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Malawi

Fischer in Ngara, einem Dorf im Norden Malawis, etwa 30 Kilometer südlich der Stadt Karonga

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Überblick

Kleines Land mit großen Herausforderungen

Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika und im regionalen Vergleich ein friedliches, sicheres und stabiles Land. Allerdings besteht die Gefahr, dass diese Stabilität verloren geht: Aus Mangel an Geld, effizienten Verwaltungsstrukturen und qualifiziertem Personal gelingt es dem Staat nicht, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen. Die Regierung zeigt sich zwar entwicklungs- und reformorientiert. Doch bislang reichen die Bemühungen nicht aus, um die Lebensbedingungen der Menschen im Land spürbar zu verbessern. Malawi zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (LDCs).

Entwicklungszusammenarbeit

Oberstes Ziel der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Malawi ist die Bekämpfung der Armut und die nachhaltige Entwicklung des Landes. Mit ihren Schwerpunkten Grundbildung, Gesundheit und Privatsektorförderung im ländlichen Raum konzentriert sich die Zusammenarbeit darum auf Verbesserungen, die der malawischen Bevölkerung unmittelbar zugutekommen. Gleichzeitig wird der Staat in seiner Leistungs- und Widerstandsfähigkeit gestärkt.

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation in Malawi und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Malawi

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Malawi

Politische Situation

Reformkurs noch zu zaghaft

Nach 30 Jahren Diktatur gelang Malawi ab 1994 der friedliche Übergang zu einem demokratischen Mehrparteiensystem. Das Land konnte zunächst beachtliche Entwicklungsfortschritte vorweisen. Doch Ende 2010 rutschte es – unter dem zunehmend autoritär regierenden Präsidenten Bingu wa Mutharika – in eine schwere Krise. Das über Jahre stets überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum ging danach erheblich zurück. Nach Mutharikas Tod vollzog seine Nachfolgerin Joyce Banda ab 2012 eine politische Kehrtwende zurück zu mehr Demokratie und guter Regierungsführung und leitete dringend notwendige wirtschaftspolitische Reformen ein.

Im Mai 2014 wurde Peter Mutharika, ein Bruder des früheren Präsidenten, zum neuen Staatsoberhaupt und Regierungschef gewählt. Er setzte den Reformprozess fort. Unter anderem wurde das öffentliche Finanzmanagement verbessert, Kinderehen wurden verboten und die Landrechte reformiert, der Zugang zu Möglichkeiten der Familienplanung und Sexualaufklärung wurde verbessert und ein ineffektives Subventionsprogramm in der Landwirtschaft überarbeitet.

Noch ist die Umsetzung des von Mutharika eingeleiteten Reformkurses jedoch zu zaghaft, um das Land aus seiner politischen und wirtschaftlichen Dauerkrise zu führen. Bisher werden eher Symptome bekämpft als System verändernde Schritte unternommen.

Ein wichtiger Gradmesser transparenter und demokratischer Regierungsführung werden die im Mai 2019 anstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sein.

Regierungsführung: Korruption weit verbreitet

Das Reformtempo leidet sehr unter der extrem schlechten finanziellen und personellen Ausstattung der staatlichen Stellen. Behindert wird die Entwicklung jedoch auch durch Korruption und Vetternwirtschaft und den fehlenden politischen Willen, durchgreifende Veränderungsprozesse anzustoßen. Teile der Regierungselite sind vor allem an Machterhalt und Selbstbereicherung interessiert. Korruption wird zwar öffentlich diskutiert und angeprangert, wird letztlich aber gesellschaftlich akzeptiert und juristisch nicht ausreichend verfolgt. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International steht Malawi auf Platz 122 von 180 ausgewerteten Staaten (2017).

In Malawi gibt es zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich in der Regel frei betätigen können und auch regelmäßig in politische Prozesse eingebunden werden. Allerdings gibt es Bestrebungen, Nichtregierungsorganisationen per Gesetz stärker zu regulieren.

Im Rahmen eines von der KfW geförderten Sozialtransferprogramms werden im Süden von Malawi kleine Summen an extrem arme Menschen ausgezahlt.
Soziale Situation

Armut und Hunger prägen den Alltag vieler Menschen

Große Teile der malawischen Bevölkerung leben in Armut. Das durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Einkommen ist in den vergangenen Jahren gesunken: von umgerechnet 470 US-Dollar im Jahr 2011 auf 320 US-Dollar 2016 (zum Vergleich der entsprechende Wert aus Deutschland von 2016: 43.940 US-Dollar).

Auf dem aktuell gültigen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) nimmt Malawi Rang 171 von 189 Staaten ein. Fast 70 Prozent der Beschäftigten sind in der Landwirtschaft tätig, die jedoch mit einfachsten Mitteln betrieben wird und oft nicht einmal den Eigenbedarf der Bauernfamilien deckt. Etwa ein Viertel der Bevölkerung gilt als unterernährt.

Eine durch das Klimaphänomen El Niño ausgelöste Dürre führte 2015/2016 zu erheblichen Ernteausfällen und in der Folge zu einer Hungerkrise. Mehr als 6,5 der rund 18 Millionen Einwohner waren auf Nahrungsmittelhilfe oder finanzielle Unterstützung angewiesen.

Defizite bei Bildung und Gesundheit

Das Bildungs- und das Gesundheitswesen weisen tiefgreifende Mängel auf. Die Qualität des Schulunterrichts ist schlecht und etwa 20 Prozent der Mädchen und Jungen schließen die Grundschule nicht ab. Mehr als einem Drittel der erwachsenen Bevölkerung fehlen selbst Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben.

Die Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeit konnte zwar in den vergangenen Jahren gesenkt werden, doch im regionalen und internationalen Vergleich bleiben die Sterblichkeitsraten weiterhin erschreckend hoch. Fast jeder zehnte Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren in Malawi ist HIV-positiv. Auch Malaria, Tuberkulose und Atemwegserkrankungen sind weit verbreitet.

Bevölkerung wächst rasant

Eine große Herausforderung für Malawis Entwicklung ist das starke Bevölkerungswachstum (2016: 2,9 Prozent). Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird die Einwohnerzahl des Landes von derzeit rund 18 Millionen auf über 40 Millionen im Jahr 2050 steigen. Ohne grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse drohen katastrophale Folgen – zum Beispiel für die gesellschaftliche Entwicklung des Landes, für die Umwelt und für die Ernährungssicherheit.

In einem Dorf nahe Bilira (Malawi) spielen zwei Kinder mit der Wasserpumpe eines Brunnens.
Wirtschaftliche Situation

Große Abhängigkeit von Wetter und Weltmarkt

Malawi ist ein Agrarland. Formell hat die Landwirtschaft zwar nur einen Anteil von etwa 28 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Da die meisten Kleinbauern aber nur zur Eigenversorgung produzieren (Subsistenzwirtschaft), dürfte die tatsächliche Wirtschaftsleistung im Bereich der Landwirtschaft deutlich höher liegen. Die meisten Devisen erwirtschaftet das Land durch den Export von Tabak und – in geringerem Umfang – auch von Tee, Kaffee, Zucker, Baumwolle und Sojabohnen.

Die große Abhängigkeit von wenigen, meist unverarbeiteten Exportprodukten macht die Wirtschaft anfällig für äußere Einflüsse wie Dürreperioden, Pflanzenschädlinge oder Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. Hinzu kommt, dass Malawi keinen Zugang zum Meer hat und für den Außenhandel auf Transitwege durch die Nachbarländer angewiesen ist.

Gehemmt wird die wirtschaftliche Entwicklung außerdem durch die schlechte Energieversorgung. Nur etwas mehr als zehn Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu Strom.

Die schwache Infrastruktur behindert vor allem die Entstehung kleiner und mittlerer Produktionsbetriebe.

2015 und 2016 wuchs die malawische Wirtschaft um 2,8 beziehungsweise 2,5 Prozent – Werte, die unter dem Bevölkerungswachstum von knapp drei Prozent lagen. Für 2018 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um fünf Prozent.

Tabakanbau in Malawi
Landschaft in Zentralmalawi
Umwelt

Vom Klimawandel bedroht

Das große Bevölkerungswachstum stellt Malawi nicht nur vor erhebliche Probleme bei der Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und sozialen Diensten. Auch die Folgen für die Natur sind besorgniserregend: Da die wachsende Bevölkerung immer mehr Feuerholz benötigt, ist das Land inzwischen weitgehend entwaldet.

Im Sommer 2017 stellte die Regierung eine neue Strategie für die Renaturierung von zerstörten Böden und entwaldeten Landflächen sowie zum Umgang mit Holzkohle vor. Das ehrgeizige Ziel lautet, bis zum Jahr 2030 rund 4,5 Millionen Hektar Land wieder fruchtbar zu machen.

Anzahl und Ausmaß von Dürren und Überschwemmungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass solche zerstörerischen Wetterereignisse infolge des Klimawandels weiter zunehmen werden.

Der Weltrisikobericht 2017, veröffentlicht vom Bündnis Entwicklung Hilft, dem acht Hilfsorganisationen angehören, nennt Malawi als eines der 15 Länder mit der größten "Anfälligkeit" weltweit. Bewertet wurde das Risiko extremer Naturereignisse in Abhängigkeit von Infrastruktur, Ernährung, Wohnsituation und ökonomischen Rahmenbedingungen.

Elefanten im Liwonde-Nationalpark, Malawi

Entwicklungspotenziale

Viele Menschen in Malawi zeigen großes Interesse an Bildungsmöglichkeiten und große Fähigkeiten zur Selbsthilfe. Das gilt besonders für Frauen im informellen Sektor der Wirtschaft und für die Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie können zu wichtigen Partnern bei der Entwicklung werden.

In der Landwirtschaft, im Tourismus sowie dem Bergbau liegen Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Um ihre Potenziale auszuschöpfen, müsste die Landwirtschaft modernisiert und auf weitere Produkte ausgeweitet werden. Politische Stabilität und ein verbesserter Schutz der natürlichen Ressourcen sind Voraussetzung dafür, dass mehr Touristen ins Land kommen. Malawi ist landschaftlich vielfältig und verfügt über einer Reihe von Schutzgebieten. Ihr Tierbestand konnte in den vergangenen Jahren deutlich erhöht werden.

Auch der Bergbausektor könnte in Zukunft zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen: Malawi verfügt zum einen über Uranvorkommen, deren Abbau sich jedoch aktuell wegen schlechter Weltmarktpreise nicht lohnt. Zum anderen hat das Land Vorkommen von Seltenen Erden und verfügt auch über förderbare Öl- und Gasvorräte.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Malawi

Oberstes Ziel der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Malawi ist die Armutsbekämpfung. Die aktuellen deutschen Beiträge orientieren sich an der Wachstums- und Entwicklungsstrategie (MGDS III) der malawischen Regierung und konzentrieren sich auf Programme, die direkt der Bevölkerung zugutekommen.

Bei Regierungsverhandlungen im November 2017 hat die Bundesregierung Malawi 82 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit zugesagt. Zusätzlich erhält Malawi über die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" Mittel in Höhe von bis zu 31 Millionen Euro, die der Unterstützung landwirtschaftlicher Innovationen und der Verbesserung der Ernährungssicherung dienen sollen.

Die vereinbarten Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind:

  • Grundbildung
  • Gesundheit (inklusive soziale Sicherung)
  • Privatsektorförderung im ländlichen Raum

Zusätzlich unterstützt Deutschland die malawische Regierung bei der Stärkung des öffentlichen Finanzmanagements. Ziel ist, Rechenschaftspflicht und Transparenz zu steigern, die Eigeneinnahmen des Staates zu erhöhen und einen wirksamen Einsatz der Finanzmittel zu gewährleisten.

  • Schulklasse in Malawi
    Grundbildung

    Verbesserung von Lehrerausbildung und Schulausstattung

    Deutschland unterstützt die malawische Regierung bei der Reform der Lehrerausbildung, insbesondere im Fach Mathematik und im Bereich Didaktik. Außerdem werden mit deutscher Unterstützung Klassenräume und Lehrerunterkünfte gebaut oder saniert.

  • Eine Mutter ist mit ihrem Baby zum Arzt gekommen, der das Kind nun untersucht.
    Gesundheit (inklusive soziale Sicherung)

    Medizinische Versorgung und soziale Absicherung für alle

    Deutschland will dazu beitragen, in Malawi eine flächendeckende Versorgung mit qualitativ guten und bezahlbaren Gesundheitsdiensten sicherzustellen. Ein weiteres Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist, extrem arme Bevölkerungsgruppen besser sozial abzusichern.

  • Eine Bäuerin in Malawi bearbeitet ihr Erdnussfeld.
    Privatsektorförderung im ländlichen Raum

    Arbeitsplätze und Einkommen schaffen

    Ziel des deutschen Engagements in diesem Schwerpunkt ist, in ländlichen Gegenden Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und die Ernährungslage zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die Optimierung ausgewählter Wertschöpfungsketten.

Schulklasse in Malawi
Grundbildung

Lehrerausbildung und Schulausstattung im Fokus

Die Regierung Malawis hat 1994 die Schulgebühren für die Grundschule abgeschafft. Seitdem hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht – fast alle Kinder werden inzwischen eingeschult. Die Qualität des Unterrichts ist allerdings gesunken. Es fehlen Klassenräume, Lehr- und Lernmaterialien sowie qualifizierte Lehrkräfte. Im regionalen Vergleich liegen die Lernergebnisse malawischer Schüler im unteren Bereich. Im Durchschnitt muss eine Lehrkraft 70 Kinder unterrichten, 116 Schülerinnen und Schüler müssen sich ein Klassenzimmer teilen.

Deutschland unterstützt die malawische Regierung bei der Reform der Lehrerausbildung, insbesondere im Fach Mathematik und im Bereich Didaktik. Es werden Lehrpläne überarbeitet und neue Unterrichtsmaterialien entwickelt. Außerdem werden mit deutscher Unterstützung Klassenräume und Lehrerunterkünfte gebaut oder saniert. Ein weiteres Vorhaben zielt darauf ab, die Ernährungssituation an den Schulen zu verbessern. So wird der Mangelernährung entgegengewirkt und gewährleistet, dass mehr Kinder regelmäßig in der Schule erscheinen.

Eine Mutter ist mit ihrem Baby zum Arzt gekommen, der das Kind nun untersucht.
Gesundheit (inklusive soziale Sicherung)

Medizinische Versorgung und soziale Absicherung für alle

Zwar konnte Malawi in den vergangenen Jahren die Sterblichkeitsrate bei Kindern und Müttern, die Geburtenrate und auch die Quote der HIV-Infektionen senken, doch die Gesundheitsversorgung weist weiterhin dramatische Mängel auf. Vor allem in ländlichen Gebieten haben viele Menschen keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Das liegt nicht nur an fehlendem Geld, sondern auch an einer schlechten Verteilung der Mittel, mangelhaftem Management und Personalmangel auf allen Ebenen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit will dazu beitragen, eine flächendeckende Versorgung mit qualitativ guten und bezahlbaren Gesundheitsdiensten, insbesondere im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der Familienplanung, sicherzustellen. Dazu wird sowohl die Qualität von Gesundheitsdienstleistungen als auch die Ausbildung des medizinischen Fachpersonals verbessert. Deutschland unterstützt außerdem die stärkere Einbindung nicht staatlicher Akteure, etwa kirchlicher Gesundheitseinrichtungen.

Ein weiteres Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist, extrem arme Bevölkerungsgruppen besser sozial abzusichern. Dazu fördert Deutschland den Aufbau eines leistungsfähigen Systems der sozialen Sicherung. Unter anderem trägt das deutsche Engagement zur Umsetzung eines Sozialtransferprogramms bei: Bedürftige Haushalte erhalten regelmäßig Geld vom Staat, um ihre Grundversorgung zu sichern. Eine Wirkungsstudie hat gezeigt, dass sich das Programm positiv auf den Gesundheitszustand, die Ernährungssituation und das Bildungsniveau auswirkt und die Chancen der Zielgruppe steigen, ihren Lebensunterhalt künftig eigenständig zu bestreiten.

Mit sozialer Sicherung Entwicklung gerecht gestalten
Mit sozialer Sicherung Entwicklung gerecht gestalten

08/2017 | pdf | 750 KB | 16 S. | barrierefrei Sammelmappe

Eine Bäuerin in Malawi bearbeitet ihr Erdnussfeld.
Privatsektorförderung im ländlichen Raum

Arbeitsplätze und Einkommen schaffen

Die Privatsektorförderung im ländlichen Raum gehört seit 2014 zu den Arbeitsschwerpunkten der deutsch-malawischen Zusammenarbeit. Ziel ist, in ländlichen Gegenden Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und die Ernährungslage zu verbessern. Dazu sollen vor allem Frauen und junge Erwachsene gefördert werden.

Im Mittelpunkt steht die Optimierung ausgewählter Wertschöpfungsketten (Maniok, Erdnuss, Soja, Sonnenblume, Tourismus, umweltfreundliche Baumaterialien). Die Herstellung und die Weiterverarbeitung lokaler Produkte sollen verbessert werden, damit sich die Vermarktungschancen im In- und Ausland erhöhen. Dazu wird unter anderem die Zusammenarbeit der Privatwirtschaft mit Kleinbäuerinnen und -bauern gefördert, die bisher keine Überschüsse produzierten oder keinen Zugang zu Märkten hatten. Außerdem werden kleine und mittlere Unternehmen und deren Interessenvertretungen gestärkt.

Aus Mitteln der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wird in Malawi ein "Grünes Innovationszentrum" finanziert. Es bietet unter anderem landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung und Beratung an.

Außerdem werden Maßnahmen gefördert, die die Ernährungssituation von Schwangeren, Müttern und Kleinkindern verbessern. Kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben werden Kredite zur Verfügung gestellt, die zum Beispiel die Anschaffung von Saatgut, Dünger oder Maschinen ermöglichen. Ein weiteres Vorhaben zielt darauf ab, die Verfügbarkeit von Fischprodukten zu verbessern und die Einkommen aus nachhaltiger Aquakultur zu steigern.

Karte von Malawi

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

In Ngara, einem Dorf im Norden von Malawi, flickt ein Fischer sein Netz.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Malawi Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Malawi Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Lilongwe, etwa 1,1 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 118.480 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 171 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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