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Laos

Boote auf dem Mekong bei Luang Prabang, Laos

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Überblick

Boomende Wirtschaft und großer Reformbedarf

Die historischen Wurzeln des heutigen Laos liegen im 14. Jahrhundert. Damals vereinte Prinz Fa Ngum verschiedene Fürstentümer zum "Königreich der Millionen Elefanten", Lan Xang. Über Jahrhunderte hinweg war das Land dem Expansionsdruck der mächtigen Nachbarn Birma, Siam (Thailand) und Vietnam ausgesetzt; schließlich gliederte Frankreich es 1893 in seine Kolonie Indochina ein. 1954 wurde Laos unabhängig, stürzte jedoch in einen 20 Jahre andauernden Bürgerkrieg, der 1975 mit der Machtübernahme der kommunistischen Volksfront Pathet Lao endete. Seither wird die Demokratische Volksrepublik Laos von einer sozialistischen Einheitspartei regiert.

Erklärtes Ziel der Regierung ist es, das südostasiatische Land bis 2024 aus dem Kreis der am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries, LDC) herauszuführen. Laos hat sich in wirtschaftlicher Hinsicht seit Mitte der 1980er Jahre geöffnet und marktwirtschaftliche Elemente eingeführt.

Reformbedarf besteht vor allem in den Bereichen Nachhaltigkeit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Transparenz.

Das beachtliche Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre beruht insbesondere auf einer wenig diversifizierten, ressourcenbasierten Exportwirtschaft (vor allem Wasserkraft, Bergbau, Landwirtschaft) mit geringer industrieller Wertschöpfung und niedriger Beschäftigungswirkung, auf dem Ausbau der Plantagenlandwirtschaft sowie großen Bergbauprojekten und Staudammbauten. Das bisherige Wachstumsmodell geht einher mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt und wirkt nur in unzureichendem Maße armutsmindernd.

Deutsch-laotische Beziehungen

Die Bundesrepublik Deutschland und Laos pflegen seit 1958 diplomatische Beziehungen. Nach der kommunistischen Machtübernahme in Laos im Jahr 1975 wurde die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit der damaligen Bundesrepublik bis 1990 unterbrochen. Laos war in dieser Zeit jedoch ein Partnerland der DDR. An diese Zusammenarbeit knüpfte die Bundesrepublik 1990 an.

Aktuelle Schwerpunktbereiche der entwicklungspolitischen Kooperation sind die ländliche Entwicklung und die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Laos

  • Imbissstand auf dem Morgenmarkt in Vientiane, Laos
    Politische Situation

    Volksrepublik mit großen Defiziten in der Regierungsführung

    Die Laotische Revolutionäre Volkspartei (LRVP) ist als Nachfolgerin der Pathet Lao bis heute die einzige in Laos zugelassene Partei.

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Textilfabrik in Laos auf dem Weg zur Arbeit
    Wirtschaftliche Situation

    Marktwirtschaft und regionale Zusammenarbeit

    Seit Mitte der 1980er Jahre versucht die laotische Regierung, die Planwirtschaft des Landes in eine Marktwirtschaft umzuwandeln. So wurden zum Beispiel Preisbindungen und Subventionen abgeschafft und es wurde ein Bankensystem nach westlichem Vorbild eingeführt.

  • Frau in einem Dorf in Nordlaos
    Soziale Situation

    Fortschritte bei der Armutsbekämpfung

    Laos zeichnet sich durch eine große ethnische Vielfalt mit offiziell 49 Volksgruppen aus. Das Territorium ist unterschiedlich dicht besiedelt: Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Ebenen am Mekong, vor allem in der Region um die Hauptstadt Vientiane.

  • Gummibaumplantage
    Umweltsituation

    Wirtschaftswachstum auf Kosten der Natur

    Die schnelle Modernisierung der laotischen Wirtschaft mit dem Ausbau der Plantagenlandwirtschaft sowie großen Bergbauprojekten und Staudammbauten hat sich in den vergangenen Jahren negativ auf die Umwelt ausgewirkt.

Imbissstand auf dem Morgenmarkt in Vientiane, Laos
Politische Situation

Volksrepublik mit großen Defiziten in der Regierungsführung

Die Laotische Revolutionäre Volkspartei (LRVP) ist als Nachfolgerin der Pathet Lao bis heute die einzige in Laos zugelassene Partei. Demokratische und rechtsstaatliche Strukturen sind schwach ausgebildet. Politische Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit sind stark eingeschränkt. Unabhängige Kontrollmechanismen zum Schutz der Menschenrechte sind nicht vorhanden.

Korruption allgegenwärtig

Bei der Korruptionsbekämpfung kann die seit April 2016 amtierende Regierung zwar erste Erfolge vorweisen. Doch noch prägt Korruption nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International stand Laos 2018 auf Rang 132 von 180 ausgewerteten Ländern.

Kriegsfolgen noch immer spürbar

Ein bis heute bestehendes Problem bilden Minen und Blindgänger aus dem Vietnamkrieg. Zwar blieb Laos in diesem Krieg offiziell neutral. Da jedoch Nachschubrouten des kommunistischen Vietcongs durch das Land verliefen, wurde es von den USA bombardiert. Gemessen an Bevölkerung und Größe gilt Laos als das am stärksten bombardierte Land der Welt. Große Teile des Landes konnten noch nicht vollständig von Kampfmitteln geräumt werden; jedes Jahr kommt es dadurch zu Todesfällen und schweren Verletzungen.

Ein Mitarbeiter des Dokumentations- und Rehabilitationszentrum COPE für Opfer von Minen und Streumunition in Vientiane, Laos, fertigt eine Unterschenkelprothese an.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Textilfabrik in Laos auf dem Weg zur Arbeit
Wirtschaftliche Situation

Marktwirtschaft und regionale Zusammenarbeit

Seit Mitte der 1980er Jahre versucht die laotische Regierung, die Planwirtschaft des Landes in eine Marktwirtschaft umzuwandeln. So wurden zum Beispiel Preisbindungen und Subventionen abgeschafft und es wurde ein Bankensystem nach westlichem Vorbild eingeführt. Private Unternehmertätigkeit wird staatlich gefördert. Seit 1997 ist Laos Mitglied der südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN), seit 2015 nimmt es an der Freihandelszone der ASEAN Economic Community (AEC) teil. 2013 trat Laos der Welthandelsorganisation (WTO) bei.

In den vergangenen Jahren wuchs die laotische Wirtschaft jährlich um etwa sieben Prozent. Für die kommenden Jahre erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ähnliche Zuwachsraten. Auf dem Land ist eine zunehmende Verdrängung der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft durch industrielle Landwirtschaft zu beobachten. Insgesamt trägt der Agrarsektor jedoch nur noch 16 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bei. Der Anteil der Industrie liegt bei etwa 30 Prozent, 48 Prozent des BIP werden inzwischen von der Dienstleistungsbranche erwirtschaftet.

Entwicklungspotenziale

Laos ist reich an natürlichen Ressourcen. Das Land verfügt über Bodenschätze wie Gold, Kupfer, Bauxit und Zinn. Etwa 40 Prozent der Landesfläche sind bewaldet.

Eine wichtige Rolle für die Zukunft von Laos spielen die enormen Wasserkraftreserven. Sie ermöglichen es dem Land einerseits, Strom zu exportieren. Andererseits stößt der Bau weiterer Wasserkraftwerke bei den Nachbarländern auf Kritik und ist auch aus ökologischer Perspektive nicht unumstritten. Entwicklungschancen die noch stärker genutzt werden könnten, bietet aufgrund der Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt der Ökotourismus.

Großes Potenzial liegt außerdem in der jungen Bevölkerung des Landes: Ein Drittel der knapp sieben Millionen Einwohnerinnen und Einwohner ist unter 15 Jahre alt. Bislang stellen der schlechte Bildungsstand und die geringe Arbeitsproduktivität allerdings für viele Unternehmen beachtliche Investitionshemmnisse dar.

Frau in einem Dorf in Nordlaos
Soziale Situation

Fortschritte bei der Armutsbekämpfung

Laos zeichnet sich durch eine große ethnische Vielfalt mit offiziell 49 Volksgruppen aus. Das Territorium ist unterschiedlich dicht besiedelt: Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Ebenen am Mekong, vor allem in der Region um die Hauptstadt Vientiane. Die bergigen Gebiete im Osten und Norden sind schwer zugänglich und nur dünn besiedelt.

Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen lag 2017 nach Angaben der Weltbank bei umgerechnet 2.270 US-Dollar und hat sich damit seit dem Jahr 2000 verachtfacht. Dennoch leben fast 20 Prozent der fast sieben Millionen Einwohner unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) nimmt Laos Platz 139 von 189 Staaten ein.

Der Nationale Sozioökonomische Entwicklungsplan (National Socio-Economic Development Plan, NSEDP) der Regierung ist jeweils auf fünf Jahre angelegt. Der achte NSEDP für den Zeitraum 2016 bis 2020 wurde im Mai 2015 vorgelegt. Er orientiert sich stark an den 2015 verabschiedeten globalen Entwicklungszielen (SDGs) der Agenda 2030.

Beachtliche Fortschritte wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den Bereichen Armutsbekämpfung, Zugang zu sauberem Trinkwasser und Verringerung der Kindersterblichkeit verzeichnet. Defizite bestehen insbesondere in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bildung sowie beim Umweltschutz und bei der Gleichstellung der Geschlechter.

Gummibaumplantage
Umweltsituation

Wirtschaftswachstum auf Kosten der Natur

Die schnelle Modernisierung der laotischen Wirtschaft mit dem Ausbau der Plantagenlandwirtschaft sowie großen Bergbauprojekten und Staudammbauten hat sich in den vergangenen Jahren negativ auf die Umwelt ausgewirkt. Der Bau von Wasserkraftwerken am Mekong hat außerdem zu Unstimmigkeiten mit den Nachbarstaaten Vietnam, Kambodscha und Thailand geführt. Die Länder, die flussabwärts liegen, befürchten Nachteile für ihre Fischerei und Landwirtschaft. Umweltschützer warnen vor unkalkulierbaren Risiken für das ökologische Gleichgewicht in der Region.

Im Rahmen eines Regionalvorhabens unterstützt Deutschland die von den vier Ländern eingerichtete Mekong River Commission dabei, gemeinsame Strategien und Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung der Wasserkraft und die Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln.

Verlust von Böden und Wäldern

Die lange Zeit von der Regierung verfolgte Strategie, "Land in Kapital umzuwandeln", nahm zahlreichen Kleinbauern die Existenzgrundlage und brachte erhebliche Umweltschäden mit sich. So führt zum Beispiel der umfangreiche Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln auf den – oft von ausländischen Investoren betriebenen – Plantagen zu einer massiven Degradierung der Böden.

Der Anteil der Waldfläche im Land ist in den vergangenen Jahren von 70 Prozent auf etwa 40 Prozent geschrumpft. Hauptursachen waren illegaler Holzeinschlag, der Staudamm- und Straßenbau sowie die Anpflanzung von Gummibaum- und Bananenplantagen. Im aktuellen Entwicklungsplan hat sich Laos das Ziel gesetzt, durch Wiederaufforstung den Waldbestand bis 2020 auf 70 Prozent zu erhöhen.

Politik des "grünen Wachstums"

Für die Entwicklung des Landes wird es entscheidend sein, wie gut es Laos gelingt, das wirtschaftliche Wachstum mit einer nachhaltigen Nutzung der Umweltressourcen in Einklang zu bringen und zugunsten der armen Bevölkerung auszugestalten. Das Land bekennt sich inzwischen zu einer Politik des "grünen Wachstums". Es hat als erstes ASEAN-Land das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und mit Vorlage seiner National Determined Contribution (NDC) ambitionierte Klimaschutzziele definiert.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Laos

Deutschland ist innerhalb der OECD der zweitgrößte bilaterale Geber von Laos nach Japan. Bei Regierungsverhandlungen im September 2018 wurden Laos für die Jahre 2018 und 2019 insgesamt 50 Millionen Euro neu zugesagt. Davon entfallen 30 Millionen Euro auf die finanzielle und 20 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit.

Diese Summe enthält eine Sonderzusage in Höhe von zehn Millionen Euro für den Wiederaufbau nach einer Flutkatastrophe im Juli 2018. Nach schweren Regenfällen war eine Staumauer gebrochen, was zu schweren Schäden in der südlaotischen Provinz Attapeu führte. Tausende Häuser wurden weggeschwemmt, Felder zerstört, die ländliche Infrastruktur wurde schwer beschädigt.

Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit sind:

  • Ländliche Entwicklung (einschließlich Management natürlicher Ressourcen)
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Darüber hinaus fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bürgerliches Engagement für gute Regierungsführung, staatliche Rechenschaftspflicht und Rechtsstaatlichkeit.

Bäuerin im ländlichen Laos
Schwerpunkt "Ländliche Entwicklung"

Bessere Infrastruktur, sichere Landrechte, Schutz der Wälder

In den ländlichen Gebieten von Laos – in denen etwa 65 Prozent der Bevölkerung leben – ist die Infrastruktur in den Bereichen Mobilität, Wasser, Elektrizität und Telekommunikation nur wenig entwickelt. Viele Bergdörfer sind in der monatelangen Regenzeit nicht erreichbar, einige haben sogar in der Trockenzeit keine Verkehrsanbindung. Die wirtschaftlichen Potenziale und die soziale Teilhabe können sich daher in diesen Regionen nicht entfalten, die Menschen bleiben arm.

Die deutsch-laotische Entwicklungszusammenarbeit trägt dazu bei, die Lebensbedingungen vor allem in den schwer zugänglichen Hochlandregionen zu verbessern. Ein Ansatzpunkt ist der Ausbau ländlicher Wege und die Instandsetzung von Brücken, die der Bevölkerung Zugang zu Märkten, Schulen und Gesundheitseinrichtungen verschaffen.

Landmanagement

Deutschland engagiert sich außerdem für ein verbessertes und nachhaltiges Landmanagement und für gesicherte Landrechte für die Kleinbauern. Mit intensiver Beteiligung der lokalen Bevölkerung werden Dorfentwicklungs- und Landnutzungspläne erstellt. Um mehr Rechtssicherheit zu schaffen, werden die Behörden dabei unterstützt, gemeinschaftlich genutzte Grundstücke systematisch zu vermessen und Eigentumsrechte amtlich einzutragen.

Schutz von Wäldern und Artenvielfalt

Ein wichtiger Bestandteil der bilateralen Zusammenarbeit ist seit 2008 das Programm zum Klimaschutz durch Walderhalt. Das Vorhaben dient zwei Zielen: Zum einen sollen der Waldreichtum und die Artenvielfalt stärker geschützt werden – als Beitrag des Landes zum globalen Klimaschutz. Zum anderen sollen durch die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung verbessert werden.

Dazu wird der Dialog zwischen Behörden und lokaler Bevölkerung verbessert und es werden Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft aufgebaut, um den Ökotourismus auszubauen. Eine weitere Komponente des Vorhabens fördert die Umweltbildung in Provinzen, Distrikten und Dörfern, die am Waldschutzprogramm teilnehmen.

Im Auftrag des BMZ unterstützt die GIZ die laotische Regierung außerdem dabei, ein freiwilliges bilaterales Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union über den Handel mit nachweislich legal erzeugten Holzprodukten abzuschließen.

Schüler in der Lao-German Technical School in Vientiane, Laos
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Berufliche Bildung, Mikrofinanzen und regionale Integration

Laos durchläuft einen umfangreichen Reformprozess, um von der Plan- auf die Marktwirtschaft umzusteigen. Doch ein schwacher Finanzsektor, schlechte berufliche Ausbildungsmöglichkeiten, institutionelle Schwächen und mangelnde Rechtssicherheit bremsen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Die Gründung der Wirtschaftsgemeinschaft des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN Economic Community, AEC) im Jahr 2015 hat einen neuen großen Binnenmarkt in Asien geschaffen. Damit Laos davon profitieren kann, müssen zahlreiche Regulierungs- und Verwaltungsvorschriften angepasst und umgesetzt werden. Deutschland berät Laos bei der Steuerung, Koordinierung und der Überwachung dieses wirtschaftlichen Integrationsprozesses.

Berufsbildung

Um speziell der jungen Generation neue Beschäftigungschancen zu eröffnen, unterstützt Deutschland das Land dabei, sein Berufsbildungssystem qualitativ und quantitativ zu verbessern. Gefördert werden der Ausbau und die technische Ausstattung von Berufsschulen, die Entwicklung einer landesweiten Strategie zur dualen Berufsbildung und die systematische Aus- und Fortbildung von Berufsschullehrern.

Finanzsystementwicklung

Bisher werden in Laos nur wenige Finanzdienstleistungen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) angeboten. Deutschland unterstützt die laotische Zentralbank dabei, den Bereich Mikrofinanzierung auszubauen, die finanzielle Allgemeinbildung der Bevölkerung zu verbessern und Regelungen zum Verbraucherschutz zu erarbeiten.

Durch den Aufbau von Mikrofinanzinstitutionen und Dorfbanken soll insbesondere die ländliche Bevölkerung die Möglichkeit erhalten, kleinere Investitionen zu finanzieren. Unter anderem beteiligt sich die KfW Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung an einem Mikrofinanzfonds der ACLEDA Bank Laos, damit diese günstige Kredite an arme Haushalte und KKMU weitergeben kann.

Karte von Laos

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Laos Deutschland
Ländernamea16173184 Demokratische Volksrepublik Laos Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Vientiane, etwa 800.000 Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 236.800 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 139 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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