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Madagaskar

Baobabs (Affenbrotbäume) bei Morondava, Madagaskar

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Überblick

Naturparadies in schwieriger Lage

Madagaskar ist der größte Inselstaat Afrikas und die viertgrößte Insel der Welt. Aufgrund ihrer isolierten Lage im Indischen Ozean konnte sich auf der Insel eine besonders vielfältige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln. Zahlreiche Arten sind endemisch, kommen also nur auf Madagaskar vor – und viele sind noch unentdeckt. Doch das Naturparadies ist durch menschliche Eingriffe bereits zu großen Teilen zerstört. War die Insel ursprünglich fast komplett bewaldet, ist inzwischen nur noch ein Bruchteil des Regenwalds erhalten.

Jahrzehntelange Misswirtschaft und schlechte Regierungsführung haben Madagaskar an den Rand des Ruins getrieben. Der Staat gehört heute zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Mit umgerechnet 400 US-Dollar im Jahr liegt das jährliche Bruttonationaleinkommen pro Kopf weit unter dem Durchschnitt der anderen afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung leben in extremer Armut.

Verschärft wird die Lage durch die Auswirkungen des Klimawandels. Immer wieder ziehen zerstörerische Zyklone über das Land, die regelmäßig viele Menschenleben fordern und immense Schäden verursachen. Durch das Klimaphänomen El Niño werden die wiederkehrenden Dürrephasen noch intensiviert. Regelmäßig kommt es zu Ernteausfällen, vor allem im Süden der Insel. Im Frühjahr 2017 war die Lebensmittelversorgung von 1,4 Millionen Menschen bedroht.

Putsch und Rückkehr zur Demokratie

2009 stürzte ein Putsch Madagaskar in eine schwere politische Krise. Mehr als vier Jahre lang war das Land international isoliert, unter anderem ruhte die Mitgliedschaft in der Afrikanischen Union und in der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC). Politisch, wirtschaftlich, sozial und auch entwicklungspolitisch war der Inselstaat gelähmt – mit teils dramatischen Folgen für die Bevölkerung.

2013 gelang es Madagaskar mit Hilfe internationaler Vermittler, auf einen demokratischen Kurs zurückzukehren. Mit Unterstützung der Vereinten Nationen wurden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten. Der seit Januar 2014 amtierende Präsident Hery Rajaonarimampianina hat wiederholt seinen Reformwillen bekundet, der Prozess gerät jedoch immer wieder ins Stocken.

Auf einer internationalen Geberkonferenz in Paris im Dezember 2016 wurde dem Land Unterstützung in Höhe von 6,4 Milliarden US-Dollar für die Jahre 2017 bis 2020 zugesagt.

Entwicklungszusammenarbeit

Die Bundesrepublik Deutschland hatte – so wie die Europäische Union und alle EU-Mitgliedsstaaten – nach dem Putsch im März 2009 die Entwicklungszusammenarbeit mit Madagaskar auf Regierungsebene eingestellt. Bis zur Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen beschränkte sich die Kooperation auf die Fortsetzung regierungsferner Projekte, die die Bevölkerung möglichst direkt unterstützten.

Nach den Wahlen hob die EU Anfang 2014 die Beschränkungen wieder auf und machte den Weg frei für eine Zusammenarbeit mit der neuen Regierung. Auch Deutschland hat daraufhin die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wieder aufgenommen und ausgebaut.

Der Schwerpunkt der Kooperation liegt im Umwelt- und Ressourcenschutz. Wichtige Arbeitsfelder sind die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die landwirtschaftliche Entwicklung und die Anpassung an den Klimawandel. Hinzu kommt das Engagement im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger".

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation in Madagaskar und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Madagaskar

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Madagaskar

Polizist in Moramanga, Madagaskar
Politische Situation

Wenig Spielraum für dringend erforderliche Maßnahmen

Die ohnehin schwierige Situation in Madagaskar hat sich nach dem Putsch im Jahr 2009 und der daraus folgenden Unterbrechung der Unterstützung durch die Gebergemeinschaft noch einmal deutlich verschlechtert. Der Staat ist nicht mehr in der Lage, seine Grundfunktionen zu erfüllen. Angesichts einer Steuerquote von 10,8 Prozent (2016) reichen die Eigeneinnahmen nicht aus, um dringend notwendige Investitionen in die marode Infrastruktur sowie ins Bildungs- und Gesundheitswesen vorzunehmen.

Mehr als 95 Prozent der staatlichen Mittel verbleiben zudem in der Region um die Hauptstadt Antananarivo. Die gesetzlich vorgesehenen Zuschüsse an die Kommunen wurden in den vergangenen Jahren nicht mehr gezahlt. Bildungs- und Gesundheitsleistungen werden daher häufig von der Bevölkerung auf lokaler Ebene selbst organisiert und durch die Gebergemeinschaft und internationale Nichtregierungsorganisationen finanziert.

Die Zivilgesellschaft ist in Madagaskar nur schwach entwickelt. Den Menschen ist es kaum möglich, das Regierungshandeln kritisch zu begleiten und zu kontrollieren und eigene Anliegen zu formulieren. Insgesamt ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat gering. Vor allem die Perspektivlosigkeit der jungen Bevölkerung (41 Prozent sind unter 15 Jahre alt) führt zu wachsendem Unmut.

Auch wenn die zentralen demokratischen Institutionen des Landes ihre Kernaufgaben wahrnehmen, ist das politische System undurchlässig und ineffizient. Eine kleine wirtschaftliche Elite profitiert von den reichen Naturschätzen des Landes und blockiert grundlegende Reformen. Der Export von Tropenholz, Edelsteinen und Gold erfolgt zu großen Teilen über illegale Wege.

Korruption ist weit verbreitet, die Justiz ist dysfunktional. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International landete Madagaskar 2016 auf Platz 145 von 176 ausgewerteten Staaten.

Wassereimer und -kanister bilden an einer öfffentlichen Wasserstelle in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, eine Warteschlange.
Soziale Situation

Mehr als drei Viertel der Bevölkerung extrem arm

Madagaskar zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Im Index der menschlichen Entwicklung (HDI 2015) nimmt es den 158. Platz von 188 Staaten ein.

Mehr als drei Viertel der Bevölkerung leben in extremer Armut, besonders hoch ist der Anteil der Armen in den ländlichen Regionen. Mehr als 40 Prozent der Menschen gelten als unterernährt, unter den Kleinkindern (bis fünf Jahre) ist fast jedes zweite chronisch mangelernährt.

Fast die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, nur zwölf Prozent verfügen über eine angemessene Sanitärversorgung. Auf den Vanille-Plantagen und in den Steinbrüchen arbeiten Zehntausende Kinder unter teils sklavenähnlichen Verhältnissen.

Ein Überlandbus auf Madagaskar
Wirtschaftliche Situation

Hoffnung auf Stabilisierung

Als Madagaskar 1960 seine Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich erlangte, zählte der Inselstaat zu den Ländern mit mittlerem Einkommen. Ab 1972 richtete sich das Land sozialistisch aus, große Unternehmen wurden verstaatlicht. Madagaskar schottete sich gegen die westliche Welt ab und der wirtschaftliche und soziale Abstieg des Landes begann.

In den vergangenen fünf Jahren wecken langsam steigende wirtschaftliche Wachstumsraten die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Lage. 2016 verzeichnete Madagaskar ein Wirtschaftswachstum von etwa 4,2 Prozent. Für 2018 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 5,3 Prozent.

Die Wirtschaft Madagaskars wird vom Agrarsektor dominiert. Drei Viertel der Beschäftigten arbeiten dort, die Landwirtschaft trägt jedoch nur etwa ein Viertel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Ein Großteil der Agrarflächen wird nur zur Selbstversorgung (Subsistenzwirtschaft) genutzt.

Große Probleme verursachen die Bodenerosion, die niedrige Produktivität der subsistenzorientierten Landwirtschaft sowie in Zukunft vermutlich auch die Folgen des Klimawandels. Konnte Madagaskar in den 1970er Jahren noch Reis exportieren, reichen die Erträge heute nicht mal mehr zur Versorgung der eigenen Bevölkerung aus. Die Vermarktung scheitert häufig schon an Transportproblemen: Die Straßen, vor allem in den ländlichen Gebieten, sind in einem sehr schlechtem Zustand. Ganze Regionen sind während der Regenzeit von Verkehrswegen und Kommunikationsnetzen abgeschnitten.

Auch die Energieversorgung muss dringend ausgebaut werden. Landesweit haben nur etwa 17 Prozent der Menschen einen Stromanschluss, auf dem Land sind es nur knapp elf Prozent. Zugleich wird der Staatshaushalt durch hohe Subventionen für den größten Stromversorger des Landes belastet. Die Regierung hat erste Schritte unternommen, um den Energiesektor zu reformieren.

Jugendliche in Bevilany, einer Siedlung im Südosten Madagaskars, in der hauptsächlich Holzkohle produziert wird.
Situation der Umwelt

Herausforderung Naturschutz

Eine der größten Herausforderungen des Landes ist der Umweltschutz. Madagaskars Natur ist von einer einzigartigen biologischen Vielfalt geprägt. Zahlreiche der auf der Insel heimischen Tier- und Pflanzenarten kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Der Umweltschutz ist laut madagassischer Verfassung Staatsziel. Eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung der Regenwälder soll zugleich zum Schutz der Artenvielfalt und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung beitragen.

Doch ein starkes Bevölkerungswachstum, die große Armut und unangepasste traditionelle Bewirtschaftungsmethoden bedrohen die natürlichen Ressourcen des Landes. Immer mehr Regenwälder werden abgeholzt oder brandgerodet, um Feuerholz und neue Ackerflächen oder Edelhölzer zu gewinnen. Die Folge sind eine Verschlechterung der Bodenqualität und des Wasserhaushalts und damit eine sinkende Produktivität der Landwirtschaft und eine steigende Armut in den ländlichen Regionen.

Madagaskar: Ein Lemur (Halbaffe) mit einem Jungen

Entwicklungspotenziale

Die Schönheit und Vielfalt der Natur zählt zu den großen Schätzen Madagaskars. Der Tourismus ist bereits heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und kann – auf nachhaltiger Basis – weiter ausgebaut werden. Vor allem der Ökotourismus bietet der Bevölkerung neue Einkommenschancen. Zugleich ergeben sich Chancen durch die Erforschung und Nutzung von Arznei- und Heilpflanzen. Voraussetzung ist jedoch der Erhalt und nachhaltige Schutz des verbliebenen Regenwalds.

Zu den Wachstumsmotoren gehört außerdem der Bergbau. Madagaskar ist reich an Titan, Nickel, Bauxit und Graphit. Diese Entwicklungspotenziale können sich allerdings nur auf Grundlage einer stabilen politischen Lage entfalten. Korruption und Umweltschäden sind heute häufige Folge des Rohstoffabbaus.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Madagaskar

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Madagaskar begann 1962. Die Bundesrepublik Deutschland stellte – so wie die Europäische Union und alle EU-Mitgliedsstaaten – nach dem Putsch im März 2009 die Entwicklungszusammenarbeit mit Madagaskar auf Regierungsebene ein.

Nach den Wahlen hob die EU Anfang 2014 die Beschränkungen wieder auf. Deutschland hat daraufhin die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wieder aufgenommen und ausgebaut. Im Dezember 2016 wurden erstmals seit 2008 wieder formelle Regierungsgespräche geführt. Dabei sagte Deutschland dem Partnerland Mittel in Höhe von 59,6 Millionen Euro zu.

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf den Schutz der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Kooperiert wird in den Bereichen Umwelt- und Ressourcenschutz, erneuerbare Energie und Landwirtschaft. Angesichts der dramatischen Armut wurde außerdem ein Programm zur armutsorientierten Kommunalentwicklung und Dezentralisierung aufgelegt.

Über die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Vorhaben zu den Themen nachhaltige Fischerei und Aquakultur sowie Landpolitik. Auch Entwicklungspartnerschaften und strategische Allianzen mit der Wirtschaft, etwa zur Unterstützung von Vanille- oder Obst-Kleinbauern, werden gefördert.

  • Bewohner des Dorfes Ankirikiriky in Südmadagaskar forsten entwaldetes Land wieder auf. Im Gegenzug erhalten sie Lebensmittelrationen des Welternährungsprogramms.
    Umwelt

    Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

    Die Bevölkerung Madagaskars wird sich voraussichtlich innerhalb der nächsten 30 Jahren verdoppeln. Dies bedeutet steigenden Druck auf die natürlichen Ressourcen und große Herausforderungen für die Ernährungssicherung der Bevölkerung.

  • Mobile Solarmodule in Madagaskar
    Erneuerbare Energien

    Strom für drei Viertel der Bevölkerung

    Die Energiepolitik Madagaskars sieht vor, bis 2030 knapp drei Viertel der Bevölkerung mit Strom zu versorgen. Der Anteil an erneuerbaren Energien soll bei 85 Prozent liegen. Potenziale liegen vor allem in der Nutzung von Wasserkraft, Biomasse sowie Solar- und Windenergie.

  • Madame Filao begutachtet ihre Rizinuspflanzen.
    Landwirtschaft

    Anpassung an den Klimawandel

    2016 vereinbarten Deutschland und Madagaskar eine Zusammenarbeit im Bereich ländliche Entwicklung. Dabei geht es insbesondere um die Anpassung ausgewählter landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten an den Klimawandel.

  • Zebu-Markt in Ambalavao
    Dezentralisierung

    Kommunen stärken

    Das BMZ unterstützt die madagassische Regierung bei der Dezentralisierung. Ziel ist, die Rahmenbedingungen für die kommunale Selbstverwaltung zu verbessern, eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Gemeinden sicherzustellen und die Reichweite und Qualität von kommunalen Dienstleistungen zu verbessern.

Bewohner des Dorfes Ankirikiriky in Südmadagaskar forsten entwaldetes Land wieder auf. Im Gegenzug erhalten sie Lebensmittelrationen des Welternährungsprogramms.
Umwelt

Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Die Bevölkerung Madagaskars (derzeit knapp 25 Millionen Einwohner) wird sich voraussichtlich innerhalb von 30 Jahren verdoppeln. Dies bedeutet steigenden Druck auf die natürlichen Ressourcen und große Herausforderungen für die Ernährungssicherung der Bevölkerung sowie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Madagaskar gehört außerdem zu den am stärksten vom weltweiten Klimawandel betroffenen Ländern. Es leidet unter häufig auftretenden Zyklonen, die zu Ernteausfällen und erheblichen Schäden an der Infrastruktur führen.

Im Zentrum der deutsch-madagassischen Entwicklungszusammenarbeit steht daher die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen durch eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Deutschland unterstützt die Regierung Madagaskars dabei, ihre Umwelt- und Forstpolitik zu reformieren und das Nationalparknetz weiter auszubauen. Unter anderem werden lokale Nutzergruppen dabei begleitet, die Verantwortung für das Management von Schutzgebieten zu übernehmen, und es werden Wertschöpfungsketten im Bereich Tourismus, Honig und Bauholz aufgebaut. Bauern werden mit Erosionsschutzmaßnahmen und ökologischen Anbaumethoden vertraut gemacht und dabei unterstützt, Flächen für Nutzhölzer nachhaltig aufzuforsten. Die Kommunen und Regionen werden bei der Landnutzungsplanung beraten.

Mobile Solarmodule in Madagaskar
Erneuerbare Energien

Strom für drei Viertel der Bevölkerung

Die im Jahr 2015 verabschiedete neue Energiepolitik Madagaskars sieht vor, bis 2030 knapp drei Viertel der Bevölkerung mit Strom zu versorgen. Der Anteil an erneuerbaren Energien soll bei 85 Prozent liegen. Potenziale liegen vor allem in der Nutzung von Wasserkraft, Biomasse sowie Solar- und Windenergie.

Auf nationaler Ebene berät Deutschland das Energieministerium und andere staatliche Akteure dabei, eine Energiestrategie zu erarbeiten, Finanzierungsmechanismen zu entwickeln und Monitoringsysteme aufzubauen.

Auf regionaler Ebene wird die Ausbauplanung unter Beteiligung der Bevölkerung begleitet.

Auf lokaler Ebene unterstützt Deutschland die Planung und Konzessionsvergabe sowie die Installation und den Betrieb von Kleinwasserkraftwerken nebst Stromnetzen, die von privaten Firmen betrieben werden.

Madame Filao begutachtet ihre Rizinuspflanzen.
Landwirtschaft

Anpassung an den Klimawandel

2016 vereinbarten Deutschland und Madagaskar eine Zusammenarbeit im Bereich ländliche Entwicklung. Dabei geht es insbesondere um die Anpassung ausgewählter landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten an den Klimawandel. Um auf eine nachhaltige Bewirtschaftung umsteigen und ihre Produktivität steigern zu können, sollen die Bauern unter anderem Zugang zu klimaangepasstem Saatgut, Beratungsleistungen und Fortbildungen sowie Krediten und Klimarisikoversicherungen erhalten.

Um Risiken für die Landwirtschaft besser beurteilen zu können, sollen Wetter- und Klimainformationen systematisch aufbereitet und den Bauern zur Verfügung gestellt werden.

Rizinusbauern bei der Arbeit
Zebu-Markt in Ambalavao
Dezentralisierung

Kommunen stärken

Das BMZ unterstützt die madagassische Regierung bei der Dezentralisierung. Ziel ist, die Rahmenbedingungen für die kommunale Selbstverwaltung zu verbessern, eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Gemeinden sicherzustellen und die Reichweite und Qualität von kommunalen Dienstleistungen zu verbessern. Das Vorhaben unterstützt daher unter anderem die Kommunen dabei, ihre Eigeneinnahmen zu steigern, und bietet Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an.

Um die Lebensbedingungen der Bevölkerung sichtbar zu verbessern, fördert Deutschland außerdem in zunächst rund 40 Gemeinden den Bau von Schulen, ländlichen Wegen und Brücken.

Karte von Madagaskar

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Madagaskar Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Madagaskar Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Antananarivo, etwa 2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,5 Millionen Einwohner
Flächea16173142 587.295 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 158 von 188 (2015) 4 von 188 (2015)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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