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Kenia

Studentin neben Solaranlagen in einer Ausbildungseinrichtung für Solartechniker und Energieauditoren an der Strathmore University, Nairobi

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Überblick

Stabilitätsanker in Ostafrika

Kenia ist treibende Wirtschaftskraft in Ostafrika und spielt auch sicherheitspolitisch eine wichtige Rolle in der Region. Das Land engagiert sich in regionalen und internationalen politischen Prozessen, etwa unter dem Dach der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union und der Ostafrikanischen Gemeinschaft. Mehr als 470.000 Flüchtlinge, vorwiegend aus den benachbarten Krisenländern Somalia und Südsudan, waren im Juni 2019 in Kenia registriert.

Noch gelingt es der kenianischen Regierung nicht, das wirtschaftliche Potenzial des Landes auf sozial gerechte und ökologisch und ökonomisch nachhaltige Weise zu nutzen. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Eine weit verbreitete Korruption sowie Defizite in der Regierungsführung zählen zu den großen Herausforderungen des Landes.

Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) belegt Kenia Platz 142 von 189 gelisteten Ländern.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland und Kenia arbeiten seit Langem entwicklungspolitisch zusammen, die Bundesrepublik zählt zu den größten Unterstützern des ostafrikanischen Landes. Im Sinne des Marshallplans mit Afrika lautet das übergeordnete Ziel des deutschen Engagements, Jugend in Beschäftigung zu bringen. Die Schwerpunkte der deutsch-kenianischen Zusammenarbeit liegen in den Bereichen Landwirtschaft und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Kenia

  • Passanten in Nairobi, Kenia
    Politische Situation

    Ehrgeizige Ziele, verbreitete Korruption

    Kenia hat in den vergangenen zehn Jahren wichtige Reformen auf den Weg gebracht. 2010 trat eine neue Verfassung in Kraft. Sie enthält einen Grundrechtekatalog und sieht den Umbau des Zentralstaats zu einer dezentral aufgebauten Republik vor.

  • Jugendliche auf Fahrrädern auf einer kenianischen Landstraße
    Soziale Situation

    Chancen ungleich verteilt

    In Kenia leben mehr als 40 Ethnien, die rund 50 verschiedene Sprachen sprechen. Zwischen ihnen kommt es zwar zu Spannungen, größere Konflikte wie in den Nachbarländern blieben aber bisher aus.

  • Eine Mitarbeiterin kontrolliert ein Fließband, auf dem Tetrapacks mit Fruchtsaft befördert werden.
    Wirtschaftliche Situation

    Solide Basis

    Kenia trägt etwa 40 Prozent zur Wirtschaftsleistung Ostafrikas bei. Für deutsche Unternehmen ist das Land wichtigster Partner in der Region.

Passanten in Nairobi, Kenia
Politische Situation

Ehrgeizige Ziele, verbreitete Korruption

Kenia hat in den vergangenen zehn Jahren wichtige Reformen auf den Weg gebracht. 2010 trat eine neue Verfassung in Kraft. Sie enthält einen Grundrechtekatalog und sieht den Umbau des Zentralstaats zu einer dezentral aufgebauten Republik vor. Erste Erfolge des Dezentralisierungsprozesses werden bereits sichtbar: In vielen Bezirken haben sich die medizinische Versorgung und die staatliche Dienstleistungsfähigkeit verbessert.

Im Jahr 2017 standen Präsidentschafts-, Parlaments- und Regionalwahlen an. Der Wahlprozess war langwierig, unter anderem musste nach einem Gerichtsurteil die Präsidentschaftswahl aufgrund von Verfahrensfehlern wiederholt werden. Alle Seiten erkannten das Urteil an. Die Wahlwiederholung blieb friedlich, auch wenn die Opposition den erneuten Urnengang boykottierte. Sie sah ihre Forderungen nach Wahlrechtsreformen nicht vollständig erfüllt. Nur etwa 38 Prozent der wahlberechtigten Kenianerinnen und Kenianer gaben schließlich ihre Stimme ab, sie bestätigten Präsident Uhuru Kenyatta mit großer Mehrheit im Amt.

Entwicklungsstrategie

2008 hat die kenianische Regierung ihre Entwicklungsstrategie "Vision 2030" vorgelegt. Bis zum Jahr 2030 soll sich Kenia zu einem industrialisierten Land mit höherem mittlerem Einkommen entwickeln. Als Umsetzungsinstrumente dienen Fünf-Jahres-Pläne (aktuell: Third Medium Term Plan 2018-2022). Die Regierung ist bemüht, ihre nationale Strategie mit den globalen Entwicklungszielen der Agenda 2030 zu verzahnen.

Nach seiner Wiederwahl 2017 formulierte Präsident Kenyatta seine politischen Prioritäten ("Big Four"): Arbeitsplatzbeschaffung durch Verbesserung der Produktion, Ernährungssicherheit, eine umfassende Gesundheitsversorgung sowie bezahlbaren Wohnraum. Derzeit konzentriert sich die Regierung auf die Förderung des Wirtschaftswachstums durch Industrialisierung und große Infrastrukturprojekte, notwendige innenpolitische Reformen stehen noch aus.

Korruption

Entwicklungshemmend wirkt sich die grassierende Korruption aus. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2018 der Nichtregierungsorganisation Transparency International belegt Kenia Platz 144 von 180 ausgewerteten Ländern. Klientelpolitik ist in Kenia verbreitet, es mangelt an Transparenz und Rechenschaftslegung der Regierung gegenüber der Bevölkerung. 2018 rief Präsident Kenyatta den Kampf gegen die Korruption aus. Erste Erfolge sind zu verzeichnen. Hochrangige Staatsbedienstete wurden verhaftet, Vermögen in mehrstelliger Millionenhöhe zurückgeführt.

Menschenrechte

Die Menschenrechtssituation in Kenia ist vergleichsweise gut. Menschenrechtsorganisationen kritisieren jedoch die exzessive Gewaltanwendung durch Sicherheitsorgane. Zu Grundrechtsverletzungen kommt es außerdem im Zuge von gewaltsam ausgetragenen Konflikten zwischen einzelnen Ethnien.

Kenia verfügt über eine relativ offene Medienlandschaft und eine engagierte Zivilgesellschaft. Im Vorfeld der Wahlen 2017 sahen sich allerdings Journalisten und Blogger, die über sensible Themen wie Korruption, Landverteilung oder Sicherheit berichteten, mit Einschüchterungsversuchen, willkürlichen Verhaftungen und körperlichen Übergriffen konfrontiert. Auch kritische Nichtregierungsorganisationen werden von den Behörden immer wieder in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt.

Sicherheitslage

Kenianische Streitkräfte beteiligen sich an der Friedensmission der Afrikanischen Union in Somalia. Das Verhältnis zu Somalia bleibt angespannt. Im Januar 2019 hat die somalische Terrororganisation Al Shabaab einen Anschlag in Kenia verübt.

Jugendliche auf Fahrrädern auf einer kenianischen Landstraße
Soziale Situation

Chancen ungleich verteilt

In Kenia leben mehr als 40 Ethnien, die rund 50 verschiedene Sprachen sprechen. Zwischen ihnen kommt es zwar zu Spannungen, größere Konflikte wie in den Nachbarländern blieben aber bisher aus. Kenia zählt als Stabilitätsanker in einer sehr konfliktreichen Region.

Einkommen und Ressourcen sind in Kenia regional und sozial äußerst ungleich verteilt. Mehr als ein Drittel der kenianischen Bevölkerung lebt in extremer Armut, etwa ein Viertel ist unterernährt. Besonders groß ist die Armut im Norden und Westen des Landes.

Das Bevölkerungswachstum (2018: 2,3 Prozent) verschärft die Lage: Bis 2050 wird sich die Einwohnerzahl von derzeit 51 Millionen wahrscheinlich verdoppeln. Zurzeit sind rund 40 Prozent der kenianischen Bevölkerung jünger als 15 Jahre.

Schlechte Perspektiven für die Jugend

Eine Folge des Bevölkerungswachstums ist eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Jedes Jahr kommen laut Schätzungen etwa eine Million junge Kenianerinnen und Kenianer neu auf den Arbeitsmarkt. Ihre Chancen auf eine menschenwürdige Beschäftigung sind von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom Wohnort (Stadt/Land, Region), vom Geschlecht und von der ethnischen Herkunft.

Auf der Suche nach Einkommen und Perspektiven ziehen immer mehr Menschen in die Städte. Dort herrscht ein massiver Mangel an bezahlbarem Wohnraum, aber auch Chancen. In den größeren Städten hat sich eine innovative Mittelschicht herausgebildet.

Eine Mitarbeiterin kontrolliert ein Fließband, auf dem Tetrapacks mit Fruchtsaft befördert werden.
Wirtschaftliche Situation

Solide Basis

Kenia trägt etwa 40 Prozent zur Wirtschaftsleistung Ostafrikas bei. Für deutsche Unternehmen ist das Land wichtigster Partner in der Region.

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten kann Kenia eine solide wirtschaftliche Basis vorweisen. Das Land verfügt über einen dynamischen Privatsektor, eine geringe Abhängigkeit von Rohstoffexporten, eine wachsende Mittelschicht und eine zunehmend produktive Landwirtschaft. In den vergangenen Jahren wuchs die kenianische Wirtschaft jährlich um fünf bis sechs Prozent. Für die kommenden Jahre erwartet die Weltbank ähnliche Werte.

Bedeutende Rolle der Landwirtschaft

Wichtigster Wirtschaftsbereich ist die Landwirtschaft, 57 Prozent der Beschäftigten verdienen damit ihr Lebenseinkommen. Tee, Kaffee und Schnittblumen sind die Hauptexportgüter des Landes. Eine wichtige ökonomische Rolle spielt auch der Dienstleistungssektor, insbesondere die IT-Branche und der Tourismus.

Zu den Herausforderungen zählen eine hohe Staatsverschuldung und Abhängigkeit von externen Gläubigern wie China, die häufige Veruntreuung staatlicher Mittel, eine hohe Arbeitslosigkeit, Mängel in der Infrastruktur und eine große Abhängigkeit von Importen. Die kenianische Produktion kann im Wettbewerb mit Niedriglohnländern, insbesondere in Asien, nicht bestehen.

Ostafrikanische Gemeinschaft

Kenia ist Gründungsmitglied und treibende Kraft der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC), der auch Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi und Südsudan angehören. Seit 2010 existiert ein gemeinsamer Binnenmarkt mit freiem Waren- und Personenverkehr für die mehr als 170 Millionen Bürgerinnen und Bürger der sechs Staaten. Langfristiges Ziel der Gemeinschaft ist eine politische Union mit einer gemeinsamen Währung nach dem Vorbild der EU.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kenia

Deutschland unterstützt die kenianische Regierung dabei, wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, die Armut im Land nachhaltig zu verringern und soziale Ungleichheiten abzubauen.

Kenia gilt als geeigneter Partner für die Umsetzung des Marshallplans mit Afrika, den das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2017 initiiert hat. Dementsprechend wurde die deutsche Entwicklungszusammenarbeit 2018 neu ausgerichtet und folgt nun dem übergeordneten Ziel, Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen.

Bei Regierungsverhandlungen im Dezember 2018 wurden Kenia 62 Millionen Euro neu zusagt. Davon entfallen 45,9 Millionen Euro auf die finanzielle und 16,1 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit.

Darüber hinaus stellt das BMZ Mittel im Rahmen seiner Sonderinitiativen "EINEWELT ohne Hunger" und "Fluchtursachen bekämpfen - Flüchtlinge reintegrieren"zur Verfügung. Über die KfW Entwicklungsbank unterstützt Deutschland regional bedeutsame Infrastrukturprojekte.

Mit der kenianischen Regierung wurden folgende Schwerpunkte vereinbart:

  • Landwirtschaft
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Die deutsche Unterstützung ist an Erfolge in der Korruptionsbekämpfung geknüpft. So wurde die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich 2018 ausgesetzt, da ein schwerwiegender Korruptionsvorfall im kenianischen Gesundheitsministerium nicht aufgeklärt worden war.

Bäuerin in der landwirtschaftlichen Kooperativee Mitooini in Kenia, die mit einem innnovativen Bewässerungskonzept die Erträge steigert.
Schwerpunkt "Landwirtschaft"

Jugendbeschäftigung in der Ernährungs- und Landwirtschaft erhöhen

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftsbereich Kenias - mehr als 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) können ihr direkt zugeordnet werden. Da viele Kleinbäuerinnen und -bauern jedoch nur zur Eigenversorgung wirtschaften, dürfte die Agrarwirtschaft informell noch eine weit größere Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes spielen.

Für Jugendliche ist eine Arbeit in der Landwirtschaft auf den ersten Blick wenig attraktiv, sie ziehen lieber in die großen Städte. Doch die hohe Jugendarbeitslosigkeit kann nur gesenkt werden, wenn der Landwirtschaftssektor innovativer wird und Jugendliche dort Arbeit finden.

Deutsches Engagement

Im Fokus der deutsch-kenianischen Entwicklungszusammenarbeit steht, entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette mehr menschenwürdige Beschäftigung zu schaffen und somit insbesondere berufliche Perspektiven für die Jugend zu schaffen.

Im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" ist in Westkenia ein Grünes Innovationszentrum entstanden. Es unterstützt kleinbäuerliche Betriebe dabei, ihre Produktion und ihr Einkommen nachhaltig zu steigern. Schwerpunkte sind dabei die Milchwirtschaft und der Anbau von dürreresistenten Süßkartoffeln.

Im Norden des Landes unterstützt Deutschland ausgewählte Bezirksregierungen dabei, Strategien zur Stärkung der Dürreresilienz und zur Anpassung an den Klimawandel auszuarbeiten und vorbeugende Maßnahmen zu planen und zu steuern.

Wirkungen

In den letzten Jahren konnten rund 1,3 Millionen Bäuerinnen und Bauern von den Programmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit profitieren. Sie wurden beispielsweise dabei unterstützt, ihre Erträge zu steigern, die Bewässerung zu verbessern, degradierte Böden wieder nutzbar zu machen oder Business-Modelle für landwirtschaftliche Kleinunternehmen zu erstellen.

Eine Studentin prüft Solarpanels auf dem Dach einer Ausbildungseinrichtung für Solartechniker und Energieauditoren an der Strathmore University, Nairobi
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Perspektiven für junge Menschen schaffen

Um die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Kenia zu verringern und zugleich dem Fachkräftemangel zu begegnen, braucht es praxisnahe berufliche Ausbildungswege. Jungen Menschen müssen die Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln werden, die auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt sind. 

In diesem Arbeitsschwerpunkt kooperiert die Entwicklungszusammenarbeit daher eng mit der privaten Wirtschaft und dem kenianischen Bildungsministerium.

Berufsbildungsinitiative

Im Mittelpunkt des deutschen Engagements steht die 2017 gestartete kenianisch-deutsche Berufsbildungsinitiative (Kenyan-German TVET Initiative, KGTI). Ihr haben sich 28 Unternehmen und Verbände angeschlossen. 

In Zusammenarbeit mit dem kenianischen Bildungsministerium werden Exzellenzzentren für berufliche Bildung aufgebaut.

Um Innovationen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu fördern, wird außerdem ein Gründerzentrum eingerichtet, das künftig noch durch ein Digitalzentrum erweitert werden soll.

Stipendienprogramm

Herausragende Studierende und Berufsschülerinnen und -schüler aus armen und benachteiligten Verhältnissen fördert Deutschland durch das Stipendienprogramm "Wings to Fly". Durch diese Unterstützung konnten bislang etwa 5.000 Jugendliche die Sekundarschule abschließen beziehungsweise die Berufsschule besuchen (Stand: Juli 2019).

Erdwärmekraftwerk Olkaria, Kenia.

Weitere Kooperationsbereiche

Neben der Zusammenarbeit in den vereinbarten Schwerpunkten arbeiten Deutschland und Kenia noch in weiteren Bereichen zusammen. Unter anderem unterstützt die Bundesregierung Kenia beim Ausbau der erneuerbaren Energiern, bei der Bekämpfung der Korruption und der Versorgung von Flüchtlingen.

Ausbau der Energieversorgung

Kenia gewinnt mehr als 70 Prozent seiner Energie mit Erdwärme und Wasserkraft. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien weiter zu steigern. Die Energieversorgung wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut, so dass nun 70 Prozent aller Haushalte angeschlossen sind - im afrikanischen Vergleich ein hoher Wert. Jedoch hat die Bevölkerung in ländlichen Gebieten häufig keinen Stromanschluss. Deutschland fördert die Nutzung von Erdwärme, Wind- und Solarenergie und unterstützt damit die kenianischen Bemühungen, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid zu verringern.

Bekämpfung von Korruption

Ein wesentliches Entwicklungshemmnis ist die weit verbreitete und oft ungeahndete Korruption in Politik, Polizei und öffentlichen Institutionen. Innerhalb der deutsch-kenianischen Entwicklungszusammenarbeit wird die Bekämpfung von Korruption in allen Schwerpunkten als Querschnittsthema berücksichtig. Deutschland fördert Transparenz und Rechenschaftspflicht und unterstützt Maßnahmen zur Vorbeugung, Aufdeckung und juristischen Verfolgung von Korruption sowie zur Rückführung von Vermögenswerten.

Ansicht von Nairobi, der Hauptstadt Kenias

Unterstützung bei der Versorgung von Flüchtlingen

Kenia ist ein Hauptaufnahmeland für Flüchtlinge in der Region. Mehr als 470.000 Flüchtlinge aus Somalia und dem Südsudan leben im Land, die meisten in den grenznahen Lagern Dadaab und Kakuma (Stand: Juni 2019). Mit Mitteln der Initiative "Fluchtursachen bekämpfen - Flüchtlinge reintegrieren" unterstützt Deutschland seine kenianischen Partner bei der Verbesserung der Lebensgrundlagen und der Zukunftschancen der geflüchteten Menschen und der aufnehmenden Gemeinden.

Flüchtlinge vor ihren Hütten im Flüchtlingslager Dadaab
Flucht

Zusammenarbeit konkret

Standbild aus dem BMZ-Video "Perspektiven für Flüchtlinge schaffen"
Video

Zukunfsperspektiven für Flüchtlinge schaffen

Fernsehjournalist Jenke von Wilmsdorff im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia

Standbild aus dem BMZ-Video über ein Ofen-Projekt für Flüchtlinge in Kenia
Video

Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge schaffen

Ein Ofen-Projekt in Kenia fördert den Dialog zwischen Flüchtlingen und Einheimischen.

Standbild aus dem BMZ-Video über eine Schule für Flüchtlinge in Kenia, die kostenlose Grundausbildungen im EDV-Bereich anbietet
Video

Ausbildungsangebote für Flüchtlinge schaffen

Eine Schule in Kenia bietet kostenlose Computerkurse für Flüchtlinge an

Männer befüllen eine Biogasanlage im Grünen Innovationszentrum am Bukura Agricultural College in Kenia.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Kenia Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Kenia Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Nairobi, rund 3,5 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 580.370 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 142 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Meldungen

SAP und BMZ gemeinsam für mehr Jobs im digitalen Afrika – Veranstaltung zur Vorstellung der Kooperation. Von links nach rechts: Michael Kleinemeier (Vorstand SAP), Ursula Owusu-Ekuful (Ministerin für Kommunikation, Ghana), Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), James Shikwati (Direktor des Inter Region Economic Network, IREN, Kenia) und Ina Schlie (Senior Vice President Digital Government, SAP)

Meldung 26.06.2019

SAP und BMZ gemeinsam für mehr Jobs im digitalen Afrika

Berlinale-Bär am Potsdamer Platz

Meldung 16.02.2018

Tom Tykwer präsentiert auf der Berlinale "Supa Modo"

Eine Mitarbeiterin des Instituts für angewandte Agrarforschung und Ausbildung in Katibougou in Mali seziert im Labor Kartoffelpflanzen.

Meldung 11.09.2017

Deutsches Know-how für afrikanische Landwirtschaft

Ausbildung zum Automechaniker in einer Berufsschule in Beira, Mosambik

Meldung 08.02.2017

Minister Müller stellt Marshallplan mit Afrika auf Wirtschaftsgipfel in Nairobi vor

Karte von Kenia

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus Kenia

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Linktipps

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