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Brasilien

Ipanema-Strand in Rio de Janeiro

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Überblick

Land der Superlative

Brasilien ist das größte Land Südamerikas, flächen- und bevölkerungsmäßig der fünftgrößte Staat der Erde und eine der zehn größten Volkswirtschaften (2017: Platz 8). Das Land beherbergt die größte Artenvielfalt weltweit, den größten noch verbliebenen Regenwald und mit dem Amazonas den wasserreichsten Fluss der Welt.

In den Bereichen Frieden und Sicherheit, Welthandel sowie Klima- und Umweltschutz ist Brasilien ein wichtiger Akteur der internationalen Politik. In Lateinamerika gilt das Land, das mit Ausnahme von Chile und Ecuador direkter Nachbar aller südamerikanischen Staaten ist, als Vorbild und Meinungsführer. Zwischen den Industrieländern und der Gruppe der 77 (G77), einem Zusammenschluss von Entwicklungs- und Schwellenländern, wirkt Brasilien als Brückenbauer.

Wirtschaftliche und innenpolitische Situation

Nach einer "goldenen Dekade" (2003 bis 2013) des Wachstums und der erfolgreichen Armutsbekämpfung durchlebt Brasilien aktuell eine wirtschaftliche und politische Krise. Die Wachstumsraten sind eingebrochen, der Staat ist hoch verschuldet, die Arbeitslosigkeit ist massiv gestiegen und das Bruttonationaleinkommen pro Kopf ist seit 2013 um rund 30 Prozent gesunken.

In den vergangenen Jahren sind weitreichende Korruptionsfälle bekannt geworden, in die führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft verwickelt sind. Gegen zahlreiche Politiker und Amtsträger wird wegen Bestechlichkeit im Amt ermittelt. Im Jahr 2016 wurde Staatspräsidentin Dilma Rousseff in einem umstrittenen Verfahren ihres Amtes enthoben. Seither führt Staatspräsident Michel Temer eine liberal-konservative Regierung an. Sie strebt eine Reform des Rentensystems und des Arbeitsmarkts sowie die Stabilisierung des nationalen Haushalts an. Die nächsten Präsidentschaftswahlen finden 2018 statt.

Auch wenn sich aktuell noch keine Trendwende abzeichnet, ist das wirtschaftliche Potenzial Brasiliens langfristig groß: Das Land ist reich an natürlichen Ressourcen und gut ausgebildeten Arbeitskräften.

Entwicklungszusammenarbeit

Brasilien ist einer der globalen Entwicklungspartner (GEP) des BMZ und eine der sogenannten Gestaltungsmächte nach dem Konzept der Bundesregierung. Unter der Bezeichnung "Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung" wurde die Kooperation in den vergangenen Jahren auf eine neue Grundlage gestellt. Damit wird sie dem Entwicklungsstand und der gewachsenen globalen und regionalen Bedeutung Brasiliens gerecht. Es wurde vereinbart, die Zusammenarbeit auf zwei der größten globalen Herausforderungen zu konzentrieren: Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt. Dazu wurden der Schutz des Tropenwaldes und die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz als Schwerpunkt der Kooperation vereinbart.

Scrollen Sie nach unten, um weitere Informationen über die Situation in Brasilien und das deutsche entwicklungspolitische Engagement im Land zu erhalten.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Brasilien

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Brasilien

Kinder auf einem Spielplatz in der Favela Mangueira in Rio de Janeiro
Soziale und wirtschaftliche Situation

Große Entwicklungserfolge und große Herausforderungen

Unter der Regierung von Luiz Inácio Lula da Silva (2003 bis 2010) und Dilma Rousseff (2010 bis 2016) erzielte Brasilien beachtliche gesellschaftspolitische Erfolge: Seit 2003 wurden mehr als 15 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen; die Mindestlöhne und -renten wurden kontinuierlich erhöht und das jährliche Bruttonationaleinkommen pro Einwohner vervierfachte sich zwischen 1992 und 2012.

Brasilien legte das größte Armutsbekämpfungsprogramm der Welt auf und ließ in großem Stil Sozialwohnungen errichten. Zudem wurden große Landesteile an das Stromnetz angeschlossen und die Reform der Landbesitzverhältnisse wurde vorangetrieben.

Zwischen 1992 und 2014 wurde so die extreme Armut von 20,8 auf 3,7 Prozent der Bevölkerung gesenkt. 2015 kam es dann wieder zu einem leichten Anstieg der Zahl der Armen und zudem bestehen weiterhin erhebliche regionale Ungleichheiten; die Einkommensunterschiede im Land sind sehr groß.

Vor allem in seinen Megastädten Rio de Janeiro und São Paulo verzeichnet Brasilien die weltweit höchsten Gewalt- und Mordraten. Drogen- und Bandenkriminalität gehören dort gerade für viele junge Menschen zum Alltag.

Brandrodung im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso
Umwelt und Klima

Ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen

Der größte Teil des Amazonasregenwalds liegt in Brasilien. Er spielt als Wasser- und Kohlenstoffspeicher eine zentrale Rolle für das globale Klima und die wirtschaftliche Entwicklung in Südamerika.

Brasilien gehört zu den größten Kaffee-, Zucker-, Fleisch- und Sojaproduzenten der Welt und benötigt für die Erzeugung dieser Produkte riesige Flächen. Darum werden jedes Jahr ausgedehnte Waldflächen – zum Teil illegal – abgeholzt, um neues Acker- oder Weideland zu gewinnen.

Ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen in Einklang zu bringen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung.

Energie

Brasilien hat ein erhebliches Potenzial für den Ausbau von Wind- und Solarenergie. Eine stabile Energieversorgung und eine effiziente Stromverteilung bilden die Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Klimaschutz

Als einer der ersten Staaten weltweit hat Brasilien das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und sich verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen gegenüber 2005 um 37 Prozent bis 2025 und um 43 Prozent bis 2030 zu reduzieren. Brasilien plant, den Anteil der erneuerbaren Energien an seinem Energiemix zu erhöhen und die Energieeffizienz zu verbessern. Außerdem sollen die Emissionen aus Landnutzung und Abholzung der Regenwälder gesenkt werden.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Brasilien

Durch seine Größe und Wirtschaftskraft sowie als Mitglied im Länderverbund BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) und in der G20 hat Brasilien große internationale Bedeutung und ist darum einer der globalen Entwicklungspartner des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Seit 2015 besteht eine strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Brasilien, in deren Zentrum gemeinsame Anstrengungen für eine wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung stehen.

Die beiden Regierungen haben vereinbart, dass sich die deutsch-brasilianische Entwicklungszusammenarbeit auf zwei der größten globalen Herausforderungen konzentriert: den Klimaschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Dazu wird in folgenden Schwerpunktbereichen kooperiert:

  • Schutz und nachhaltige Nutzung des Tropenwalds
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Angesichts der Leistungsfähigkeit des Landes werden neben technischer Beratung und finanziellen Zuschüssen für brasilianische Programme und Fonds vor allem zinsgünstige Kredite vereinbart. Dafür wurden Brasilien Ende 2017 Mittel in Höhe von insgesamt 332,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 313 Millionen davon entfallen auf die finanzielle und 19,4 Millionen auf die technische Zusammenarbeit.

  •  Regenwald in Jaraqui, Brasilien
    Amazonasgebiet

    Schutz und nachhaltige Nutzung des Tropenwalds

    Das BMZ hat gemeinsam mit der brasilianischen Regierung eine internationale Allianz geschmiedet, um im Amazonasgebiet über 60 Millionen Hektar Tropenwald unter effektiven Schutz zu stellen.

  • Mit Solaranlagen ausgestattetes Fußballstadion in Salvador da Bahia
    Nachhaltige Stromversorgung

    Erneuerbare Energien und Energieeffizienz fördern

    Mehr als 80 Prozent des Stroms wird in Brasilien mit Wasserkraft erzeugt. In Trockenheitsphasen und bei erhöhter Energienachfrage kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Stromausfällen.

 Regenwald in Jaraqui, Brasilien
Amazonasgebiet

Schutz und nachhaltige Nutzung des Tropenwalds

Auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro im Jahre 1992 hat die Weltgemeinschaft erstmalig dazu aufgerufen, die Regenwälder weltweit zu erhalten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Brasilien wurde hiervon maßgeblich geprägt: Von 1992 bis 2009 hat das BMZ mehr als 300 Millionen Euro für ein Pilotprogramm der G7 zur Bewahrung der tropischen Regenwälder Brasiliens (PP-G7) bereitgestellt. Deutschland war insgesamt der wichtigste Partner Brasiliens in dieser Zeit und beteiligte sich auch als größter Geldgeber am "Rain Forest Trustfund" der Weltbank.

Im Zuge des Pilotprogramms wurden bedeutende Gebiete in Amazonien und im atlantischen Küstenwald unter Schutz gestellt und Indigenengebiete ausgewiesen. Zentrale Instrumente zur Kontrolle, zum Monitoring und zur Bekämpfung illegaler Entwaldung wurden fortentwickelt.

Mit dem Amazonienfonds etablierte Brasilien den ersten nationalen Wald- und Klimaschutzfonds der Welt. So konnte das Land im Zeitraum von 2004 bis 2014 die Entwaldung in Amazonien um über 70 Prozent reduzieren.

Was tut das BMZ?

Das BMZ hat gemeinsam mit der brasilianischen Regierung eine internationale Allianz geschmiedet, um im Amazonasgebiet über 60 Millionen Hektar Tropenwald unter effektiven Schutz zu stellen. Das Schutzgebietsprogramm für Amazonien (Amazon Region Protected Areas, ARPA) ist das weltweit größte Programm zum Erhalt schützenswerter Lebensräume.

Das BMZ hat außerdem die Indigenenbehörde Fundação Nacional do Índio (FUNAI) bei der Ausweisung und beim Erhalt von mehr als 100 indigenen Schutzgebieten mit einer Gesamtfläche von rund 44 Millionen Hektar unterstützt. Etwa 20 Prozent Amazoniens sind inzwischen als Territorien der indigenen Bevölkerung ausgewiesen und rechtlich abgesichert.

Darüber hinaus begleitet das BMZ die Einrichtung des nationalen Umweltregisters (Cadastro Ambiental Rural, CAR) als innovatives Instrument der staatlichen Umweltregulierung. Alle Grundbesitzer müssen seit 2014 die Größe der von ihnen bewirtschafteten Ländereien angeben. Sie sind gesetzlich verpflichtet, Schutzflächen zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen.

Das BMZ unterstützt auch weiterhin den Amazonienfonds der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES. Die Auszahlung erfolgt auf der Basis von nachgewiesenen Erfolgen beim Schutz des Regenwalds. Die Mittel werden in die Wiederaufforstung und nachhaltige Entwicklung der Amazonasregion reinvestiert. Deutschland ist neben Norwegen der zweitgrößte Finanzier des Fonds.

Da unklare Besitzverhältnisse in Amazonien häufig zu gewalttätigen Landkonflikten führen, fördert das BMZ die Vergabe von Landtiteln. Im Rahmen des nationalen Programms "Terra Legal" werden 55 Millionen Hektar Staatsland einer legalen Nutzung zugeführt. Die Landtitel geben den Menschen die Rechtssicherheit, dass sie ihr Land langfristig bewirtschaften und so ihren Unterhalt sichern können.

Unterstützt wird außerdem Brasiliens Ansatz, durch nachhaltige Nutzung der Ressourcen des Regenwaldes Anreize für dessen Erhalt zu schaffen. Es wurde in verschiedene Wertschöpfungsketten investiert, die auf Produkten aus der Naturwaldbewirtschaftung beruhen. Das schafft Einkommen bei der lokalen Bevölkerung und sorgt zugleich für eine dauerhafte Entwicklungsperspektive für die Region.

Das BMZ hat in den vergangenen Jahren die brasilianischen Landesumweltbehörden gestärkt und die brasilianische Öffentlichkeit für das Thema Wald- und Umweltschutz sensibilisiert. Aus diesem Engagement hat sich eine Vielzahl von Ansätzen entwickelt, die in nationale, bundesstaatliche und kommunale Regelungen zum Klima- und Umweltschutz aufgenommen worden sind.

Siehe auch

Mit Solaranlagen ausgestattetes Fußballstadion in Salvador da Bahia
Nachhaltige Stromversorgung

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz fördern

Mehr als 80 Prozent des Stroms wird in Brasilien mit Wasserkraft erzeugt. In Trockenheitsphasen und bei erhöhter Energienachfrage kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Stromausfällen. Trotz guter klimatischer und geographischer Voraussetzungen ist die Nutzung von Solar- und Windenergie in Brasilien noch wenig verbreitet.

Auch die Steigerung der Energieeffizienz ist ein Ziel der brasilianischen Regierung. Deutschland unterstützt den brasilianischen Staat und die Privatwirtschaft unter anderem dabei, im Bereich der urbanen Mobilität die Energieeffizienz zu erhöhen und so den Ausstoß klimaschädlicher Schadstoffe zu verringern.

Was tut das BMZ? 

Das BMZ finanziert die Beratung, den Fachaustausch in Deutschland sowie gemeinsame Forschungsvorhaben und stellt über die KfW Entwicklungsbank Entwicklungs- und Förderkredite für die Erschließung alternativer Energiequellen zur Verfügung. Durch Pilotprojekte sollen neue Technologien bekannt gemacht und verbreitet werden.

Das Energieministerium und seine angegliederten Behörden, die Energieplanungsagentur und die Regulierungsbehörde werden dabei beraten, die erforderlichen technischen Grundlagen für die Nutzung erneuerbarer Energien zu schaffen. Unter anderem wurden die Auktionsregeln für den Bau von Windkraftanlagen verbessert. Außerdem wurde ein Vergütungsmodell entwickelt, das heute den Netzanschluss für dezentrale Stromerzeugungsanlagen ermöglicht.

Gemeinsam mit der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES wurde ein Finanzierungsprogramm aufgelegt, das Anreize für Investitionen in klimafreundliche Windenergie schafft. Zehn Windparks mit einer Leistung von insgesamt 500 Megawatt wurden finanziert – das sind etwa 15 Prozent der in Brasilien insgesamt installierten Kapazität.

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 wurden als Demonstrationsprojekt Fußballstadien wie das Stadion Mineirão in Belo Horizonte mit Solaranlagen ausgestattet. Auch auf dem Firmengelände des staatlichen Stromversorgers Eletrosul in Florianópolis wurde eine Solaranlage errichtet.

In Rio de Janeiro wurden solarthermische Anlagen in einem Baukomplex mit Sozialwohnungen installiert. Der Einbau entsprechender Anlagen ist heute im nationalen Förderprogramm für sozialen Wohnungsbau ("Minha Casa Minha Vida") verpflichtend festgeschrieben.

Aktuell unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Brasilien bei der technischen Vorbereitung und Umsetzung der ersten industriellen Solaranlage im Nordosten des Landes. Außerdem werden Ausbildungsangebote für Solarenergie in geeigneten Berufsbildungszentren entwickelt und die Lobby- und Informationsarbeit von Nichtregierungsorganisationen wird gefördert.

Dreieckskooperationen

Neue Formen der Zusammenarbeit

Brasilien ist wichtiger Partner des BMZ bei der Förderung von Entwicklungsvorhaben in Drittländern, sogenannten Dreieckskooperationen. Dabei steht der Austausch von Erfahrungen zwischen einem Schwellen-, einem Industrie- und einem Entwicklungsland im Mittelpunkt.

So fördern Deutschland und Brasilien gemeinsam Programme in Afrika, Lateinamerika und der Karibik – unter anderen in den Bereichen Photovoltaik, Landwirtschaft und Gesundheit (HIV/Aids).

Karte von Brasilien

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Brasilien Deutschland
Ländernamea16173184 Föderative Republik Brasilien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Brasilia, etwa 450.000 Einwohner (Bundesdistrikt etwa 2,4 Millionen Einwohner) Berlin, etwa 3,5 Millionen Einwohner
Flächea16173142 8.515.770 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 79 von 188 (2015) 4 von 188 (2015)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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