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Kamerun

Junge Männer in einem Straßenrestaurant in Mondoni, Kamerun

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Überblick

Partnerschaft in schwierigem Umfeld

Lange Zeit galt Kamerun als Stabilitätsanker in einer instabilen Region. Doch seit 2016 ist das zentralafrikanische Land, das sich vom Atlantischen Ozean bis zum Tschadsee erstreckt, mit wachsenden Konflikten und zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Spannungen konfrontiert.

In den englischsprachigen Provinzen North-West und South-West kämpfen separatistische Gruppen für eine Loslösung von Kamerun und die Gründung der "Republik Ambazonia". Im Norden des Landes verübt die islamistische Terrororganisation Boko Haram immer wieder Selbstmordanschläge, die zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern. Angespannt ist die Sicherheitslage auch an der Grenze zur krisengeschüttelten Zentralafrikanischen Republik.

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise und Informationen über die politische Situation in Kamerun finden Sie auf der Website des ​Auswärtigen Amtes.

Reformen dringend erforderlich

Ein erheblicher Reform- und Investitionsstau hemmt die Entwicklung Kameruns. Das Wirtschaftswachstum reicht nicht aus, um die Armut im Land dauerhaft zu verringern. Seit 1961 wird Kamerun von derselben Partei regiert. Präsident Paul Biya ist bereits seit 1982 Staatsoberhaupt, im Oktober 2018 wurde der 85-Jährige für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt. Die Parlaments- und Kommunalwahlen, die ebenfalls im Herbst 2018 hätten stattfinden sollen, wurden von der Regierung ins Jahr 2019 verschoben.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist seit mehr als 50 Jahren in Kamerun entwicklungspolitisch aktiv. Aktuell liegen die Schwerpunkte der Zusammenarbeit in den Bereichen Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, gute Regierungsführung sowie ländliche Entwicklung. Außerdem wird das Land im Bereich Gesundheit und bei der Versorgung von Flüchtlingen unterstützt.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Kamerun

  • Stadtansicht von Jaunde, Hauptstadt von Kamerun
    Politische Situation

    Regierung wenig entwicklungsorientiert

    Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich Kamerun in Richtung Demokratie geöffnet. Insgesamt zeigt sich die Regierung jedoch wenig entwicklungsorientiert. Ein ganzheitlicher Politikansatz, der globale Entwicklungsziele wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Sicherheit aufgreift, ist nicht erkennbar.

  • Blick auf Jaounde, die Hauptstadt von Kamerun
    Land in der Krise

    Konflikte verschärfen sich

    Kamerun befindet sich aktuell in einer tiefen innenpolitischen Krise. Konflikte in den englischsprachigen Regionen North-West und South-West sowie in der Region Extrême-Nord gefährden die Stabilität des Landes – und auch Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit.

  • Furnierproduktion in einem Betrieb in Douala, Kamerun
    Wirtschaftliche und soziale Situation

    Arbeitsplätze dringend benötigt

    Um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, will sich die kamerunische Regierung vor allem auf eine Steigerung des Wirtschaftswachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren. Noch lebt mehr als ein Drittel der Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

Stadtansicht von Jaunde, Hauptstadt von Kamerun
Politische Situation

Wenig Bemühen um nachhaltige Entwicklung

Von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg war Kamerun eine deutsche Kolonie. Danach wurde das Land in zwei Mandatsgebiete aufgeteilt und fiel an Frankreich und Großbritannien. Die Wiedervereinigung fand erst 1961 statt, nachdem der französische Teil des Landes seine Unabhängigkeit erlangt hatte.

Heute gehört Kamerun sowohl der Internationalen Organisation der Frankophonie als auch dem Commonwealth an; Französisch und Englisch sind die offiziellen Amtssprachen des Landes. Die Bevölkerung der beiden anglophonen Regionen North-West und South-West beklagt jedoch eine jahrzehntelange Benachteiligung durch die Zentralregierung (siehe auch Kapitel "Land in der Krise").

Seit der Unabhängigkeit wird Kamerun von der "Demokratischen Sammlungsbewegung des kamerunischen Volkes" (Rassemblement Démocratique du Peuple Camerounais, RDPC) regiert, Präsident Paul Biya ist seit 1982 im Amt.

Ehrgeiziges Ziel, schwache Umsetzung

Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich das Land in Richtung Demokratie geöffnet, unter anderem wurden weitere politische Parteien zugelassen. Insgesamt zeigt sich die Regierung jedoch wenig entwicklungsorientiert. Ihre Strategie "Vision 2035" formuliert zwar das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2035 den Status eines Schwellenlandes zu erreichen. Und formal bekennt sich die Regierung auch zur Agenda 2030. Doch ein ganzheitlicher Politikansatz, der globale Entwicklungsziele wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Sicherheit aufgreift, ist nicht erkennbar.

Zivilgesellschaftliches Engagement wird durch staatliche Repressionen, etwa Demonstrationsverbote, Internetsperren und Medienzensur, erschwert. Im Korruptionswahrnehmungsindex 2017 der Nichtregierungsorganisation Transparency International liegt Kamerun auf Rang 153 von 180 ausgewerteten Ländern.

Blick auf Jaounde, die Hauptstadt von Kamerun
Land in der Krise

Konflikte verschärfen sich

Kamerun befindet sich aktuell in einer tiefen innenpolitischen Krise. Konflikte in den englischsprachigen Regionen North-West und South-West sowie in der Region Extrême-Nord gefährden die Stabilität des Landes – und auch Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit.

Konflikt in den anglophonen Landesteilen

Etwa 20 Prozent der Kameruner leben in den beiden englischsprachigen Regionen im Westen des Landes. Viele von ihnen empfinden sich in Politik, Verwaltung, Justiz und Bildung durch die Zentralregierung diskriminiert. Ende 2016 mündeten zunächst friedlich verlaufene Demonstrationen in gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen separatistischen Gruppierungen und staatlichen Sicherheitskräften. Seitdem hat sich der Konflikt weiter verschärft. Es kommt zu massiven Menschenrechtsverletzungen und zahlreichen Todesopfern.

Die Regierung unter Präsident Biya lehnt Verhandlungen über den verfassungsrechtlichen Status der Regionen und die Einführung eines föderalen Systems ab. Die humanitäre Lage in den Landesteilen hat sich deutlich verschlechtert. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bislang etwa 246.000 Menschen aus der Region South-West in andere Landesteile geflohen (Stand: November 2018). Etwa 32.000 Menschen wurden als Flüchtlinge im Nachbarland Nigeria registriert (Stand: Februar 2019).

Terror im Norden

Auch in der Region Extrême-Nord hat sich die Sicherheitslage verschlechtert. Zwar hat Kamerun gemeinsam mit Nigeria, Niger, Tschad und Benin eine multinationale Eingreiftruppe (Multinational Joint Task Force, MNJTF) gegründet und die militärischen Aktionen der Terrororganisation Boko Haram erfolgreich eingedämmt. Die Zahl der Selbstmordanschläge auf kamerunischem Staatsgebiet hat seit Frühjahr 2017 jedoch stark zugenommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in der Region 1,9 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen (Stand: Februar 2019).

Furnierproduktion in einem Betrieb in Douala, Kamerun
Wirtschaftliche und soziale Situation

Arbeitsplätze dringend benötigt

Um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, will sich die kamerunische Regierung vor allem auf eine Steigerung des Wirtschaftswachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren. Noch lebt mehr als ein Drittel der Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

Die offizielle Arbeitslosenquote ist mit 4,3 Prozent recht niedrig, allerdings gelten etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen als unterbeschäftigt. Sie arbeiten vor allem als Selbstversorgerinnen und Selbstversorger in der Landwirtschaft oder als Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer im informellen Sektor.

Entwicklungsfortschritte sind bei der Einschulungsrate und der Trinkwasserversorgung zu verzeichnen. Die Säuglings- und Kindersterblichkeit sinkt; die Müttersterblichkeit ist allerdings immer noch sehr hoch. Auch bei der Sanitärversorgung waren in den vergangenen Jahren kaum Verbesserungen zu verzeichnen. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) der Vereinten Nationen belegt Kamerun Rang 151 von 189 Staaten.

Wirtschaftswachstum reicht nicht aus

2017 verzeichnete Kamerun ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent. Für die Jahre 2018 und 2019 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von Steigerungsraten um die vier Prozent aus. Das reicht angesichts des sehr hohen Bevölkerungswachstums nicht aus, um die Armut nachhaltig zu verringern, den jungen Menschen Perspektiven zu bieten und die Entwicklungsunterschiede in den verschiedenen Landesteilen auszugleichen.

Kamerun ist bisher nur wenig industrialisiert. Eine schwerfällige Verwaltung, die unzureichende Rechtssicherheit, die allgegenwärtige Korruption, fehlende Infrastruktur und der Fachkräftemangel halten potenzielle Investoren fern.

Kamerun ist Mitglied in der Zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (CEEAC) und der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC).

Partnerschaftsabkommen mit der EU

2014 trat ein Interims-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreement, EPA) zwischen der Europäischen Union und Kamerun in Kraft. Auf Grundlage dieses Abkommens gewährt die EU Kamerun freien Marktzugang. Kamerun soll bis 2023 seinen Markt für europäische Exporte öffnen. Ein wichtiger Bestandteil des EPA-Prozesses ist die begleitende handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit (Aid by Trade). Das bilaterale Abkommen wird als Zwischenschritt hin zu einem regionalen EPA zwischen Zentralafrika und der EU angesehen.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kamerun

Deutschland gehört zu den wichtigsten entwicklungspolitischen Förderern Kameruns. Bei Regierungsverhandlungen im Juni 2016 und durch spätere Zusagen wurden Mittel in Höhe von 125,5 Millionen Euro neu zur Verfügung gestellt. Davon entfallen 64,5 Millionen Euro auf die finanzielle Zusammenarbeit (FZ) und 61 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit (TZ).

Im Jahr 2017 erfolgte eine Zwischenzusage über 13,6 Millionen Euro (FZ 8,6 und TZ 5,0), im Jahr 2018 wurden 10,04 Millionen Euro (TZ) zugesagt.

Die nächsten Regierungsverhandlungen sollen 2019 stattfinden.

Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Gute Regierungsführung
  • Ländliche Entwicklung

Kamerun profitiert außerdem von verschiedenen regionalen Programmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. So unterstützt Deutschland die zentralafrikanische Waldkommission (COMIFAC) und fördert gemeinsame Vorhaben mit der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC).

Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Bedrohte Tropenwälder schützen

Die ausgedehnten und artenreichen Regenwälder Kameruns sind von weltweiter Bedeutung für Biodiversität und Klima.

Sie spielen außerdem eine wichtige Rolle als Nahrungs- und Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung. Holz ist neben Mineralöl und landwirtschaftlichen Primärprodukten das bedeutendste Exportprodukt des Landes.

Die Wälder sind jedoch durch zu intensive Nutzung zunehmend bedroht. Bergbau und Landwirtschaft dringen immer weiter in die Waldgebiete ein, große Waldflächen gehen durch illegalen Holzeinschlag verloren. Nicht nachhaltige Waldbewirtschaftung und Wilderei gefährden die Artenvielfalt.

Ein Arbeitsschwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Kamerun ist deshalb der Schutz des Tropenwaldes. Hierzu unterstützt Deutschland die kamerunische Regierung bei der Umsetzung ihres Wald- und Umweltprogramms.

Dazu gehören die Beratung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Forstpolitik, die nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie das Schutzgebietsmanagement.

Konflikt zwingt zur Projektanpassung

Der sich verschärfende Konflikt in den englischsprachigen Regionen hat jedoch dazu geführt, dass dortige Projekte zum Teil nur noch eingeschränkt umgesetzt werden können und auch Personal abgezogen werden musste. So kann ein Vorhaben zum Ressourcenmanagement in der Region South-West zurzeit nicht wie geplant weitergeführt werden.

Marktfrau in Kamerun
Gute Regierungsführung

Nationale und kommunale Verwaltung verbessern

Auf nationaler Ebene unterstützt Deutschland die kamerunische Regierung bei der Verwaltung der öffentlichen Finanzen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema Steuereinnahmen und Steuerverwaltung. Um die Steuereinnahmen zu steigern, werden mögliche Einnahmequellen ermittelt. So können inzwischen zum Beispiel über eine IT-Plattform die Daten von Steuer- und Zollbehörde abgeglichen werden. Dadurch wurden bereits Tausende Importeure entdeckt, die dem Zoll bekannt sind, jedoch keine Steuern abgeführt haben.

Auf kommunaler Ebene werden ausgewählte mittelgroße Städte dabei unterstützt, ihre wichtige Funktion als regionale Wirtschafts- und Dienstleistungszentren zu erfüllen. Über den kamerunischen Investitionsfonds FEICOM (Fonds Spécial d´Equipement et d´Intervention Intercommunale) unterstützt die KfW Entwicklungsbank diese Städte beim Aufbau und bei der Instandhaltung sozialer oder wirtschaftlicher Infrastrukturprojekte. Dazu zählen zum Beispiel Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Märkte.

Ein 2017 gestartetes Vorhaben zur Kommunalentwicklung richtet sich vor allem an die Gemeinden, die am Programm zur ländlichen Entwicklung oder am Wald- und Umweltprogamm teilnehmen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Verwaltungsaufgaben besser wahrzunehmen, um die angestoßenen Entwicklungen selbst vorantreiben zu können.

Yams-Ernte auf einer kleinen Farm in Bafia, Kamerun
Ländliche Entwicklung

Modernisierung der Landwirtschaft

Auf Wunsch der kamerunischen Regierung engagiert sich Deutschland seit 2015 für die ländliche Entwicklung im Land. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die drei weniger entwickelten Regionen im Norden. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung, der Verbesserung von Anbau- und Produktionsmethoden (zum Beispiel durch besseres Saatgut), der Verringerung von Nachernteverlusten und dem Wassermanagement.

Im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wird ein sogenanntes Grünes Innovationszentrum aufgebaut. Es fördert die Wertschöpfungsketten Kakao, Kartoffeln und Geflügel, indem es technische Neuerungen verbreitet und Schulungen für Kleinbauern und landwirtschaftliche Berater anbietet. Eine Dreieckskooperation zwischen Deutschland, Kamerun und Israel ermöglicht eine Ausweitung auf die Wertschöpfungskette Mango/Obstbäume.

Weitere Bereiche der Zusammenarbeit

Zusätzlich zu den vereinbarten Schwerpunkten unterstützt Deutschland Kamerun bei der Versorgung von Flüchtlingen sowie im Bereich Gesundheit.

Flüchtlinge versorgen, Fluchtursachen vorbeugen

Die politischen Krisen rund um den Tschadsee und in der Zentralafrikanischen Republik stellen Kamerun vor große Herausforderungen: Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) hat das Land mehr als 270.000 zentralafrikanische und mehr als 100.000 nigerianische Flüchtlinge aufgenommen (Stand: Februar 2019). Das BMZ fördert ein Vorhaben, das darauf abzielt, die Situation der Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik zu verbessern.

Im armen Norden Kameruns fehlt es vielen Jugendlichen an beruflichen und sozialen Perspektiven. Das treibt sie in die Arme extremistischer Gruppen. Um neuer Gewalt und damit auch neuen Fluchtbewegungen vorzubeugen, trägt das BMZ dazu bei, die Lebensbedingungen der jungen Menschen zu verbessern. Gemeinsam mit internationalen und lokalen Organisationen vermittelt es ihnen Jobs und Ausbildungsangebote und unterstützt sie bei der Unternehmensgründung. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union mitfinanziert.

​Engagement für Müttergesundheit

Viele Frauen in Kamerun haben keine Möglichkeit, sich vor, während und nach der Geburt medizinisch betreuen zu lassen. Die Müttersterblichkeit ist entsprechend hoch. Deutschland unterstützt Kamerun daher bei der Hebammenausbildung und weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Müttergesundheit. Unter anderem werden im ganzen Land Gesundheitsstationen erneuert und mit medizinischen Geräten ausgestattet. Schwangere Frauen erhalten Gutscheine, die es ihnen ermöglichen, sich in einer Klinik fachmännisch betreuen zu lassen.

Karte von Kamerun

Ein Korbmacher in Douala, Kamerun

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Kamerun Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Kamerun Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Jaunde, etwa 2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 475.440 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 151 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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