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Jordanien

Morgendämmerung über der jordanischen Hauptstadt Amman

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Überblick

Land auf Reformkurs

Jordanien zu regieren bedeutet, Balance zu halten, denn die Bevölkerung des Königreichs ist vielfältig zusammengesetzt: Die traditionelle, oft "ost-" oder "transjordanisch" genannte Bevölkerung hat meist bäuerliche oder beduinische Wurzeln und orientiert sich stark an Stammesstrukturen. Der palästinensische Teil der Bevölkerung – nach inoffiziellen Schätzungen inzwischen mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes – besiedelt vor allem die jordanischen Städte.

Nach der Staatsgründung Israels 1948 und dem Sechs-Tage-Krieg 1967 hatte Jordanien Hunderttausende palästinensische Flüchtlinge aufgenommen und eine sehr großzügige Einbürgerungspraxis verfolgt. Während die Jordanier palästinensischer Herkunft heute die Wirtschaft des Landes dominieren, sind Politik, Verwaltung und Militär Domänen der Ostjordanier.

Für König Abdullah II. hat die Stabilität seines Landes und der Region höchste Bedeutung. Er verfolgt daher eine vermittelnde und reformbereite Politik. Angesichts anhaltender Kritik am politischen Kurs wechselte er in den vergangenen Jahren mehrfach die Regierung aus.

Im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings kam es Anfang 2011 auch in Jordanien zu Protesten. Tausende Jordanier demonstrierten gegen die hohe Arbeitslosigkeit, steigende Preise und Korruption und forderten mehr politische und soziale Rechte ein. Ein Regimesturz wurde nicht gefordert – der König wird von allen gesellschaftlichen Gruppen anerkannt.

Als Reaktion leitete Abdullah II. 2011 eine Verfassungsreform ein und übertrug mehr Kompetenzen auf das Parlament. Parlamentswahlen fanden zuletzt im September 2016 statt.

Neue Proteste

Anfang Juni 2018 flammten die Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung und steigende Lebenshaltungskosten erneut auf. Premierminister Hani al-Mulki trat von seinem Amt zurück, zu seinem Nachfolger wurde Omar Razzaz ernannt. Er steht nun vor der schwierigen Aufgabe, das Land aus der Wirtschaftskrise zu führen und zugleich den gesellschaftlichen Frieden zu wahren.

Insbesondere der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien stellt Jordanien vor große Herausforderungen. Das Land mit seinen rund 9,5 Millionen Einwohnern hat nach Angaben der Vereinten Nationen bereits mehr als 660.000 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen (Stand: April 2018). Viele jordanische Kommunen sind mit der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Energie, Gesundheit und Bildung überfordert.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Die politischen Beziehungen zwischen Jordanien und Deutschland sind eng und freundschaftlich. Jordanien gehört zu den Kooperationsländern, die Deutschland im Rahmen thematischer und regionaler Programme fördert. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte Wasser, Bildung, berufliche Bildung und Beschäftigungsförderung sowie auf die Unterstützung von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden.

Deutschland ist nach den USA zweitgrößter bilateraler Geber von Jordanien. Seit 2012 hat das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) Jordanien mehr als 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen rund 429 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt und 12 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium.

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation in Jordanien und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Jordanien

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Jordanien

Hirte in Jordanien
Politische Situation

Modernisierung des Landes voranbringen

Gemäß der Verfassung von 1952 ist Jordanien eine konstitutionelle Monarchie. Staatsoberhaupt ist seit 1999 König Abdullah II., der weitgehende Machtbefugnisse hat. Der jordanische König strebt an, sein Land systematisch zu modernisieren, damit es eine Vorreiterrolle in der Region übernehmen kann.

Regierungsführung

2011 traten umfangreiche Reformen in Kraft. So wurden ein Verfassungsgericht und eine unabhängige Wahlkommission eingerichtet. Die Rechte des Parlaments gegenüber dem König wurden gestärkt.

Auf Basis eines neuen Wahlrechts fanden im September 2016 Unterhauswahlen statt. 29 der 130 Sitze wurden per Quote verteilt (15 an Frauen, neun an Christen, drei an sonstige Minderheiten). Darüber hinaus konnten fünf weitere Kandidatinnen ein Mandat erringen, sodass das aktuelle Parlament mit 20 Parlamentarierinnen den höchsten Frauenanteil in seiner Geschichte hat.

Auch wenn Jordanien im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International 2017 auf Platz 59 von 180 bewerteten Staaten lag, bleibt Korruption ein ernstzunehmendes Problem.

Menschenrechte

Jordanien hat alle wesentlichen UN-Menschenrechtsverträge unterzeichnet, dabei jedoch zum Teil einschränkende Vorbehalte geltend gemacht. Offene Kritik an Monarchie, Militär und Sicherheitsdiensten wird nicht zugelassen, die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt. Obwohl sie laut Verfassung gleichberechtigt sind, werden Frauen nach wie vor in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht benachteiligt. Nach achtjähriger Aussetzung wird die Todesstrafe seit 2014 wieder vollstreckt.

Außenpolitik

Jordaniens Außenpolitik bemüht sich um Ausgleich zwischen allen Nachbarn des Landes. Das Königreich pflegt gute Beziehungen zu den USA, zur Europäischen Union und zu den Staaten der arabischen Halbinsel. Außerdem engagiert sich Jordanien intensiv für die Fortführung des Nahost-Friedensprozesses. 1994 hat Jordanien einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen.

Jordanien ist Teil der "Deauville-Partnerschaft", mit der die G7/G8-Staaten seit 2011 die Staaten im Nahen Osten und Nordafrika beim Aufbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und bei wirtschaftlichen und sozialen Reformen unterstützen.

Zwischen der EU und Jordanien trat 2002 ein Assoziierungsabkommen in Kraft. Ende Oktober 2010 wurde der Partnerschaft ein "fortgeschrittener Status" zuerkannt. Über ein weitreichendes Freihandelsabkommen wird derzeit verhandelt.

Auszubildende in einem Berufsbildungszentrum in Jordanien
Wirtschaftliche Situation

Hohe Jugendarbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven

Jordaniens Volkswirtschaft ist schwach. Das Land verfügt nur über wenige natürliche Ressourcen und sehr begrenzte landwirtschaftliche Nutzflächen.

Die jordanische Bevölkerung ist sehr jung: Etwa 35 Prozent der rund 9,7 Millionen Einwohner sind unter 15 Jahre alt. Der inländische Arbeitsmarkt kann ihnen bisher keine ausreichenden beruflichen Perspektiven bieten, die Jugendarbeitslosigkeit liegt nach Schätzungen deutlich über 30 Prozent.

Bedingt durch die regionalen Umwälzungen und insbesondere die Syrienkrise (Kosten für Flüchtlingsintegration, erhöhte Kosten zur Grenzsicherung, ausbleibende Gaslieferungen aus Ägypten, weniger Rücküberweisungen von Migranten und wegbrechende regionale Absatzmärkte) und bedingt durch verschleppte Reformen, die hohe Jugendarbeitslosigkeit und eine der niedrigsten Frauenerwerbsquoten der Welt herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung eine wirtschaftliche Perspektivlosigkeit.

Jordanien ist deshalb von externen Zuwendungen abhängig: vor allem von Leistungen und Umschuldungen internationaler Geber sowie von den Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Jordanierinnen und Jordanier.

Nach Angaben der Weltbank lag das Wirtschaftswachstum 2016 bei zwei Prozent, für 2018 werden 2,5 Prozent erwartet.

Um das Wirtschaftswachstum zu erhöhen und neue Arbeitsplätze zu schaffen, sind Steuerreformen, der Abbau von Subventionen sowie eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Privatinvestitionen erforderlich.

Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) rangiert Jordanien auf Platz 95 von 189 bewerteten Ländern.

Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien
Flüchtlingskrise

Politik der offenen Arme

Trotz seiner schwierigen geographischen Lage in einer krisengeschüttelten Region hat Jordanien eine Politik der offenen Arme verfolgt:

Rund 1,8 Millionen Palästinenser haben seit 1947/48 in Jordanien Zuflucht gefunden. Hinzu kamen irakische Flüchtlinge, deren Zahl auf 200.000 bis 300.000 geschätzt wird. Nach Ausbruch der bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrien im Jahr 2011 setzte ein neuer Flüchtlingsstrom ein. Bis April 2018 sind nach Angaben der Vereinten Nationen in Jordanien rund 660.000 syrische Flüchtlinge registriert worden.

Die große Mehrheit dieser Flüchtlinge lebt in jordanischen Städten und Gemeinden. Etwa 133.000 leben in drei Lagern, die meisten von ihnen im Flüchtlingscamp Zaatari im Grenzgebiet zu Syrien.

Der Zustrom von Flüchtlingen gefährdet die Stabilität des Landes. Die vorhandene Infrastruktur ist zu schwach, um die Bevölkerung verlässlich mit Wasser und Energie zu versorgen. Und auch das Bildungs- und das Gesundheitssystem sind überlastet.

Damit das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gefüge des Landes nicht überfordert wird, ist Jordanien auf internationale Unterstützung angewiesen. Die jordanische Regierung hat für die Jahre 2017 bis 2019 einen Hilfsbedarf in Höhe von 7,7 Milliarden US-Dollar gemeldet.

Stausee in Jordanien

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Jordanien

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte bilaterale Geber in Jordanien. Seit 2012 hat die Bundesregierung insgesamt 1,8 Milliarden Euro bereitgestellt, um die Auswirkungen der Syrienkrise auf das Land abzufedern. Der weitaus größte Teil dieser Summe (rund 1,4 Milliarden Euro) wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung gestellt. 2017 erfolgte eine Zusage in Höhe von rund 450 Millionen Euro.

Auch 2018 wird Deutschland seine Zusagen entsprechend den Vereinbarungen bei den Syriengeberkonferenzen erfüllen. Die nächsten deutsch-jordanischen Regierungskonsultationen sollen im Herbst 2018 stattfinden.

Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Jordanien konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Wasser
  • (Berufs-)Bildung/Beschäftigungsförderung

Seit 2012 liegt der Fokus des deutschen Engagements auch auf der Unterstützung syrischer Flüchtlinge und jordanischer Gemeinden, die viele Geflüchtete aufgenommen haben.

  • Einbau einer Wasseruhr an einer neuen Trinkwasserleitung in der Stadt Mafraq in Jordanien
    Wasser

    Nachhaltige Wasserbewirtschaftung fördern

    Ziel des deutsch-jordanischen Wasserprogramms ist es, die Wasserbewirtschaftung effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei nimmt das Programm insbesondere den engen Zusammenhang ("Nexus") zwischen der Wasserversorgung, der Energieversorgung und der Ernährungssicherheit in den Blick.

  • Schüler in einer Schule in As-Salt
    (Berufs-)Bildung/Beschäftigungsförderung

    Bildung für alle ermöglichen

    Ziel der Zusammenarbeit ist, die Qualität der Grund- und Sekundarbildung zu verbessern und allen Kindern und Jugendlichen einen gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Schulen zu ermöglichen. Außerdem sollen die Chancen der Bevölkerung auf Beschäftigung und wirtschaftliche Teilhabe erhöht werden.

  • Cash-for-Work-Programm: Bau und Ausbesserung von Straßen und Abwasserkanälen in Jordanien
    Unterstützung von Flüchtlingen

    Infrastruktur verbessern, Jobs schaffen

    Im Zuge der Syrienkrise hat das BMZ seine Unterstützung für Jordanien deutlich ausgebaut. Alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, sowohl die Lebenssituation der syrischen Flüchtlinge als auch der Bevölkerung in den jordanischen Aufnahmegemeinden schnell und spürbar zu verbessern.

Einbau einer Wasseruhr an einer neuen Trinkwasserleitung in der Stadt Mafraq in Jordanien
Wasser

Nachhaltige Wasserbewirtschaftung fördern

Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Der akute Wassermangel wird einerseits durch den Mangel an Niederschlägen verursacht, andererseits durch das starke Bevölkerungswachstum und die wenig effiziente Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Der Flüchtlingszustrom aus Syrien belastet die ohnehin knappen Wasservorräte und die stark beanspruchte Wasserinfrastruktur zusätzlich. Dadurch steigt auch das Risiko von Verteilungskonflikten.

Ziel des deutsch-jordanischen Wasserprogramms ist es, die Wasserbewirtschaftung effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei nimmt das Programm insbesondere den engen Zusammenhang ("Nexus") zwischen der Wasserversorgung, der Energieversorgung und der Ernährungssicherheit in den Blick. Themen der Zusammenarbeit sind das Management der Wasserressourcen, die Klärung und Wiederverwendung von Abwässern, die Energieeffizienz im Wassersektor, die Verringerung von Wasserverlusten und die Tarifgestaltung.

Durch das deutsche Engagement der vergangenen Jahre konnte die Wasserversorgung für knapp zwei Millionen Menschen verbessert werden. Unter anderem sind die Maßnahmen 30 jordanischen Gemeinden zugutegekommen, die viele syrische Flüchtlinge aufgenommen haben.

Kläranlage in Madaba
Schüler in einer Schule in As-Salt
(Berufs-)Bildung/Beschäftigungsförderung

Bildung für alle ermöglichen

2015 vereinbarten Deutschland und Jordanien, den Bereich Bildung und Beschäftigungsförderung als zweiten Schwerpunkt in die Entwicklungszusammenarbeit aufzunehmen.

Zum einen geht es darum, die Qualität der Grund- und Sekundarbildung zu verbessern und allen Kindern und Jugendlichen einen gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Schulen zu ermöglichen. Zum anderen sollen die Chancen der Bevölkerung auf Beschäftigung und wirtschaftliche Teilhabe erhöht werden.

Die jordanische Regierung wird dabei unterstützt, ihre Arbeitsmarktpolitik stärker auf die Förderung von Arbeitssuchenden und die Schaffung neuer Arbeitsplätze auszurichten. Unter anderem sollen Angebote der Berufsberatung ausgebaut und Unternehmensgründungen staatlich gefördert werden. Außerdem werden Strategien zur besseren Eingliederung von Frauen in den Arbeitsmarkt entwickelt.

Auch im Bereich Bildung liegt ein Schwerpunkt auf der Unterstützung von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden. So konnte mit deutscher Hilfe die Schulinfrastruktur für rund 270.000 jordanische und syrische Schülerinnen und Schüler verbessert werden. Die Gehälter von 7.000 zusätzlichen Lehrkräften wurden finanziert.

Cash-for-Work-Programm: Bau und Ausbesserung von Straßen und Abwasserkanälen in Jordanien
Unterstützung von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden

Infrastruktur verbessern, Jobs schaffen

Im Zuge der Syrienkrise hat das Bundesentwicklungsministerium seine Unterstützung für Jordanien deutlich ausgebaut: Neben der Ausweitung bilateraler Programme wurden auch zusätzliche Mittel im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" bereitgestellt. Alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, sowohl die Lebenssituation der syrischen Flüchtlinge als auch der Bevölkerung in den jordanischen Aufnahmegemeinden schnell und spürbar zu verbessern.

So wurde im Flüchtlingscamp Zaatari eine Photovoltaikanlage installiert und die Stromversorgung für 80.000 Menschen gesichert. Mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche konnten durch das deutsche Engagement psychosozial betreut werden, mehr als 100 Gesundheitsfachkräfte erhielten Schulungen. Mehr als 400.000 Menschen haben Kredite für kleinunternehmerische Tätigkeiten erhalten.

Über "Cash for Work"-Maßnahmen wurden knapp 30.000 neue Jobs geschaffen. Im Rahmen dieser Beschäftigungsinitiative erhalten Flüchtlinge die Möglichkeit, in ihrer Aufnahmegemeinde eine Tätigkeit aufzunehmen, etwa bei der Abfallentsorgung oder im Wohnungs- oder Straßenbau. Sie können so ein schnell verfügbares Einkommen erzielen und sich und ihre Familien selbst versorgen. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, stehen die Programme auch der einheimischen Bevölkerung offen.

Flüchtlingslager Al-Azraq in Jordanien
Zusammenarbeit konkret

Beispiele aus der Praxis

Ein Junge zapft im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari Wasser aus einem Tank.
Infrastruktur

Verbesserung der Wasserversorgung

Seit Ausbruch des Bürgerkriegs sind mehr als 660.000 Syrerinnen und Syrer ins Nachbarland Jordanien geflüchtet. Ein großes Problem ist die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser, denn Wasser ist in Jordanien extrem knapp. Im Auftrag des BMZ engagiert sich die KfW Entwicklungsbank deshalb bereits seit längerer Zeit im jordanischen Wassersektor.

Im Berufsbildungszentrum der Stadt Mafraq in Jordanien werden Frauen zu Klempnerinnen ausgebildet.
Berufsbildung

Ausbildung von Klempnerinnen und Klempnern

Jordanien gilt als eines der wasserärmsten Länder der Welt. Dennoch werden die knappen Wasserressourcen bisher nicht effizient genug genutzt. Das Rohrnetz ist vielerorts marode, es wird nicht ausreichend gewartet und es fehlen gut ausgebildete Fachleute. Das BMZ fördert daher die Ausbildung von Klempnerinnen und Klempnern.

Das Projekt "Kick for Hope" fördert den Dialog zwischen syrischen und jordanischen Jugendlichen.
Sport für Entwicklung

Spielerisch in eine gemeinsame Zukunft

Mit dem Friedensprojekt "Spielerisch in eine gemeinsame Zukunft: Völkerverständigung durch Sport" bringt die Organisation Streetfootballworld syrische Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingslagern mit jordanischen Gleichaltrigen für gemeinsame Fußballspiele zusammen. So kommen die Jugendlichen in Kontakt und lernen sich besser kennen.

Syrische Schülerinnen der Al Quds Schule in Amman, Jordanien
Hygiene

Sanitäranlagen für überbelegte Schulen

Etwa 40 Prozent der syrischen Flüchtlinge in Jordanien sind Kinder im schulpflichtigen Alter. In jordanischen Schulen wird deshalb oft in Doppelschichten unterrichtet. Doch die Schulgebäude reichen für so viele Kinder nicht aus. Unter anderem fehlen Toiletten. Das BMZ finanziert deshalb ein Programm zur Verbesserung der Sanitär- und Hygienesituation.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Jordanien Deutschland
Ländernamea16173184 Haschemitisches Königreich Jordanien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Amman, etwa 2,3 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 89.320 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 95 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Karte von Jordanien

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus Jordanien

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