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Marshallplan mit Afrika

Afrika und Europa – Eine neue Partnerschaft für Entwicklung und Frieden

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Afrika und Europa sind Nachbarkontinente, verbunden durch unsere gemeinsame Geschichte. Wir stehen in der Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft. Von einer erfolgreichen Bewältigung der großen Herausforderungen hängt nicht nur die Zukunft und das Schicksal Afrikas, seiner Menschen und seiner Natur, sondern auch die Zukunft Europas ab. Wir können die Herausforderung gemeinsam zum Nutzen beider Kontinente in einer neuen Dimension der Zusammenarbeit erfolgreich bewältigen.

2017 ist das Afrikajahr in Deutschland und in der Europäischen Union. Afrika ist das Schwerpunktthema der deutschen G20-Präsidentschaft. Die Europäische Union arbeitet an einem neuen Afrikakonzept. Mit einem neuen Partnerschaftsvertrag in Ablösung des Cotonou-Vertrags setzen die 28 Mitgliedstaaten die Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage. Jetzt ist der Zeitpunkt, neue Antworten auf neue Herausforderungen zu geben. Dieses Dokument ist ein dynamisches Dokument. Es beschreibt Potenziale, Probleme und Lösungsansätze. Es ist ein Anstoß zur Diskussion, zum Mitdenken und zur Mitarbeit aller gesellschaftlichen und politischen Gruppierungen. Es ist eine Einladung zur gemeinsamen Analyse und Lösungsentwicklung – mit dem Ziel einer neuen Lern- und Entwicklungspartnerschaft.

Es gibt nicht EINE Lösung, EINEN Weg, EINEN Plan, um auf die Herausforderungen des afrikanischen Kontinents zu reagieren. Selbstverständlich sind diese Herausforderungen nur bedingt vergleichbar mit der Situation Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Die notwendigen Kraftanstrengungen sind es dagegen schon.

Gleichzeitig steht der Marshallplan für den Willen und Optimismus zu einem erfolgreichen Weg des Friedens und der Entwicklung in der Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika. Er muss ein integriertes Gesamtkonzept der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten mit den Staaten der Afrikanischen Union sein. Schwerpunkte sind fairer Handel, mehr private Investitionen, mehr wirtschaftliche Entwicklung von unten, mehr unternehmerische Entfaltung und vor allem mehr Jobs und Beschäftigung.

Die Eigenverantwortung der afrikanischen Staaten muss gestärkt, die Zeit der "Entwicklungshilfe" und die Zeit von "Geber und Nehmer" abgelöst werden. Die EU und ihre Mitgliedstaaten stehen hierfür als gleichberechtigter Partner zur Verfügung. Es bedarf einer neuen Vereinbarung für eine politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Kooperation. Anknüpfungspunkt hierfür ist die Agenda 2063 der Afrikanischen Union.

Ziel ist ein prosperierendes und friedliches Afrika dessen Entwicklung alle einbezieht und von den Potenzialen der eigenen Bevölkerung vorangetrieben wird. Wir wollen afrikanische Lösungen für afrikanische Herausforderungen.

Unsere afrikanischen Partner, alle Experten der Zivilgesellschaft – aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Verbänden – sowie aus den Politikfeldern, die gefordert sind, zum Gelingen des Marshallplans beizutragen, sind eingeladen, im kommenden Afrikajahr 2017 die hier aufgezeigten Vorschläge und Lösungsansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Wir werden dazu eine Vielzahl von Veranstaltungen anbieten und alle Interessierten zu einem Online-Dialog einladen.


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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