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Mexiko

Bunte Häuser in einem Vorort von Mexiko-Stadt

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Überblick

Brückenland mit großen Gegensätzen

Die USA im Norden, der südamerikanische Kontinent im Süden: Mexiko nimmt geostrategisch eine bedeutende Position ein. Das Schwellenland steht an 15. Stelle der größten Volkswirtschaften und übernimmt wichtige Aufgaben bei der Bewältigung weltweiter und regionaler Herausforderungen. Innerhalb der Staatengemeinschaft engagiert sich Mexiko als Mittler zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern. Das Land spielt eine aktive Rolle in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS).

Die Weltbank ordnet Mexiko in die Gruppe der Länder mit gehobenem mittlerem Einkommen ein – allerdings gibt es im Land extreme soziale Unterschiede. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Kriminalität, mangelnde Transparenz des staatlichen Handelns, ein Mangel an Fachkräften, die Missachtung der Menschenrechte und Korruption hemmen die Entwicklung.

Entwicklungszusammenarbeit

Als G20-Mitglied engagiert sich Mexiko für eine enge internationale Abstimmung in Fragen der finanziellen, technischen und umweltpolitischen Zusammenarbeit. Das Land gehört zu den globalen Entwicklungspartnern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine enge strategische Partnerschaft anstrebt.

Die deutsch-mexikanische Zusammenarbeit konzentriert sich auf den Schutz und Erhalt globaler öffentlicher Güter. Im Mittelpunkt stehen die Versorgung des Landes mit nachhaltiger und bedarfsgerechter Energie sowie der Schutz und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Deutschland fördert keine Maßnahmen, die Mexiko angesichts seiner Wirtschaftskraft auch in Eigenleistung erbringen kann.

Seit einigen Jahren übernimmt Mexiko auch selbst eine entwicklungspolitische Geberrolle in Lateinamerika. Deutschland unterstützt dieses Engagement. Über Dreieckskooperationen geben Mexiko und Deutschland ihre gemeinsamen Erfahrungen an andere Länder in der Region weiter. Darüber hinaus fördern die beiden Länder in einem "Gemeinsamen Deutsch-Mexikanischen Fonds" Governance-Projekte zu jeweils gleichen finanziellen Anteilen.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Mexiko

  • Blick auf Mexiko-Stadt
    Politische Situation

    Gefahren für die innere Sicherheit

    Noch weist die mexikanische Demokratie deutliche Defizite in der Rechtsstaatlichkeit und der Rechtssicherheit auf. Die neue Regierung unter López Obrador verfolgt eine neue Strategie zur Bekämpfung der Korruption und zur Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen.

  • Schuhmacher in San Cristóbal, Mexiko
    Soziale Situation

    Grundrechte noch nicht verwirklicht

    Mexiko ist ein typisches Schwellenland: Einerseits ist das Land ein wichtiger regionaler und globaler Akteur, der beachtliche wirtschaftliche Erfolge vorweisen kann und die internationale Politik aktiv mitgestaltet. Andererseits ist es noch mit den sozialen und ökologischen Schwierigkeiten eines Entwicklungslandes konfrontiert.

  • Fahrzeugindustrie in Puebla, Mexiko
    Wirtschaftliche Situation

    Starke Abhängigkeit von den USA

    Mexikos Wirtschaft ist stark vom Außenhandel abhängig, vor allem vom Export von Industrieerzeugnissen wie Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen, Maschinen und elektrischen Geräten. Rund 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten.

  • Bauer in Puebla, Mexiko
    Umwelt- und Klimaschutz

    Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen

    Ein großes Problem Mexikos sind die wachsenden Umweltschäden. Verstädterung, ein hoher Flächenverbrauch durch Land- und Viehwirtschaft sowie Abholzung bedrohen die große Artenvielfalt im Land.

Blick auf Mexiko-Stadt
Politische Situation

Gefahren für die innere Sicherheit

Im Juli 2018 wurde der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador (genannt: "AMLO") mit großer Mehrheit zum mexikanischen Staatspräsidenten gewählt. Sein Wahlbündnis verfügt in beiden Parlamentskammern über eine deutliche Mehrheit. Als Schwerpunkte ihrer Politik nennt die neue Regierung: Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und Korruption; Verbesserung der Rechtsstaatlichkeit und Vergangenheitsaufarbeitung; höhere Energieautonomie; Jugendbeschäftigung; Bekämpfung der Kriminalität.

Noch weist die mexikanische Demokratie deutliche Defizite in der Rechtsstaatlichkeit und der Rechtssicherheit auf. Die neue Regierung unter López Obrador verfolgt eine neue Strategie zur Bekämpfung der Korruption und zur Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen. Erste Reformen und Schritte in diesem Politikbereich sind zu erkennen.

Korruption

In der Politik, Verwaltung und im Justizwesen Mexikos ist Korruption weit verbreitet. Das führt unter anderem dazu, dass Straftaten kaum verfolgt werden, die Straflosigkeit lieg geschätzt bei 98 Prozent. Im Korruptionsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International hat sich Mexiko in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert. Im Index 2018 belegt es Platz 138 von 180 Ländern (2013: 106 von 177).

Organisierte Kriminalität

Die größte Gefahr für die innere Sicherheit des Landes geht vom organisierten Verbrechen aus. Von Mexiko aus wird fast der gesamte US-amerikanische Drogenmarkt kontrolliert. Bewaffnete Gruppen der Drogenkartelle haben das staatliche Gewaltmonopol in Teilen Mexikos außer Kraft gesetzt. Die Mafia übt zudem Einfluss auf Teile der Politik, Wirtschaft und des Polizeiapparats aus. Der "Drogenkrieg" zwischen staatlichen Sicherheitskräften und organisierten Kriminellen sowie zwischen den konkurrierenden Kartellen fordert jedes Jahr Tausende Menschenleben. 2018 wurden in Mexiko nach Schätzungen rund 28.000 Menschen vorsätzlich getötet. Über 35.000 Personen gelten als vermisst.

Journalistinnen und Journalisten, die über Korruption, Drogenhandel und die Verquickung von Politik und organisiertem Verbrechen berichten, bringen sich in Lebensgefahr. Auf der Rangliste der Pressefreiheit 2018 der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen steht Mexiko auf Platz 147 von 180 bewerteten Ländern (2013: 153 von 179).

Zunehmende Migration

Mexiko ist Transitland für eine wachsende Anzahl von Flüchtlingen und Migrantinen und Migranten, die aus süd- und zentralamerikanischen Ländern in die USA gelangen wollen. Die angespannte Lage in der Grenzregion zu den USA stellt die mexikanische Regierung vor politische und humanitäre Herausforderungen.

Marktfrau in San Cristóbal, Mexiko
Schuhmacher in San Cristóbal, Mexiko
Soziale Situation

Grundrechte noch nicht verwirklicht

Mexiko ist ein typisches Schwellenland: Einerseits ist das Land ein wichtiger regionaler und globaler Akteur, der beachtliche wirtschaftliche Erfolge vorweisen kann und die internationale Politik aktiv mitgestaltet. Andererseits ist es noch mit den sozialen und ökologischen Schwierigkeiten eines Entwicklungslandes konfrontiert.

Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) liegt Mexiko auf Rang 74 von 189 ausgewerteten Staaten. Durch umfangreiche Sozialprogramme ist es gelungen, die Zahl der extrem Armen zu reduzieren. Nach Angaben der Weltbank leben heute rund 2,5 Prozent der Menschen in Mexiko von weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag.

Einkommen und Vermögen ungleich verteilt

Die strukturellen Ursachen der Armut wurden allerdings noch nicht beseitigt.

Die mexikanische Regierung bemisst die nationale Armutsrate nach einem multidimensionalen Index, der neben dem Einkommen auch den Zugang zu sozialen Grundrechten wie Gesundheit, Bildung und Unterkunft berücksichtigt. Demnach leben immer noch mehr als 40 Prozent der Bevölkerung in Armut.

Das Vermögen ist zwischen den Landesteilen und Bevölkerungsgruppen äußerst ungleich verteilt. Im Norden liegen relativ reiche Regionen mit Unternehmen, die auf Weltmarktniveau produzieren. Die Mitte wird vom Ballungsraum Mexiko-Stadt dominiert, in dem ein großer Teil des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet wird. Der Süden ist noch wenig entwickelt. Dort lebt der größte Teil der indigenen Bevölkerung, die wirtschaftlich und sozial ausgegrenzt wird.

Gewalt gegen Frauen

Mexiko hat die wichtigsten Menschenrechtskonventionen unterzeichnet. Diese werden jedoch nicht konsequent umgesetzt. Insbesondere die Gewalt gegen Frauen hat ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Angesichts der steigenden Zahl an Frauenmorden wurde der "Femizid" in mehreren Bundesstaaten als eigener Straftatbestand eingeführt.

Fahrzeugindustrie in Puebla, Mexiko
Wirtschaftliche Situation

Starke Abhängigkeit von den USA

Mexikos Wirtschaft ist stark vom Außenhandel abhängig, vor allem vom Export von Industrieerzeugnissen wie Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen, Maschinen und elektrischen Geräten. Rund 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten.

2017 wuchs die mexikanische Wirtschaft um zwei Prozent. Für die Jahre bis 2020 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) geringfügig höhere Werte.

Die mexikanische Regierung strebt eine Diversifizierung der Wirtschaft und eine Ausweitung seiner Handelspartnerschaften an. Sie hat in den vergangenen Jahren ein weltweites Netz von Freihandels- und Globalabkommen aufgebaut, unter anderem mit der EU und Japan. Im November 2018 unterzeichnete sie ein neues Handelsabkommen mit den USA und Kanada (United States – Mexico – Canada Agreement, USMCA). Es löst das 1994 geschlossene Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) ab, das von US-Präsident Donald Trump aufgekündigt worden war.

Mexiko engagiert sich in internationalen Foren und Organisationen wie der G20 und der OECD sowie in regionalen Zusammenschlüssen wie der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), der Pazifik-Allianz und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños, CELAC).

Fast zwölf Millionen gebürtige Mexikanerinnen und Mexikaner leben in den Vereinigten Staaten – etwa die Hälfte von ihnen ohne gültige Aufenthaltspapiere. Im Jahr 2018 überwiesen mexikanische Migrantinnen und Migranten mehr als 30 Milliarden US-Dollar in ihr Heimatland.

Bauer in Puebla, Mexiko
Umwelt- und Klimaschutz

Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen

Ein großes Problem Mexikos sind die wachsenden Umweltschäden. Verstädterung, ein hoher Flächenverbrauch durch Land- und Viehwirtschaft sowie Abholzung bedrohen die große Artenvielfalt im Land. Die Luftverschmutzung ist gravierend, vor allem in Großstädten wie der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Moderne umweltpolitische Gesetze liegen zwar vor, werden jedoch nicht konsequent umgesetzt, weil das Problembewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung und der Verwaltung fehlt.

Mit ihrem nationalen Entwicklungsplan 2013 bis 2018 hat sich die mexikanische Regierung ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zum Ziel gesetzt. Im Dezember 2015 verabschiedete das Parlament ein Energiewendegesetz, das konkrete Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energien festschreibt. So soll der Anteil "sauberer" Energie (erneuerbare Energien, Kernenergie und Kraft-Wärme-Kopplung) bis 2024 auf 35 Prozent steigen. Als erstes Schwellenland hat Mexiko 2015 einen nationalen Plan für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen vorgelegt (NDC).

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Mexiko

Mexiko ist ein sogenannter globaler Entwicklungspartner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2015 finden regelmäßige Regierungsgespräche zwischen Deutschland und Mexiko in Form einer binationalen Kommission statt, die unter dem Vorsitz der Außenminister tagt. Ihr sind Fachkommissionen untergeordnet. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) haben die gemeinsame Federführung für die "Fachkommission zur Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung, Umwelt und Klima".

Im Rahmen von Regierungsverhandlungen im Mai 2017 sagte das BMZ Mexiko rund 212 Millionen Euro zu (finanzielle Zusammenarbeit: 190 Millionen Euro, technische Zusammenarbeit: 21,6 Millionen Euro). Insgesamt wurden im Rahmen der binationalen Kommission Mittel in Höhe von 449,9 Millionen Euro für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit in den Jahren 2016/2017 zugesagt. Der größte Teil dieser Zusagen wird angesichts der Leistungsfähigkeit Mexikos in Form von zinsverbilligten Krediten zur Verfügung gestellt.

Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Nachhaltige und bedarfsgerechte Energie
  • Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Das BMZ stimmt die deutsch-mexikanische Entwicklungszusammenarbeit eng mit dem Bundesumweltministerium ab, das sich im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) ebenfalls in den Bereichen Klimaschutz und Biodiversitätserhalt in Mexiko engagiert.

Zusätzlich zu den vereinbarten Schwerpunkten unterstützt das BMZ Projekte zur Förderung einer guten Regierungsführung und der dualen Berufsbildung. Deutschland und Mexiko haben zudem vereinbart, Dreieckskooperationen mit anderen Ländern Lateinamerikas auszubauen und gemeinsame Vorhaben mit Drittländern umzusetzen.

Windpark in Mexiko
Schwerpunkt "Nachhaltige und bedarfsgerechte Energie"

Energiewende unterstützen

Obwohl die geographischen und klimatischen Bedingungen für eine Nutzung erneuerbarer Energien günstig sind, basiert Mexikos Energieerzeugung immer noch vorwiegend auf fossilen Brennstoffen – das Land gehört zu den zehn größten Erdölproduzenten der Welt. Vor allem in den Bereichen Solar- und Windenergie besitzt Mexiko enorme Potenziale, die noch nicht genutzt werden.

Deutschland unterstützt Mexiko bei seinen Anstrengungen, regenerative Energiequellen stärker zu nutzen und die Energieeffizienz zu steigern. Im Auftrag des BMZ berät die GIZ Schlüsselakteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um die Markteinführung von Solarenergie voranzutreiben. Unter anderem werden Strategien erarbeitet, wie sich Solarenergie in der Industrie einsetzen lässt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nationalen Entwicklungs- und Außenhandelsbank Bancomext werden dabei unterstützt, Solarprojekte im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und finanzielle Risiken zu bewerten und neue Finanzierungsmodelle zu entwickeln.

Ein weiterer Arbeitsbereich ist die energetische Nutzung von Abfall, beispielsweise durch Biogasanlagen oder als Brennstoff in der Zementproduktion. Mit deutscher Unterstützung werden die politischen und praktischen Voraussetzungen dafür geschaffen.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit fördert die KfW Entwicklungsbank die Errichtung von Windparks und Solaranlagen und den Neubau von Häusern mit besonders niedrigem Energiebedarf.

EcoCasas in Mexiko
Mülldeponie in Mexiko-Stadt
Schwerpunkt "Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen"

Wirksame Umsetzung nationaler Programme

Die unkontrollierte Entsorgung von Hausmüll und industriellen Sonderabfällen ist ein großes Problem in Mexiko. Nur wenige Betriebe verfügen über saubere Produktionsverfahren, Kläranlagen und Filter. Vor allem in Mexiko-Stadt sind Luft, Wasser und Boden stark belastet.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit trägt dazu bei, dass nationale Programme zum städtisch-industriellen Umweltschutz wirksam umgesetzt werden. Ressourceneffizienz, Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sollen stärker berücksichtigt werden. In mehreren Städten wurden Pilotvorhaben zu Themen wie umweltfreundlicher Transport, ressourcenschonende Produktion, Verbesserung der Luftqualität, umweltgerechte Entsorgung von Abwasser und Abfall, nachhaltiger Tourismus und Umweltbildung gestartet. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich im Umweltschutz engagieren, werden gezielt gestärkt. Die Erfahrungen aus den Pilotstädten sollen dann auf weitere Kommunen übertragen werden.

Biodiversität erhalten

Ein weiteres Arbeitsfeld der deutsch-mexikanischen Kooperation im Umweltbereich ist der Schutz der großen Biodiversität Mexikos, das zu den sogenannten megabiodiversen Ländern zählt. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Umsetzung der im Dezember 2016 veröffentlichten nationalen Biodiversitätsstrategie. Unter anderem werden ökologische Korridore eingerichtet, um Ökosysteme miteinander zu verbinden.

In mehreren Pilotregionen wird das Konzept einer integrierten Landschaftsplanung umgesetzt. Dabei werden auf Bundesebene entwickelte Handlungsansätze, etwa zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft oder zur Verbesserung von Raumordnungsprozessen, dezentral umgesetzt. Deutschland und Mexiko entwickeln außerdem Finanzierungsstrategien für den Natur- und Waldschutz sowie Anreize für die nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen und den Erhalt der Artenvielfalt.

Dreieckskooperationen

Erfahrungen weitergeben

Deutschland und Mexiko haben vereinbart, ihre gemeinsam gesammelten Erfahrungen in Form von Dreieckskooperationen auch anderen Ländern Lateinamerikas zur Verfügung zu stellen und gemeinsame Vorhaben mit Drittländern umzusetzen. Seit 2006 arbeiten die beiden Länder in dieser Form zusammen und bündeln ihre finanziellen Mittel und ihr Know-how, um Probleme in der Region – zum Nutzen aller Beteiligten – zu lösen. Zurzeit haben Deutschland und Mexiko zwölf Dreieckskooperationen mit Partnerländern vereinbart.

Die Sonnenpyramide von Teotihuacán, Mexiko

Karte von Mexiko

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Mexiko Deutschland
Ländernamea16173184 Vereinigte Mexikanische Staaten Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Mexiko-Stadt, im Großraum etwa 22 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.964.375 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 74 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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