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Ghana

Schüler in der Metallwerkstatt einer Berufsbildungseinrichtung in Accra, Ghana

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Überblick

Stabilitätsanker in Westafrika

Ghana ist demokratisch weitgehend gefestigt und wirkt als wichtiger Stabilitätsanker in Westafrika. Das Land betreibt seit Jahrzehnten erfolgreich eine Politik guter Nachbarschaft und regionaler Integration.

Die Wirtschaft in Ghana hängt stark vom Export einiger weniger Produkte wie Gold, Erdöl und Kakao ab. Die schwankenden Weltmarktpreise für diese Güter beeinflussen die wirtschaftliche Situation des Landes erheblich.

2010 gelang Ghana der Sprung in die Gruppe der Länder mit niedrigem mittlerem Einkommen. Die Entwicklungsunterschiede zwischen der wirtschaftlich starken Küstenregion und dem Norden des Landes sind allerdings sehr groß. Beachtlich waren Ghanas Erfolge bei der Erreichung der bis 2015 angestrebten Millenniumsentwicklungsziele. Als erstem Land in Afrika südlich der Sahara gelang es Ghana, die Armut innerhalb seiner Bevölkerung im Vergleich zu 1990 zu halbieren.

Entwicklungszusammenarbeit

Ghana gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind die Bereiche Dezentralisierung, Förderung der Landwirtschaft und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Im Bereich der erneuerbaren Energien haben Deutschland und Ghana im Dezember 2017 eine Reformpartnerschaft unterzeichnet. Außerdem fördert Deutschland eine sach- und umweltgerechte Wiederverwertung von Elektroschrott.

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation in Ghana und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Ghana

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Ghana

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit dem ghanaischen Finanzminister Ken Ofori-Atta

Meldung 30.08.2018

Afrikareise: Minister Müller bekräftigt deutsche Unterstützung für Reformland Ghana

Unterricht für Auszubildende am Pilot Training Institutes des Nationalen Berufsbildungszentrum (NVTI) in Accra, Ghana, das von Deutschland unterstützt wird

Meldung 13.12.2017

Rückkehrer unterstützen: Deutschland und Ghana eröffnen Migrationsberatungszentrum in Accra

Straßenszene in Ghanas Hauptstadt Accra

Meldung 12.12.2017

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung: Entwicklungsstaatssekretär Kitschelt gibt Startschuss für die Reformpartnerschaft mit Ghana

Schülerin am Girls Vocational Training Institute, einer Berufsschule für Mädchen in der ghanaischen Hauptstadt Accra

Meldung 17.03.2017

Ausbildung fördern, Korruption bekämpfen – Bundesregierung unterstützt Digitalisierung in Ghana

Strand von Elmina in Ghana, kurz vor Sonnenaufgang
Regionales Engagement

Politisches Schwergewicht

Ghana ist panafrikanisch ausgerichtet und engagiert sich für eine stärkere regionale und überregionale Zusammenarbeit der Staaten Afrikas. Das relativ kleine Land hat aufgrund seiner positiven demokratischen und wirtschaftlichen Entwicklung ein großes politisches Gewicht. Es gehört zu den aktivsten Mitgliedern der Afrikanischen Union und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Economic Community of West African States, ECOWAS).

Im Rahmen der ECOWAS hat sich Ghana intensiv für die Unterzeichnung eines Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA) mit der Europäischen Union eingesetzt. Dieses Abkommen gewährt Ghana und der Region besseren Zugang zum europäischen Binnenmarkt. Davon verspricht man sich in Westafrika eine dynamischere wirtschaftliche Entwicklung und neue Arbeitsplätze.

Die Europäische Union hat das Abkommen im Dezember 2014 unterzeichnet. Bis zur Unterzeichnung durch alle ECOWAS-Staaten besteht ein Übergangsabkommen zwischen Ghana und der EU.

Kinder in Schuluniform an einer Strasse in Accra, Ghana
Soziale Situation

Große Fortschritte erzielt

In den vergangenen Jahrzehnten hat Ghana viele Entwicklungsfortschritte erzielt. So konnte die Armut innerhalb der Bevölkerung deutlich reduziert werden. Gleichzeitig wurde zum Beispiel die Versorgung mit sauberem Trinkwasser erheblich verbessert. Auch im Bereich der Grundbildung sind große Fortschritte zu verzeichnen.

Durch eine bessere medizinische Versorgung von Schwangeren sowie umfangreiche Impfprogramme konnte die Zahl der Todesfälle von Kindern und Müttern kontinuierlich gesenkt werden. Die HIV-Infektionsrate ist in Ghana seit Jahren relativ niedrig. Im Gesundheitsbereich besteht jedoch insgesamt noch großer Handlungsbedarf.

Die Gleichberechtigung der Frau ist verfassungsmäßig garantiert, wird aber nicht überzeugend umgesetzt. Das herrschende traditionelle Wertesystem zieht Diskriminierungen von Frauen und anderen Personengruppen (zum Beispiel Homosexuellen) nach sich.

Rund 80 Prozent der ghanaischen Bevölkerung sind im informellen Sektor beschäftigt und verfügen damit meist weder über eine formelle Berufsausbildung noch über eine soziale Absicherung.

Wirtschaftliche Situation

Gute Aussichten und große Herausforderungen

Mittelfristig sind Ghanas wirtschaftliche Aussichten gut: In den vergangenen Jahren wurden große Öl- und Gasvorkommen vor der Küste entdeckt. Das Erdöl ist inzwischen zum zweitwichtigsten Exportgut aufgestiegen und die Förderung soll in den kommenden Jahren noch massiv gesteigert werden. Ghana ist seit 2010 Mitglied der Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (EITI).

In hochgradig technisierten Rohstoffsektor werden allerdings kaum Arbeitsplätze geschaffen. Die Wirtschaftsleistung in arbeitsintensiven Sektoren wie der Landwirtschaft und dem verarbeitenden Gewerbe stagniert seit Jahrzehnten auf niedrigem Niveau.

Bedeutende Umsätze werden mit Kakao erzielt: Ghana ist nach Côte d‘Ivoire weltweit zweitgrößter Kakaoproduzent. Seit 2010 werden auch andere landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Ananas und Mango in nennenswertem Umfang exportiert – ein wichtiger Schritt, um die wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Exportgütern zu verringern.

Herausforderungen

Das Wirtschaftswachstum ist seit 2011 deutlich zurückgegangen, 2015 lag es bei 3,9 Prozent und 2016 bei 3,6 Prozent. Für 2018 prognostiziert der Internationale Währungsfond (IWF) wieder steigende Wachstumsraten. Zu den wirtschaftlichen Herausforderungen zählen eine hohe Inflationsrate, eine hohe Staatsverschuldung und stark schwankende ausländische Direktinvestitionen. Mithilfe eines Programms des IWF sollen Reformen in der Haushaltsführung des Staates umgesetzt, Subventionen abgebaut und mehr Transparenz geschaffen werden.

Investitionsklima

Im Weltbank-Bericht "Doing Business 2018", der das Investitionsklima in 190 Ländern bewertet, ist Ghana im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgesunken und liegt nun auf Platz 120.

Ursache für die derzeitige Zurückhaltung von Investoren könnten neue Gesetze und Verordnungen sein, die als potenziell investitionshemmend eingeschätzt werden. Hinzu kommen bürokratische Hürden, Unsicherheiten beim Landerwerb und bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen, die unzureichende Ausbildung der Arbeitskräfte und die mangelhafte Transportinfrastruktur. 

Ein großes Problem stellt die Korruption dar, insbesondere in Verwaltung, Polizei und Justiz. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International liegt Ghana auf Rang 81 von 180 Staaten. Die Ernennung eines Sonderstaatsanwalts für Korruptionsfälle im Februar 2018 könnte einen Wendepunkt darstellen.

Schüler in der Metallwerkstatt einer Berufsbildungseinrichtung in Accra, Ghana
 Baustelle in Accra, Ghana

Entwicklungspotenziale

Die amtierende Regierung unter Präsident Nana Akufo-Addo hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, Ghana wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen und das Land mittelfristig von Entwicklungshilfe unabhängig zu machen (Vision "Ghana beyond aid"). Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) der Vereinten Nationen steht Ghana auf dem im afrikanischen Vergleich guten 140. Platz von 189 Ländern.

Neben der Öl- und Gasförderung und dem Export von Kakao und Gold zählen auch die Bau- und die Konsumgüterindustrie zu den wachstumsträchtigen Sektoren. Große Potenziale – die zurzeit noch nicht ausreichend genutzt werden – bietet auch die Landwirtschaft.

Die Zivilgesellschaft in Ghana nutzt ihre Freiheiten aktiv und trägt zur Demokratisierung des Landes bei. Es existieren rund 6.000 registrierte Nichtregierungsorganisationen (NROs) im Land. In der Rangliste der Pressefreiheit 2018 der Organisation Reporter ohne Grenzen nimmt Ghana Platz 23 von 180 Ländern ein.

Universitätsklinik (Korle Bu Hospital) in Accra, Ghana

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana

Deutschland gehört zu den wichtigsten Entwicklungspartnern Ghanas. Ziel der deutsch-ghanaischen Entwicklungszusammenarbeit ist es, ein tragfähiges, armutsorientiertes und breitenwirksames Wirtschaftswachstum zu fördern und so Ghanas Status als Land mittleren Einkommens zu festigen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat Ghana für die Jahre 2015 bis 2017 Mittel in Höhe von insgesamt rund 157 Millionen Euro für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zugesagt. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind:

  • Governance (Dezentralisierung und Verbesserung der öffentlichen Finanzen)
  • Landwirtschaft
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (inklusive Berufsbildung)

Im Rahmen einer Reformpartnerschaft unterstützt Deutschland Ghana bei der Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Außerdem wurde eine Zusammenarbeit im Bereich der Abfallwirtschaft vereinbart. Dabei geht es um den Umgang mit Elektroschrott.

Reformpartnerschaft

Nachhaltige Energieversorgung sichern

Der Bedarf an Elektrizität steigt in Ghana stetig, doch bereits jetzt ist die Stromversorgung des Landes unzureichend und unzuverlässig. Problematisch sind vor allem die Verluste bei der Stromübertragung und -verteilung, die mangelnde Kostendeckung bei der Stromversorgung sowie die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Um die Energiesicherheit im Land zu erhöhen, haben Deutschland und Ghana im Dezember 2017 eine Reformpartnerschaft zum Thema erneuerbare Energien ins Leben gerufen. Die Partnerschaft ist Bestandteil des von Entwicklungsminister Gerd Müller aufgelegten Marshallplans mit Afrika und bildet den deutschen Beitrag zur G20-Initiative "Compact with Africa".

Im Mittelpunkt der Beratung steht die Umsetzung eines fortschrittlichen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Demnach sollen bis 2020 zehn Prozent der im Land verbrauchten Gesamtenergie aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Dazu unterstützt Deutschland zum Beispiel die Nutzung von Sonnenenergie sowie den Bau von Hochspannungsleitungen zwischen Ghana und Côte d’Ivoire. Gleichzeitig sollen Bildungsprogramme im Energiesektor neue berufliche Perspektiven in Ghana schaffen.

Solaranlage auf einem Hausdach in Accra, Ghana
  • Angestellte im Finanzministerium in Ghana
    Governance

    Dezentralisierung und öffentliche Finanzen

    Die Regierung Ghanas engagiert sich mit Nachdruck für den Aufbau demokratischer Strukturen und die weitere Verbesserung der Staatsführung. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert diese Anstrengungen Ghanas seit Jahren mit Erfolg.

  • In einer Forschungseinrichtung in Wenchi (Ghana) werden Cashew-Pflanzen veredelt.
    Landwirtschaft

    Wertschöpfungsketten für Agrarprodukte schaffen

    Um die Armut in Ghana zu bekämpfen und die Ernährung zu sichern, engagiert sich Deutschland für eine Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft. Ghana ist eines der Schwerpunktländer der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger".

  • Im Girls Vocational Training Institute in Accra (Ghana) werden Mädchen in Elektrotechnik ausgebildet.
    Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

    Berufsbildung und Finanzsystementwicklung

    Deutschland engagiert sich in Ghana für eine Verbesserung der beruflichen Bildung. Im Bereich Finanzsystementwicklung fördert das BMZ unter anderem den Aufbau von herkömmlichen und auch mobilen bargeldlosen Zahlungssystemen.

  • Auf einer Mülldeponie in Ghanas Hauptstadt Accra werden alte Elektrogeräte verbrannt, um verwertbares Metall zu gewinnen.
    Elektroschrott

    Sachgerechtes Recycling fördern

    Elektroschrott wird derzeit in Ghana überwiegend auf informellen Deponien weiterverarbeitet – häufig auf höchst umwelt- und gesundheitsschädliche Weise. Deutschland fördert den Aufbau von sachgerechten Recycling- und Entsorgungssystemen.

Angestellte im Finanzministerium in Ghana
Governance

Dezentralisierung und Verbesserung der öffentlichen Finanzen

Die Regierung Ghanas engagiert sich mit Nachdruck für den Aufbau demokratischer Strukturen und die weitere Verbesserung der Staatsführung. Durch den Ausbau nationaler, regionaler und lokaler Verwaltungsstrukturen versucht sie, die Grundlagen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert diese Anstrengungen Ghanas seit Jahren mit Erfolg. Wichtige Arbeitsbereiche sind die Dezentralisierung und kommunale Entwicklung, die Förderung der Zivilgesellschaft und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Verwaltungseinrichtungen. Unter anderem hat Deutschland auf Distriktebene die Einführung und Weiterentwicklung eines anreizbasierten Finanzierungssystems für kommunale Investitionen gefördert.

Die ghanaische Regierung wird außerdem dabei unterstützt, das Steuer-, Finanz- und Haushaltswesen den Prinzipien guter Regierungsführung anzupassen. Dazu gehören die Steigerung der Steuereinnahmen, die Modernisierung des Steuersystems, eine verbesserte Haushaltsaufstellung und die Stärkung der innerstaatlichen Rechenschaftspflicht gegenüber Parlament und Rechnungshof.

Darüber hinaus wird die transparente Verwendung von Einnahmen aus dem Rohstoffsektor (EITI-Prozess) gefördert. Die Aktivitäten leisten einen wichtigen Beitrag zur Korruptionsbekämpfung.

In einer Forschungseinrichtung in Wenchi (Ghana) werden Cashew-Pflanzen veredelt.
Landwirtschaft

Wertschöpfungsketten für landwirtschaftliche Produkte schaffen

Um die Armut in Ghana zu bekämpfen und die Ernährung zu sichern, engagiert sich Deutschland für eine Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft. Zurzeit werden die Potenziale im Agrarsektor nur unzureichend genutzt.

Ghana ist daher eines der Schwerpunktländer der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger". Durch den Aufbau sogenannter "Grüner Innovationszentren" unterstützt sie kleinbäuerliche Betriebe dabei, ihre Produktion nachhaltig zu gestalten. Ausführliche Informationen über das Grüne Innovationszentrum in Ghana finden Sie hier.

Ziel des deutschen Engagements ist, dass die Bäuerinnen und Bauern in Zukunft nicht mehr nur für den Eigenbedarf produzieren, sondern durch den Verkauf ihrer Waren ein Einkommen erzielen können. Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung der Produkte sollen effizienter und wirtschaftlicher gestaltet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen, regionalen und internationalen Märkten zu verbessern.Die deutsche Unterstützung konzentriert sich auf Produkte mit großem wirtschaftlichen Potenzial wie Mais, Reis, Sorghum, Soja, Kautschuk, Ananas, Mango, Kakao, Palmöl, Cashew- und Erdnüsse.

Gleichzeitig sollen neue Jobs im Bereich der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten geschaffen werden, damit ein größerer Teil der Gewinne im Land und vor allem in den ländlichen Gebieten verbleibt. Dafür berät die deutsche Entwicklungszusammenarbeit staatliche Institutionen sowie wichtige öffentliche und private Dienstleister im Landwirtschaftssektor.

Im Rahmen einer Dreieckskooperation mit Israel wurde außerdem der Anbau von Zitrusfrüchten in zwei Regionen verbessert. Die Zusammenarbeit wird durch das Grüne Innovationszentrum in Ghana fortgeführt.

Einkommen deutlich gestiegen

Die Bemühungen haben Erfolg: Das durchschnittliche Einkommen landwirtschaftlicher Produzenten ist in allen geförderten Produktbereichen deutlich gestiegen. Im Kautschuksektor ist die Anzahl der Arbeitsplätze um etwa 20 Prozent gestiegen.

Im Girls Vocational Training Institute in Accra (Ghana) werden Mädchen in Elektrotechnik ausgebildet.
Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Berufsbildung und Finanzsystementwicklung

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Arbeitsbereich Wirtschaftsentwicklung ist es, die Erwerbstätigkeit vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen zu erhöhen und ihren Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verbessern.

Um den Mangel an Fachkräften in Kleinst- und Kleinunternehmen zu beheben, engagiert sich Deutschland gezielt für eine bessere Berufsbildung in beschäftigungsintensiven Branchen. In Kooperation mit der Privatwirtschaft werden beispielsweise Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche geschaffen.

Im Bereich Finanzsystementwicklung fördert Deutschland unter anderem die finanzielle Grundbildung, den Aufbau von Zahlungssystemen und eines Einlagensicherungssystems, die Vergabe von Mikrokrediten, die Entwicklung von Mikroversicherungsprodukten sowie die Einrichtung von regionalen und lokalen Beratungsstellen, insbesondere im ländlichen Raum.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit wird ein mobiles bargeldloses Zahlungssystem (e-zwich) gefördert. Im Dezember 2017 gab es mehr als 2,3 Millionen Nutzer, Tendenz steigend. Inzwischen werden auch Sozialleistungen über e-zwich abgewickelt. Das Zahlungssystem ist vor allem für ländliche Gebiete, in denen der Zugang zu Banken und Ämtern schwierig ist, eine sichere Alternative zum Bargeld.

Auf einer Mülldeponie in Ghanas Hauptstadt Accra werden alte Elektrogeräte verbrannt, um verwertbares Metall zu gewinnen.
Elektroschrott

Sachgerechtes Recycling fördern

Der steigende Wohlstand, veränderte Konsumgewohnheiten und illegale Importe führen in Ghana zu immer größeren Mengen an Elektro- und Elektronikschrott. Dieser Schrott wird derzeit überwiegend auf informellen Deponien weiterverarbeitet, teilweise werden dabei höchst umwelt- und gesundheitsschädliche Recycling- und Entsorgungspraktiken eingesetzt – zum Beispiel das Abbrennen von Kabelisolierungen.

Deutschland fördert den Aufbau von sachgerechten Recycling- und Entsorgungssystemen und die Entwicklung von wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodellen für ein nachhaltiges Management von Elektroschrott. Zusätzlich werden die Arbeitsbedingungen und die wirtschaftlichen Grundlagen für die Menschen, die bisher im informellen Rahmen Elektroschrott verarbeitet haben, verbessert.

Karte von Ghana

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Ghana Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Ghana Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Accra, etwa 2,3 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 238.540 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 140 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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