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Tröpfchenbewässerung auf einem Feld in Äthiopien
Sicherung der Ernährung

Landwirtschaft

Die äthiopische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, die Ernährung der Bevölkerung langfristig zu sichern. Voraussetzung dafür ist ein verbessertes Landmanagement. Durch den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Ressourcen Boden, Wald und Wasser, verbesserte Ackerbaumethoden und effektiven Erosionsschutz wird die Bodendegradation – also die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit der Böden – verringert. Dadurch können die Erntemengen deutlich gesteigert werden.

Die Bauern werden dabei unterstützt, ihre Produktion vielseitiger zu gestalten und die Wasserressourcen verantwortungsvoll zu nutzen. Es werden neue Pflanzensorten und verbessertes Saatgut eingeführt, Methoden des biologischen Erosionsschutzes vermittelt und an die Böden angepasste Bearbeitungs-, Ernte- und Bewässerungstechniken entwickelt.

Durch die Maßnahmen wurden bislang rund 580.000 Hektar degradiertes Land wieder nutzbar gemacht. Davon profitieren etwa 345.000 Haushalte. In den unterstützten Gebieten stieg die landwirtschaftliche Produktion um etwa 40 Prozent und somit auch das Einkommen der Bauern.

Äthiopien ist Fokusland der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger". Im Rahmen der Initiative wurde unter anderem ein sogenanntes "Grünes Innovationszentrum" gegründet, das Methoden zur Produktivitätssteigerung vermittelt. Außerdem werden Vorhaben gefördert, die die Widerstandsfähigkeit gegenüber Dürren stärken und zum Erhalt und zur Wiederherstellung von Acker- und Weideland beitragen.

Die Bundesregierung berät die äthiopischen Behörden außerdem bei der Verbesserung der institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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