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Afrika südlich der Sahara

Regionale Zusammenarbeit fördern

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.


Frauen laufen mit erhobenen Armen auf einem Weg in Tansania. Urheberrecht: phalanxZur Region Afrika südlich der Sahara (auch: Subsahara-Afrika) werden 49 der 54 afrikanischen Staaten ge­zählt, also alle außer den fünf arabisch geprägten Ländern am Mittel­meer. 2010 lebten in Afrika südlich der Sahara mehr als 853 Millionen Menschen. Im welt­weiten Ver­gleich ist das Bevölkerungs­wachstum in dieser Region am höchsten: Bis zum Ende des 21. Jahr­hunderts wird sich die Ein­wohner­zahl nach Schätzun­gen der Deut­schen Stiftung Welt­bevölkerung ver­mut­lich ver­drei­fachen; jeder dritte Mensch würde dann in Afrika leben.

Das Ende der Ost-West-Konfrontation und der weltweite politische und gesell­schaft­liche Struktur­wandel seit Beginn der 1990er Jahre haben auch in diesem Teil des afrikanischen Kontinents tief greifende Ver­änderungen ausgelöst. In fast allen Staaten Subsahara-Afrikas wurden seitdem demo­kratische Reformen eingeleitet und Präsidentschafts- oder Parlaments­wahlen unter Beteiligung mehrerer Parteien abgehalten. Die fort­schreitende regionale und panafrikanische Zu­sam­men­ar­beit unterstützt diesen positiven Wandel. Gemeinsame afrikanische Gremien und In­sti­tu­tionen – allen voran die 2002 gegründete Afrikanische Union und verschiedene regionale Gemeinschaften – fördern die grenz­überschreitende Kooperation, die Heraus­bildung geteilter Werte und die Entstehung von Konflikt­lösungs­mechanismen.

Ein dauerhafter Wandel hin zu demokratischer Stabilität wird jedoch in einigen Ländern durch be­waff­ne­te Konflikte, politische und ethnische Spannungen, Grenz­streitig­keiten und instabile staatliche Strukturen gefährdet. Auch Kor­rup­tion, Kapital­flucht, Staats­verschuldung, Abhängigkeit von globalen Roh­stoff­märkten, Abwanderung qualifizierter Fach­kräfte und ungerechte Regelungen des Welt­handels hemmen Fort­schritte in Staat, Ge­sell­schaft und Wirtschaft.

Afrika südlich der Sahara ist weiterhin die ärmste Region der Welt. Der aktuelle Index der mensch­lichen Ent­wick­lung (HDI) des Entwicklungs­programms der Vereinten Nationen listet unter den 30 am wenig­sten entwickelten Ländern 28 aus diesem Teil der Erde auf. Subsahara-Afrika ist die einzige Welt­region, in der die Armut seit 1990 zugenommen hat. Zwar ist das reale Pro-Kopf-Einkommen gestiegen, aber auch die absolute Zahl der Armen wuchs um rund 100 Millionen Menschen an. Mehr als zwei Drittel der Menschen in Subsahara-Afrika leben von weniger als zwei US-Dollar pro Tag.

Die weit verbreitete Armut wirkt sich vor allem auf die Ernährungs- und Gesundheits­lage negativ aus. Mehr als ein Fünftel der Menschen in der Region gelten als unter­ernährt. Die durch­schnitt­liche Le­bens­er­war­tung beträgt lediglich 54 Jahre; in Industrie­ländern liegt sie bei 78 Jahren. Fast 40 Prozent der Bevölkerung leben noch immer ohne ausreichende Wasser­ver­sorgung, fast 70 Prozent ohne an­ge­mes­se­ne Sanitär­versorgung. Hinzu kommen die gravierenden Auswirkungen der Immun­schwäche­krankheit AIDS und anderer Infektions­krankheiten wie Malaria und Tuberkulose.

Dennoch hat die Region im ersten Jahr­zehnt des 21. Jahr­hunderts die längste Wachstums­periode seit den 1960er Jahren erlebt. Die durch­schnitt­liche Wachstums­rate lag bei fast sechs Prozent, mehrere afrikanische Länder gehörten zu den welt­weit am schnellsten wachsenden Volks­wirt­schaften. Auch die globale Finanz- und Wirtschafts­krise sorgte nur für eine kurz­fristige Abschwächung des Wachstums in Subsahara-Afrika. Nach Angaben der Weltbank lag es im Jahr 2010 bei 5,1 Prozent.

Chancen für Afrika durch in­ter­na­ti­o­nale Zu­sam­men­ar­beit

Schulkinder in Afrika. Urheberrecht: Laudes Martial Mbon/IRINAfrika wandelt sich rasant und ist heute nicht mehr der Krisen­kontinent, für den es lange gehalten wurde. Positive Ent­wick­lungen und Chancen bestimmen mehr und mehr das Bild dieser Welt­region. Die neue poli­ti­sche Dynamik, die viele Staaten Afrikas heute prägt, ist eine gute Grund­lage für eine positive soziale, wirt­schaft­liche und ökologische Ent­wick­lung südlich der Sahara. In immer mehr Staaten über­nehmen ver­ant­wor­tungs­bewusste Regierungen die Führung und werden von einer aktiven Zivil­gesellschaft kontrol­liert. Die inten­si­vere regionale Zu­sam­men­ar­beit hat auch dazu bei­ge­tragen, dass Afrika zunehmend mit einer Stimme spricht und selbst zum Akteur der globalen Politik wird. In­ter­na­ti­o­nale He­raus­for­de­run­gen wie Friedens­sicherung, Konflikt­prävention, Klima­wandel und Migration sind nur mit Hilfe der Staaten Subsahara-Afrika zu bewältigen.

Die in­ter­na­ti­o­nale Gemein­schaft will bis zum Jahr 2015 die Millenniums­entwicklungs­ziele erreichen. Ob das gelingt, wird entscheidend von Entwicklungs­erfolgen in Afrika abhängen. In der Erklärung von Paris (2005) und der Accra-Agenda (2008) zur Steigerung der Wirk­sam­keit von Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit haben die afrikanischen Staaten und ihre in­ter­na­ti­o­nalen Partner vereinbart, die gemein­schaft­lichen Anstrengungen in den kommenden Jahren besser zu harmonisieren und aufeinander abzustimmen.

Die Industrie- und Schwellen­länder haben im Rahmen der Vereinten Nationen, der G7/G8 und G20 sowie weiterer inter­nationaler Initiativen ihr En­gage­ment für Afrika südlich der Sahara in den ver­gangenen Jahren deutlich verstärkt. Afrika ist der einzige Kontinent, dessen Ent­wick­lung auf den G8-Gipfel­treffen seit 2000 durch­gehend als eigener Themen­bereich behandelt wurde. Um die Belange des Kontinents weiter voran­zutreiben, ernannten die Staats- und Regierungs­chefs Persönliche Afrika­beauftragte. Der G8-Afrika-Aktionsplan von 2002 sowie verschiedene thematische Initiativen – etwa zur Förderung guter Regie­rungs­führung, zur Stärkung der Gesund­heits­systeme und zur Ver­bes­se­rung der Er­näh­rungs­siche­rung – betonen nicht nur die Not­wendig­keit einer engeren politischen Ko­ope­ra­tion, sondern beinhalten auch umfassende Ver­pflichtungen zur Steigerung der Mittel der öffent­lichen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit.

Afrika südlich der Sahara profitiert wie keine andere Region der Welt von den Entschuldungs­initiativen HIPC und MDRI: Insgesamt wurden den Staaten der Region Schulden­erlasse von knapp 90 Mil­liar­den US-Dollar zugesagt. Auch der Globale Fonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und Tuber­ku­lose kommt in hohem Maße Afrika zugute.

Der wachsende in­ter­na­ti­o­nale Konsens über Entwicklungs­ziele und nationale Armuts­bekämpfungs­strategien ist ermutigend. Auf einzelnen Gebieten werden in Afrika südlich der Sahara große Fort­schritte gemacht. Drei von vier Kindern werden inzwischen eingeschult, 15 Prozent mehr als noch zur Jahr­tausend­wende. Die staat­lichen Ausgaben für Bildung sind in diesem Zeit­raum von 3,5 auf 5 Pro­zent des Brutto­inlands­produkts angestiegen. Die Kinder­sterb­lich­keits­rate ist um 30 Prozent gesunken, die öffentlichen Gesund­heits­ausgaben um ein Viertel gestiegen.

Afrika und Europa: Gleichberechtigte Nachbarn

Auf dem zweiten EU-Afrika Gipfel in Lissabon am 13. Dezember 2007 verabschiedeten die Staats- und Regierungs­chefs der Afrikanischen Union (AU) und der Euro­päischen Union (EU) die gemeinsame Afrika-EU-Strategie (Joint Africa-EU Strategy, JAES). Dadurch wurde ein neuer, lang­fristig angelegter poli­ti­scher Handlungs­rahmen für die gleich­berechtigte Zu­sam­men­ar­beit der beiden Nachbar­kontinente geschaffen.

Für den Zeitraum 2011 bis 2013 gilt der zweite Aktions­plan zur Umsetzung der gemein­samen Afrika-EU-Strategie. Gemeinsam mit vielen Beteiligten – etwa der Privat­wirt­schaft, der Zivil­ge­sell­schaft, der Parlamente – konzentrieren sich AU und EU auf acht thema­tische Partnerschaften:

  1. Frieden und Sicherheit

  2. Demokratische Regie­rungs­führung und Men­schen­rech­te

  3. Regionale Integration, Handel und Infra­struk­tur

  4. Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele

  5. Klimawandel

  6. Energie

  7. Migration, Mobilität und Beschäftigung

  8. Wissenschaft, Informationsgesellschaft und Raumfahrt

Die Kooperation reicht über die Ent­wick­lungs­po­li­tik hinaus. Deutsch­land hat bei der Energie­part­ner­schaft sowie bei der Partner­schaft "Demokratische Regie­rungs­führung und Men­schen­rech­te" den Kovorsitz übernommen.

Das Afrikakonzept der Bun­des­re­gie­rung und die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit in Afrika südlich der Sahara

Deutsch­land hat ein großes Interesse daran, dass Afrika seine Probleme aus eigener Kraft und mit eigenen Kapazitäten löst. Der Kontinent ist überdies ein wichtiger Partner bei der Bewältigung globaler Heraus­forderungen. Die Sicherung des Friedens und die welt­weite Bekämpfung der Armut, die Bewältigung des Anforderungen, die durch den Klima­wandel entstehen und die Lösung von Energie- und Rohstoff­problemen können ohne die Mithilfe starker afrikanischer Länder nicht gelingen.

Vor diesem Hin­ter­grund hat die deutsche Bun­des­re­gie­rung im Juni 2011 ein Afrika­konzept ver­ab­schie­det, um die Beziehungen zum afrikanischen Kontinent einheitlicher, wirksamer und effizienter zu ge­stalten. Es orientiert sich an der gemeinsamen Afrika-EU-Strategie und weiteren in­ter­na­ti­o­nalen Vereinbarungen. Im Geiste einer "Partner­schaft auf Augenhöhe" werden die wachsende Bedeutung und die zunehmende Eigen­verantwortung Afrikas hervor­gehoben und partner­schaftliche Lösungen für globale, regionale und nationale He­raus­for­de­run­gen angestrebt.

Das Afrikakonzept benennt dazu sechs Kern­bereiche gemeinsamer Werte und Interessen:

  • Frieden und Sicherheit

  • Gute Regie­rungs­führung, Rechts­staat­lich­keit, Demokratie und Men­schen­rech­te

  • Wirtschaft

  • Klima und Umwelt

  • Energie und Rohstoffe

  • Nachhaltige Ent­wick­lung, Bildung und Forschung

Die sechs Kernbereiche bilden den Rahmen, in dem sich Länder­strategien und thematische Initiativen bewegen. Übergreifendes Ziel des Afrika­konzepts ist ein abgestimmtes und koordiniertes Handeln der Bun­des­re­gie­rung. Die Bereiche Außen- und Sicherheits-, Agrar-, Handels-, Umwelt-, Bildungs- und Forschungs- sowie Ent­wick­lungs­po­li­tik sollen enger verzahnt werden. An der Aus­arbeitung des Kon­zepts waren daher erstmals alle Bundes­ministerien sowie weitere gesell­schaft­liche Akteure beteiligt, unter anderem Bundestags­fraktionen, Wirtschafts­verbände, politische Stiftungen, Nicht­regierungs­organisationen (NROs), Kirchen und Gewerkschaften.

Das BMZ hat bereits im Jahr 2004 begonnen, seine ent­wick­lungs­po­litischen Programme auf thema­tische Arbeits­felder zu konzentrieren. Diese sogenannte Profilierung hat zu einer stärkeren inhaltl­ichen Spezialisierung und einer besseren in­ter­na­ti­o­nalen Arbeits­teilung beigetragen. Fünf Profil­bereiche bestimmen die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit mit den Staaten südlich der Sahara:

Die fünf Bereiche sind nicht nur Grundlage für die Zu­sam­men­ar­beit mit den einzelnen Ko­ope­ra­tions­ländern, sondern zunehmend auch beim deutschen En­gage­ment für die grenz­über­schreitende regionale Zu­sam­men­ar­beit. Hier gewinnt die Förderung von regionalen und pan­afrikanischen Or­ga­ni­sa­ti­on­en immer stärker an Bedeutung; sie beinhaltet als über­greifende Komponente auch das wichtige Thema Frieden und Sicherheit.

Die Schwerpunktsetzung wird ergänzt durch Kooperationen in weiteren wichtigen Politik­feldern wie Gesundheit und HIV/Aids-Bekämpfung. Bildung, Klima­schutz und Anpassung an den Klima­wandel werden in all diesen Profil­bereichen als zentrale Querschnitts­themen berücksichtigt.

Zwischen 2004 und 2007 wurden die Mittel für Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit in Afrika um 34 Prozent erhöht. Schulden­erlasse mit eingerechnet, erhöhten sich die Mittel sogar um 56 Prozent. Für 2012 sind Zusagen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für Afrika südlich der Sahara eingeplant.

Zu­sam­men­ar­beit Deutsch­lands mit den Regionalorganisationen in Afrika

NEPAD-Konferenz, Algerien. Urheberrecht: phalanxDie afrika­ni­schen Staaten haben sich zu einer Viel­zahl von Regional­orga­ni­sa­tio­nen zu­sam­men­ge­schlos­sen. Schon 1963, als noch nicht alle Staaten die Un­ab­hän­gig­keit er­langt hatten, wurde die Orga­ni­sa­tion für Afri­ka­ni­sche Ein­heit (Orga­ni­sa­tion for African Unity, OAU) ge­grün­det. In den fol­gen­den Jahr­zehnten entstanden in West­afrika, Ost­afrika, Zentral­afrika und im südlichen Afrika regionale Zusammen­schlüsse. Diese Or­ga­ni­sa­ti­on­en hatten vorrangig wirt­schaft­liche Ziel­setzungen, strebten zum Teil aber auch eine stärkere Zu­sam­men­ar­beit in politischen Fragen an.

Die Afrikanische Union

Eine neue Dynamik erfuhr die regionale Integration durch die Auflösung der OAU und die Gründung der Afrikanischen Union (AU) im Jahr 2002.

Hauptziel der AU ist die solida­rische Zu­sam­men­arbeit der Mitglieds­staaten, um Frieden und Wohlstand für alle Be­wohne­rinnen und Be­wohner des Konti­nents zu errei­chen. Die Afrika­nische Union enga­giert sich beson­ders in regio­nalen Kon­flik­ten und führt eigene diplo­matische und friedens­unter­stützende Missio­nen durch. Weitere Handlungs­felder sind die Ver­besserung von Regie­rungs­führung und Insti­tu­tionen, die Ver­tretung afrika­nischer In­teres­sen auf glo­baler Ebene, die Stär­kung der Men­schen­rechte, die För­derung eines nach­hal­tigen wirt­schaft­lichen Wachs­tums und der Aus­bau der regio­nalen Infra­struk­tur.

Deutsch­land hat die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit mit der Afrika­nischen Union in den letz­ten Jahren in­ten­si­viert. Seit 2000 hat die Bun­des­repu­blik der AU 128 Millionen Euro zu­gesagt. Sie ist Deutsch­lands wich­tigster pan-afri­kani­scher Partner. Schwer­punkte der Zu­sam­men­arbeit sind Frieden und Sicher­heit, gute Regierungs­füh­rung und regio­nale wirt­schaft­liche Inte­gration.

An die AU und an ihr Entwicklungs­programm "Neue Partner­schaft für Afrikas Ent­wick­lung (New Partnership for Africa's De­vel­op­ment, NEPAD) werden innerhalb und außerhalb Afrikas große Hoffnungen geknüpft. Die afrikanischen Staaten erkennen ihre Eigen­ver­ant­wor­tung für Frieden und Sicherheit, Demokratie, die Anerkennung der Men­schen­rech­te, Rechts­staat­lich­keit und umfassende gute Regie­rungs­führung an. Diese Prinzipien werden als Eck­pfeiler für wirt­schaft­liches Wachstum, nach­hal­tige Ent­wick­lung und den wirksamen Kampf gegen Armut angesehen. Im Rahmen von NEPAD unter­stützen sich die Länder unter­einander in einem freiwilligen, strukturierten Prozess der gegen­seitigen Überprüfung und des kritischen Dialogs (African Peer Review Mechanism, APRM).

Weitere Regionalorganisationen

Die Regionalorganisationen, die die politische und wirt­schaft­liche Integration vorantreiben sollen, stehen heute als Binde­glied zwischen den pan­afrikanischen Prozessen (NEPAD, AU) und der nationalen Ebene. Sie nehmen dadurch eine zunehmend wichtige Rolle bei der Umsetzung der neuen afri­ka­ni­schen politischen Agenda wahr. Folgende Regional­organisationen in Subsahara-Afrika stehen dabei im Vordergrund:

  • Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community, EAC)

  • Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft
    (Economic Community of West African States, ECOWAS)

  • Zwischenstaatliche Behörde für Ent­wick­lung
    (Intergovernmental Authority on De­vel­op­ment, IGAD)

  • Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas
    (Southern African De­vel­op­ment Community, SADC)

  • Zentralafrikanische Waldkommission (Commission des Forêts d’Afrique Centrale, COMIFAC)

  • Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft
    (Communauté Economique et Monétaire de l’Afrique Centrale, CEMAC)

Die wachsende Kooperation unter den afrikanischen Staaten bietet große Chancen, regionale Konflikte in Zukunft besser vermeiden und bewältigen zu können. Sie trägt damit wesentlich zu Frieden und Sicherheit bei. Gleich­zeitig entsteht eine Basis für die wirt­schaft­liche Ent­wick­lung der Region: Die ökonomischen und politischen Möglich­keiten der Einzel­staaten sind begrenzt – durch regionale wirt­schaft­liche und politische Zu­sam­men­ar­beit werden sie deutlich vergrößert.

Die Bun­des­re­gie­rung hat die wichtigen afrikanischen Reform­initiativen von Beginn an unter­stützt. Die Zu­sam­men­ar­beit mit den regionalen Or­ga­ni­sa­ti­on­en in Afrika wird immer wichtiger. Viele Entwicklungs­potenziale können nur mobilisiert werden, wenn über Länder­grenzen hinaus­gegangen wird. Aus diesem Grund ergänzt die Bun­des­re­pu­blik ihre bilaterale Zu­sam­men­ar­beit mit den Staaten Afrikas kontinuierlich um Elemente einer grenz­über­schreitenden regionalen Zu­sam­men­ar­beit. Das gilt be­son­ders für die politische Integration und regionale Governance-Prozesse, die Förderung von Frieden und Sicherheit, das Management natürlicher Ressourcen mit dem Schwer­punkt Wasser sowie die regionale wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und nach­hal­tige Wirt­schafts­ent­wick­lung.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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