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Ecuador

Ein Teppichverkäufer auf dem Markt von Otavalo, Ecuador

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Überblick

Land im Umschwung

Ecuador galt lange Zeit als innenpolitisch instabil – innerhalb von zehn Jahren (1997 bis 2007) waren sieben verschiedene Präsidenten an der Macht. Erst mit dem Amtsantritt des Wirtschaftswissenschaftlers Rafael Correa 2007 stabilisierte sich die Lage. Er wurde 2009 und 2013 im Amt bestätigt.

Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2017 konnte Lenín Moreno für sich entscheiden. Er bekleidete unter Correa das Amt des Vizepräsidenten und gehört wie dieser der Partei "Alianza País" an. Trotz innenpolitischer und innerparteilicher Widerstände schlägt er einen gemäßigten und auf internationale Partnerschaften ausgerichteten Weg ein. Er demonstriert Offenheit, Bereitschaft zum Dialog und zur Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist einer der größten bilateralen Geber in der Entwicklungszusammenarbeit mit Ecuador. Die Kooperation konzentriert sich auf den Umwelt- und Ressourcenschutz sowie auf den Bereich Staat, Demokratie und Teilhabe.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Ecuador

  • Erstes Treffen der andinen Völker für Sumak Kawsay 2011 in Ecuador
    Politische Situation

    Ehrgeizige Entwicklungsziele

    Während der Amtszeit von Präsident Rafael Correa (2007 bis 2017) hat in Ecuador ein radikaler Umschwung stattgefunden. Correa selbst bezeichnete seine Politik als "Bürgerrevolution".

  • Häuser auf einem Hügel in Quito, Ecuador
    Soziale Situation

    Weniger Menschen in Armut

    Ecuador zählt zu den Ländern mit gehobenem mittlerem Einkommen. Erste Erfolge der Reformpolitik der vergangenen zehn Jahre sind zu verzeichnen: Armut und soziale Ungleichheit haben deutlich abgenommen.

  • Tanklastwagen auf einer Fähre über den Fluss Napo, Ecuador
    Wirtschaftliche Situation

    Große Abhängigkeit vom Erdöl

    Ökonomisches Leitbild der ecuadorianischen Regierung ist das Konzept der "solidarischen Wirtschaft", die im Dienst der Gesellschaft steht. Angestrebt wird außerdem eine ökologisch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

  • Eine circa 100 Jahre alte Galapagos-Riesenschildkröte, Charles-Darwin Forschungsstation auf der Insel Santa Cruz, Galapagosinseln, Ecuador
    Umwelt

    Außergewöhnliche Artenvielfalt

    Ecuador gehört zu den Ländern mit der größten Artenvielfalt der Welt. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Größe der Naturschutzgebiete herausragend: Rund zwanzig Prozent der Landesfläche sind offiziell geschützt.

Erstes Treffen der andinen Völker für Sumak Kawsay 2011 in Ecuador
Politische Situation

Ehrgeizige Entwicklungsziele

Während der Amtszeit von Präsident Rafael Correa (2007 bis 2017) hat in Ecuador ein radikaler Umschwung stattgefunden. Correa selbst bezeichnete seine Politik als "Bürgerrevolution". Die 2008 verabschiedete neue Verfassung beruft sich auf das in der indigenen Kultur begründete Leitbild des Sumak Kawsay (Kichwa für "gutes Leben", auf Spanisch "buen vivir"). Die Verfassung definiert Ecuador als sozialen, demokratischen, interkulturellen, plurinationalen und laizistischen Rechtsstaat. Unter anderem sind die sozialen Grundrechte auf Ernährung, Gesundheit und Bildung sowie eine staatliche Souveränität über "strategische Ressourcen" in ihr festgeschrieben.

Richtungsweisender Volksentscheid

Die innenpolitische Lage für Correas Nachfolger Lenín Moreno ist schwierig: 29 Correa-Anhänger haben 2017 die Parlamentsfraktion der "Alianza País" verlassen, weil sie Morenos Kurs nicht mittragen wollen. Die Regierungspartei verfügt seitdem nur noch über 45 von 137 Sitzen und ist auf die Zusammenarbeit mit anderen Parteien angewiesen.

Im Februar 2018 konnte Moreno seine politische Position jedoch festigen: In einem Volksentscheid über verfassungsrechtliche Fragen erhielten seine Vorschläge deutliche Zustimmung. Themen waren unter anderem ein stärkerer Umweltschutz (Ausweitung des Nationalparks Yasuní, Einschränkung der Erdölförderung), eine Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten sowie härtere Strafen bei Korruptionsdelikten.

Leben ohne Armut und Gewalt

Die ecuadorianische Regierung hat sich ehrgeizige Entwicklungsziele gesetzt. Der im Juli 2017 verabschiedete nationale Entwicklungsplan für den Zeitraum bis 2021 formuliert das Ziel eines Lebens frei von Armut und Gewalt. Einen hohen Stellenwert nehmen der politische und gesellschaftliche Dialog und die Beteiligung der Bevölkerung in allen Lebensbereichen ein. Der Entwicklungsplan versteht sich ausdrücklich als nationale Umsetzung der Agenda 2030. Er verbindet die Themen soziale Inklusion, ökologische Nachhaltigkeit, politische Partizipation und Frieden.

Häuser auf einem Hügel in Quito, Ecuador
Soziale Situation

Weniger Menschen in Armut

Ecuador zählt zu den Ländern mit gehobenem mittlerem Einkommen (upper middle income countries). Erste Erfolge der Reformpolitik der vergangenen zehn Jahre sind zu verzeichnen: Armut und soziale Ungleichheit haben deutlich abgenommen.

Nach Angaben der Weltbank ist der Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben, zwischen 2007 und 2017 von 36,7 Prozent auf 21,5 Prozent gesunken, der Anteil der extrem Armen von 8,5 auf 3,6 Prozent (2016). Das jährliche Bruttonationaleinkommen ist seit 2007 von umgerechnet 3.330 auf 5.890 US-Dollar (2017) pro Kopf gestiegen. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) liegt Ecuador auf Rang 86 von 189 Ländern.

Soziale Kluft nicht geschlossen

In ländlichen Gebieten Ecuadors ist die Armut allerdings noch immer groß und betrifft vor allem Indigene und Afro-Ecuadorianer sowie Kinder. Die soziale Ungleichheit wurde zwar verringert, die Kluft zwischen Arm und Reich ist jedoch bei weitem noch nicht geschlossen. Defizite gibt es außerdem bei der Trinkwasser- und Sanitärversorgung.

Die Arbeitslosenquote liegt offiziell bei 3,8 Prozent. Knapp 20 Prozent der Beschäftigten gelten jedoch als unterbeschäftigt.

Mit Blick auf das hohe Haushaltsdefizit und die wachsende Staatsverschuldung hat die Regierung von Präsident Moreno einen Sparkurs angekündigt. Sparmaßnahmen sollen insbesondere den öffentlichen Sektor und öffentliche Investitionen betreffen. Die Sozialausgaben, die unter Morenos Vorgänger Rafael Correa massiv gesteigert wurden, sollen jedoch verschont bleiben.

Schulklasse in Ecuador
Tanklastwagen auf einer Fähre über den Fluss Napo, Ecuador
Wirtschaftliche Situation

Große Abhängigkeit vom Erdöl

Ökonomisches Leitbild der ecuadorianischen Regierung ist das Konzept der "solidarischen Wirtschaft", die im Dienst der Gesellschaft steht. Angestrebt wird außerdem eine ökologisch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Unter anderem im Umweltbereich beabsichtigt Staatspräsident Moreno einen klaren Kurswechsel im Vergleich mit der Politik seines Vorgängers. So plant er zum Beispiel, die Erdölförderung in ökologisch sensiblen Gebieten einzuschränken und – unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft – verbindliche nationale Klimaschutzbeiträge (NDC) für Ecuador festzulegen.

Ecuadors Wirtschaft ist stark von Exporten abhängig. Das mit Abstand wichtigste Exportgut ist Erdöl (rund 30 Prozent der Gesamtausfuhr), ausgeführt werden außerdem Bananen sowie Kaffee, Kakao, Fisch und Garnelen. Neben dem Erdölsektor spielen auch der Groß- und Einzelhandel sowie der Industriesektor eine wichtige Rolle in der ecuadorianischen Wirtschaft.

Erdölpreis beeinflusst Wirtschaftslage

Aufgrund der Abhängigkeit vom Erdöl unterliegen die staatlichen Einnahmen direkt den Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. Mehrere Jahre lang sorgte ein hoher Ölpreis für kontinuierliche Wachstumsraten der ecuadorianischen Wirtschaft. Die Regierung konnte die staatlichen Ausgaben für Soziales und Infrastruktur deutlich erhöhen.

Der nachfolgende Absturz des Ölpreises wirkte sich entsprechend negativ aus: 2016 rutschte Ecuador in die Rezession, die Regierung musste umfassende Sparprogramme einleiten. Für 2019 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent.

Reform soll Investoren anlocken

Im regionalen Vergleich engagieren sich ausländische Investoren in Ecuador bislang nur wenig. Zu den Gründen für die Zurückhaltung zählten in den vergangenen Jahren die mangelnde Rechtssicherheit, umfangreiche staatliche Reglementierungen, eine hohe Devisenausfuhrsteuer, eine ineffiziente Verwaltung und fehlendes Vertrauen in die Verlässlichkeit der Wirtschaftspolitik. Im August 2018 hat die Regierung ein Wirtschaftsreformgesetz verabschiedet, durch das sie die Auslandsinvestitionen, etwa in der Tourismusbranche, deutlich steigern will.

Eine circa 100 Jahre alte Galapagos-Riesenschildkröte, Charles-Darwin Forschungsstation auf der Insel Santa Cruz, Galapagosinseln, Ecuador
Umwelt

Außergewöhnliche Artenvielfalt

Ecuador gehört zu den Ländern mit der größten Artenvielfalt der Welt. In den Mangrovensümpfen an der Küste, den Bergwäldern der Anden, im tropischen Regenwald des Amazonasgebiets und auf dem Galapagos-Archipel sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu finden, die es nirgendwo sonst auf der Erde gibt. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Größe der Naturschutzgebiete herausragend: Rund zwanzig Prozent der Landesfläche sind offiziell geschützt. Allerdings sind die Behörden oftmals noch nicht in der Lage, für die Einhaltung der Umweltgesetze zu sorgen und die Schutzgebiete zu kontrollieren.

Gefahr durch Erdölförderung

Akut bedroht werden die vielfältigen Naturräume vor allem durch den wichtigsten Wirtschaftssektor des Landes: die Erdölindustrie. Zwar ist die Natur in der Verfassung Ecuadors als eigenständiges Subjekt mit eigenen Rechten definiert. Auch gibt es umfassende und im regionalen Vergleich fortschrittliche nationale Programme wie "Socio Bosque", das Anreizzahlungen für die lokale Bevölkerung vorsieht, wenn diese zum Waldschutz beiträgt. Trotzdem gehen aktuell jedes Jahr rund 60.000 Hektar Urwald durch Abholzung verloren – das entspricht ungefähr der zweifachen Fläche von München.

ITT-Yasuní-Initiative

Für internationale Aufmerksamkeit sorgte im Jahr 2007 die vom damaligen Präsidenten Correa lancierte "ITT-Yasuní-Initiative", benannt nach den im Biosphärenreservat und Nationalpark Yasuní entdeckten Ölquellen Ishpingo, Tambococha und Tiputini. Ecuador bot der internationalen Gemeinschaft an, auf die Förderung des Öls zu verzichten, wenn diese bereit sei, eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 50 Prozent der erwarteten Einnahmen in einen UN-verwalteten Treuhandfonds zu zahlen (3,6 Milliarden US-Dollar).

Die Staatengemeinschaft ging auf dieses Angebot jedoch nicht ein und ein zivilgesellschaftliches Umweltbündnis schaffte es nicht, eine Volksabstimmung über die Nutzung der Ölvorkommen durchzusetzen. 2014 wurde die Lizenz zur Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark erteilt, erste Bohrungen begannen im September 2016. In einer Volksabstimmung im Februar 2018 sprachen sich zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler für eine deutliche Einschränkung der Ölförderung im Yasuní-Nationalpark aus.

Ölförderung im Yasuní-Nationalpark

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Ecuador

Die Bundesrepublik zählt zu den wichtigsten bilateralen Gebern, die sich in Ecuador engagieren. Für die Zusammenarbeit wurden im Oktober 2018 bei Regierungsverhandlungen 48,9 Millionen Euro neu von Deutschland zugesagt. Davon entfallen 32,4 Millionen Euro auf die finanzielle und 16,5 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit.

Die deutsche Unterstützung ist auf zwei Schwerpunkte ausgerichtet:

  • Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen
  • Staat, Demokratie und Teilhabe

Darüber hinaus beteiligt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an einem Innovationsfonds, über den unter anderem Pilotmaßnahmen im Bereich berufliche Bildung finanziert werden. Gefördert wird außerdem ein Programm zur Prävention von Gewalt gegen Frauen.

Ecuador ist auch an mehreren Regionalvorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beteiligt und seit einigen Jahren aktiver Partner im "Regionalen Fonds für Dreieckskooperation in Lateinamerika und der Karibik". Im Bereich der nicht staatlichen Zusammenarbeit finanziert das BMZ in großem Umfang Maßnahmen zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Träger.

Arassari im Nationalpark Yasuní, Ecuador
Schwerpunkt "Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen"

Artenvielfalt erhalten, Klimaschutz ausbauen

Der Umwelt- und Klimaschutz steht im Mittelpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Ecuador. Das BMZ unterstützt die Regierung des Partnerlandes dabei, die außergewöhnliche Artenvielfalt Ecuadors zu erhalten und ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen. Dafür bietet das BMZ Finanzierung und Beratung in Themenfeldern wie Küsten- und Meeresschutz, Erhalt der Biodiversität in den Anden, Waldschutz, Agrobiodiversität und Schutz von Wassereinzugsgebieten.

Anpassung an den Klimawandel

Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit unterstützt die GIZ im Auftrag des BMZ unter anderem ecuadorianische Entscheidungsträger auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene dabei, Strategien zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt zu erarbeiten und umzusetzen. Ziel ist, die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Bevölkerung gegenüber ökologischen und klimawandelbedingten Risiken zu stärken: Die Menschen in Ecuador sollen in die Lage versetzt werden, rechtzeitig auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren und so ihren Lebensstandard langfristig zu halten.

Schutzgebiete

Durch finanzielle Zusammenarbeit unterstützt Deutschland die Bemühungen der ecuadorianischen Regierung, das nationale Schutzgebietssystem auszubauen und zu stärken. Im Auftrag des BMZ beteiligt sich die KfW Entwicklungsbank an der Finanzierung der Schutzgebiete und ihrer Infrastruktur. Zudem finanziert sie auf Basis des REDD-Mechanismus Entschädigungszahlungen an – zumeist indigene – Waldbesitzer und Gemeinschaften, die ihre Flächen unter Naturschutz stellen lassen. Das Geld wird zum Beispiel genutzt, um in ihren Gemeinden die Gesundheitsversorgung oder das Bildungsangebot zu verbessern.

Außerdem wurde eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Energieeffizienz vereinbart.

Platz der Unabhängigkeit in Quito, Ecuador
Schwerpunkt "Staat, Demokratie und Teilhabe"

Förderung guter Regierungsführung

Die 2008 verabschiedete Verfassung Ecuadors sieht eine territoriale Neugliederung und eine Verwaltungsreform vor. Die Kernherausforderungen liegen nun darin, zentralistische Verhaltensmuster aufzubrechen, die Managementfähigkeiten auf unterschiedlichen Verwaltungsebenen auszubauen, die finanzielle Ausstattung von Provinzen und Kommunen effizient zu gestalten sowie Defizite bei der Bereitstellung kommunaler Infrastruktur und öffentlicher Dienstleistungen abzubauen.

Einbindung der Bevölkerung

Um den Dezentralisierungsprozess zu fördern, unterstützt Deutschland ausgewählte Mittelstädte dabei, die nationale Agenda zur Stadtentwicklung insbesondere unter klima- und umweltpolitischen Aspekten umzusetzen. Arbeitsfelder sind zum Beispiel die nachhaltige Energieversorgung, die Verbesserung von Wohnvierteln, die Ernährungssicherung und die Anpassung an den Klimawandel. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, die Zivilgesellschaft stärker in politische Dialog- und Entscheidungsprozesse einzubinden.

Die KfW Entwicklungsbank stellt der staatseigenen Entwicklungsbank Banco del Estado Kredite bereit, um ausgewählte mittelgroße Gemeinden in Ecuador bei Investitionen in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasser-/Abfallentsorgung und urbaner Mobilität zu unterstützen. Die zinsgünstigen Kredite der Banco del Estado erhalten die Kommunen nur, wenn sie einen überzeugenden Investitionsplan vorlegen, an dem die betroffene Bevölkerung mitwirken konnte.

Neuausrichtung der Zusammenarbeit

Bei den Regierungsverhandlungen im Herbst 2018 wurde eine Neuausrichtung des Schwerpunkts "Öffentliche Verwaltung und Wirtschaftsreform" hin zu den Themen "Staat, Demokratie und Teilhabe" vereinbart. Deutschland will damit den Reformkurs von Präsident Moreno unterstützen und eine gute Regierungsführung auf allen politischen Ebenen fördern. Die genaue Ausgestaltung der künftigen Zusammenarbeit (etwa zu Themen wie Transparenz, Korruptionsbekämpfung, Stärkung der Bürgerbeteiligung) ist nun Gegenstand weiterer Gespräche.

Der Vulkan Cotopaxi (5897 Meter) in Ecuador

Karte von Ecuador

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Ecuador Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Ecuador Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Quito, etwa 2.2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 256.370 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 86 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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