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Kapitel 5

Ausblick

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Deutschland ist Heimat der sozialen Marktwirtschaft. Gemeinwohlorientierung, Menschenwürde und Verantwortung sind unsere grundlegenden Werte. Als Teil der Europäischen Union haben wir erfahren, wie regionale Integration und Marktöffnung zu Wohlstand, Frieden und Sicherheit beitragen. Mit den Erfahrungen dieser deutschen und europäischen Erfolgsgeschichte wollen wir die afrikanischen Staaten bei der Umsetzung der Agenda 2063 unterstützen.

Dazu werden wir die Vorschläge des Marshallplans:

  • mit unseren afrikanischen Partnern diskutieren und weiterentwickeln;
  • mit bestehenden und neuen Ansätzen auf EU-Ebene verknüpfen;
  • in die Konsultationen mit anderen Gebernationen einbringen;
  • in Gesprächen mit der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft in Afrika und Europa weiterentwickeln.

Die Ergebnisse dieser Konsultationen werden wir im Rahmen der deutschen Präsidentschaft beim G20-Gipfel im Juli und anschließend beim EU-Afrika-Gipfel im November 2017 als konkrete Vorschläge für die Beschlussfassung einbringen.

Mit Afrika und Europa, mit der internationalen Gemeinschaft und mit allen reformwilligen Kräften in Wirtschaft und Zivilgesellschaft können wir im Sinne des Weltzukunftsvertrags Agenda 2030 und des Klimavertrages von Paris die Zukunft gestalten. Wir nutzen das Afrikajahr 2017 als Startschuss für eine neue und langfristige Afrikapartnerschaft.



Kommentare (9)

 

Marion Aberle schrieb am 24.02.2017 um 12:32 Uhr

Auch hier erscheint es unangemessen, mit der deutschen und europäischen Erfolgsgeschichte anzugeben, nicht nur vor dem Hintergrund von Brexit, Populismus u.ä., sondern auch angesichts der kolonialen Vergangenheit, wenngleich sich Deutschland nur spät und nur einen kleinen "Platz an der Sonne" (Staatssekretär Bernhard von Bülow 1897) eroberte. Damit soll afrikanische Eigenverantwortung nicht klein geredet werden. Aber Ausbeutung, Völkermord und verfehltes Nation-Building haben ihre Spuren hinterlassen. Auch die europäische Unterstützung von afrikanischen Potentaten hat nicht zum Demokratisierungsprozess beigetragen. Vor diesem Hintergrund sollte den Gesprächen mit der Zivilgesellschaft eine besondere Rolle zukommen (nicht in einem Atemzug mit Wissenschaft und Wirtschaft), sonst ist man wieder beim Elitendiskurs.

 

 

Maja Augustinovic schrieb am 22.02.2017 um 15:25 Uhr

Ich begrüße den Schritt eines angestrebten Paradigmenwechsels und bin gespannt auf die Weiterentwicklung und vor allem auf die Umsetzung. Gerne nutze ich die Möglichkeit, meine Anmerkungen anbringen zu können: 1.)Toll, dass ein Online-Dialog angeboten wird. Allerdings wäre es von zentraler Bedeutung und Signalkraft, den Dialog in mehreren Sprachen gleichberechtigt und mit gleichen Beteiligungsfunktionen zu öffnen (eine Kommentarfunktion und individuelle Mails machen einen Unterschied!). Es ist essentiell, Feedback aus verschiedenen afrikanischen Perspektiven einzuholen - das bedarf einer breit gestreuten Einladung. Diese Stimmen dann auch sichtbar zu machen, ist mindestens genauso wichtig – nur so kann ernst gemeinter Dialog entstehen. 2.)Urbanisierungsdynamiken mit all ihren sozio-kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen und Potenzialen müssten ganzheitlich im Sinne der New Urban Agenda angegangen werden. Der isolierte Blick auf einzelne Sektoren wie Energie, Infrastruktur etc. erscheint zu kurz gedacht. 3.)KULTUR müsste einen deutlichen höheren Stellenwert einnehmen – gerade dann, wenn ein Paradigmenwechsel angestrebt wird. Daher der Appell, Kultur in all ihren Ausprägungen stärker zu berücksichtigen: Kulturwandel in der Zusammenarbeit, kulturelle Werte, interkulturelle Kompetenzen, Kultur als Innovationsmotor, Arbeitsplätze,Entwicklung…u.v.m.

 

 

Linda Kleemann schrieb am 20.02.2017 um 09:39 Uhr

Das Image der Entwicklungszusammenarbeit hat in den letzten Jahren stark gelitten. Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Rufs ist Transparenz. Zwei Formen der Transparenz sollten besonders beachtet werden: Transparenz über die Mittelverwendung (Rechenschaftspflicht) und Transparenz über die Interessen, die zu Entscheidungen über die Mittelverwendung führen. Entwicklungspolitik verfolgt seit jeher sowohl außenpolitische Interessen, als auch Entwicklungsziele (derzeit vor allem gemessen an den SDGs). Beide Zielsetzungen sollten transparent dargestellt werden und der Grad der Zielerreichung anhand geeigneter Indikatoren gemessen werden.

 

 

Jan-Thilo Klimisch schrieb am 13.02.2017 um 15:58 Uhr

Die knappe Erwähnung, dass die Zukunft u.a. im Sinne des „Weltzukunftsvertrags Agenda 2030“ gestaltet werden soll, sollte hier deutlich ausführlicher und prominenter ausfallen. Die gesamte Europa-Afrika-Kooperation muss in Einklang mit den Zielvorgaben und Prinzipien der 2030-Agenda stehen. Sie ist als Beitrag zu den Umsetzungsanstrengungen der afrikanischen sowie europäischen Länder zur Umsetzung der 2030-Agenda zu verstehen und dementsprechend auszurichten.

 

 

Samuel L. Mukasa schrieb am 09.02.2017 um 17:42 Uhr

Interessantes Konzept, leider fehlt es an realistischen und verbindlichen Aussagen. Den dreijährigen Ausarbeitungsprozess - zumindest laut Herrn Müller im ZDF - sieht man den Entwurf nicht an. Zudem gibt es inhaltlich einige problematische Stellen, die a. die Rolle des BMZ im Vergleich zum BMF , siehe Idee Compact wit Africa, überbewerten oder b. keinen Sachbezug haben, siehe aktuelle Verhandlungstand der EPAs. Ein angemessener Dialog zum Thema Entwicklung in Afrika ist wünschenswert, auch wenn dieser Impuls in der Flüchtlingssituation begründet zu sein scheint. Ein ausgereifteres und relfektiertes Konzept wäre angebracht gewesen, da das aktuelle Papier lediglich nach einem reinen PR-Coup schreit.

 

 

Samuel L. Mukasa schrieb am 09.02.2017 um 17:42 Uhr

Interessantes Konzept, leider fehlt es an realistischen und verbindlichen Aussagen. Den dreijährigen Ausarbeitungsprozess - zumindest laut Herrn Müller im ZDF - sieht man den Entwurf nicht an. Zudem gibt es inhaltlich einige problematische Stellen, die a. die Rolle des BMZ im Vergleich zum BMF , siehe Idee Compact wit Africa, überbewerten oder b. keinen Sachbezug haben, siehe aktuelle Verhandlungstand der EPAs. Ein angemessener Dialog zum Thema Entwicklung in Afrika ist wünschenswert, auch wenn dieser Impuls in der Flüchtlingssituation begründet zu sein scheint. Ein ausgereifteres und relfektiertes Konzept wäre angebracht gewesen, da das aktuelle Papier lediglich nach einem reinen PR-Coup schreit.

 

 

Peter Paul Löning schrieb am 06.02.2017 um 18:27 Uhr

Ich habe mir die Mühe gemacht, den ganzen Entwurf und alle Kommentare dazu zu lesen. Das ist ein Kompendium vieler guter Ideen des fairen Umgangs miteinander. Zwei Wünsche äußere ich jetzt nach der Gesamt-Lektüre: 1. Aus meiner intensiven Begleitung mehrerer Flüchtlinge weiß ich inzwischen, wie schwer sich z.T.: die deutsche Bürokratie tut, Lösungen zu suchen und zu finden. Im Falle des Marschallplans mit Afrika würde ich mir wünschen, dass die Bürokratie - egal auf welchen Ebenen - ausreichenden Entscheidungs-Spieleraum hat. 2. Dies ist ein Entwurf, der Deutschland und auch Europa zur Hilfe aufruft. Eine Abstimmung mit Frankreich und evtl. anderen europäischen Partnern ist dringend erforderlich.

 

 

Norbert Kunz schrieb am 29.01.2017 um 13:35 Uhr

Die Ausrichtung des Marshallplans ist insgesamt sehr gelungen, ein neues Verständnis in der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern ist auch im Interesse Europs zwingend notwendig. Die konsequente Umsetzung des Marshallplans ist wünschenswert.

 

 

Dr. med. Beatrice Moreno schrieb am 28.01.2017 um 18:14 Uhr

Es wäre wünschenswert, dass der "Input" der Zivilgesellschaft, die sich sehr stark für eine nachhaltige Entwicklung engagiert, sich nicht in Form von "unverbindlichen Gesprächen" erschöpft, sondern die Form eines konkreten Stellungnahmeverfahrens wählt. Die Priorisierungsbewertung der Maßnahmen durch die beteiligten Institutionen und Akteure wäre transparent und gut dokumentiert. Dr. Beatrice Moreno TechEnergy for Africa e.V. Berlin

 

 

Lexikon der Entwicklungspolitik

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