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Vietnam

Eine lachende Frau mit Hut in Vietnam

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Überblick

Sozialismus mit Marktwirtschaft vereinbaren

Das Ziel ist ehrgeizig: Vietnam will den Status eines Industrielandes erreichen. Durch eine schrittweise Erneuerungspolitik ("Doi Moi") hat die sozialistische Republik in den vergangenen 35 Jahren bereits bemerkenswerte wirtschaftliche Erfolge erzielt. Die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement und internationale Investoren haben sich verbessert, die Exportwirtschaft hat sich gut entwickelt. Mit einem Bruttonationaleinkommen von 2.400 US-Dollar pro Kopf (2018) zählt Vietnam zu den sogenannten „Ländern mit mittlerem Einkommen" (middle income countries).

Der wirtschaftliche Fortschritt hat zu einem beeindruckenden Rückgang der Armut beigetragen: Lebten 1996 noch 53 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze, waren es 2016 nur noch 9,8 Prozent. Doch vor allem die ländliche Bevölkerung kann noch nicht ausreichend vom ökonomischen Aufschwung profitieren. Besonders betroffen sind ethnische Minderheiten.

Damit das Land seinen Erfolgskurs fortsetzen kann, müssen noch einige Strukturprobleme gelöst werden. So kommt zum Beispiel die geplante Privatisierung von ausgewählten Staatsbetrieben nur langsam voran, und es herrscht ein enormer Mangel an qualifizierten Fachkräften. Das Wirtschaftswachstum Vietnams geht außerdem stark auf Kosten der Umwelt.

Die dicht besiedelten Deltaregionen entlang der Küste Vietnams sind in besonderem Maße von den Folgen des Klimawandels betroffen. Der klimawandelbedingte Anstieg des Meeresspiegels und die wahrscheinliche Zunahme extremer Wetterereignisse könnten gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung des Landes haben. Dazu kommt das Absinken von Land aufgrund übermäßiger Grundwasserentnahme. Darum räumt die vietnamesische Regierung Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel inzwischen einen hohen politischen Stellenwert ein.

Entwicklungszusammenarbeit

Nach der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam 1976 pflegte die DDR enge Kontakte zur neu gegründeten Sozialistischen Republik Vietnam. Mit der deutschen Wiedervereinigung nahm die Bundesrepublik 1990 die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wieder auf. 2011 vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung in der sogenannten „Hanoier Erklärung" eine neue strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Vietnam

  • Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum in Hanoi, Vietnam
    Politische Situation

    Kommunistische Partei kontrolliert Staat und Gesellschaft

    Vietnam ist eine sozialistische Republik, in der die Kommunistische Partei als Einheitspartei die Führung von Staat und Gesellschaft beansprucht. Eine organisierte Opposition gibt es ebenso wenig wie eine rechtsstaatliche Gewaltenteilung.

  • Einkaufsstraße in Hanoi bei Nacht
    Wirtschaftliche Situation

    Dynamische Wirtschaftsentwicklung

    Das vietnamesische Wirtschaftswachstum lag in den vergangenen Jahren stetig über sechs Prozent. Das ehrgeizige Ziel der Regierung lautet, Vietnam bis 2020 zu einem Industrieland zu machen.

  • Eine Garküche in Hanoi, Vietnam
    Soziale Situation

    Wirtschaftswachstum bringt große Erfolge und große Herausforderungen mit sich

    Die vietnamesische Wirtschaft verzeichnet seit Mitte der 1980er Jahre ein stabiles Wirtschaftswachstum. Doch nicht alle profitieren davon gleichermaßen.

  • Fahrradfahrerinnen auf einer Bambusbrücke über einem Fluss in Vietnam
    Umwelt und Klima

    Ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen

    Vietnam hat jahrzehntelang unter Krieg und Zerstörung gelitten. Die Folgen sind bis heute deutlich erkennbar.

Das Ho-Chi-Minh-Mausoleum in Hanoi, Vietnam
Politische Situation

Kommunistische Partei kontrolliert Staat und Gesellschaft

Vietnam ist eine sozialistische Republik, in der die Kommunistische Partei als Einheitspartei die Führung von Staat und Gesellschaft beansprucht.

Eine organisierte Opposition gibt es ebenso wenig wie eine rechtsstaatliche Gewaltenteilung: Regierung, Parlament und Rechtsprechung werden von der Parteiführung kontrolliert. Politische und bürgerliche Rechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit können nicht frei ausgeübt werden, die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt. Auf der Rangliste der Pressefreiheit 2019 der Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" steht Vietnam auf Platz 176 von 180 bewerteten Staaten.

Auch gegen Internetnutzer wird streng vorgegangen, kritische Meinungsäußerungen in Blogs oder sozialen Medien werden immer wieder strafrechtlich verfolgt. Der vietnamesische Sicherheitsapparat verfügt über 10.000 parteiloyale "Cyberaktivisten", deren Aufgabe darin besteht, "falsche Meinungen im Internet zu bekämpfen".

Die wichtigsten Entscheidungen werden vom Zentralkomitee und vom Politbüro der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV) getroffen.

Gesetze und Haushaltsbeschlüsse werden formell von der Nationalversammlung verabschiedet. Sie tritt zweimal im Jahr zusammen und wird alle fünf Jahre neu gewählt. Die Mitglieder der Nationalversammlung sind in der Regel auch Parteimitglieder. In den letzten Jahren hat sich die Nationalversammlung als Staatsorgan stärker emanzipiert und übt ihre Kontrollfunktion über das staatliche Handeln selbstbewusster aus.

Nach dem Tod des damaligen Präsidenten Tran Dai Quang im September 2018 wurde der Generalsekretär der KPV, Nguyen Phu Trong zu seinem Nachfolger bestimmt und die beiden Ämter – Staatspräsident und Generalsekretär – zusammengeführt.

Außenpolitik

Außenpolitisch bemüht sich Vietnam um enge Beziehungen zu seinen Nachbarländern, eine verstärkte Mitarbeit in internationalen Institutionen und den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Innerhalb der Vereinigung Südostasiatischer Länder (ASEAN) spielt Vietnam eine aktive Rolle. Zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes zählt die Europäische Union.

2012 wurde zwischen der EU und Vietnam ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen unterzeichnet; nach langen Verhandlungen wurde im Dezember 2015 offiziell der Abschluss eines Freihandelsabkommens verkündet. Dadurch werden in Zukunft fast sämtliche Zölle in den Handelsbeziehungen der EU mit Vietnam entfallen. Das Abkommen wurde im Juli 2019 von der EU und Vietnam unterzeichnet und kann in Kraft treten, wenn es von den Vertragsparteien und den nationalen Parlamenten der EU-Staaten ratifiziert wurde.

Einkaufsstraße in Hanoi bei Nacht
Wirtschaftliche Situation

Dynamische Wirtschaftsentwicklung

Das vietnamesische Wirtschaftswachstum lag in den vergangenen Jahren stetig über sechs Prozent. Das ehrgeizige Ziel der Regierung lautet, Vietnam bis 2020 zu einem Industrieland zu machen. Dazu muss sie privatwirtschaftliches Engagement noch stärker fördern, die staatlichen Institutionen modernisieren und noch mehr Mittel in den Bildungssektor investieren. Um die Attraktivität des Landes für Investoren zu steigern, müssen rechtsstaatliche Strukturen ausgebaut sowie Korruption und Vetternwirtschaft stärker bekämpft werden. Da Vietnam nicht über eine ausreichende Zulieferindustrie verfügt, müssen bisher viele Bauteile und Vorprodukte eingeführt werden.

2017 unterzeichnete der vietnamesische Ministerpräsident einen "National Action Plan (NAP) for the Implementation of the 2030 Sustainable Development Agenda". Vietnam verpflichtet sich darin zur Umsetzung von 17 "vietnamesischen Zielen der nachhaltigen Entwicklung" (VSDGs) im Sinne der Agenda 2030.

Vietnam verfügt über zahlreiche Bodenschätze, wie etwa Erdöl, Gas, Bauxit, Kohle und Eisenerz. Zu den wichtigsten Exportgütern des Landes zählen Mobiltelefone und Ersatzteile, Textilien, Elektronikartikel, Schuhe, Möbel, Holzprodukte sowie Fisch und Meeresfrüchte. Außerdem ist Vietnam zum zweitgrößten Kaffeeproduzenten nach Brasilien aufgestiegen und exportiert landwirtschaftliche Produkte wie Reis, Sojabohnen, Tee, Pfeffer und Cashewnüsse.

Infrastruktur

Das starke Wirtschaftswachstum hat in Vietnam zu Energieengpässen geführt. Die Netze der Stromversorger sind veraltet, dadurch geht viel Energie ungenutzt verloren. Über 40 Prozent des Stroms werden derzeit noch aus Wasserkraft gewonnen. Daher kommt es vor allem in der Trockenzeit von Januar bis Mai zu Stromausfällen, die die Industrieproduktion und das tägliche Leben beeinträchtigen. Die Regierung will die Engpässe durch den Einsatz von Kohle und Gas und die Nutzung erneuerbare Energien beheben. Darüber hinaus unternimmt das Land große Anstrengungen zum Ausbau seiner Energieinfrastruktur. So sollen etwa die Transportkapazitäten erhöht sowie die die Übertragungsnetze erweitert und modernisiert werden.

Ein weiteres Problem des Landes sind die unzureichenden Verkehrswege. Zahlreiche Straßen sind noch nicht asphaltiert, viele Gemeinden daher mit dem Auto nur schlecht zu erreichen. Die Eisenbahn transportiert zwar immer mehr Passagiere und Waren, doch ein Großteil der Waggons ist überaltert und zum Teil gar nicht mehr einsatzfähig. Um die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, sucht die Regierung verstärkt nach privaten Investoren für größere Straßenbauprojekte sowie den Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs.

Eine Garküche in Hanoi, Vietnam
Soziale Situation

Wirtschaftswachstum bringt große Erfolge und große Herausforderungen mit sich

Die vietnamesische Volkswirtschaft verzeichnet seit Mitte der 1980er Jahre ein stabiles Wirtschaftswachstum, dazu kommen in den vergangenen Jahren Erfolge bei der Inflationsbekämpfung. Doch nicht alle Bevölkerungsgruppen profitieren gleichermaßen vom wirtschaftlichen Aufschwung: Den aufstrebenden Stadtregionen stehen zahlreiche ländliche Gebiete mit ausgeprägten Strukturproblemen gegenüber. Viele Menschen ziehen daher in die Städte, weil sie sich dort einen höheren Lebensstandard erhoffen.

Die zunehmende Verstädterung, die Entstehung einer urbanen Unterschicht und die Auflösung traditioneller Familienstrukturen stellen die vietnamesische Gesellschaft vor große Herausforderungen. Daher hat die Regierung mit dem Aufbau sozialer Sicherungssysteme begonnen, deren Leistungsfähigkeit jedoch gegenwärtig noch begrenzt ist. 2017 waren nur die Beschäftigten im formellen Sektor (knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen) in die Arbeitslosen-, Unfall- und Rentenversicherung einbezogen.

Die Analphabetenrate Vietnams liegt bei rund fünf Prozent der über 15-Jährigen und ist damit vergleichsweise niedrig. Das Bildungswesen kann mit der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung jedoch nicht mithalten. Der Mangel an arbeitsmarktgerecht ausgebildeten Fachkräften stellt eine große Herausforderung dar. Dies liegt auch daran, dass viele Berufsbildungsangebote nicht den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts entsprechen. Daher ist die Reform der beruflichen Bildung eine wichtige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die Erhöhung der Produktivität.

Die vietnamesische Regierung beabsichtigt einen gezielten quantitativen und qualitativen Ausbau bedarfsorientierter Berufsbildungsangebote. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Damit orientiert sich die Regierung an einem Kernelement des deutschen dualen Berufsbildungssystems.

Fahrradfahrerinnen auf einer Bambusbrücke über einem Fluss in Vietnam
Umwelt und Klima

Ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen

Vietnam hat jahrzehntelang unter Krieg und Zerstörung gelitten. Entwaldung, Bodenvergiftung sowie die Verringerung der Artenvielfalt sind bis heute deutlich erkennbar. Darüber hinaus hat die rasante wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zu enormen Umweltbelastungen geführt. Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden sowie die ungeregelte Entsorgung von Abfällen haben ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Umweltprobleme in ländlichen Regionen führen zu verstärkter Landflucht, was auch die Probleme in den Ballungsgebieten weiter verschärft.

Der Fall eines Stahlwerkes, das 2016 Giftmüll ungeklärt ins Meer leitete und damit ein Fischsterben verursachte, hat das Thema in Vietnam in den Fokus gerückt und zu öffentlichen Protesten geführt. Dabei wurde unter anderem ein strengeres staatliches Vorgehen gegen die Betreiberfirma gefordert.

Vor allem in den Küstenregionen wird Vietnam zukünftig mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert werden. Weil sich die Taifunsaison verlängert hat, kommt es bereits heute häufiger zu Überschwemmungen und Sturmschäden in Süd- und Mittelvietnam. Verschiedene Klimaszenarien lassen erwarten, dass Zahl und Stärke solcher Katastrophen schon in naher Zukunft steigen werden. Im Mekong-Delta treffen solche Naturereignisse auf ein Gebiet mit hoher Bevölkerungsdichte und haben einschneidende Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der dort lebenden Menschen.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Vietnam

Vietnam gehört zu den wichtigsten entwicklungspolitischen Partnern Deutschlands. Die folgenden drei Schwerpunkte wurden für die Zusammenarbeit vereinbart:

  • Berufliche Bildung
  • Umwelt- und Ressourcenschutz
  • Energie

Zur Umsetzung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit machte Deutschland zuletzt 2017 eine Zusage in Höhe von bis zu 161,45 Millionen Euro. Davon entfallen 28,20 Millionen Euro auf die technische und die restliche Summe auf die finanzielle Zusammenarbeit, der Großteil der Mittel wird in Form zinsvergünstigter Darlehen zur Verfügung gestellt.

 Lehrlinge in der Schweißwerkstatt in einer Berufsschule in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), Vietnam
Schwerpunkt "Berufliche Bildung"

Qualifizierte Fachkräfte für eine zukunftsfähige und nachhaltige Wirtschaft

Um das Wirtschaftswachstum nachhaltig und sozial ausgewogen zu gestalten und in regionalen und internationalen Märkten wettbewerbsfähig zu sein, benötigt Vietnam dringend qualifizierte Fachkräfte.

Bislang verfügt nur ein kleiner Anteil der Beschäftigten über eine formale Qualifikation. Nur etwa die Hälfte der rund 1,4 Millionen Schulabgänger pro Jahr absolviert im Anschluss an den Schulabschluss eine längerfristige Berufs- oder Hochschulausbildung und nur ein Viertel absolviert eine formale berufliche Ausbildung.

Daher wird die Verbesserung der Berufsausbildung von der vietnamesischen Regierung als einer der Schlüsselfaktoren für die weitere Entwicklung des Landes betrachtet und nimmt eine sehr wichtige Stellung in den nationalen Strategien und Entwicklungsplänen ein. Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit berät die Bundesrepublik deshalb das Ministerium für Arbeit, Invalide und Soziales bei der Reform der gesetzlichen Rahmenbedingungen der beruflichen Bildung und bei der Überarbeitung der nationalen Berufsbildungsstrategie.

Außerdem unterstützt Deutschland im Rahmen der finanziellen und technischen Zusammenarbeit ausgewählte Berufsbildungsinstitute mit moderner Ausstattung, Entwicklungshelfern und Kompetenzentwicklungsmaßnahmen des Lehr- und Managementpersonals. Ziel ist der Aufbau und die Verbreitung einer bedarfsgerechten Aus- und Weiterbildung, die sich an deutschen Berufsstandards orientiert.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ausbildung von Fachkräften für Wirtschaftssektoren mit hohem Wachstumspotenzial, zum Beispiel Konstruktionsmechanik, Zerspanungstechnik, Mechatronik und Industrieelektronik. Auch die Ausbildung von Fachkräften in Umweltberufen wird gezielt gefördert – unter anderem in den Bereichen Abwasserbehandlung und erneuerbare Energien.

Ein wichtiger Aspekt ist die Einbindung der Privatwirtschaft in die berufliche Bildung. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, müssen vietnamesische Unternehmen mehr Ausbildungsplätze bereitstellen und mit den Berufsbildungsinstituten kooperieren. Gefördert werden die Zusammenarbeit von Verbänden, Fachbeiräten, Unternehmen, Auszubildenden und Berufsbildungseinrichtungen in der Entwicklung von Ausbildungsprogrammen, der Durchführung der schulischen und betrieblichen Ausbildungsabschnitte und der Prüfung der Absolventen. Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist die Einführung des neuen Ausbildungsgangs zur "Fachkraft für Abwassertechnik" am Ho Chi Minh Vocational College of Technology und dessen Verbreitung an weiteren Colleges in Hanoi und Hue.

Ein Bauer mit Mangrovensamen und Setzlingen
Schwerpunkt "Umwelt- und Ressourcenschutz"

Wald- und Küstenschutz verstärken

Vietnam wird den Auswirkungen des Klimawandels vermutlich besonders stark ausgesetzt sein. Die Regierung hat daher verschiedene Programme und Aktionspläne entwickelt, um den Folgen der globalen Erwärmung wirksam zu begegnen. Der 2014 von Vietnams Regierung verabschiedete Aktionsplan zur Umsetzung der Strategie für grünes Wachstum (Green Growth Strategy) nennt messbare Zielmarken, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Vor diesem Hintergrund bilden der Küstenschutz sowie der Schutz und die Wiederherstellung der Mangrovenwälder im Mekong-Delta einen Schwerpunkt der deutsch-vietnamesischen Zusammenarbeit. Gleichzeitig werden mit den Menschen in den Küstengebieten Konzepte entwickelt, wie sie ihre Ökosysteme nachhaltig nutzen können.

Erheblicher Handlungsbedarf besteht auch in den Bereichen nachhaltige Waldwirtschaft, Wiederaufforstung und Schutz der Biodiversität. Der Zustand der Waldflächen Vietnams ist. ist nicht nur auf Grund der aus den Kriegen resultierenden Entwaldung und Bodenvergiftung kritisch, sondern auch durch illegalen Holzeinschlag und Brandrodung. Deutschland fördert die Verteilung von Forstland an die lokale Bevölkerung, die Einrichtung von kommerziellen, nachhaltig wirtschaftenden Forstbetrieben sowie den Schutz und das Management von Nationalparks.

Staatliche Forstbetriebe, kommunale Nutzergruppen und Kleinbauern werden dabei unterstützt, verantwortungsvoll mit den Waldressourcen umzugehen. Ziel ist, die Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und die Vorgaben zum Beispiel der Europäischen Holzhandelsverordnung beziehungsweise international anerkannter Zertifikate zu erfüllen. So führt nachhaltiges Wirtschaften zu einem Wettbewerbsvorteil und Marktzugang, während die ökologischen Leistungen des Waldes und sein Beitrag zum Klimaschutz durch nationale und internationale Finanzierungsmechanismen) entlohnt werden.

Bei der effizienteren Energienutzung und dem Ausbau erneuerbarer Energien wird die Regierung auch im Rahmen der Deutschen Klima- und Technologieinitiative (DKTI) unterstützt. Zusätzlich finanziert das Bundesumweltministerium im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) beispielsweise Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel für die Küstenbewohner sowie die Förderung des Waldschutzes. Deutschland unterstützt Vietnam auch bei der Umsetzung und der Überwachung der Nationalen Klimabeiträge (NDCs), die Bestandteil des Pariser Klimaabkommens sind.

Ein Strommast wird gewartet.
Schwerpunkt "Energie"

Nachhaltigere Stromgewinnung und Energieeffizienz

Vietnams wachsende Wirtschaft lässt die Nachfrage nach Strom kräftig steigen. Die vietnamesische Regierung geht davon aus, dass der Stromverbrauch in den nächsten Jahren um mehr als zehn Prozent jährlich wachsen wird. Deutschland unterstützt Vietnam beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Steigerung der Effizienz bei Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Strom. Wichtige Ziele sind der Abbau von Hemmnissen für ausländische Investoren, zum Beispiel bei der Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Abschluss von Stromabnahmeverträgen.

Erste Erfolge der Zusammenarbeit zeigen sich im rasanten Wachstum neuer Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien: Allein im ersten Halbjahr 2019 wurden in Vietnam mehr Solarenergieproduktionsflächen an das Stromnetz angeschlossen, als im gleichen Zeitraum in Deutschland. Darüber hinaus gibt es im Windenergiesektor eine zunehmende Dynamik, potenziell auch im Bereich Off-shore. Diese Entwicklung erfordert eine Stärkung des Übertragungs- und Verteilnetzes, um eine stabile Stromversorgung bei einer zunehmenden Einspeisung von volatilen erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Die vietnamesische Regierung soll in diesem Zusammenhang bei der Einführung sogenannter "Smart Grid"-Technologien unterstützt werden, die eine bessere Regelung des Übertragungs- und Verteilnetzes ermöglicht.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Förderung dezentraler Stromerzeugung in Verbrauchernähe durch Solardachanlagen, sowohl für Privathaushalte als auch für gewerbliche und industrielle Nutzer. Deutschland unterstützt auch die technische Zusammenarbeit zwischen vietnamesischen und deutschen Hochschulen und Privatunternehmen.

Karte von Vietnam

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Vietnam Deutschland
Ländernamea16173184 Sozialistische Republik Vietnam Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Hanoi, etwa 7,6 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 331.230 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 116 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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