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Côte d’Ivoire

Aufschlagen reifer Kakaofrüchte bei der Kooperative PRO-PLANTEURS, einer Initiative für nachhaltige Kakaoproduktion in Adzopé, Côte d’Ivoire

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Überblick

Reformpartner in Westafrika

Côte d’Ivoire (oft wird auch die frühere deutsche Bezeichnung "Elfenbeinküste" verwendet) zählt zu den Wirtschaftsmotoren Westafrikas. Das Land ist der weltweit größte Kakaoproduzent und ein wichtiger Exporteur von Kaffee, Cashewnüssen, Palmöl und Kautschuk.

In den vergangenen 25 Jahren prägten politische Krisen, bewaffnete Konflikte und ethnische Spannungen das Land und warfen es in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurück. Die Nachwirkungen sind bis heute spürbar.

Es gilt nun, Côte d’Ivoire politisch zu festigen, gesellschaftlich zu befrieden und zu gewährleisten, dass alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere Arme und sozial Benachteiligte, vom Wirtschaftswachstum profitieren.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Deutschland arbeitet seit 1975 entwicklungspolitisch mit Côte d’Ivoire zusammen.

Aufgrund der politischen Instabilität des westafrikanischen Landes schränkte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zwischen 2002 und 2011 ein. Seitdem wurde sie schrittweise wiederaufgenommen.

2017 schloss Deutschland eine sogenannte Reformpartnerschaft mit Côte d’Ivoire. Reformpartnerschaften sind ein wichtiger Baustein des Marshallplans mit Afrika und bilden den bilateralen Beitrag der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur G20-Initiative "Compact with Africa".

Inhaltlich konzentriert sich die Partnerschaft auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Als weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit wurde der Bereich ländliche Wirtschaftsentwicklung und Erhalt der Biodiversität vereinbart.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Côte d’Ivoire

  • Luftbild von Abidjan, der größten Stadt Côte d’Ivoires
    Politische Situation

    Streben nach Stabilität und Entwicklung

    Seit dem Ende eines bewaffneten Konflikts 2011 hat Côte d’Ivoire große politische Fortschritte gemacht: Es wurden freie und friedliche Wahlen abgehalten, eine neue Verfassung wurde verabschiedet und die Transparenz und Effektivität des Regierungshandelns hat sich verbessert.

  • Ehemalige Kriegsteilnehmer erhalten eine technische Ausbildung in Bouaké
    Historischer und politischer Hintergrund

    Jahre der Spaltung und der Gewalt

    Nachdem Côte d’Ivoire 1960 unabhängig von der Kolonialmacht Frankreich geworden war, wurde das Land mehr als 30 Jahre lang von Präsident Félix Houphouët-Boigny und seiner Einheitspartei "Parti Démocratique de Côte d’Ivoire" (PDCI) beherrscht.

  • Junge Ivorerinnen und Ivorer im Fussballverein ASEC Mimosas in Abidjan
    Soziale Situation

    Große Unterschiede zwischen Nord und Süd

    Côte d’Ivoire zählt zwar zu den größten Volkswirtschaften Westafrikas, doch die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Anteil an den wirtschaftlichen Erfolgen des Landes.

  • Kinder vor einem Lagergebäude einer Kakao-Kooperative in Côte d’Ivoire
    Wirtschaftliche Situation

    Wirtschaftsfaktor Kakao

    Côte d’Ivoire verfügt über eine hoch entwickelte Agrarindustrie. Mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent ist das Land der größte Kakaoproduzent der Welt.

Luftbild von Abidjan, der größten Stadt Côte d’Ivoires
Politische Situation

Streben nach Stabilität und Entwicklung

Seit dem Ende eines bewaffneten Konflikts 2011 hat Côte d’Ivoire große politische Fortschritte gemacht: Es wurden freie und friedliche Wahlen abgehalten, eine neue Verfassung wurde verabschiedet und die Transparenz und Effektivität des Regierungshandelns hat sich verbessert. Die Wirtschaft des Landes hat sich deutlich erholt.

Auf dem Weg zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht das krisengeschüttelte Land allerdings noch am Anfang. Côte d’Ivoire ist politisch und gesellschaftlich tief gespalten.

Der Reformbedarf ist weiterhin groß und die Gefahr, dass Konflikte wieder aufflammen, ist noch nicht gebannt.

Nach den ehrgeizigen Plänen der Regierung soll Côte d’Ivoire bis 2020 zur Gruppe der Schwellenländer aufschließen. Auf dem aktuellen Entwicklungsindex der Vereinten Nationen (HDI) liegt es auf Rang 170 von 189 Ländern.

Große politische Herausforderungen

Wichtige Aufgaben der Regierung sind die Fortsetzung des Versöhnungsprozesses, der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes, eine gerechtere Verteilung der Staatseinnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verringerung der Armut, die Reform des Justizwesens, die Eingliederung der ehemaligen Bürgerkriegsmilizen in die regulären Streitkräfte und der Kampf gegen die weit verbreitete Korruption.

Noch fehlt es an einem konstruktiven Dialog zwischen den gegnerischen politischen Lagern und an einer vollständigen strafrechtlichen Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen während der Bürgerkriegsjahre. Notwendig sind außerdem eine effektive Gewaltenteilung, die ein starkes Parlament mit starken Oppositionsparteien und eine unabhängige Justiz voraussetzt, sowie freie Medien und gesellschaftliche Konfliktlösungsmechanismen.

Ehemalige Kriegsteilnehmer erhalten eine technische Ausbildung in Bouaké
Historischer und politischer Hintergrund

Jahre der Spaltung und der Gewalt

Nachdem Côte d’Ivoire 1960 unabhängig von der Kolonialmacht Frankreich geworden war, wurde das Land mehr als 30 Jahre lang von Präsident Félix Houphouët-Boigny und seiner Einheitspartei "Parti Démocratique de Côte d’Ivoire" (PDCI) beherrscht.

Bis in die 1980er Jahre galt Côte d’Ivoire als wirtschaftlich stabilstes Land in Westafrika. Die Entwicklungserfolge basierten auf dem Export von Kakao und Kaffee. Der Verfall des Weltmarktpreises für Kakao in den 1990er Jahren stürzte das Land in eine tiefe Krise. Zur gleichen Zeit entbrannte ein Machtkampf um die Nachfolge des 1993 verstorbenen Präsidenten Houphouët-Boigny.

Die Krise verstärkte Spannungen im Land. Ungefähr ein Viertel der Bevölkerung sind Einwanderer, vor allem aus den nördlichen Nachbarstaaten. Mit abnehmendem Wohlstand und knapper werdenden Arbeitsplätzen nahmen die Fremdenfeindlichkeit und die Diskriminierung gegen die im Norden ansässigen Ethnien zu.

Teilung des Landes

Im Jahr 2002 eskalierte der Konflikt. Ein Teil der Armee erhob sich gegen die Regierung und brachte die nördliche Landeshälfte unter ihre Kontrolle.

Fünf Jahre lang war Côte d’Ivoire in zwei Teile gespalten, getrennt durch eine Pufferzone, die durch die Vereinten Nationen überwacht wurde. 2007 wurde der Bürgerkrieg durch einen Friedensvertrag beendet, der eine Aufteilung der Macht zwischen den gegnerischen Parteien vorsah.

Doch erst 2010 gelang es, Präsidentschaftswahlen abzuhalten. Aus der Stichwahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo und dem Oppositionskandidaten Alassane Ouattara ging Ouattara als Sieger hervor. Gbagbo weigerte sich jedoch, seine Niederlage zu akzeptieren und das Amt abzugeben.

Stabilisierung seit 2011

Zwischen den Anhängern beider Lager kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die mit massiven Menschenrechtsverletzungen verbunden waren. Mehr als 3.000 Menschen verloren ihr Leben, rund eine Million Menschen flohen vor den Kämpfen in andere Landesteile oder in Nachbarstaaten. Im April 2011 wurde Laurent Gbagbo festgenommen und dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag überstellt. Ihm wurden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Im Januar 2019 wurde das Verfahren allerdings aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Alassane Ouattara wurde als Präsident Côte d’Ivoires international anerkannt und 2015 in freien Wahlen im Amt bestätigt. Die nächsten Präsidentschaftswahlen sollen 2020 stattfinden.

Junge Ivorerinnen und Ivorer im Fussballverein ASEC Mimosas in Abidjan
Soziale Situation

Große Unterschiede zwischen Nord und Süd

Côte d’Ivoire zählt zwar zu den größten Volkswirtschaften Westafrikas, doch die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Anteil an den wirtschaftlichen Erfolgen des Landes. Fast die Hälfte der rund 24 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze, ein Fünftel der Bevölkerung ist unterernährt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 54 Jahren. Die Armut ist in den ländlichen Regionen deutlich höher als in den Städten und im Norden wesentlich höher als im Süden.

Defizite bei Bildung und Gesundheit

In den Bereichen Bildung und Gesundheit sind Fortschritte zu verzeichnen, doch noch immer investiert der Staat zu wenig in die Grundversorgung der Bevölkerung.

Die Analphabetenquote liegt bei 56 Prozent (Frauen: 63 Prozent). Nach Angaben der Weltbank werden nur 86 Prozent der Kinder eingeschult, lediglich 73 Prozent schließen die Grundschule ab. Kinderarbeit ist weit verbreitet, insbesondere auf den Kakaoplantagen des Landes.

Nur knapp die Hälfte der ivorischen Bevölkerung verfügt über einen Trinkwasseranschluss, die sanitäre Grundversorgung ist noch schlechter. Im Januar 2019 hat die Regierung eine sozialpolitische Initiative angekündigt, die unter anderem eine bessere Gesundheitsversorgung für besonders arme Familien, den Bau von Sozialwohnungen und eine Verbesserung der Wasser- und Stromversorgung umfassen soll.

Bevölkerungswachstum

Die Bekämpfung der Armut wird durch die hohe Geburtenrate erschwert. Derzeit wächst die ivorische Bevölkerung jährlich um 2,5 Prozent, mehr als 40 Prozent der Ivorerinnen und Ivorer sind unter 15 Jahre alt. Seit Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1960 hat sich die Bevölkerung versiebenfacht.

Frauenrechte

Die Frauenrechte sind in der Verfassung Côte d’Ivoires festgeschrieben. Vor allem im Familien-, Erb- und Bodenrecht gibt es jedoch noch Regelungen, die Frauen diskriminieren. Trotz eines gesetzlichen Verbots ist vor allem im Norden des Landes weibliche Genitalverstümmelung weit verbreitet.

Um die politische Teilhabe der Frauen zu verbessern, wurde im März 2019 ein Gesetz verabschiedet, das vorschreibt, dass bei Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen künftig 30 Prozent der Kandidaten weiblich sein müssen. Derzeit beträgt der Frauenanteil in der Nationalversammlung elf Prozent.

Kinder vor einem Lagergebäude einer Kakao-Kooperative in Côte d’Ivoire
Wirtschaftliche Situation

Wirtschaftsfaktor Kakao

Côte d’Ivoire verfügt über eine hoch entwickelte Agrarindustrie. Mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent ist das Land der größte Kakaoproduzent der Welt. Weitere wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Cashewnüsse, Palmöl, Kautschuk, Baumwolle und Kaffee. Außerdem verfügt das Land über mineralische Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Gold, Mangan und Nickel.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist wirtschaftlich vom Kakaoanbau abhängig. Es gibt zwar einen staatlich festgelegten Abnahmepreis, doch starke unternehmerische Einflussnahme und fehlende politische Steuerung sorgen dafür, dass dieses Geld häufig nicht vollständig bei den Bäuerinnen und Bauern ankommt. Zudem wird nur ein geringer Anteil des geernteten Kakaos in Côte d’Ivoire selbst verarbeitet, dem Land entgeht daher ein großer Teil der Wertschöpfung.

Geschäftsklima bessert sich

Infolge der politischen Krise 2011 brach die Wirtschaft Côte d’Ivoires um 4,4 Prozent ein. Seitdem hat sich die Lage wieder stabilisiert. 2017 wuchs die Wirtschaft um 7,7 Prozent, für die Jahre bis 2020 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) Werte um die sieben Prozent. Die Regierung ist bemüht, die staatlichen Einnahmen zu erhöhen und die Privatwirtschaft zu stärken. Auf dem Doing-Business-Index der Weltbank, der das Geschäftsklima in 190 Staaten analysiert, hat sich Côte d’Ivoire in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert (2017: Rang 142, 2018: 139, 2019: 122).

Umwelt

Côte d’Ivoires wirtschaftlicher Erfolg basiert auf der ständigen Ausweitung der Agrarflächen. Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa vier Fünftel der Waldflächen des Landes zugunsten der landwirtschaftlichen Nutzung abgeholzt wurden. Rund 30 Prozent des Kakaos werden illegal in geschützten Wäldern angebaut. Die ivorische Regierung hat eine Gesetzesreform angekündigt, um dies künftig zu verhindern. 2017 riefen zudem die wichtigsten Unternehmen der Kakao- und Schokoladenbranche die Initiative "Cacao et forêt" (deutsch: Kakao und Wald) ins Leben. Sie soll sicherstellen, dass in Côte d’Ivoire und Ghana kein Kakaoanbau mehr in geschützten Waldgebieten erfolgt.

Video: Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Kakaosektor

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Côte d’Ivoire

Nachdem die Entwicklungszusammenarbeit aufgrund der Krise im Land zwischen 2002 und 2011 eingeschränkt werden musste, arbeitet Deutschland inzwischen wieder intensiver mit Côte d’Ivoire zusammen. Das westafrikanische Land gehört zu den ersten Staaten, mit denen das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) eine Reformpartnerschaft vereinbart hat. In ihrem Mittelpunkt stehen der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz.

Einen weiteren Schwerpunkt der deutsch-ivorischen Zusammenarbeit bilden die ländliche Wirtschaftsentwicklung und der Erhalt der Biodiversität. Darüber hinaus unterstützt Deutschland Vorhaben zur Stärkung des Gesundheitssystems und im Bereich Familienplanung und HIV-Prävention.

2017 sagte das BMZ Côte d’Ivoire insgesamt 156 Millionen Euro zu, davon 100 Millionen Euro im Rahmen der Reformpartnerschaft. 2018 erfolgte eine weitere Zusage in Höhe von 18,9 Millionen Euro.

Das westafrikanische Land profitiert außerdem von mehreren Regionalvorhaben. Gefördert werden unter anderem eine verbesserte Stromübertragung und eine höhere Transparenz im Rohstoffsektor.

Wasserfall bei Man, Côte d’Ivoire
Reformpartnerschaft

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

2017 schlossen Deutschland und Côte d’Ivoire eine Reformpartnerschaft im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Africa". Ziel der Initiative ist, die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement zu verbessern, eine hochwertige Ausbildung zu fördern und so Arbeitsplätze und Einkommen zu schaffen. Côte d’Ivoire wurde vom BMZ aufgrund der politischen Fortschritte seit 2011 und der wirtschaftsorientierten Reformpolitik der Regierung für eine Reformpartnerschaft ausgewählt.

Zuverlässige Stromversorgung, Klimaschutz, neue Arbeitsplätze

Ihrem nationalen Entwicklungsplan (2016 bis 2020) entsprechend, benennt die ivorische Regierung beim "Compact with Africa" die Bereiche Landwirtschaft, Bergbau, Infrastruktur und Elektrizität als Schwerpunkte. Die deutsch-ivorische Reformpartnerschaft konzentriert sich auf eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz. Unterstützt werden sollen der Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes und die Erzeugung zusätzlichen Stroms durch privat betriebene Solar- und Kleinstwasserkraftwerke. Ein Absicherungsmechanismus soll es lokalen Finanzinstitutionen erleichtern, Kredite an Unternehmen zu vergeben, die in erneuerbare Energien investieren wollen.

Begleitend fördert Deutschland die Erstellung von Markt- und Bedarfsstudien, berät bei Reformen des Strom- und Finanzsektors und unterstützt die Verbesserung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Solarenergie und Effizienzsteigerung. Künftig soll die Reformpartnerschaft außerdem um Governance-Komponenten erweitert werden. Dabei geht es zum Beispiel um Korruptionsbekämpfung und die Mobilisierung staatlicher Einnahmen. Zusätzlich soll intensiver mit Partnern wie zum Beispiel der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) und der Weltbank zusammengearbeitet werden.

Konkrete Reformschritte gefordert

Ende 2017 erfolgte eine erste Zusage in Höhe von 100 Millionen Euro (85 Millionen Euro Darlehen, 10 Millionen Euro Zuschuss im Rahmen der finanziellen und 5 Millionen Euro für die technische Zusammenarbeit). 2018 wurden weitere 8,9 Millionen Euro für Maßnahmen zur Berufsbildung zugesagt. Die Auszahlung der Mittel ist an konkrete Reformschritte des Partnerlandes geknüpft. Im regelmäßigen Dialog wird überprüft, ob die vereinbarten Fortschritte erzielt worden sind.

Qualitätskontrolle von Kakaobohnen bei der Kooperative  PRO- PLANTEURS
Schwerpunkt Ländliche Wirtschaftsentwicklung und Biodiversität

Produktion steigern, Artenvielfalt erhalten

Ziel der Zusammenarbeit in diesem Schwerpunkt ist zum einen, die Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsmethoden der kleinbäuerlichen Betriebe zu verbessern und so die Einkünfte der ländlichen Bevölkerung spürbar zu erhöhen. Zum anderen sollen die Schutzgebiete und ihre Artenvielfalt erhalten bleiben.

Schulungen für Bäuerinnen und Bauern

In den Randzonen der Nationalparks Taï und Comoé unterstützt Deutschland den Auf- und Ausbau der Wertschöpfungsketten Kakao, Maniok, Cashew und Gemüse. Rund 55.000 Produzenten und Bauern erhielten bislang Schulungen zu nachhaltigen Anbaupraktiken und technischen Innovationen. Sie konnten ihr Einkommen um etwa zehn Prozent steigern. Weitere 13.000 Cashew- und Kakaoproduzenten wurden im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PPP) weitergebildet und in neue Geschäftsmodelle eingebunden.

Das Management der Schutzgebiete wurde mit deutscher Unterstützung deutlich professionalisiert. Etwa 5.000 Hektar Wald im Taï-Nationalpark, die durch illegalen Kakaoanbau beeinträchtigt waren, wurden wiederhergestellt. Die erfolgreichen Bemühungen zum Schutz des Comoé-Nationalparks führten dazu, dass das Welterbekomitee der UNESCO ihn 2017 von der Liste der gefährdeten Schutzgüter streichen konnte.

Nachhaltige Kakaoproduktion

Über das Forum Nachhaltiger Kakao fördert das BMZ außerdem das Programm PRO-PLANTEURS. Es unterstützt rund 20.000 kakaoproduzierende Familienbetriebe und ihre Kooperativen in den südöstlichen Regionen Côte d’Ivoires. Im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wird zudem ein Grünes Innovationszentrum aufgebaut.

Minister Müller beim Besuch einer Kakaoplantage in Côte d'Ivoire
Wegweisende Schritte zu einem nachhaltigen Kakaoanbau

Karte von Côte d’Ivoire

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Côte d’Ivoire Deutschland
Ländernamea16173184 Côte d'Ivoire Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Yamoussoukro, 800.000 Einwohner (Regierungssitz); wirtschaftliche Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt ist Abidjan mit circa 4,5 Millionen Einwohnern Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 322.460 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 170 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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