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Mosambik

Situation und Zusammenarbeit


Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre wirtschaftliche Situation verbessern können. Der Fokus des deutschen entwicklungspolitischen Engagements in Mosambik liegt auf der Grund- und der beruflichen Bildung sowie auf Dezentralisierung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung.
Bildergalerie öffnen gallery27131569_2../../../../mediathek/bildergalerien/20151015_mosambik/0010_mosambik_thumb.jpgThomas Trutschel/photothek.net Bildergalerie öffnen

Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre wirtschaftliche Situation verbessern können. Der Fokus des deutschen entwicklungspolitischen Engagements in Mosambik liegt auf der Grund- und der beruflichen Bildung sowie auf Dezentralisierung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung.

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Deutschland unterstützt den strategischen Bildungsplan der mosambikanischen Regierung. Er soll allen Kindern den Zugang zu hochwertiger Bildung ermöglichen und die Qualität der Ausbildung sicherstellen.

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Damit die mosambikanische Bevölkerung von den beeindruckenden wirtschaftlichen Wachstumsraten profitieren kann, müssen vor allem kleinste, kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden, zum Beispiel beim Zugang zu Finanzdienstleistungen.

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In Mosambik fehlt gerade kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen oftmals der Zugang zu passender Finanzierung, um investieren und wachsen zu können. Ziel ist, dass private Banken Kleinunternehmern im ländlichen Raum geeignete Kredite und Finanzprodukte anbieten.

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Ausbildung zum Automechaniker in der Berufsschule Young Africa in Beira. Deutschland unterstützt Mosambik bei der Reform der Berufsbildung.

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Tischlerausbildung in der Berufsschule Young Africa in Beira. Schwerpunkte des deutschen Engagements sind eine verbesserte Ausstattung der Schulen, Schulmanagement und -entwicklung sowie eine stärkere Praxisorientierung durch Kooperationen mit der Privatwirtschaft.

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Durch die Regulierung des Flusses Chiveve soll die überwiegend arme Wohnbevölkerung in Wohnviertel der Stadt Beira sowie dort ansässiges informelles Gewerbe vor Überschwemmungen geschützt werden.

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Ein Arbeiter, der einen Kanal überquert. In der Stadt Beira werden die Zu- und Abflüsse des Flusses Chiveve ausgebaggert, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu vermindern.

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Gärtner in einer Mangrovenbaumschule. Mangroven spielen eine wichtige Rolle bei der Befestigung von Fluss- und Meeresufern. Sie helfen zu verhindern, dass wertvolles Ackerland bei Überschwemmungen weggespült wird.

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Ein Mangrovensetzling. Mangrovensümpfe sind wichtige Biotope, die auch für Menschen nützlich sind: Sie liefern zum Beispiel Holz zum Bauen und für die Herstellung von Holzkohle.

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Schulkinder auf dem Weg zur Schule. Deutschland trägt zum Bildungshaushalt von Mosambik bei und berät die für Bildung und Berufsbildung zuständigen Ministerien. Ein Fokus liegt auf der Erhöhung der Unterrichtsqualität durch verbesserte Lehrerausbildung.

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Mosambiks Wirtschaft gehört zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas. Doch der wirtschaftliche Erfolg ist ungleich verteilt. 2008 (neuere Daten liegen noch nicht vor) lebte mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze.

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Arbeiter bauen einen Abwasserkanal am Randes eines Slums. Deutschland berät 15 Kommunen in Mosambik beim Ausbau der Infrastruktur und bei der Stärkung kommunaler Einrichtungen.

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Ein Schneider in einem Slum. Viele Menschen, die in Slums leben, haben keinen Zugang zu einem Abwassersystem oder zu sauberem Trinkwasser.

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Kinder spielen auf der Straße. Rund 45 Prozent der Bevölkerung Mosambiks sind jünger als 15 Jahre.

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Kiosk in einem Wohngebiet

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Ein kleiner Junge schaut auf ein Haus, das langsam vom Meer weggespült wird. Mosambik ist besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.

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Gezeitenanlage am Strand von Beira. Durch den Bau von solcher Anlagen, die den Zu- und Abfluss von Regenwasser und Flüssen regeln, soll die Küstenerosion in Mosambik verlangsamt werden.

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Ein altes Schiff am Strand von Beira in der Abendsonne

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Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre wirtschaftliche Situation verbessern können. Der Fokus des deutschen entwicklungspolitischen Engagements in Mosambik liegt auf der Grund- und der beruflichen Bildung sowie auf Dezentralisierung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung.

Deutschland unterstützt den strategischen Bildungsplan der mosambikanischen Regierung. Er soll allen Kindern den Zugang zu hochwertiger Bildung ermöglichen und die Qualität der Ausbildung sicherstellen.

Damit die mosambikanische Bevölkerung von den beeindruckenden wirtschaftlichen Wachstumsraten profitieren kann, müssen vor allem kleinste, kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden, zum Beispiel beim Zugang zu Finanzdienstleistungen.

In Mosambik fehlt gerade kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen oftmals der Zugang zu passender Finanzierung, um investieren und wachsen zu können. Ziel ist, dass private Banken Kleinunternehmern im ländlichen Raum geeignete Kredite und Finanzprodukte anbieten.

Ausbildung zum Automechaniker in der Berufsschule Young Africa in Beira. Deutschland unterstützt Mosambik bei der Reform der Berufsbildung.

Tischlerausbildung in der Berufsschule Young Africa in Beira. Schwerpunkte des deutschen Engagements sind eine verbesserte Ausstattung der Schulen, Schulmanagement und -entwicklung sowie eine stärkere Praxisorientierung durch Kooperationen mit der Privatwirtschaft.

Durch die Regulierung des Flusses Chiveve soll die überwiegend arme Wohnbevölkerung in Wohnviertel der Stadt Beira sowie dort ansässiges informelles Gewerbe vor Überschwemmungen geschützt werden.

Ein Arbeiter, der einen Kanal überquert. In der Stadt Beira werden die Zu- und Abflüsse des Flusses Chiveve ausgebaggert, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu vermindern.

Gärtner in einer Mangrovenbaumschule. Mangroven spielen eine wichtige Rolle bei der Befestigung von Fluss- und Meeresufern. Sie helfen zu verhindern, dass wertvolles Ackerland bei Überschwemmungen weggespült wird.

Ein Mangrovensetzling. Mangrovensümpfe sind wichtige Biotope, die auch für Menschen nützlich sind: Sie liefern zum Beispiel Holz zum Bauen und für die Herstellung von Holzkohle.

Schulkinder auf dem Weg zur Schule. Deutschland trägt zum Bildungshaushalt von Mosambik bei und berät die für Bildung und Berufsbildung zuständigen Ministerien. Ein Fokus liegt auf der Erhöhung der Unterrichtsqualität durch verbesserte Lehrerausbildung.

Mosambiks Wirtschaft gehört zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas. Doch der wirtschaftliche Erfolg ist ungleich verteilt. 2008 (neuere Daten liegen noch nicht vor) lebte mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze.

Arbeiter bauen einen Abwasserkanal am Randes eines Slums. Deutschland berät 15 Kommunen in Mosambik beim Ausbau der Infrastruktur und bei der Stärkung kommunaler Einrichtungen.

Ein Schneider in einem Slum. Viele Menschen, die in Slums leben, haben keinen Zugang zu einem Abwassersystem oder zu sauberem Trinkwasser.

Kinder spielen auf der Straße. Rund 45 Prozent der Bevölkerung Mosambiks sind jünger als 15 Jahre.

Kiosk in einem Wohngebiet

Ein kleiner Junge schaut auf ein Haus, das langsam vom Meer weggespült wird. Mosambik ist besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.

Gezeitenanlage am Strand von Beira. Durch den Bau von solcher Anlagen, die den Zu- und Abfluss von Regenwasser und Flüssen regeln, soll die Küstenerosion in Mosambik verlangsamt werden.

Ein altes Schiff am Strand von Beira in der Abendsonne

Mosambik hatte einen schweren Start in die Selbstständigkeit. Nach jahrhundertelanger portugiesischer Kolonialherrschaft erkämpfte die Befreiungsbewegung Frelimo 1975 die Unabhängigkeit des Landes. Mosambik wurde eine sozialistische Volksrepublik, die Frelimo Staatspartei. Gegen dieses Regime kämpfte die Rebellenbewegung Renamo in einem 16 Jahre dauernden Bürgerkrieg. Mehr als eine Million Menschen starben und ein Drittel der Bevölkerung flüchtete aus der Heimat. Als die gegnerischen Parteien 1992 ein Friedensabkommen schlossen, war Mosambik zu großen Teilen zerstört.

Seither entwickelt sich Mosambik – weitgehend beständig – zu einem demokratischen Staat. Im Parlament sind seit 1994 mehrere Parteien vertreten und die Menschenrechte sind in der Verfassung garantiert. Die Regierung arbeitet zudem am Aufbau eines funktionierenden Rechtsstaates.

Die weitere friedliche Entwicklung des Landes bleibt jedoch eine Herausforderung: 2013 kam es erstmals seit Ende des Bürgerkrieges wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den mosambikanischen Streitkräften und dem bewaffneten Arm der Oppositionspartei Renamo. 2014 konnten die Konflikte im Vorfeld der Parlamentswahlen zunächst beigelegt werden.

Im Oktober 2014 fanden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Sie wurden von internationalen Wahlbeobachtern als weitgehend frei und fair beurteilt, wenn es auch zu einigen Unregelmäßigkeiten kam. Erwartungsgemäß ging die Regierungspartei Frelimo erneut als Sieger aus den Wahlen hervor. Die Renamo erzielte vor allem im Zentrum und im Norden des Landes erhebliche Zugewinne und fordert eine weitgehende Autonomie der Provinzen. Seit 2015 kommt es wieder verstärkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen und gezielten Morden auf beiden Seiten.

Wirtschaft

Mitarbeiter einer Bäckerei in Maputo in Mosambik, die mit deutscher Finanzhilfe aufgebaut wurde.

Mosambiks Wirtschaft ist in den Jahren 2011 bis 2014 um jeweils mehr als sieben Prozent gewachsen. 2015 sank die Rate auf 6,3 Prozent. Grund für die Abschwächung waren unter anderem die gesunkenen Weltmarktpreise für Rohstoffe. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass das Wachstum 2016 bei 4,5 Prozent lag.

Im Frühjahr 2016 wurde bekannt, dass Mosambiks Regierung von 2012 bis 2014 Kredite von Staatsunternehmen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar auf verfassungswidrige Weise durch Staatsgarantien abgesichert hat. In der Folge haben sich die makroökonomischen Eckdaten stark verschlechtert, der IWF und Budgethilfegeber haben Auszahlungen ausgesetzt. Die finanziellen Handlungsspielräume der aktuellen Regierung sind extrem eingeschränkt. Deutschland leistet Mosambik seit 2014 keine Budgethilfe mehr.

Mosambik hat jedoch weiterhin Potenziale: Das Land verfügt nicht nur über bedeutende Erdgas- und Kohlevorkommen, sondern auch über weitere Bodenschätze wie Graphit, Eisen, Titan, Tantal, Seltene Erden, Gold, Diamanten und Uran sowie über enorme natürliche Energieressourcen (vor allem Wasserkraft).

Internationale Unternehmen investieren vor allem in Großprojekte im Bereich der Rohstoffgewinnung und der Landwirtschaft; Arbeitsplätze entstehen in diesen Bereichen allerdings nur begrenzt. Diese werden jedoch dringend benötigt, um die Armut zu verringern und eine breitere Teilhabe der Bevölkerung am wirtschaftlichen Wachstum zu erreichen. Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften, der unzureichende Zugang zu Krediten, die schlecht ausgebaute Infrastruktur und die weit verbreitete Korruption wirken sich negativ auf das Geschäftsklima aus.

In ihrem aktuellen Regierungsprogramm hat sich die Regierung unter anderem zum Ziel gesetzt, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, insbesondere der Landwirtschaft, zu steigern und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Wichtige Aspekte sind außerdem die Verbesserung der Infrastruktur, der Zugang zu Energie, die Qualifizierung von Arbeitskräften und der Abbau bürokratischer Hürden.


Umwelt und Klimawandel

Überschwemmung in Mosambik im März 2000. In der Hauptstadt Maputo wurden zahlreiche Straßen und Brücken zerstört.

Mosambik zählt zu den Ländern, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Das zeigt sich vor allem in einer Zunahme extremer Wetterereignisse. Einerseits bedrohen ausbleibende Regenfälle und Dürren die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebenden Menschen. Andererseits kommt es in den Regionen an der Küste und entlang der Flüsse immer häufiger zu verheerenden Überschwemmungen, da die Zahl der Zyklone und Starkregenfälle zunimmt.

Besonders stark betroffen ist Zentralmosambik, wo ein regionaler Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit liegt. Seit den schweren Fluten im Jahr 2000, durch die rund eine Million Menschen ihre Lebensgrundlage verloren, unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Mosambik im Bereich der Katastrophenvorsorge und der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels.

In vielen Landesteilen wird die vorherrschende Trockenheit zum Problem: Niederschläge werden zunehmend unberechenbar, immer wieder führen Ernteausfälle zu Versorgungsengpässen. 2015/2016 fiel überdies das Klimaphänomen El Niño besonders stark aus. In der Folge litten die Länder im südlichen Afrika unter den schwersten Dürren seit 35 Jahren. In Mosambik sind 1,5 Millionen Menschen von der Ernährungskrise betroffen.

Massive Umweltschäden sind in Mosambik zudem durch illegale Abholzungen und den Anbau von Monokulturen, etwa von Energiepflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen, zu befürchten. Auch der Kohleabbau und der Bau großer Wasserkraftwerke bergen ökologische Risiken. Darüber hinaus stellt Wilderei ein Problem dar.


Entwicklungspotenziale

Ein Mann beobachtet im Great Limpopo Transfrontier Park einen Elefanten.

Obwohl Mosambik gute Anbaubedingungen für die Landwirtschaft bietet, wird bislang nur ein Bruchteil des fruchtbaren Ackerlandes gewinnbringend genutzt. Der Agrarsektor trägt nur etwa 25 Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung des Landes bei, obwohl dort etwa 80 Prozent der Bevölkerung beschäftigt sind. Die meisten Bäuerinnen und Bauern kultivieren das Land vorwiegend zur Selbstversorgung (Subsistenzwirtschaft). Bisher werden nur wenige Produkte für den Export angebaut, zum Beispiel Tabak, Zucker, Tee, Baumwolle und Cashew-Nüsse.

Potenzial bietet auch der Tourismus: Mosambik verfügt über eine mehr als 2.700 Kilometer lange Küste am Indischen Ozean und über eine große Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen. Deutschland unterstützt mit der "Transfrontier Conservation Area Great Limpopo" ein Naturschutzvorhaben, das auch Chancen für den Tourismus bietet.

Gute Voraussetzungen hat Mosambik außerdem im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch zur Versorgung ländlicher Gebiete, die bisher kaum Zugang zu Energie haben, könnten regenerative Energiequellen wie Sonnenlicht und Wind, Biomasse und Erdwärme eingesetzt werden. Deutschland unterstützt Mosambik gemeinsam mit anderen Geberländern im Rahmen des Regionalprogramms "Energising Development" dabei, die Versorgung mit erneuerbaren Energien auf lokaler Ebene voranzutreiben.


Schwerpunkte der deutschen Zu­sam­men­ar­beit mit Mosambik

Deutschland und Mosambik arbeiten seit 40 Jahren entwicklungspolitisch zusammen. Die Kooperation konzentriert sich auf die Stärkung und Beratung mosambikanischer Institutionen auf nationaler Ebene und in den zwei Schwerpunktprovinzen Inhambane und Sofala.

Bei den Regierungsverhandlungen im Juni 2016 sagte die Bundesregierung 89,5 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit mit Mosambik neu zu. Davon entfallen 61 Millionen Euro auf die finanzielle und 28,5 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit. Die Verhandlungen finden im Zweijahresrhythmus statt.

Folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit wurden bestätigt:

  • Grund- und Berufsbildung
  • Dezentralisierung und öffentliche Finanzen
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Weitere wichtige Bereiche der Zusammenarbeit sind der Erhalt der Biodiversität, Energie sowie die Anpassung an den Klimawandel.

Das BMZ hat außerdem in Aussicht gestellt, Mosambik mit dem Aufbau eines Grünen Innovationszentrums in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Das Programm ist Teil der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger". Ziel der Grünen Innovationszentren ist, die Produktivität kleinbäuerlicher Betriebe nachhaltig zu steigern und deren Einkommen zu erhöhen, neue Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Betrieben zu schaffen und die lokale Versorgung mit Nahrungsmitteln zu verbessern.


Grund- und Berufsbildung

Ausbildung zum Tischler in der Berufsschule Young Africa in Beira, Mosambik

Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre wirtschaftliche Situation verbessern können. Doch in Mosambik sind mehr als 40 Prozent der Menschen Analphabeten. Es gibt zu wenige Schulen und viele Lehrkräfte sind nur schlecht oder gar nicht ausgebildet. Nicht einmal die Hälfte der mosambikanischen Kinder schließt die Grundschule ab.

Das deutsche entwicklungspolitische Engagement konzentriert sich auf die Grundbildung und die berufliche Bildung. Das BMZ unterstützt die Umsetzung des strategischen Bildungsplans der mosambikanischen Regierung. Dieser zielt darauf ab, allen Kindern den Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen und eine hohe Qualität der Ausbildung sicherzustellen.

Neben dem Bau von Schulen fördert Deutschland insbesondere die Verbesserung der Lehrerausbildung. Zudem werden das nationale Bildungsministerium und die Bildungsbehörden in den Provinzen Inhambane und Sofala bei der Planung und Verwaltung beraten.

Die Bundesrepublik unterstützt außerdem eine arbeitsmarktorientierte Reform der Berufsbildung, unter anderem im Bereich industrielle Wartung. Schwerpunkte sind eine verbesserte Ausstattung der Schulen, eine bessere Aus- und Fortbildung von Berufsschullehrern sowie eine stärkere Praxisorientierung.

Ein wichtiges Thema im Bildungsbereich ist die HIV/Aids-Prävention. Etwa zehn Prozent der 15- bis 49-Jährigen in Mosambik sind mit HIV infiziert.


Dezentralisierung und öffentliche Finanzen (einschließlich Rohstoff-Governance)

Von Deutschland gefördertes Projekt zur Klimaanpassung: Bau eines Gezeitenbauwerks am Hafen von Beira (Mosambik) zur Regulierung des Flusses Chiveve

Die Regierung Mosambiks hat einen Dezentralisierungsprozess eingeleitet, bei dem Verantwortlichkeiten an die Distrikte und Gemeinden übertragen werden. Doch noch können die lokalen Verwaltungen die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht in der nötigen Qualität erfüllen. Defizite gibt es insbesondere beim Finanzmanagement.

Deutschland berät die zuständigen nationalen Ministerien und den Rechnungshof dabei, wie sie eine gute Regierungsführung in den Distrikten und Gemeinden fördern können. Die lokalen Verwaltungen werden dabei unterstützt, ihre Eigeneinnahmen zu erhöhen und Planungs- und Kontrollmechanismen einzuführen, um eine transparente und sachgemäße Verwendung der öffentlichen Gelder zu gewährleisten.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit wird der Ausbau der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur in ausgewählten Kommunen finanziert. Dabei werden auch Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels gefördert.

Die wachsenden Investitionen im Rohstoffsektor stellen die mosambikanische Regierung vor die Herausforderung, die Rohstoffeinnahmen transparent zu verwalten und für ein breitenwirksames Wachstum und die Reduzierung der Armut einzusetzen. Das Land hat sich daher 2010 der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI) angeschlossen. 2012 wurde Mosambik in die Gruppe der Länder aufgenommen, die die Transparenzstandards von EITI erfüllen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit berät das Rohstoff- und Energieministerium sowie Distrikte und Gemeinden in Bergbauregionen, um das Management im Rohstoffsektor zu verbessern.


Nachhaltige Wirt­schafts­ent­wick­lung

Filiale der Mikrofinanzbank Banco Terra in Beira, Mosambik

Trotz der positiven Wirtschaftsdaten der vergangenen Jahre wurden in Mosambik bislang nicht genügend neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit die breite Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum profitieren kann, sind Entwicklungsimpulse für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMUs) notwendig.

Deshalb unterstützt Deutschland die mosambikanische Regierung bei der Verbesserung der rechtlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen für KKMUs. Insbesondere Wirtschaftskreisläufe im ländlichen Raum sollen gestärkt werden. Unter anderem beraten deutsche Expertinnen und Experten das zuständige Industrie- und Handelsministerium bei der Erarbeitung konkreter Reformschritte und deren Umsetzung auf Provinzebene.

Im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften arbeitet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit direkt mit ausgewählten Unternehmen zusammen und kombiniert damit die Innovationskraft der Wirtschaft mit den Ressourcen, dem Wissen und den Erfahrungen der Entwicklungszusammenarbeit.

Darüber hinaus fördert Deutschland auch die Stärkung des Finanzsystems, zum Beispiel über die Einführung eines Einlagensicherungsfonds und einen verbesserten Zugang zu Krediten, insbesondere im Agrarbereich. Gerade kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen fehlen oftmals passende Finanzierungsmöglichkeiten, um zum Beispiel Arbeitsgeräte und Maschinen anschaffen und damit ihr Geschäft ausweiten zu können. Ziel ist, dass private Banken insbesondere Kleinst- und Kleinunternehmern im ländlichen Raum geeignete Kredit- und Finanzprodukte anbieten. Da es auf dem Land nur sehr wenige Bankfilialen gibt, fördert Deutschland auch innovative Vertriebsmodelle für Finanzprodukte.


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Mosambik ist schon jetzt von den Folgen des Klimawandels betroffen, zum Beispiel durch starke Überschwemmungen. Deutschland unterstützt das Land bei Präventionsmaßnahmen.

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