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Kirgisistan

Jurten in den Bergen von Kirgisistan

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Überblick

Parlamentarische Republik in Zentralasien

Kirgisistan ist seit 1991 unabhängig. Schneller als in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken wurden politische und wirtschaftliche Reformen und der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft eingeleitet. Doch Ende der 1990er Jahre wurde der Regierungsstil in Kirgisistan zunehmend autoritär und das Reformtempo sank.

In den folgenden Jahren kam es zweimal durch Volksaufstände zum Sturz des Staatsoberhaupts. Durch ein Referendum wurde 2010 eine neue Verfassung angenommen. Sie soll die Grundlage für pluralistische Meinungsbildung, freie Wahlen und politischen Wettbewerb bilden und wurde 2016 im Rahmen eines weiteren Referendums reformiert.

Kirgisistan ist die einzige Demokratie in der fragilen Region Zentralasien. Auch wenn noch viele Defizite bestehen, hat sich das parlamentarische System bisher durchgesetzt und steht vor der Herausforderung, sich auch zukünftig gegen autoritäre Bestrebungen zu behaupten.

Die amtierende kirgisische Regierung unter Präsident Sooronbaj Dschejenbekow ist mit sehr vielen Aufgaben konfrontiert: Der Demokratisierungs- und Reformprozess muss vorangetrieben, die Armut vermindert, die Wirtschaft angekurbelt und die allgegenwärtige Korruption bekämpft werden.

Entwicklungszusammenarbeit

Die kirgisisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit begann kurz nach der Unabhängigkeit Kirgisistans im Jahr 1992. Sie konzentriert sich auf die Bereiche nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Gesundheit.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Kirgisistan

  • Siegesplatz in der kirgisischen Hauptstad Bishkek
    Politische Situation

    Immense Herausforderungen

    Die amtierende Regierung Kirgisistans steht vor immensen Herausforderungen: Die parlamentarische Demokratie ist noch nicht gefestigt und der Reformbedarf ist unverändert groß.

  • Markt in Kirgisien
    Soziale Situation

    Gesundheits- und Bildungssystem müssen verbessert werden

    Rund ein Viertel der Menschen in Kirgisistan leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Das jährliche Bruttonationaleinkommen pro Kopf betrug 2017 nach Angaben der Weltbank nur 1.130 US-Dollar, die Jugendarbeitslosigkeit lag 2018 bei knapp 16 Prozent.

  • Der Kurpsai-Staudamm am Naryn in Kirgisistan
    Wirtschaftliche Situation

    Langsames Wachstum

    Nachdem Kirgisistans Wirtschaft jahrelang beachtliche Wachstumsraten vorweisen konnte, war die ökonomische Entwicklung durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007 sowie eine innenpolitische Krise 2010 erheblichen Schwankungen unterworfen.

Siegesplatz in der kirgisischen Hauptstad Bishkek
Politische Situation

Immense Herausforderungen

Die amtierende Regierung Kirgisistans steht vor immensen Herausforderungen: Die parlamentarische Demokratie ist noch nicht gefestigt und der Reformbedarf ist unverändert groß. Armut und Arbeitslosigkeit sind weit verbreitet, die Wirtschaft muss gefördert und die Justiz gestärkt werden. Im Bildungs- und Gesundheitswesen müssen gravierende Defizite behoben werden und die organisierte Kriminalität muss bekämpft werden.

Korruption

Ein enormes Hindernis für die Entwicklung Kirgisistans ist die weit verbreitete Korruption. Sie schadet der Gesellschaft auf allen Ebenen. Und sie untergräbt die Autorität und Glaubwürdigkeit der Regierung und aller anderen staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen. Es besteht inzwischen die Gefahr, dass gerade die junge Generation Korruption zunehmend als Normalität empfindet.

Vor diesem Hintergrund wurde bereits 2012 ein Gesetz zur Bekämpfung der Korruption verabschiedet und es wurden Einrichtungen zu seiner Durchsetzung gebildet. Durch diese Bemühungen wurden zunächst kleine Erfolge erzielt – die Hoffnungen auf eine Eindämmung der Korruption haben sich aber bisher nicht erfüllt. Im Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International lag Kirgisistan 2018 auf Platz 132 von 180 ausgewerteten Staaten.

Menschenrechte

Kirgisistan hat die wichtigsten internationalen Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Ein umfassender Grundrechtekatalog ist in der Verfassung verankert. Durch die Änderung der Verfassung im Jahr 2016 im Rahmen eines Referendums wurde der Schutz der Menschenrechte und der Minderheitenschutz allerdings erschwert.

Offiziell setzt sich die Regierung für die Verwirklichung der Menschenrechte ein, ihre tatsächliche Umsetzung ist jedoch unzureichend, auch weil es dem Land an rechtsstaatlicher Tradition und einer unabhängigen Justiz mangelt. So kommt es vor allem in Polizeistationen und Gefängnissen regelmäßig zu schweren Menschenrechtsverletzungen.

Die von staatlicher Seite legitimierte Diskriminierung sexueller Minderheiten hat in den vergangenen Jahren tendenziell zugenommen. Darüber hinaus werden trotz eines gesetzlichen Verbots vor allem in ländlichen Gebieten die Rechte von Frauen und Mädchen massiv verletzt – zum Beispiel durch die Tradition des "Brautraubes", durch den viele Mädchen zur Ehe gezwungen werden. Häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird nur in den seltensten Fällen geahndet. Die Europäische Union und Kirgisistan führen einen Menschenrechtsdialog, um die Lage zu verbessern.

Markt in Kirgisien
Soziale Situation

Gesundheits- und Bildungssystem müssen verbessert werden

Rund ein Viertel der Menschen in Kirgisistan leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Das jährliche Bruttonationaleinkommen pro Kopf betrug 2017 nach Angaben der Weltbank nur 1.130 US-Dollar, die Jugendarbeitslosigkeit lag 2018 bei knapp 16 Prozent.

Die Bevölkerung von Kirgisistan wächst seit Jahrzehnten stark, im Jahr 2017 lag das Wachstum bei zwei Prozent pro Jahr. Fast ein Drittel der Kirgisinnen und Kirgisen sind jünger als 15 Jahre.

Im aktuellen Index der Menschlichen Entwicklung (HDI) steht Kirgisistan auf Rang 122 von 189 Ländern und hat seine Position im Vergleich zu den 1990er Jahren kaum verbessert.

Das öffentliche Bildungssystem hat gegenüber der Sowjetzeit an Qualität eingebüßt, der Großteil der Schülerinnen und Schüler wird nicht ausreichend qualifiziert. Die beruflichen Ausbildungsgänge sind zudem kaum auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts abgestimmt.

Auch das Gesundheitssystem ist mangelhaft. Die Lebenserwartung liegt bei 71 Jahren und ist damit rund 10 Jahre geringer als in Deutschland. Sie hat sich in den vergangenen drei Jahrzenten nicht im wünschenswerten Maß erhöht.

Die Rate der Kindersterblichkeit konnte in den vergangenen Jahren erheblich reduziert werden. Die Situation der Mütter hat sich allerdings nicht wesentlich verbessert. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Müttersterblichkeit in Kirgisistan höher als in allen anderen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (76 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten im Jahr 2015).

Der Kurpsai-Staudamm am Naryn in Kirgisistan
Wirtschaftliche Situation

Langsames Wachstum

Nachdem Kirgisistans Wirtschaft jahrelang beachtliche Wachstumsraten vorweisen konnte, war die ökonomische Entwicklung durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007 sowie eine innenpolitische Krise 2010 erheblichen Schwankungen unterworfen. Zwischen 2014 und 2017 hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts stabilisiert und lag zwischen vier und 4,6 Prozent. 2018 ist das Wachstum wieder zurückgegangen, ab 2019 wird wieder mit einem höheren Wachstum gerechnet. Im "Doing Business Index" der Weltbank wird Kirgisistan 2018 auf Rang 70 von 190 Ländern geführt.

Die geringe Wirtschaftskraft führt dazu, dass Kirgisistan weiterhin von seinen wichtigsten Handelspartnern China und Russland abhängig ist. Seit August 2015 ist das Land Mitglied der von Russland initiierten Eurasischen Wirtschaftsunion, der neben Russland auch Weißrussland, Kasachstan und Armenien angehören. Die fünf Länder wollen Teile ihrer Wirtschaftspolitik nach dem Vorbild der Europäischen Union abstimmen und so den Austausch von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeit erleichtern.

Wettbewerbsfähigkeit muss wachsen

Die Unternehmen in Kirgisistan sind international kaum wettbewerbsfähig. In der Landwirtschaft arbeiten 26 Prozent der Beschäftigten, sie tragen aber nur rund 12 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Potenzielle Investoren werden durch Rechtsunsicherheit, Korruption und Behördenwillkür abgeschreckt. Auch fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften – viele Fachkräfte arbeiten in Russland und Kasachstan und fehlen so dem heimischen Arbeitsmarkt. Die Rücküberweisungen der geschätzten 800.000 Arbeitsmigranten machen einen erheblichen Anteil der Wirtschaftskraft Kirgisistans aus.

Große Bedeutung des Goldbergbaus

Im Vergleich zu anderen Ländern der Region ist Kirgisistan arm an Rohstoffen. Der mit Abstand wichtigste Rohstoff des Landes ist Gold, die Goldausfuhren tragen rund 40 Prozent zu den gesamten Ausfuhreinnahmen bei, annähend das gesamte Gold wird in der Mine Kumtor gewonnen.

Kirgisistan verfügt nur über unbedeutende Gas- und Erdölvorkommen, die den eigenen Energiebedarf nicht decken können. Zur Erzeugung von Energie nutzt das Land Wasserkraft, deren Potenzial bislang zu weniger als zehn Prozent ausgeschöpft wird. Daraus ergeben sich jedoch Konfliktrisiken für die Region, da von den Flüssen Kirgisistans auch die Landwirtschaft in Usbekistan und Kasachstan abhängt.

Entwicklungspotenziale

Bedeutende Entwicklungschancen liegen für Kirgisistan im Handels- und Dienstleistungssektor, der bereits heute mehr als die Hälfte zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Dem Land ist es gelungen, sich als regionales Handelszentrum zu etablieren. Vor allem chinesische Waren werden in Kirgisistan umgeschlagen und in die zentralasiatischen Nachbarländer sowie nach Russland exportiert.

Entwicklungspotenziale bietet zudem die Tourismusbranche: Die landschaftliche Schönheit Kirgisistans könnte stärker touristisch genutzt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch ein umfangreicher Ausbau der Infrastruktur und eine dauerhafte Stabilisierung der politischen Lage.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kirgisistan

Die Bundesrepublik Deutschland gehört neben dem größten Geberland Russland zu Kirgisistans wichtigsten bilateralen Gebern von Mitteln für Entwicklungszusammenarbeit.

Bei Regierungsverhandlungen im Jahr 2017 wurden dem Partnerland 40,6 Millionen Euro für den Zeitraum von zwei Jahren zugesagt. Davon entfallen 19 Millionen Euro auf die Finanzielle und 21,6 Millionen auf die Technische Zusammenarbeit.

Das deutsche Engagement ist langfristig ausgerichtet und orientiert sich an der Entwicklungsstrategie, die die kirgisische Regierung für die Zeit bis 2040 erarbeitet hat und die auch die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einschließt.

Wichtige Ziele sind die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen, der Ausbau der Infrastruktur sowie eine Verbesserung der Digitalisierung zur Steigerung von Effektivität und Transparenz staatlichen Handelns.

Das deutsche Engagement konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Gesundheit

Ergänzt wird die bilaterale Zusammenarbeit durch länderübergreifende regionale Vorhaben. Außerdem beteiligt sich Deutschland an Programmen multilateraler und internationaler Institutionen in Kirgisistan.

Eine Frau verkauft Gemüse auf dem Markt in Batken, Kirgisistan
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Rahmenbedingungen verbessern, berufliche Perspektiven eröffnen

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Kirgisistan ist es, dauerhafte Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten für Frauen und Männer aus allen Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Im Mittelpunkt des Engagements stehen die von hoher Arbeitslosigkeit betroffenen jungen Menschen sowie die besonders armen ländlichen Gebiete. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich darauf, die Rahmenbedingungen für den Privatsektor zu verbessern, da nur dort die dringend benötigten Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Um vor allem kleinen und mittleren Unternehmen Mittel für Investitionen bereitzustellen, wird der Mikrofinanzsektor in ländlichen Gebieten und im landwirtschaftlichen Bereich durch finanzielle Zusammenarbeit unterstützt.

Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit beraten deutsche Experten öffentliche Stellen bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen. Außerdem wird mit deutscher Unterstützung die Wettbewerbsfähigkeit ausgewählter Wertschöpfungsketten erhöht, indem zum Beispiel die Lebensmittelsicherheit und die Qualitätsinfrastruktur verbessert werden.

Ausbildungsperspektiven schaffen

Deutschland engagiert sich außerdem im Bereich Berufsbildung und Arbeitsmarkt. Kirgisistan wird dabei unterstützt, ein Berufsbildungssystem aufzubauen, das sich an den Anforderungen des heimischen Arbeitsmarktes orientiert. Zudem fördern ein Programm zur Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und ein spezielles Bildungs- und Beschäftigungsprogramm für Jugendliche im ländlichen Raum die wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Durch das deutsche Engagement konnten inzwischen zahlreiche Menschen in verschiedenen Regionen – teilweise zumindest kurzfristig – in Beschäftigung gebracht werden. Viele der geförderten Personen sind junge Frauen.

Zwei Mädchen im südlichen Kirgisistan
Schwerpunkt "Gesundheit"

Konkrete Fortschritte erreicht

Kirgisistan ist bislang nicht in der Lage, mit eigenen Mitteln eine angemessene medizinische Versorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten. Ziel des deutschen Engagements in diesem Bereich ist es daher, den Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen für alle Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Durch die Stärkung des Gesundheitssystems auf allen Ebenen soll das Partnerland langfristig in die Lage versetzt werden, die Herausforderungen im Gesundheitswesen aus eigener Kraft zu bewältigen.

In Übereinstimmung mit der nationalen Gesundheitsstrategie engagiert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vor allem in den Bereichen reproduktive Gesundheit und Mutter-Kind-Gesundheit sowie in der Tuberkulosebekämpfung und hat dort konkrete Fortschritte erreicht.

Gemeinsam mit der Weltbank und der Schweiz hat Deutschland zum Beispiel das kirgisische Reformprogramm Den Sooluk unterstützt. Dringend benötigte Medikamente und Geräte konnten beschafft werden. In allen sieben Regionen des Landes wurden Blutbanken und HIV-Zentren erneuert und ausgestattet. Dadurch konnten die Behandlung und Vorbeugung von HIV-Infektionen verbessert werden. Die Blutbanken ermöglichen nun sichere Spenden und sichere Blutkonserven. Außerdem steigt die Spendenbereitschaft, was den Patienten, die Blutkonserven benötigen, direkt zugutekommt.

Das nationale Tuberkulose-Referenzlabor wurde von deutschen Expertinnen und Experten beraten. Es bietet eine in der Region einmalige Laborqualität und bildet somit die Grundlage für die effektive Bekämpfung von Tuberkulose.

Im Bereich Notfallmedizin wurden in Osch und Bischkek hochwertige Ambulanzen zur Verfügung gestellt und das Notrufsystem verbessert.

Szene aus einem Krankenhaus in Kirgisistan

Karte von Kirgisistan

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Kirgisistan Deutschland
Ländernamea16173184 Kirgisische Republik Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Bischkek, etwa 1 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 199.950 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 122 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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