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Sri Lanka

Autorikscha auf einer Uferstraße in Sri Lanka

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Überblick

Hoffnung auf Frieden und Versöhnung

"Strahlend schönes, königlich leuchtendes Land" – so lautet die Übersetzung des Ländernamens Sri Lanka. Doch die jüngere Vergangenheit des Inselstaates im Indischen Ozean war vor allem durch einen Bürgerkrieg geprägt, der fast drei Jahrzehnte andauerte. Der Konflikt endete 2009 und seither hat Sri Lanka große Entwicklungsfortschritte gemacht: Hunderttausende Binnenvertriebene konnten in ihre Heimatorte im Norden und Osten des Landes zurückkehren, weite Gebiete wurden von Minen und anderen Kampfstoffen befreit, wichtige Teile der Infrastruktur wurden wiederhergestellt.

Doch der Friedens- und Aussöhnungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, das Gewalt- und Konfliktpotenzial ist weiterhin hoch. Das zeigten die Anschläge auf mehrere Kirchen und Hotels, die am Ostersonntag 2019 mehr als 250 Menschenleben forderten. Die Regierung und die Gesellschaft stehen vor der Herausforderung, die Situation im Land zu stabilisieren und ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben zwischen Singhalesen und Tamilen, zwischen Buddhisten, Hindus, Moslems und Christen zu ermöglichen.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Sri Lanka

Deutschland engagiert sich seit 1958 entwicklungspolitisch in Sri Lanka. Das Land gehört zu den Kooperationsländern, die Deutschland im Rahmen thematischer und regionaler Programme fördert.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Sri Lanka konzentriert sich auf den Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention. Im Vordergrund stehen Vorhaben in den Bereichen Berufsbildung, Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Friedenserziehung. Der regionale Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in den ehemaligen Konfliktgebieten im Norden und Osten der Insel.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Sri Lanka

  • Angehörige von Menschen, die seit dem Bürgerkrieg vermisst werden, demonstrieren anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in Sri Lanka 2015 mit Transparenten.
    Politische Situation

    Sri Lanka bleibt krisenanfällig

    2015 erlebte Sri Lanka einen friedlichen demokratischen Machtwechsel. Die neue Regierung unternahm wichtige Schritte, um Demokratie und Rechtsstaat zu stärken. Das Verhältnis zwischen Präsident Maithripala Sirisena und Premierminister Ranil Wickremesinghe hat sich seitdem allerdings zunehmend verschlechtert.

  • Kundin bei einem Einzelhändler im Stadtteil Kotahena in Colombo, Sri Lanka
    Soziale Situation

    Gesellschaft weiterhin gespalten

    Der Anteil der Armen in Sri Lanka hat sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich verringert. Allerdings sind die Einkommen zwischen Stadt- und Landbevölkerung und zwischen den Regionen sehr ungleich verteilt.

  • Textilfabrik in Colombo, Sri Lanka
    Wirtschaftliche Situation

    Großes Potenzial, große Gegensätze

    Sri Lankas Wirtschaft verzeichnete in den vergangenen Jahren Wachstumsraten von drei bis fünf Prozent. Zu den wichtigsten Branchen des Landes zählt die Textil- und Bekleidungsindustrie. Diese profitiert in hohem Maße von den Handelserleichterungen, die die Europäische Union Sri Lanka gewährt.

Angehörige von Menschen, die seit dem Bürgerkrieg vermisst werden, demonstrieren anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in Sri Lanka 2015 mit Transparenten.
Politische Situation

Sri Lanka bleibt krisenanfällig

Fast drei Jahrzehnte lang wurde Sri Lanka von schweren Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen, den zwei größten ethnischen Gruppen des Landes, erschüttert. Ab 1983 kämpften tamilische Separatisten im Norden und Osten des Landes mit Waffengewalt für einen unabhängigen tamilischen Staat. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind dem Konflikt bis zu 100.000 Menschen zum Opfer gefallen.

Im Mai 2009 endete der Bürgerkrieg mit dem Sieg der sri-lankischen Armee über die tamilischen Rebellen. Der 1983 verhängte Ausnahmezustand wurde im September 2011 aufgehoben.

Friedlicher Machtwechsel

Unter Präsident Mahinda Rajapaksa, Staatsoberhaupt Sri Lankas von November 2005 bis Januar 2015, nahm die Regierung zunehmend autoritäre Züge an. Im Jahr 2015 erlebte das Land einen friedlichen demokratischen Machtwechsel. Die neue Regierung unter Präsident Maithripala Sirisena (Sri Lanka Freedom Party, SLFP) und Premierminister Ranil Wickremesinghe (United National Party, UNP) unternahm wichtige Schritte, um Demokratie und Rechtsstaat wieder zu stärken.

Durch eine Verfassungsreform wurden die Zuständigkeiten des Parlaments erweitert, die Macht des Präsidenten wurde beschnitten und die Unabhängigkeit der Justiz wurde wiederhergestellt. In den ehemaligen Bürgerkriegsgebieten ersetzte Präsident Sirisena die militärischen Gouverneure durch Zivilisten. Zudem kündigte die Regierung einen verstärkten Kampf gegen die Korruption an.

Weitere Reformen, etwa eine Aufgabenverlagerung von der Zentralregierung auf die Provinzen (Dezentralisierung) und die Einführung eines neuen Wahlrechts, wurden allerdings nicht wie geplant bis Ende 2018 abgeschlossen.

Verfassungskrise 2018

Das Verhältnis zwischen Präsident Sirisena und Premierminister Wickremesinghe hat sich seit 2015 zunehmend verschlechtert. Die Situation eskalierte im Oktober 2018, als Sirisena das Regierungsbündnis von UNP und SLFP einseitig aufkündigte. Er entließ Wickremesinghe, ernannte den ehemaligen Präsidenten Rajapaksa zum neuen Premierminister und ordnete die Auflösung des Parlaments an – das sich jedoch widersetzte.

Die Staatskrise wurde durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs beendet: Er erklärte das Vorgehen des Präsidenten für verfassungswidrig. Seit dem 16. Dezember 2018 ist Wickremesinghe wieder im Amt und leitet nun eine Minderheitsregierung.

Die Krise hat die Widerstandsfähigkeit der demokratischen Institutionen und die Funktionsfähigkeit der Justiz unter Beweis gestellt. Doch ob das Land sich politisch wieder stabilisiert und Präsident und Parlament zu einer geordneten Form der Zusammenarbeit zurückfinden, bleibt abzuwarten. Die nächsten Präsidentschaftswahlen sollen Ende 2019 stattfinden.

Menschenrechte

Die Menschenrechtslage und die Arbeitsmöglichkeiten für Nichtregierungsorganisationen haben sich seit dem Regierungswechsel 2015 erheblich verbessert. Die unter Präsident Rajapaksa stark eingeschränkte Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit wird wieder geachtet.

Die Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen aus der Zeit des Bürgerkriegs verläuft allerdings nur schleppend. Gegenüber dem UN-Menschenrechtsrat hatte sich die Regierung Sri Lankas 2015 bereit erklärt, ein Büro für vermisste Personen, eine Entschädigungsbehörde, eine Wahrheitskommission und ein Sondertribunal für Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen einzurichten. Diese Pläne wurden bisher nur in Teilen umgesetzt. Ein Streitpunkt ist die Besetzung des Sondertribunals, da ein Großteil der singhalesischen Bevölkerung eine Beteiligung ausländischer Richter als unzulässige Einmischung empfindet.

Der UN-Sonderberichterstatter über die Förderung und den Schutz der Menschenrechte stellte 2017 fest, dass die tamilische Bevölkerung in allen staatlichen Institutionen, insbesondere im Sicherheitsbereich und in der Justiz, weiterhin stark unterrepräsentiert sei.

Historischer Hintergrund

Die Vergangenheit Sri Lankas ist eng mit der Geschichte Europas verbunden: Im 16. und 17. Jahrhundert übernahmen Portugal und die Niederlande als Kolonialmächte die Kontrolle über das damalige Königreich. Anfang des 19. Jahrhunderts erklärten die Briten die Insel zur Kronkolonie Ceylon und entmachteten den letzten singhalesischen Herrscher. Die Briten regierten 150 Jahre auf der Insel und führten den Tee ein, der lange Zeit Hauptexportprodukt des Landes war.

1948 erlangte Ceylon seine Unabhängigkeit, 1972 wurde das Land unter dem Namen Sri Lanka zur Republik. Anders als in vielen anderen asiatischen Ländern war das politische System Sri Lankas seit der Unabhängigkeit immer demokratisch geprägt.

Verkauf von Zeitschriften und Zeitungen in Colombo, Sri Lanka
Kundin bei einem Einzelhändler im Stadtteil Kotahena in Colombo, Sri Lanka
Soziale Situation

Gesellschaft weiterhin gespalten

Die Bevölkerung Sri Lankas verfügte 2017 über ein durchschnittliches Bruttonationaleinkommen pro Person von umgerechnet 3.850 US-Dollar pro Jahr. Laut der Klassifizierung der Weltbank ist das Land damit ein sogenanntes "lower middle income country" (Land mit unterem mittlerem Einkommensniveau). Im aktuellen UN-Index der menschlichen Entwicklung (HDI) belegt Sri Lanka Position 76 von 189 Ländern.

Der Anteil der Armen hat sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich verringert. 2016 lebten nach offiziellen Angaben 4,1 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. 2002 hatte die Quote noch bei 22,7 Prozent gelegen. Allerdings sind die Einkommen zwischen Stadt- und Landbevölkerung und zwischen den Regionen sehr ungleich verteilt. Im zentralen Hochland und in den ehemaligen Bürgerkriegsgebieten im Norden und Nordosten Sri Lankas leben viele Menschen am Existenzminimum. Rund zehn Prozent der Bevölkerung gelten als unterernährt.

Die Arbeitslosenquote lag 2018 bei 4,1 Prozent. Besorgniserregend hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit: Etwa jeder Fünfte der 15- bis 24-Jährigen hat keine Arbeit.

Hohes Konfliktpotenzial

Von den rund 21 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Sri Lankas sind etwa 75 Prozent Singhalesen, etwa 15 Prozent Tamilen. 70 Prozent sind Buddhisten, mehr als 12 Prozent Hindus, knapp 10 Prozent Muslime und etwa 7 Prozent Christen.

Der Sieg der Regierungstruppen über die tamilischen Rebellen 2009 hat zwar die militärischen Auseinandersetzungen beendet. Grundlegende ethnische Konflikte wurden dadurch jedoch nicht gelöst. Viele Tamilen fühlen sich nach wie vor politisch, ökonomisch, sozial und kulturell benachteiligt. Zudem kommt es immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen gegen religiöse Minderheiten.

Frieden und Aussöhnung erfordern eine gleichberechtige Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen sowie eine transparente Aufarbeitung der im Bürgerkrieg begangenen Menschenrechtsverletzungen.

Situation der Frauen

Trotz rechtlicher Gleichstellung werden Frauen in Sri Lanka in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft benachteiligt. Traditionelle Rollenbilder hindern sie häufig daran, einen Beruf zu ergreifen. Die Mehrheit der Frauen ist im informellen Sektor beschäftigt, vor allem in der Landwirtschaft.

Besonders schwierig ist die Lage der tamilischen und muslimischen Frauen in den ehemaligen Konfliktregionen. Insbesondere die schätzungsweise 75.000 Kriegswitwen werden gesellschaftlich ausgegrenzt und finden kaum eine bezahlte Beschäftigung. Sie müssen daher häufig gefährliche Tätigkeiten ausüben, etwa bei der Minenräumung, oder werden Opfer wirtschaftlicher Ausbeutung, beispielsweise in Textilfabriken.

Die politische Teilhabe der Frauen hat sich durch die Einführung einer Frauenquote von 25 Prozent verbessert. Bei den Kommunalwahlen 2018 wurde die Regelung erstmals angewendet: 29 Prozent aller Kommunalräte sind nun weiblich (2011: 2 Prozent).

Textilfabrik in Colombo, Sri Lanka
Wirtschaftliche Situation

Großes Potenzial, große Gegensätze

Sri Lankas Wirtschaft verzeichnete in den vergangenen Jahren Wachstumsraten von drei bis fünf Prozent. Ähnliche Werte erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) auch für die kommenden Jahre.

Zu den wichtigsten Branchen des Landes zählt die Textil- und Bekleidungsindustrie. Diese profitiert in hohem Maße von den Handelserleichterungen, die die Europäische Union Sri Lanka gewährt (Generalised Scheme of Preferences, GSP+). Der GSP+-Status setzt jedoch eine gute Regierungsführung voraus und kann bei Verstößen gegen die Verfassung jederzeit widerrufen werden. Weitere wichtige Exportprodukte neben Textilien sind Tee und Kautschuk. Seit dem Ende des Bürgerkriegs kommen außerdem wieder deutlich mehr Touristen ins Land.

Gegensätze zwischen Stadt und Land, Nord und Süd

Noch ist Sri Lankas Wirtschaft von strukturellen und regionalen Unterschieden geprägt. Auf der einen Seite gibt es zahlreiche kleine Unternehmen, vor allem in der Landwirtschaft, die noch mit veralteter Technik und in Handarbeit produzieren. Auf der anderen Seite gibt es hochmoderne Geschäfts- und Industrieunternehmen im Land. Wirtschaftliches Zentrum ist die Region um die Hauptstadt Colombo, die einen Großteil der Wirtschaftsleistung erbringt. Die nordöstlichen Regionen leiden dagegen noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs. Vor allem die schlechte Verkehrsinfrastruktur schränkt die wirtschaftliche Entwicklung ein.

Ein steigendes Risiko für die landwirtschaftliche Produktion stellen extreme Wetterereignisse dar. Dürren und heftige Niederschläge, die Überflutungen und Erdrutsche auslösten, führten in den vergangenen Jahren wiederholt zu Missernten.

Hohe Schuldenlast

Die Regierung unter Präsident Sirisena verfolgt einen marktwirtschaftlich orientierten Reformkurs. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Einkommensverhältnisse zu verbessern, mehr Anreize für ausländische Investitionen zu bieten und ihre Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sowohl im asiatischen Raum als auch zu westlichen Staaten auszubauen.

Eine Herausforderung stellt die hohe Staatsverschuldung dar. Mit dem Ziel, Sri Lanka zu einem regionalen Handelsstützpunkt in Südasien auszubauen, hatte Sirisenas Amtsvorgänger Rajapaksa große Infrastrukturprojekte angestoßen, zum Beispiel den Bau eines Tiefseehafens und eines neuen internationalen Flughafens. Finanziert wurden die Projekte durch ausländische Kredite, die den finanziellen Handlungsspielraum der aktuellen Regierung nun stark einschränken. Der IWF unterstützt das Land mit Hilfskrediten in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar.

Teepflückerin auf einer Plantage in Sri Lanka

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Sri Lanka

Vorrangiges Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Sri Lanka ist eine politische Stabilisierung des Landes und die Förderung eines nationalen Aussöhnungsprozesses. Die Zusammenarbeit konzentriert sich daher thematisch auf den Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention und regional auf die ehemaligen Konfliktgebiete im Norden und Osten des Landes.

Aufgrund der politischen Krise wurde eine für 2018 geplante Finanzzusage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 2019 verschoben. Unter anderem ist geplant, Mittel für den Bau eines neuen Berufsbildungszentrums bereitzustellen (Stand: April 2019).

Friedensentwicklung und Krisenprävention

Perspektiven schaffen, Zusammenhalt stärken

Um den Frieden in Sri Lanka zu sichern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erhöhen und neuen Konflikten vorzubeugen, muss vor allem die Entwicklung in den bislang stark benachteiligten Regionen im Norden und Osten vorangetrieben werden. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich dazu auf folgende Themenschwerpunkte:

Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen

Mit deutscher Hilfe werden die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen in den früheren Konfliktgebieten verbessert, damit sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und neue Arbeitsplätze schaffen können. Unternehmerinnen und Unternehmer werden dabei unterstützt, neu entwickelte Finanzprodukte zu nutzen, in moderne Technologien zu investieren und ökologisch nachhaltig zu wirtschaften. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen Landwirtschaft, Informationstechnologie und Tourismus.

Berufliche Bildung

Deutschland unterstützt ein Netzwerk aus 15 Berufsbildungszentren im Norden und Osten Sri Lankas. Ziel ist, die Qualität der Berufsausbildung zu erhöhen und mehr Jugendliche praxisnah zu qualifizieren. Kernstück ist das 2016 eröffnete Sri Lanka-German Training Institute (SLGTI), das in enger Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen Ausbildungsgänge für Automobiltechnik, Lebensmittelverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologien, Elektrotechnik, Maschinenbau und Bauwesen anbietet. Im Schuljahr 2018/2019 waren dort 640 Studierende registriert. Ein weiteres Berufsbildungszentrum im Süden des Landes ist in Planung.

Friedenserziehung

Die Schülerinnen und Schüler Sri Lankas sollen lernen, in einem Staat mit mehreren Ethnien, Religionen und Sprachen friedlich zusammenzuleben. Dafür wurden die Lehrpläne um Friedens- und Werteerziehung erweitert. Die Lehrkräfte werden entsprechend weitergebildet. Auch das Erlernen von Singhalesisch oder Tamil als Zweitsprache wird gefördert. Zudem wird den Jugendlichen eine psychosoziale Betreuung angeboten. Über neu eingerichtete Schulnetzwerke sollen die 200 Pilotschulen des Vorhabens ihre Kenntnisse und Erfahrungen an weitere Schulen weitergeben.

Berufsschülerinnen und -schüler bei der Eröffnung des Berufsbildungszentrums Sri Lanka-German Training Institute (SLGTI) in Kilinochchi, Sri Lanka

Karte von Sri Lanka

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Nahverkehrszug in den Bergen von Nanu-Oya, Sri Lanka

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Sri Lanka Deutschland
Ländernamea16173184 Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 offiziell: Sri Jayewardenepura, etwa 100.000 Einwohner; de facto: Colombo, im Großraum etwa 2,3 Millionen Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 65.610 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 76 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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Zahlreiche bunte Garnrollen in einer Schneiderwerkstatt in Sri Lanka

Lexikon der Entwicklungspolitik

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