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Kapitel 2

Der Kern des Marshallplans


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Der Marshallplan wird von drei Säulen und mehr als 100 Reformideen getragen und den Grundlagenthemen für Entwicklung flankiert:


Zukunftsvertrag mit Afrika
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Zukunftsvertrag mit Afrika


In allen Bereichen setzen wir dabei auf eine deutliche stärkere Unterstützung von Frauen und Mädchen – sowohl als übergreifendes Schwerpunktthema als auch eigenen, separaten Förderschwerpunkt – sowie auf die Verstärkung der Bildungs- und Ausbildungsleistungen für die junge Generation.

Die Chancen der Digitalisierung, die sich auf alle Lebensbereiche erstrecken, wollen wir mit zielgerichteten und sektorübergreifenden Initiativen nutzen. Wir wollen digitale Infrastrukturen aufbauen und in die Fähigkeiten der Menschen investieren. Unser Ziel ist eine faire und offene Entwicklung einer digitalisierten Welt.




Kommentare (10)

 

Gabriele Weigt Dinah Radtke schrieb am 27.02.2017 um 00:31 Uhr

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, muss der Marshallplan als Zukunftsvertrag alle Themen der Agenda 2030 aufgreifen und das Versprechen „Leave no one behind“ in die Umsetzung bringen. Dies bedeutet, dass die Teilhabe aller benachteiligten und diskriminierten Gruppen neben Geschlechtergerechtigkeit zum übergreifenden sowie zum eigenen, separaten Förderschwerpunkt gemacht werden muss.

 

 

Georg Neumann schrieb am 26.02.2017 um 21:21 Uhr

Offene Daten sind ein wichtiger, umgreifender Teil der Digitalisierung. Nur über frei verfügbare, strukturierte Daten können neue und innovative Platformen und Analysemöglichkeiten eröffnet werden. Dies ermöglicht sowohl die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die ihre Regierung zur Rechenschaft ziehen kann, aber auch der Korruptionsbekämpfung und der Effizienz in der Verwaltung.

 

 

BORDA e.V. schrieb am 24.02.2017 um 15:22 Uhr

Die Förderung von Frauen und Mädchen sollte die Sicherstellung von Wasser-und Sanitärversorgung einbeziehen. Die häusliche Wasserversorgung bleibt weiterhin oft verantwortung von Frauen und Mädchen, was neben körperlichen Folgen und Sicherheitsrisiken auch den Ausfall in der Schule oder dem Arbeitsmarkt zur Folge hat. Auf der anderen Seite ist das fehlen von sicheren und zugänglichen Sanitäranlagen eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme von Mädchen in der Schule und von Frauen am Arbeitsplatz.

 

 

TransFair e.V. schrieb am 23.02.2017 um 15:01 Uhr

Wo sind hier die notwendigen Änderungen ordnungspolitischer Rahmenbedingungen auf Seiten Deutschlands, EU einzuordnen?

 

 

Linda Kleemann schrieb am 20.02.2017 um 09:32 Uhr

These 2 ist nur umsetzbar, wenn längerfristig die Eigenfinanzierung der Staaten verbessert wird. Dazu gehört neben guter Regierungsführung, auch die Verbesserung des Steueraufkommens (siehe hierzu auch These 9). Nur so können die Länder Afrikas mittel- bis langfristig von Geldzahlungen aus dem Ausland unabhängig werden. Investitionsanreize reichen dafür nicht. Eine internationale Abstimmung der (Unternehmens)Steuerpolitik und die Eingrenzung der Finanzmarktspekulation sind dafür unerlässlich. Beides ist mittelfristig im Interesse aller beteiligten Länder. Die Digitalisierung der Geschäftswelt zusammen mit der Globalisierung macht es zunehmend leichter Unternehmensstandorte schnell zu verlagern. Um einen dadurch ausgelösten Niedrigsteuerwettlauf zu verhindern hilft nur die internationale Kooperation in Steuerfragen, inklusive der Schließung oder zumindest Behinderung von Steueroasen und einem härteren Vorgehen gegen korrupte Politiker und Geschäftsleute, die ihre Vermögen außer Landes schaffen. Diese Politik muss vertreten werden, auch wenn ihr mächtige Interessen entgegenstehen. Insofern begrüßen wir die Vorschläge zur Korruptionsbekämpfung und Austrocknung von Steueroasen (Kapitel 2.2). Wichtig dabei ist: Ein erhöhtes Steueraufkommen muss vor allem für klassische Themen der Sozialpolitik, insbesondere soziale AbsicherungX und Bildung verwendet werden. Es muss zuerst diese Basis schaffen und Hilfsgelder können dabei unterstützend wirken (Kapitel 4.4). Erst in zweiter Priorität folgt die Investitionsförderung aus Steuermitteln (These 9). Im Übrigen hat jahrelange Forschungsarbeit gezeigt, dass eine ausreichende soziale Absicherung Investitionen anregt, insbesondere bei kleinen Unternehmen. Bildung und soziale Sicherung formen die Basis für chancengleiche Gesellschaften. Dies ist auch im deutschen Interesse, denn hohe Ungleichheit fördert Kriminalität und Gewalt.

 

 

Jenni Jerabek schrieb am 13.02.2017 um 16:55 Uhr

Das Querschnittsthema sollte sich stets auf die Nachhaltigen Entwicklungsziele und das "Leave no one behind" beziehen. Das bedeutet, nicht nur ein Augenmerk auf Frauen zu legen, aber auch auf Menschen mit Behinderung und andere benachteiligte Gruppen.

 

 

Jan-Thilo Klimisch schrieb am 13.02.2017 um 15:52 Uhr

Der Kern des Marshallplans sollte sich an den SDGs ausrichten, anstatt zu selektieren. Das Clustern und Neuaufführen von „Grundlagenthemen für Entwicklung“ führt dazu, dass zentrale Themenbereiche wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe aller und Überwindung von Ungleichheiten (SDG 10) in dieser Auflistung und Priorisierung komplett außen vor bleiben. Die Teilhabe aller benachteiligten und diskriminierten Bevölkerungsgruppen (im Sinne von ‚Leaving no one behind‘), sollte hier neben Geschlechtergerechtigkeit zum „übergreifenden Schwerpunktthema“ gemacht werden (S. 12, unten). Zu 2.1: Reformpartnerschaften an die Bedingung der politischen Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zu knüpfen, sollte damit einhergehen, dass es eine gleichberechtigte Beteiligung aller und Rechtssicherheit für alle gibt, insbesondere auch für benachteiligte und diskriminierte Bevölkerungsgruppen (S. 13, zweiter Absatz). Zu 2.3: Hier sollte betont werden, dass eine verstärkte Mobilisierung privater Investitionen den gleichen menschenrechtlichen, sozialen- und Umwelt-Standards gerecht werden muss, die auch für direkte Investition von ODA in Partnerländern gelten.

 

 

Elizabeth Boehme schrieb am 12.02.2017 um 19:46 Uhr

Remittance should be on the investment and development agenda. Africa diaspora plays a significant role in the economic development of Africa. According to the World bank, remittances sent to developing countries amount to 415 billion Euro in 2016. In Africa, it is about 86 billion Euro. Diaspora remittance supports livelihood and community development projects. This has a huge impact on the economy. In the 90s, remittances were mostly for private consumption which together with foreign aid was a great tool to combat critical problems like hunger, education, sickness, funeral etc. in Africa. Remittance to Africa have continuously increase over the years. It is now used for savings and investment in small projects and real estates. Diaspora know the challenges and opportunities they have in their land of origin and they are willing to invest back in their hometown and will not quickly run away when things get tough. Unfortunately, their savings back home generates little or no income. Diaspora groups are also an important agent that intervenes when it comes to conflict situation in their homeland. Their remittance can either promote the conflict or can contribute towards peace building and sustainable development. It is necessary that the government should create a favourable policy environment for facilitating the efficiency and transparency of diaspora remittance transfers. Remittance charges is very high. The rate of sending money to Africa is about 8 percent. That is too much for somebody with less capital. That is why there should be more regulation on the banking system. There should be transparency in currency rates and lower cost of transaction. Rates should not exceed 4 percent. By so doing, more money will be kept in the hands of the migrants and their families.

 

 

Peter Wiessner schrieb am 09.02.2017 um 11:41 Uhr

Seite 12: In Bezug auf die besondere Unterstützung, die Frauen und Mädchen benötigen sollten das Thema ‚Gendergerechtigkeit‘ und ‚sexuelle Vielfalt‘ ausdrücklich benannt und thematisiert werden. Dabei müssen auch Jungen und Männer mit berücksichtigt werden, ohne deren Mitwirken angestrebte Veränderungen nur schwerlich möglich sind. Mitgedacht werden muss, dass auch die Bedürfnisse von Jungen oder jungen Heranwachsenden, auch in Hinblick auf die Übernahme von Geschlechterrollen, zu berücksichtigen sind.

 

 

Hoelkeskamp schrieb am 21.01.2017 um 13:40 Uhr

Es fehlt der digitalte Wandel.

 

 

Lexikon der Entwicklungspolitik

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