Hauptinhalt

aegypten_flagge

Ägypten

Satellitenaufnahme: Nildelta in Ägypten

weiterlesen

Überblick

Unterstützung von Reformbemühungen

Seit dem Volksaufstand, der 2011 zum Rücktritt von Staatspräsident Husni Mubarak führte, stabilisiert sich die politische und wirtschaftliche Lage in Ägypten nur langsam. Die Regierung unternimmt erste Schritte, um nachhaltige Wirtschaftsreformen auf den Weg zu bringen. Gleichzeitig wird das staatliche Handeln stark durch die Sicherheitspolitik bestimmt.

Seit dem Amtsantritt von Präsident Abdelfattah Al-Sisi 2014 haben sich die Handlungsspielräume für die Zivilgesellschaft und die politische Opposition zunehmend verengt. Die Pressefreiheit und die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen sind stark eingeschränkt. Der Ausnahmezustand, durch den in der Verfassung garantierte Grundrechte eingeschränkt werden können, wurde im Oktober 2019 zum zehnten Mal in Folge (seit April 2017) verlängert.

Die Proteste im Januar 2011 waren nicht nur gegen ein autoritäres Regime gerichtet. Von Anfang an forderten die Menschen Arbeitsplätze, bezahlbare Lebensmittel und ein Ende der Korruption und Vetternwirtschaft. Nach wie vor steht Ägypten vor enormen Herausforderungen, um die wirtschaftliche und soziale Situation für die Bevölkerung zu verbessern.

Entwicklungszusammenarbeit

Aufgrund seiner politischen, wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung in der Region Nordafrika/Naher Osten ist Ägypten ein wichtiger entwicklungspolitischer Partner Deutschlands. Es gehört zu den Kooperationsländern, mit denen das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Unterstützt werden vor allem die ägyptischen Reformbemühungen in Regierung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft.

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte Energie, Wasser und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Darüber hinaus fördert das BMZ Maßnahmen in den Bereichen Stadtentwicklung, Teilhabe der Zivilgesellschaft sowie Stärkung der wirtschaftlichen Integration von Frauen.

Direkt zu:

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Ägypten

  • Demonstration auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos am 1. Februar 2011
    Politische Situation

    Einschnitte in Gewaltenteilung und Grundrechte

    Die in der Verfassung verankerten Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit werden seit 2014 zunehmend eingeschränkt. Seit April 2017 gilt in Ägypten ununterbrochen der Ausnahmezustand.

  • Ein Bauer in der El-Minya-Region in Ägypten mit zwei Wasserbüffeln und einer Milchkuh
    Soziale Situation

    Konkurrenz um Boden und Wasser

    Die soziale Lage vieler Ägypterinnen und Ägypter ist schwierig, die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß. Etwa ein Drittel der Menschen lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

  • Teenager verkauft Obst auf einem Markt in Ägypten.
    Wirtschaftliche Situation

    Wirtschaft modernisieren, Arbeitsplätze schaffen

    Der unter Präsident Mubarak eingeleitete Übergang Ägyptens von einer staatlich gelenkten Wirtschaftsordnung zu einer Marktwirtschaft wurde vor allem zugunsten einer wirtschaftlichen Elite gestaltet.

Demonstration auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos am 1. Februar 2011
Politische Situation

Einschnitte in Gewaltenteilung und Grundrechte

Im Mai 2014 wurde Abdelfattah Al-Sisi zum ägyptischen Staatspräsidenten gewählt. Zwischen Oktober und Dezember 2015 fanden in mehreren Etappen Parlamentswahlen statt. Die große Mehrheit der neu gewählten Abgeordneten unterstützt die Politik Al-Sisis. Dieser wurde im April 2018 mit knapp 97 Prozent der Stimmen für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Im April 2019 trat eine Verfassungsänderung in Kraft, die zuvor durch eine Volksbefragung gebilligt worden war. Sie verlängert die Amtszeit des Staatsoberhaupts rückwirkend auf sechs Jahre und erlaubt Präsident Al-Sisi ein Weiterregieren bis 2030. Auch der Einfluss des Präsidenten auf die Justiz wird ausgeweitet: Er erhält weitreichende Kompetenzen bei der Bestellung hoher Justizämter sowie bei Budgetfragen der Judikative. Die Verfassungsänderung sieht zudem eine Verkleinerung des Parlaments und die Wiedereinführung eines Oberhauses als zweite Kammer vor.

Hintergrund

Bei den Parlamentswahlen 2011 hatten sich vor allem islamistisch geprägte Parteien durchgesetzt. Die von den Muslimbrüdern dominierte Freiheits- und Gerechtigkeitspartei hatte die meisten Sitze im Parlament gewonnen. Ihr Vorsitzender Mohammed Mursi wurde 2012 zum Staatspräsidenten gewählt. Nach tagelangen massiven Protesten gegen seine Regierung wurde er im Sommer 2013 vom Militär entmachtet. Die Muslimbrüderschaft und die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei wurden verboten, zahlreiche ihrer Mitglieder inhaftiert und verurteilt. Das Militär setzte eine Übergangsregierung ein, die einen "Fahrplan zur Demokratie" vorlegte und Anfang 2014 eine neue Verfassung per Volksabstimmung verabschieden ließ.

Menschenrechte

Die in der Verfassung verankerten Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit werden seit 2014 zunehmend eingeschränkt. Seit April 2017 gilt in Ägypten ununterbrochen der Ausnahmezustand. Die ägyptische Regierung begründet die Beschneidung der Grundrechte mit der terroristischen Bedrohung im eigenen Land, der angespannten außenpolitischen Lage in der Region und mit den Auseinandersetzungen zwischen Militär und terroristischen Gruppen auf der Halbinsel Sinai.

Korruption

Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International stand Ägypten 2019 auf Platz 106 von 180 bewerteten Staaten. Für die Bürgerinnen und Bürger gehört Korruption weiterhin zum Alltag, etwa wenn sie Dienstleistungen auf Ämtern anfragen oder eine medizinische Behandlung benötigen.

Ein Bauer in der El-Minya-Region in Ägypten mit zwei Wasserbüffeln und einer Milchkuh
Soziale Situation

Konkurrenz um Boden und Wasser

Die soziale Lage vieler Ägypterinnen und Ägypter ist schwierig, die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß. Etwa ein Drittel der Menschen lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) nimmt Ägypten Rang 116 von 189 Ländern ein. Ein Grund dafür ist der mangelnde Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten. Das hohe Bevölkerungswachstum (2018: zwei Prozent) verschärft die soziale Lage zusätzlich. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Einwohnerzahl Ägyptens nahezu verdoppelt und liegt inzwischen bei 98,4 Millionen. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. In vielen Familien müssen Kinder mit zum Haushaltseinkommen beitragen. Schätzungen zufolge arbeiten etwa zwei Millionen Kinder zwischen 5 und 15 Jahren regelmäßig in der Bauindustrie, in Bergwerken, in der Landwirtschaft oder als Haushaltshilfen.

Situation der Frauen

Gewalt gegen Frauen ist in Ägypten weit verbreitet. Nach einer Studie der Vereinten Nationen von 2013 haben 99 Prozent aller ägyptischen Frauen in ihrem Leben sexuelle Belästigung erlebt. Auch die seit 2008 verbotene Praxis der Genitalverstümmelung wird insbesondere in den ländlichen Gebieten noch praktiziert.

Schlechte Lebensbedingungen in Ballungsgebieten

Rund 95 Prozent der ägyptischen Bevölkerung leben auf etwa vier Prozent der Landesfläche im Niltal und im Nildelta. Diese Gebiete gehören damit zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. In den Ballungsräumen konkurrieren Landwirtschaft, Industrie und Bewohner um nutzbaren Boden und vor allem um die geringen Wasservorkommen.

Die extreme Siedlungsdichte und die fortschreitende Industrialisierung haben massive Umweltbelastungen zur Folge. In den städtischen Ballungsgebieten beeinträchtigt die zunehmende Verschmutzung von Luft und Wasser die Lebensbedingungen der Einwohnerinnen und Einwohner. Dort fehlen außerdem preiswerte Wohnungen für die arme Bevölkerung. Illegale Ansiedlungen wachsen unkontrolliert, ohne angemessene soziale und technische Infrastruktur.

Smog in Kairo
Teenager verkauft Obst auf einem Markt in Ägypten.
Wirtschaftliche Situation

Wirtschaft modernisieren, Arbeitsplätze schaffen

Der unter Präsident Mubarak eingeleitete Übergang Ägyptens von einer staatlich gelenkten Wirtschaftsordnung zu einer Marktwirtschaft wurde vor allem zugunsten einer wirtschaftlichen Elite gestaltet. Vom Strukturwandel profitierte nur ein relativ geringer Teil der Bevölkerung.

Zudem hat die ägyptische Wirtschaft sehr unter der politischen Instabilität infolge der Revolution von 2011 gelitten. Im Rahmen eines 2016 mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarten Reformpakets konnte sie sich jedoch leicht erholen. 2018 betrug das Wirtschaftswachstum 5,3 Prozent, für 2019 und 2020 rechnet der IWF ebenfalls mit Steigerungsraten zwischen fünf und sechs Prozent. Damit liegen die Wachstumsraten jedoch immer noch unter den Werten, die zehn Jahre zuvor erreicht wurden.

Mit der "Vision 2030" hat die amtierende Regierung ein ehrgeiziges Programm für die nachhaltige Entwicklung des Landes und eine staatlich gesteuerte Modernisierung der Wirtschaft auf den Weg gebracht. So werden vorsichtig wettbewerbsverzerrende Subventionen abgebaut und Steuerreformen angestoßen. Angestrebt wird außerdem die Sanierung des Staatshaushalts und eine Verbesserung des Investitionsklimas.

Mangelnde Perspektiven für die Jugend

Die größte Herausforderung für Ägypten bleibt die hohe Arbeitslosigkeit, sie liegt offiziell bei etwa elf Prozent. Unter den 15- bis 24-Jährigen sind mehr als 30 Prozent arbeitslos.

Um den Staatshaushalt zu entlasten, wurden in den vergangenen Jahrzehnten massiv Stellen im öffentlichen Dienst abgebaut. Im selben Zeitraum aber konnten privatwirtschaftliche Unternehmen nicht ausreichend neue Arbeitsplätze schaffen. Daher versuchen viele Menschen, im informellen Sektor ein Auskommen zu finden.

Um die politische Stabilität zu erhalten und sozialen Konflikten vorzubeugen, setzt die ägyptische Regierung auf groß angelegte Infrastrukturprojekte, etwa beschäftigungsintensive Wohnungsbauprogramme. Um langfristig ausreichend Arbeitsplätze und einträgliche Einkommen für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, sind jedoch weitere Schritte zur Belebung der privaten Wirtschaft nötig.

Entwicklungspotenziale

Ägypten ist nach Südafrika das am stärksten industrialisierte Land Afrikas. Der Außenhandel könnte die wirtschaftliche Entwicklung des Landes langfristig sichern, wenn die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen würden. Hinzu kommen die günstige geographische Lage und eine junge Bevölkerung, die aktiv zum Wirtschaftsleben beitragen kann.

Die Verbindung vom Mittelmeer zum Roten Meer ist für die Schifffahrt von großer Bedeutung. Entsprechend sollen mit der erfolgten Erweiterung des Suez-Kanals zusätzliche Einnahmen durch Transitgebühren erwirtschaftet werden. Ein Ausbau zum regionalen Logistikzentrum könnte Ägypten zu einem der wichtigsten Handelsplätze der Welt machen.

Die Mitgliedschaft in der WTO und der Abschluss zahlreicher Wirtschaftsabkommen eröffnen Ägypten den Zutritt zu attraktiven internationalen Märkten. Seit 2004 regelt ein Assoziationsabkommen mit der Europäischen Union den freien gegenseitigen Handel. Durch ein Sonderabkommen wurde 2010 der Handel mit landwirtschaftlichen und Fischereiprodukten weitgehend liberalisiert. Ägypten verfügt über gute Voraussetzungen für die Energiegewinnung durch Sonne und Wind. Das Interesse an erneuerbaren Energien ist bei Entscheidungsträgern deutlich gestiegen, hat sich aber noch nicht gegenüber den traditionellen Wirtschaftszweigen – etwa der Kohle – durchsetzen können.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Ägypten

Wichtigste Aufgabe der deutsch-ägyptischen Entwicklungszusammenarbeit ist es, zur Verbesserung der Lebensverhältnisse breiter Bevölkerungsschichten beizutragen. Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Ägypten findet im Rahmen einer "Bilateralen Kommission" statt, die seit 2016 jährlich auf Ministerebene tagt.

Im November 2019 hat das BMZ 154 Millionen Euro für Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit in Ägypten zugesagt, davon entfallen 65 Millionen Euro auf Darlehen.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind:

  • Nutzung und Management der Wasserressourcen / Abfall
  • Erneuerbare Energie und Energieeffizienz
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Darüber hinaus umfasst die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit Maßnahmen in den Bereichen Frauenförderung, Entwicklung informeller Stadtgebiete, Menschenrechte und Verwaltungsreform.

Die Stärkung der Zivilgesellschaft, die Verbesserung der Regierungsführung und die Unterstützung von Konfliktprävention bilden Querschnittsthemen, die in einer Vielzahl laufender Vorhaben verankert sind.

Im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit hat das BMZ 2011 einen Finanzierungsmechanismus bei der KfW Entwicklungsbank eingerichtet, um die wirtschaftliche Entwicklung im Nahen Osten und Nordafrika zu fördern. Der SANAD (arabisch für "Hilfe") genannte Fonds stellt nationalen Mikrofinanzinstituten Refinanzierungsmittel zur Verfügung, damit diese Kredite an Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen (KKMU) vergeben können.

Ein Mann sitzt an einem Bewässerungskanal in der Nähe von Qena am Nil, Ägypten.
Schwerpunkt Nutzung und Management der Wasserressourcen / Abfall

Ressourcen schützen, Konflikte vermeiden

Ägypten gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt – es regnet selten und es gibt nur geringe Grundwasservorräte. 95 Prozent des Landes sind Wüste, weniger als vier Prozent der Fläche können landwirtschaftlich genutzt werden. Landwirtschaft, Industrie und Bewohner sind in hohem Maße vom Nil abhängig. Um die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen erfüllen zu können, muss das vorhandene Wasser noch wirtschaftlicher als bisher genutzt werden.

Zudem steht das Land vor großen Herausforderungen bei der Abfallsammlung und -entsorgung. Diese ist bislang mit erheblichen Belastungen für Klima, Umwelt und Gesundheit verbunden.

Deutsches Engagement

Deutschland unterstützt Ägypten bei der Reform des Wassersektors und verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Ressourcenschonender Umgang mit Wasser
  • Zugang der armen Bevölkerungsgruppen zu Trinkwasser
  • Verbesserung der Gesundheit durch geregelte Abwasserentsorgung
  • Effizienzsteigerungen bei der landwirtschaftlichen Nutzung von Wasser
  • Modernisierung der Infrastruktur der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Finanzielle Nachhaltigkeit des Sektors und Stärkung öffentlicher und privater Institutionen
  • Dezentralisierung des Sektors sowie Aufbau von lokalen Wassernutzergemeinschaften
  • Aus- und Weiterbildung von Fachleuten sowie Aufklärung der Bevölkerung

Integriertes Wasserressourcenmanagement

Bei der Umsetzung dieser Ziele verfolgt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einen ganzheitlichen Ansatz: Das sogenannte integrierte Wasserressourcenmanagement (IWRM) bringt Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen mit den Erfordernissen der wirtschaftlichen Entwicklung und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung in Einklang.

Gefördert wird zum Beispiel die Modernisierung der landwirtschaftlichen Bewässerungsinfrastruktur. Zusammen mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern werden Strategien für eine sparsamere Nutzung des Wassers entwickelt. Deutschland unterstützt die Familienbetriebe dabei, sich in Wassernutzungsgemeinschaften zusammenzuschließen und die Bewässerungszyklen untereinander abzustimmen.

Zugleich unterstützt das BMZ das ägyptische Wasser- und das Landwirtschaftsministerium dabei, Wassernutzerorganisationen und landwirtschaftliche Kooperativen stärker in Planungs- und Beratungsprozesse einzubinden. Das vorhandene Wasser kann so viel effizienter eingesetzt werden; Wasserkonflikte werden vermieden.

Abfallwirtschaft

In der Abfallwirtschaft steht der Reformprozess noch am Anfang. Die Luftverschmutzung in der Megacity Kairo mit ihren mehr als 20 Millionen Einwohnern wird nicht nur durch Industrie und Autoverkehr verursacht, sondern auch durch das unkontrollierte Verbrennen von Müll.

Zwar gibt es Zehntausende informelle Müllsammler, ihr Arbeitsgebiet ist aber auf wohlhabende Stadtteile mit entsprechender Ausbeute begrenzt. Landesweit werden nur rund 60 Prozent der Abfälle gesammelt, weniger als 20 Prozent werden ordnungsgemäß deponiert oder wiederverwertet; es gibt zahlreiche wilde Müllkippen. In den landwirtschaftlichen Anbaugebieten verschmutzt der Abfall die Wasserressourcen und beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit der Entwässerungskanäle.

Durch ein nationales Siedlungsabfallwirtschaftsprogramm unterstützt Deutschland die ägyptischen Partner dabei, die dringend notwendige Infrastruktur für die Müllentsorgung zu schaffen und die entsprechenden Verwaltungsstrukturen aufzubauen. In Zusammenarbeit mit der EU wird ein bedarfsgerechtes und kostendeckendes Abfallwirtschaftssystem aufgebaut. Durch die Entwicklung neuer, dezentraler Ansätze für Abfallsammlung und Recycling sollen auch "grüne Jobs" entstehen.

Fertigung von Türmen für Windkraftanlagen in Ägypten
Schwerpunkt Energie

Windenergie nutzen, Effizienz steigern

Mit der Einwohnerzahl steigt auch der Energiebedarf in Ägypten. Immer wieder kommt es zu Versorgungsengpässen und damit einhergehend zu Stromabschaltungen. Gleichzeitig herrschen an der ägyptischen Westküste des Roten Meeres ideale Bedingungen für die Nutzung der Windkraft. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Regierung ehrgeizige Pläne: Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen.

Die Effizienz der Energienutzung ist noch sehr gering. Die Anreize zum Stromsparen und für ein stärkeres privatwirtschaftliches Engagement im Energiesektor werden nur steigen, wenn auch staatlichen Konsumenten ihr Energieverbrauch voll in Rechnung gestellt und der Subventionsabbau weiter vorangetrieben wird. In einem ersten Schritt wurden die Subventionen für Brennstoffe und Erdölprodukte um 30 Prozent gesenkt.

Wegbereiter für private Wirtschaft

Das BMZ ist bisher der mit Abstand wichtigste Geldgeber für Wind- und Wasserkraftvorhaben in Ägypten. Außerdem berät die Bundesrepublik Ägypten bei notwendigen Reformen im Energiesektor und bei der Umsetzung von Energieeffizienzprogrammen.

Nach dem Windpark Zafarana, der 2008 in Betrieb ging, hat das BMZ eine weitere Windkraftanlage am Golf von El Zayt finanziert. Mit einer Kapazität von 200 Megawatt zählt sie zu den größten Windparks auf dem afrikanischen Kontinent. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat eine Pionierrolle im ägyptischen Windenergiebereich und versteht sich als Wegbereiter für die Mobilisierung der privaten Wirtschaft.

Dialogplattform

Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit wurde das "Ägyptisch-deutsche Komitee zur Förderung der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz und des Umweltschutzes" (JCEE) gegründet. Es dient als Dialogplattform und berät bei Reformvorhaben im Energiebereich. Der Dialog umfasste bisher unter anderem die gesetzliche Einführung von Einspeisetarifsystemen für Wind- und Solarenergie, den Aufbau eines Marktmechanismus für den Handel mit Ökostromzertifikaten und die Entwicklung von Geschäftsmodellen zum Einsatz moderner Technologien.

Gefördert wird zudem ein regionales Zentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (RCREEE) mit Sitz in Kairo, an dem 17 Länder aus dem arabischen Raum beteiligt sind.

Auszubildende bei der Firma Leoni in Kairo
Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Bedarfsgerechte Ausbildung von Jugendlichen

Ein bedeutender Bereich der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit ist die berufliche Bildung und Jugendbeschäftigung. Jedes Jahr betreten mehr als 800.000 junge Ägypterinnen und Ägypter neu den Arbeitsmarkt. Ein Großteil von ihnen findet jedoch keine angemessene Arbeit. Gleichzeitig klagen viele Betriebe darüber, dass sie keine geeigneten Bewerber für offene Stellen finden. Das betrifft insbesondere den nichtakademischen Arbeitsmarkt.

Deutsch-ägyptische Ausbildungsinitiative

Im Oktober 2018 unterzeichneten Deutschland und Ägypten eine Absichtserklärung zur Etablierung einer umfassenden Ausbildungsinitiative. Ziel ist, Jugendlichen das notwendige praktische und theoretische Wissen zu vermitteln, um sie erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Aufbauend auf der bisherigen Zusammenarbeit wird die berufliche Bildung in einem dualen System gefördert und der Privatsektor verstärkt in die bedarfsgerechte Ausbildung von Jugendlichen einbezogen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bereichen Qualitätsmanagement und Lehreraus- und -fortbildung. Unter anderem fördert Deutschland den Bau von Berufsschulen sowie den Aufbau einer Akademie und regionaler Bildungsstätten für Lehrkräfte in der beruflichen Bildung. In diesem Kontext wird auch die Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen ausgebaut.

Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren mit deutscher Unterstützung Arbeitsagenturen entstanden, die Stellenangebote registrieren und passende Arbeitsuchende identifizieren und vermitteln. Aufgenommen werden nur Stellenangebote, die hinsichtlich Mindestentlohnung, Arbeitsvertrag, Sozialleistungen und Beachtung von Sicherheitsstandards geprüft sind. Außerdem werden Angebote zur Berufs- und Karriereberatung für Jugendliche entwickelt, neue Berufsprofile, zum Beispiel in umweltrelevanten Wirtschaftssektoren, erstellt und Existenzgründungen in zukunftsträchtigen Branchen gefördert.

Frauenförderung

Alle Vorhaben in diesem Bereich schließen Maßnahmen zur Förderung von Frauen als Unternehmerinnen oder Arbeitnehmerinnen mit ein. Zusätzlich dazu nimmt ein Vorhaben gezielt die sozialen, kulturellen und unternehmerischen Rahmenbedingungen in den Blick, um die wirtschaftliche Integration von Frauen zu unterstützen. Aufklärungskampagnen hinterfragen traditionelle Rollenbilder und Mentoring-Programme helfen den Frauen dabei, sich stärker zu vernetzen. Außerdem werden Verbände und Unternehmen beraten, wie sie Arbeitsplätze familienfreundlicher gestalten können.

Stadtentwicklung

Hilfe zur Selbsthilfe

Außerhalb der mit Ägypten vereinbarten Schwerpunkte fördert Deutschland gute Regierungsführung und Partizipation der Zivilgesellschaft, zum Beispiel durch Vorhaben der Stadtteilentwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei Armutsgebiete in Kairo. In der ägyptischen Hauptstadt leben mehr als die Hälfte der Einwohner in informellen, unterversorgten und sehr dicht bebauten Stadtvierteln. Es mangelt an Freiflächen, an sozialen Dienstleistungen, Zugang zu Trinkwasser, Abwasser- und Abfallentsorgung.

Durch die Förderung von Selbsthilfeinitiativen unterstützt Deutschland die Bewohner dabei, eigene Vorschläge zur Verbesserung ihrer Lebensumstände zu entwickeln. Gemeinsam mit der öffentlichen Verwaltung und der örtlichen Bevölkerung wurde bereits die Infrastruktur in den Bereichen Trink- und Abwasser und Verkehr verbessert. Mit finanzieller Unterstützung der Bill und Melinda Gates Stiftung und der EU werden zudem Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels verwirklicht.

Stadtansicht von Kairo

Karte von Ägypten

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Ägypten Deutschland
Ländernamea16173184 Arabische Republik Ägypten Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Kairo, im Großraum etwa 22 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,75 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.001.450 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 116 von 189 (2018) 4 von 189 (2018)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus Ägypten

Diese Seite kann auf einem Tablet (Portraitmodus) oder Smartphone leider nicht angezeigt werden. Bitte rufen Sie diese Seite über ein größeres Endgerät auf (z.B. ein Tablet (Landscape-Modus) oder einen Computer).

Hauptinhalt

Filter wählen
Hier Projekte nach Region, Land und/oder Sektor filtern
Zu den Kommentaren
Fischerboot auf dem Suez-Kanal, der sonst von riesigen Schiffen befahren wird, bei Ismailia, Ägypten

Linktipps

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Websites mit entwicklungspolitischen Hintergrundinformationen über Ägypten.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen