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Nachbarkontinent Afrika
Auf gute Zusammenarbeit

Afrika ist ein Kontinent der Chancen und Herausforderungen. Armut und Boom liegen eng beieinander. Genauso wie Europa und Afrika, die nur 15 Kilometer trennen.

Etwa die Hälfte der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegt in Afrika – mit vielfältigen Chancen für Afrika und Europa. Wir brauchen eine neue Dimension der Zusammenarbeit mit unserem Nachbarkontinent: eine Partnerschaft auf Augenhöhe, einen Marshallplan mit Afrika. Sein Ziel: die Stärkung der eigenen Entwicklungskräfte Afrikas durch gezieltere Förderung und neue Wege der Zusammenarbeit.

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Kakaobaum mit Früchten  

Herausforderungen und Chancen für Europa
Fairer Handel – Schlüssel für Entwicklung

Côte d‘Ivoire ist der weltgrößte Kakaoproduzent. Mit 40 Prozent der Ausfuhren ist Kakao das wichtigste Exportprodukt des Landes. Die Kakaobauern verdienen allerdings so wenig, dass pro Familienmitglied gerade einmal 50 Cent pro Tag zum Leben bleiben. Auch arbeiten viele Kinder auf den Plantagen statt in die Schule zu gehen.

Bei konventionell hergestellter Schokolade bleiben nur sieben Prozent der Wertschöpfung bei den Produzenten. Bei fair gehandelter Schokolade ist es doppelt so viel. Mit jeder Tasse Kakao können wir als Konsumenten in Europa eine bewusste Entscheidung treffen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in Côte d‘Ivoire.

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Das Solarkraftwerk in Ouarzazate in Marokko versorgt schon jetzt 350.000 Menschen mit sauberem Strom, schafft Arbeitsplätze und Unabhängigkeit von Energieimporten und schützt das Klima.  

Herausforderungen und Chancen für Europa
Kohlendioxid-Reduktion und Klimaschutz

Deutschland hat das Know-how und die Technologien, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Durch effizienten Verbrauch, nachhaltige Produktion aber auch durch Technologie-Export.

In Marokko entsteht mit deutscher Unterstützung das größte Solarkraftwerk der Welt. Mehr als 13 Millionen Menschen werden dadurch mit Strom versorgt. In Ägypten entsteht unter deutscher Leitung der größte Windpark Afrikas. 700.000 Ägypter erhalten dadurch Zugang zu sauberer Energie.

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Handschlag  

Herausforderungen und Chancen für Europa
Nachhaltig investieren und Investitionsanreize schaffen

Afrika bietet viele Chancen für deutsche und europäische Unternehmen. Die neue Agentur für Wirtschaft & Entwicklung ist Ansprechpartner für Unternehmen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen.

Die Agentur unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Finanzierungs- und Förderinstrumenten, bei der Vermittlung von Kontakten vor Ort und berät bei der Projektplanung. Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt dieses Engagement mit einer Vielzahl von Programmen und Initiativen.

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Herausforderungen und Chancen für Europa
EU-Binnenmarkt öffnen

Das Economic Partnership Agreement (EPA) garantiert für Produkte aus Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia und Swasiland dauerhaft zoll- und quotenfreien Marktzugang zum europäischen Markt.

Südafrika erhält als deutlich besser entwickeltes Land einen erweiterten Zugang zum europäischen Markt. Im Gegenzug öffnen diese Länder ihre Märkte für rund 80 Prozent der EU-Produkte schrittweise über zwölf Jahre.

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Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika
Vorfahrt für Jobs und Chancen für die Jugend

Zusammen mit unseren Partnern in Afrika arbeiten wir daran, neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Beispielsweise mit der Berufsbildungsinitiative, die Kenia und Deutschland ins Leben gerufen haben.

Hier werden die deutschen Erfahrungen aus der dualen Berufsbildung in das bereits gut ausgeprägte kenianische Ausbildungssystem integriert. So entstehen neue Perspektiven und neue Jobs für die Jugendlichen Kenias.

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Kommunaler Wissenstransfer zwischen Bamberg und Kommunen im Maghreb  

Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika
Demokratisierung und Bürgernähe entwickeln

Gut funktionierende kommunale Dienstleistungen und eine bürgernahe Verwaltung – das wünschen sich viele Menschen in Marokko, Algerien und Tunesien, insbesondere nach dem sogenannten Arabischen Frühling. Eine Mammutaufgabe für die Maghreb-Staaten, bei der deutsche Städte und Gemeinden mit ihren Erfahrungen gut helfen können.

Die Bundesregierung fördert Know-how-Partnerschaften zwischen deutschen und nordafrikanischen Kommunen. Im Fokus: gemeinsame Projekte, wie die Sanierung von Gebäuden, die Abfallwirtschaft oder der Bau von Radwegen oder Grünanlagen.

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Teenager beim Goldwaschen  

Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika
Wertschöpfung statt Ausbeutung

Viele Länder Afrikas verfügen über wertvolle Rohstoffe, wie Öl, Gas und Kupfer. Werden Rohstoff-Einnahmen in Infrastruktur und soziale Dienstleistungen investiert, kommen sie der Bevölkerung zugute. Oft ist dies jedoch nicht der Fall und Rohstoffe sind Anlass für Konflikte und Ausbeutung.

Die Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (EITI) sorgt für mehr Finanztransparenz und Rechenschaftspflicht im Rohstoffsektor. Deutschland ist Mitglied dieser Initiative, unterstützt den EITI-Prozess und berät Länder wie Ghana, die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Malawi, Mali oder Mauretanien bei der Erfassung und Offenlegung von Einnahmen.

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Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika
Frieden und menschliche Sicherheit schaffen

Die Afrikanische Union spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krisen und der Lösung von Konflikten. Sie hat sich eine eigene Friedens- und Sicherheitsarchitektur geschaffen und wird dabei von der EU finanziell unterstützt.

Im Fokus stehen die Förderung von afrikanisch-geführten Friedensmissionen, die Beobachtung von Wahlen, die Früherkennung von Krisen und die Mediation von Konflikten. Erfolgreiche Beispiele: die Verhandlungen um einen Waffenstillstand in der Demokratischen Republik Kongo und der friedliche Machtwechsel in Gambia.

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Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika
Steuerhinterziehung und illegale Finanzströme stoppen

Steuereinnahmen sind neben privaten Investitionen zentraler Schlüssel nachhaltiger und erfolgreicher Entwicklungsfinanzierung. Aus diesem Grund wurde die "Addis Tax Initiative" ins Leben gerufen.

Sie unterstützt Entwicklungsländer bei der Entwicklung ihrer Steuer- und Zollsysteme. Langfristig werden so die Steuerquoten erhöht und Spielräume für Investitionen in Infrastruktur und soziale Dienstleistungen geschaffen.

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Die Uganda Coffee Farmers Alliance (UCFA) verwaltet ihre Kaffeelieferungen mit einer Smartphone-App, die im Auftrag des BMZ für den Kaffeemarkt angepasst wurde.  

Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika
Digitalisierung fördern

Menschen die die Zukunft ihres Landes aus eigener Kraft gestalten wollen, brauchen Zugang zu Bildung, Wissen und zur digitalen Welt. Besonders die Digitalisierung kann völlig neue Chancen eröffnen.

Die Uganda Coffee Farmers Alliance (UCFA) etwa erfasst und verwaltet ihre Kaffeelieferungen jetzt mit einer Smartphone-App die vom Softwareunternehmen SAP im Auftrag des BMZ für den Kaffeemarkt angepasst wurde. 13.000 UCFA-Bauern profitieren davon. Die in der App erfassten Daten dienen zusätzlich als Einkommensnachweis, wodurch die Kleinbauern Zugang zu Krediten und Inventionen erhalten.

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Schülerin einer Schule in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik. Urheberrecht: Thomas Köhler/photothek  

Herausforderungen und Chancen für Afrika
Bildung für alle sicherstellen

Die Regierung Nigers hat im Zuge des Reformkurses mit deutscher Unterstützung unter anderem rund 170 neue Klassenzimmer gebaut. Dadurch können in Niger jetzt über 20.000 Mädchen und Jungen mehr zur Schule gehen.

Trotz schwieriger Bedingungen ein überlebenswichtiger Beitrag zur Senkung der hohen Armutsquote von rund 50 Prozent der nigrischen Bevölkerung.

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Mitarbeiter und Kundin der Bank FINCA in Kampala, Uganda  

Herausforderungen und Chancen für Afrika
Stabile Finanzsysteme entwickeln

Finanzdienstleistungen, vor allem für die arme Landbevölkerung, leichter zugänglich zu machen ist ein Ziel der deutschen Unterstützung in Uganda. Durch Zusammenarbeit mit der ugandischen Finanzaufsichtsbehörde, Banken und Finanzinstituten, sowie Ausbildungszentren und Verbraucherorganisationen wird die finanzielle Grundbildung der Menschen verbessert.

Zusätzlich wird durch strengere Gesetze und Verbraucherschutzregulierungen die Aufsicht über den ugandischen Finanzsektor verschärft und digitale Transaktionen besser überwacht, sodass kein Uganda-Schilling in falsche Kanäle gerät.

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Angestellte im Finanzministerium in Accra, Ghana. Urheberrecht: Ute Grabowsky/photothek.net  

Herausforderungen und Chancen für Afrika
Korruption bekämpfen, Verwaltung aufbauen

Die Regierung Ghanas hat mit deutscher Unterstützung Programme ins Leben gerufen, die das Steuer-, Finanz- und Haushaltswesen den Prinzipien guter Regierungsführung anpassen.

Zentrale Ziele: mehr Steuereinnahmen, eine bessere Aufstellung des öffentlichen Haushalts, eine stärkere Rechenschaftspflicht gegenüber Parlament und Rechnungshof sowie die Bekämpfung von Korruption.

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Herausforderungen und Chancen für Afrika
Frauenrechte stärken

Beispiel Namibia: Hier wurden 9 Millionen Hektar Land an benachteiligte Menschen umverteilt. Über 124.000 Landrechte wurden verbrieft, fast die Hälfte davon an Frauen. Frauen sind es auch, die von verbesserter Rechtssicherheit und gesichertem Zugang zu Land am meisten profitieren.

An der Umverteilung waren eine Reihe an Ministerien und Behörden beteiligt, die von einem deutschen Projektteam unterstützt wurden.

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Reisfelder in Dano, Burkina Faso  

Herausforderungen und Chancen für Afrika
Lokale Wertschöpfungsketten ausbauen

Das BMZ unterstützt 14 Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft Afrikas. Fachleute aus Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft sowie Bäuerinnen und Bauern entwickeln dort gemeinsam Verfahren für besseren Anbau, weniger Ernteverluste und höhere Qualitätsstandards.

Ebenso werden hier Vermarktung, bäuerliche Selbstorganisation und Handel entlang der ganzen Wertschöpfungskette weiterentwickelt – vom Acker bis zum Teller.

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Eine hochschwangere junge Frau bei einer Routineuntersuchung in Kenia. Urheberrecht: Allan Gichigi/IRIN  

Herausforderungen und Chancen für Afrika
Familienplanung und Müttergesundheit verbessern

Investitionen in die Gesundheit von Müttern und Kindern sind Investitionen in die Zukunft eines Landes. Die medizinische Betreuung bei Schwangerschaft und Geburt ist zugleich eine Stärkung der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Tansania setzt deswegen auf die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung speziell für Mütter und Kinder.

Beispiele sind der Versicherungsschutz für Frauen während der Schwangerschaft und Geburt, die Versorgung von Kindern mit Impfungen sowie die Weiterbildung von medizinischem Personal. Die Kindersterblichkeit im Land konnte zwischen 1999 und 2015 um die Hälfte gesenkt werden.

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