Gruppen, der Norden des Landes ist vorwiegend muslimisch, der Süden stärker christlich geprägt.

Die Sicherheitslage und die humanitäre Situation im Nordosten des Landes haben sich 2018 wieder verschlechtert. Im Grenzgebiet von Nigeria, Kamerun, Niger und Tschad verübt die islamistische Terrorgruppierung "Boko Haram" weiterhin Anschläge auf staatliche Einrichtungen, Märkte, Schulen, Kirchen und Moscheen. Eine internationale Einsatztruppe konnte sie 2015 zwar aus weiten Landesteilen Nigerias vertreiben. Doch das Militär ist bisher nicht in der Lage, die Sicherheit in der Region zu garantieren und die Bevölkerung vor Angriffen zu schützen.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bezifferte die Zahl der nigerianischen Binnenvertriebenen im September 2019 auf fast zwei Millionen Menschen. Im Bundesstaat Borno, der zum Teil nicht mehr unter Kontrolle der Regierung steht, sind nach Angaben von Hilfsorganisationen 85 Prozent der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Kampf um Ressourcen

Regional ausgeweitet haben sich in jüngster Zeit Konflikte zwischen Hirten und Bauern in Zentralnigeria. Die Wanderhirten ziehen traditionell vom Norden des Landes in Richtung Süden, um ihre Rinder weiden zu lassen und Fleisch in die Schlachthöfe des Südens zu bringen. Die früheren Weidekorridore gibt es jedoch nicht mehr - das Land ist inzwischen entweder bebaut oder wird landwirtschaftlich genutzt. Den Auseinandersetzungen fielen bereits mehrere Hundert Menschen zum Opfer.

Der Streit um Land und Ressourcen könnte zu einer ethno-religiösen Spaltung der Gesellschaft führen, da muslimische Hirten vorwiegend christlichen Farmern gegenüberstehen. Die fortschreitende Wüstenbildung in Nordnigeria, das Bevölkerungswachstum und die angespannte wirtschaftliche Lage tragen zur Verschärfung des Konflikts bei.

Hohes Eskalationspotenzial

Angespannt bleibt die Lage auch in den Ölfördergebieten des Niger-Deltas. Dort lieferten sich verschiedene bewaffnete lokale Gruppen, paramilitärisch organisierte kriminelle Banden und Sicherheitskräfte jahrelange Kämpfe. Erst ein 2009 gestartetes Amnestieprogramm der Regierung, das unter anderem staatliche Transferzahlungen an ehemalige Aufständische vorsieht, sorgte für eine Beruhigung der Lage. 2016 wurde eine Waffenruhe vereinbart, allerdings sind weiterhin gewaltbereite Milizen in der Region aktiv. Experten warnen vor einem Wiederaufflammen der Kämpfe, falls sichtbare Fortschritte bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Region und bei der Beseitigung der durch die Ölförderung verursachten Umweltschäden weiterhin ausbleiben.

Ein weiterer Konfliktherd schwelt im Südosten des Landes, wo sich separatistische Gruppen für die Unabhängigkeit der Provinz Biafra einsetzen. Ähnliche Bestrebungen hatten Ende der 1960er Jahre zu einem fast drei Jahre andauernden Bürgerkrieg geführt.

Straßenszene in Sokoto, Nigeria
Soziale Situation

Armut und Korruption allgegenwärtig

Trotz hoher Einnahmen aus der Rohstoffindustrie und erster wirtschaftspolitischer Reformen ist es der Regierung Nigerias bislang nicht gelungen, spürbare Verbesserungen für die Menschen im Land zu erreichen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist eine der niedrigsten der Welt, sie beträgt nur 53 Jahre.

Die Ernährungs- und Gesundheitssituation vieler Menschen ist von Geburt an dramatisch schlecht: Nach Angaben der Weltbank stirbt im Durchschnitt jedes zehnte Kind, bevor es fünf Jahre alt wird. Nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung hat Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser, außerdem verfügt die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner über keine angemessene Sanitärversorgung. Nur etwa 60 Prozent der Bevölkerung sind an das Stromnetz angeschlossen. Die Analphabetenquote liegt nach Schätzungen bei etwa 40 Prozent.

Der Ölreichtum des Landes kommt nur einer kleinen Elite zugute. Günstlingswirtschaft und Korruption gehören zum Alltag. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2018 von Transparency International liegt Nigeria auf dem 144. Platz von 180 bewerteten Staaten.

Bevölkerung wächst rapide

Die nigerianische Bevölkerung wächst derzeit jährlich um 2,6 Prozent – also um rund fünf Millionen Menschen. In den vergangenen 30 Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt, von 88 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 1987 auf rund 191 Millionen (2017). Die Vereinten Nationen gehen von einer weiteren Verdopplung auf 400 Millionen Menschen bis zur Mitte des Jahrhunderts aus.

Angesichts dieser Bevölkerungszunahme reichte das wirtschaftliche Wachstum der vergangenen Jahre bei weitem nicht aus, um nachhaltige Entwicklungsfortschritte zu erzielen. Für die stetig wachsende junge Generation gibt es kaum Aussichten auf geregelte Arbeitsverhältnisse, Wohnungen oder eine soziale Grundversorgung. Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch, vor allem in ländlichen Gebieten.

Öl- und Benzinverkauf in einem Dorf im Nigerdelta
Wirtschaftliche Situation

Große Abhängigkeit vom Erdöl

Nigerias Wirtschaft wird stark vom Öl- und Gasgeschäft dominiert. Es verschafft dem Land zwar hohe Exporterlöse, sorgt jedoch für eine starke Abhängigkeit der Staatseinnahmen von der Ölpreisentwicklung. Außerdem entstehen in diesem Sektor kaum neue Arbeitsplätze.

Exportiert wird vorwiegend Rohöl; im Inland fehlen Raffinerien, sodass es immer wieder zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung kommt.

Der Verfall des Ölpreises ab 2014 stürzte Nigeria in eine schwere wirtschaftliche Krise. 2015 erreichte das Land nur noch ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. 2016 verringerte sich die Wirtschaftsleistung sogar um 1,6 Prozent, 2017 wurden nur 0,8 Prozent Wachstum verzeichnet.

Für die Jahre 2019 bis 2021 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) Wachstumsraten zwischen 2,1 und 2,5 Prozent.

Landwirtschaft fördern, Geschäftsklima verbessern

Im Frühjahr 2017 legte Präsident Muhammadu Buhari einen umfassenden Wirtschaftsentwicklungsplan (Economic Recovery and Growth Plan) vor. Darin setzt die Regierung auf eine Diversifizierung der Wirtschaft, die Verbesserung des Investitionsklimas und Investitionen in die Infrastruktur. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Modernisierung und Ausweitung der Landwirtschaft, um den inländischen Nahrungsmittelbedarf zu decken und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.

Bislang zeigt die Wirtschaftspolitik Buharis jedoch kaum nachhaltige Erfolge. Die mangelhafte Strom- und Transportinfrastruktur, das niedrige Bildungsniveau, mangelnde Rechtssicherheit, der fehlende Zugang zu Finanzdienstleistungen sowie die instabile Sicherheitslage verhindern, dass sich die nigerianische Wirtschaft dynamischer entwickelt und sich Investoren stärker im Land engagieren.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Nigeria

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen Nigeria und Deutschland besteht seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960.

Während der Militärdiktatur von Sani Abacha (1993 bis 1998) wurde die bilaterale Zusammenarbeit größtenteils eingestellt. Seit dem demokratischen Neubeginn 1999 konzentriert sich die deutsche Entwicklungspolitik darauf, die Reformbemühungen der Regierung im Hinblick auf Armutsbekämpfung, Wirtschaftswachstum und regionale Stabilität zu unterstützen. 2017 wurden dafür Mittel in Höhe von 72,1 Millionen Euro zugesagt.

Die deutsch-nigerianische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Erneuerbare Energien/Energieeffizienz

Darüber hinaus fördert das BMZ ein Impfprogramm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) zur Bekämpfung von Polio. Unterstützt werden vor allem Impfkampagnen im Norden des Landes.

Sonderinitiativen

Mit Mitteln der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wurde in Nigeria ein sogenanntes Grünes Innovationszentrum gegründet. Es unterstützt die Reform des Agrarsektors und setzt vor allem bei der Ernährungssicherung an.

Auf das Fehlen von Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie auf den Mangel an langfristigen Perspektiven reagieren viele junge Menschen in Nigeria mit Migration. Mit Mitteln der Sonderinitiative Flucht und Migration hat das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) daher Beratungszentren in Lagos, Abuja und Benin City eingerichtet. Sie bieten Information und Beratung an, zeigen Alternativen zur Migration auf und schaffen über die Vermittlung von Jobs konkrete Bleibeperspektiven.

Auch Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten, die aus Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren, werden unterstützt. Im Rahmen seines Programms "Perspektive Heimat" hat das BMZ die Mittel für Vorhaben zur Berufsbildung und Beschäftigungsförderung in Nigeria aufgestockt.

Arbeiter in einer kleinen Reismühle in Jega, Nigeria
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Zugang zu Krediten und beruflicher Aus- und Fortbildung

Um die Armut in Nigeria erfolgreich zu reduzieren, werden unter anderem deutlich mehr Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten für die wachsende Bevölkerung benötigt. Der Privatsektor, der viele Arbeitsplätze bieten könnte, ist bisher aber nur sehr schwach entwickelt. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich daher auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Handeln. Sie setzt an folgenden Punkten an:

  • Verbesserung des Geschäfts- und Investitionsklimas: Aufbau von Beratungsstellen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU), Förderung des Dialogs zwischen Staat und privater Wirtschaft, Reformen in den Bereichen Landerwerb/-registrierung, Baugenehmigung und Steuerverwaltung
  • Förderung von Mikrofinanzinstitutionen, damit KKMU und Privathaushalte aus den unteren Einkommensschichten Zugang zu Krediten erhalten
  • Förderung des nigerianischen Bankensektors, zum Beispiel durch den Aufbau eines Agrarfonds, der kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum unterstützt
  • Unterstützung der Finanzsystementwicklung, etwa bei der Regulierung von Mikrofinanzbanken und beim Aufbau von Verbraucherschutz im Finanzsektor
  • Fortbildungsangebote für Kleinunternehmer und Landwirte zum Erwerb unternehmerischer Fähigkeiten
  • Förderung einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten beruflichen Bildung in den Berufsfeldern Bauwirtschaft, Landwirtschaft und Industriemechanik, um die Beschäftigungschancen junger Frauen und Männer zu erhöhen
  • Vermittlung einer finanzwirtschaftlichen Grundbildung in Grund- und Mittelschulen, Angebote zur Berufsorientierung für Jugendliche in enger Kooperation mit lokalen Unternehmen
Solarbetriebener Wasserspeicher in Ikot Ada Udo im Niger-Delta
Schwerpunkt "Erneuerbare Energien/Energieeffizienz"

Nutzung von Solarenergie ausbauen

Trotz großer Investitionen gibt es in weiten Teilen Nigerias nur stundenweise Elektrizität. Fast 60 Prozent der ländlichen Bevölkerung sind nicht ans Stromnetz angebunden, sondern versorgen sich über umweltschädliche und teure Dieselgeneratoren mit Energie. Deutschland unterstützt die nigerianische Regierung dabei, verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren, um eine Stromversorgung aufzubauen, die Ressourcen und Umwelt schont.

Ein Beratungsprogramm, das von der Europäischen Union mitfinanziert wird, zielt darauf ab, die rechtlichen Rahmenbedingungen im Energiesektor zu verbessern. Es werden zum Beispiel Standards entwickelt, um die Energieeffizienz in der Industrie und in Gebäuden zu erhöhen, und Fachkräfte fortgebildet. In ausgewählten ländlichen Regionen wird mit deutscher Unterstützung eine dezentrale Stromversorgung über Photovoltaik-Anlagen aufgebaut. Bis zu 100.000 Menschen sollen davon profitieren.

Die Zusammenarbeit ist in die 2007 gegründete deutsch-nigerianische Energiepartnerschaft eingebettet. Diese konzentriert sich darauf, das privatwirtschaftliche Engagement deutscher Unternehmen zu unterstützen. Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit werden somit aktiv miteinander verzahnt.

Karte von Nigeria

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Nigeria Deutschland
Ländernamea16173184 Bundesrepublik Nigeria Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Abuja, etwa 2,5 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 923.770 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 157 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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