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Kambodscha

Steinfigur in der Tempelanlage Ta Prohm in der Nähe von Angkor Wat, Kambodscha

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Überblick

Neuanfang nach Jahrzehnten der Gewalt

Die jüngere Geschichte Kambodschas ist geprägt durch Krieg, Bürgerkrieg und extremes menschliches Leid: Während des Vietnamkriegs wurde das Land bombardiert, um die Rückzugsgebiete und Versorgungswege der Gegner zu zerstören. Danach, von 1975 bis 1979, fielen etwa 1,7 Millionen Menschen dem Schreckensregime der Roten Khmer zum Opfer. Fast die gesamte geistige Elite Kambodschas wurde ermordet und die Infrastruktur völlig zerstört. 1979 besetzte Vietnam das Land, die Roten Khmer begannen einen Guerillakrieg. Erst 1993 fanden wieder freie Wahlen statt. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg endete faktisch erst Anfang 1999, nachdem sich die letzten Kämpfer der Roten Khmer ergeben hatten.

In den vergangenen Jahren hat Kambodscha beachtliche Entwicklungserfolge erzielt. Doch um diese auch langfristig abzusichern, müsste die Regierung eine Reihe politischer Reformen einleiten und konsequent umsetzen. Herausforderungen liegen insbesondere in den Bereichen Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, öffentliche Verwaltung, Justiz, Finanzwesen sowie in der Bekämpfung der weit verbreiteten Korruption.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland begleitet Kambodscha bei seinem Entwicklungs- und Demokratisierungsprozess. Die wichtigsten Themen der Entwicklungszusammenarbeit sind die regionale Wirtschaftsentwicklung, der Aufbau des Gesundheitswesens sowie die Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung. Die Bundesregierung unterstützt zudem die Arbeit des Rote-Khmer-Kriegsverbrechertribunals, das den Völkermord juristisch aufarbeitet.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Kambodscha

  • Fahrer eines Tuk Tuks (motorisierte Rikscha) in Phnom Penh, Kambodscha
    Politische Situation

    Erhebliche Mängel in der Regierungsführung

    Kambodscha ist seit 1993 eine konstitutionelle Monarchie mit einem demokratischen Mehrparteiensystem. Nachdem sich das politische Klima im Vorfeld der Parlamentswahlen 2018 verschlechtert hatte, öffnen sich erste zivilgesellschaftliche Räume wieder.

  • Zentralmarkt in Phnom Penh, der Hauptstad Kambodschas
    Soziale Situation

    Beachtliche Entwicklungserfolge

    Nach Ende des Bürgerkriegs in den 1990er Jahren musste die kambodschanische Gesellschaft in fast allen Bereichen neu beginnen: Staatliche Institutionen waren zerschlagen, die Infrastruktur war zerstört.

  • Autofähre auf dem Mekong, Kambodscha
    Wirtschaftliche Situation

    Stabiles Wachstum, Verlust an Biodiversität

    Der Beitritt zu internationalen Organisationen wie der Vereinigung Südostasiatischer Länder (ASEAN, 1998) und der Welthandelsorganisation (WTO, 2004) hat Kambodscha aus der wirtschaftlichen Isolation geholt.

Fahrer eines Tuk Tuks (motorisierte Rikscha) in Phnom Penh, Kambodscha
Politische Situation

Erhebliche Mängel in der Regierungsführung

Kambodscha ist seit 1993 eine konstitutionelle Monarchie mit einem demokratischen Mehrparteiensystem. Nachdem sich das politische Klima im Vorfeld der Parlamentswahlen 2018 verschlechtert hatte, öffnen sich erste zivilgesellschaftliche Räume wieder.

Die regierende Kambodschanische Volkspartei (CPP) hat die Arbeit regierungskritischer Politiker behindert und Gesetzgebung, Verwaltung und Justiz benutzt, um politische Gegner und unabhängige Medien unter Druck zu setzen und zivilgesellschaftliches Engagement einzuschränken.

Nachdem die oppositionelle Kambodschanische Nationale Rettungspartei (CNRP) bei den Gemeindewahlen im Juni 2017 mehr als 40 Prozent der Stimmen erhalten hatte, verschärfte die Regierung ihren repressiven Kurs: Die CNRP wurde aufgelöst, ihr Führungspersonal inhaftiert oder ins Exil getrieben.

Bei den Parlamentswahlen im Juli 2018 erreichte die Regierungspartei CPP nach amtlichen Angaben 77 Prozent der Stimmen und gewann damit alle 125 Parlamentssitze. Ministerpräsident Hun Sen, der das Land seit 1985 ununterbrochen regiert, wurde im Amt bestätigt.

Die Europäische Union bezeichnete das Wahlergebnis als nicht glaubwürdig und als "nicht repräsentativ für den demokratischen Willen der kambodschanischen Wählerschaft".

Menschenrechte

In Kambodscha ist die Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit eingeschränkt. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Verhaftungen unliebsamer Personen, dazu zählen neben politischen Gegnern auch Wohnungslose, Straßenkinder, Prostituierte und Menschen mit Behinderungen.

Trotz verfassungsrechtlicher Gleichstellung werden Frauen diskriminiert, vor allem beim Zugang zu Justiz, Land und Arbeitsmarkt. Gewalt gegen Frauen ist weit verbreitet.

Im Zusammenhang mit der Erteilung von Landkonzessionen an in- und ausländische Unternehmen wurden seit dem Jahr 2000 mehr als eine halbe Million Menschen enteignet und zwangsumgesiedelt. Besonders betroffen sind Bewohner informeller städtischer Siedlungen, Kleinbauern sowie Angehörige indigener Völker.

Korruption

Korruption ist in Kambodscha weit verbreitet und wird in der Gesellschaft traditionell kaum in Frage gestellt. Während die Alltagskorruption rückläufig ist, bleibt Korruption im großen Stil ein Problem. Gesetzliche Grundlagen zur Bekämpfung von Korruption gibt es erst seit 2010. Insbesondere im Bildungs- und Gesundheitsbereich werden niedrige Gehälter durch Bestechungsgelder aufgestockt. Auch bei der Vergabe von Landnutzungsrechten spielt Korruption eine erhebliche Rolle. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2018 der Nichtregierungsorganisation Transparency International nimmt Kambodscha Platz 161 von 180 ausgewerteten Staaten ein.

Zentralmarkt in Phnom Penh, der Hauptstad Kambodschas
Soziale Situation

Beachtliche Entwicklungserfolge

Nach Ende des Bürgerkriegs in den 1990er Jahren musste die kambodschanische Gesellschaft in fast allen Bereichen neu beginnen: Staatliche Institutionen waren zerschlagen, die Infrastruktur war zerstört, fast die gesamte geistige Elite des Landes ermordet oder ins Ausland vertrieben worden. Die Bevölkerung war nach jahrzehntelangen Konflikten verarmt, schlecht gebildet und gesundheitlich extrem unterversorgt.

Vor diesem Hintergrund sind die seither erzielten Fortschritte bemerkenswert. Kambodscha verzeichnet hohe wirtschaftliche Wachstumsraten sowie deutliche Erfolge bei der Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeitsrate, bei der Bekämpfung von HIV und Aids und bei der Räumung von Landminen.

Einkommen ungleich verteilt

Lebte 2003 noch die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze, betrug der Anteil 2016 laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem nationalen Zensus nur noch 13,5 Prozent. Ein Großteil der Bevölkerung hat die statistische Armutsgrenze jedoch nur knapp überschritten. Schon durch geringe Mehrausgaben, etwa durch eine Krankheit, können diese Menschen in die Armut zurückfallen. Von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren in erster Linie die städtische Elite und die noch sehr kleine Mittelschicht. Mehr als 90 Prozent der armen Bevölkerung leben auf dem Land. Ein Drittel der Kinder in Kambodscha ist nach wie vor mangelernährt.

Versorgungsmängel

Das Gesundheitssystem und die öffentliche Infrastruktur werden derzeit noch aufgebaut. Auch das Bildungssystem muss noch weiter verbessert werden. Inzwischen haben etwa 75 Prozent der Bevölkerung einen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser (2000: 42 Prozent), etwa 42 Prozent verfügen über eine angemessene Sanitärversorgung (2000: 16 Prozent).

Die Bevölkerung Kambodschas ist jung: Mehr als 30 Prozent der Einwohner sind unter 15 Jahre alt. Bereits jetzt sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zentrale Probleme der Wirtschaftsentwicklung. Sie drohen sich durch das Bevölkerungswachstum noch zu verschärfen.

Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) liegt Kambodscha auf Platz 146 von 189 Ländern.

Autofähre auf dem Mekong, Kambodscha
Wirtschaftliche Situation

Stabiles Wachstum, Verlust an Biodiversität

Der Beitritt zu internationalen Organisationen wie der Vereinigung Südostasiatischer Länder (ASEAN, 1998) und der Welthandelsorganisation (WTO, 2004) hat Kambodscha aus der wirtschaftlichen Isolation geholt. Das Land verzeichnete in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Wachstumsraten von etwa sieben Prozent. Wichtigste Sektoren sind die Landwirtschaft, die Textil- und Schuhproduktion, die Bauindustrie und die Tourismusbranche.

Seit Beginn der 1990er Jahre wandelt sich die Wirtschaftsstruktur: Die Landwirtschaft verliert an volkswirtschaftlicher Bedeutung, ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt beträgt nur noch 23 Prozent. Der Dienstleistungssektor macht hingegen bereits etwa 40 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

Massiver Verlust von Regenwald

Der Umweltschutz wird in der offiziellen Gesetzgebung zwar berücksichtigt, die Umsetzung der Vorgaben ist jedoch mangelhaft. So werden zum Beispiel Genehmigungen für Dammbauprojekte am Mekong sowie Konzessionen für großflächigen Holzeinschlag vergeben, ohne dass die teilweise gravierenden Schäden für die Umwelt hinreichend in Betracht gezogen werden.

Satellitenbildauswertungen des Datenportals Open Development Cambodia haben ergeben, dass 2014 nur noch etwa 48 Prozent der Landesfläche von Wald bedeckt waren. Im Jahr 2000 waren es noch 66 Prozent.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kambodscha

Schwerpunkte des deutschen Engagements sind die regionale Wirtschaftsentwicklung, die Stärkung des Gesundheitssystems und die Dezentralisierung.

Das Schwerpunktprogramm regionale Wirtschaftsentwicklung konnte die Lebensbedingungen von rund einer Million Haushalten in den ländlichen Regionen verbessern: Einkommenssteigerungen von über 50 Prozent; verringerte Transportkosten um 40 Prozent; mehr als 2.500 Kilometer instandgesetzte Straßen sind an die Folgen des Klimawandels angepasst und damit auch bei Überflutungen befahrbar.

Das Schwerpunktprogramm Gesundheit hat den Zugang zu guter medizinischer Versorgung verbessert. Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist um über zwei Drittel gesunken. Inzwischen werden fast 90 Prozent aller Geburten von qualifizierten Gesundheitskräften betreut (2000 waren es 32 Prozent). Arme Menschen haben auch dank deutscher Unterstützung nun kostenfreien Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Der Auf- und Ausbau einer Krankenversicherung für alle Menschen schreitet voran.

Das Schwerpunktprogramm Dezentralisierung stärkt Distrikte und Kommunen bei ihrer Arbeit. Bürgerämter bearbeiten alle Behördenaufgaben gebündelt. Bürgerinnen und Bürger kennen dank Gebührentafeln die Preise für öffentliche Dienstleistungen in den Distriktverwaltungen.

Darüber hinaus unterstützt Deutschland die Arbeit des Rote-Khmer-Tribunals mit Projekten zur Aussöhnung. Auch die Minenräumung wird unterstützt. Kambodscha ist weiterhin eines der am stärksten mit Landminen sowie Blindgängern belasteten Länder der Welt.

Mehrere regionale Projekte ergänzen das entwicklungspolitische Engagement der Bundesregierung in Kambodscha. So haben sich mit deutscher Unterstützung die Arbeits- und Sozialbedingungen in den Fabriken verbessert.

In den Jahren 2017 und 2018 investierte die deutsche Entwicklungspolitik rund 37 Millionen Euro in die Verbesserung der Lebensbedingungen in Kambodscha.

Mehr Einkommen durch nachhaltige Lieferketten in Kambodscha
Schwerpunkt "Regionale Wirtschaftsentwicklung"

Lokale Wirtschaft fördern

Rund drei Viertel der Kambodschanerinnen und Kambodschaner leben auf dem Land. Zwar konnte die Armut in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Doch noch immer ist sie in ländlichen Gebieten überdurchschnittlich weit verbreitet.

Ziel der Entwicklungszusammenarbeit im Schwerpunktbereich "Regionale Wirtschaftsentwicklung" ist es, die lokale Wirtschaft zu fördern, um die Armut zu verringern, die Einkommen zu steigern und die Ernährung zu sichern.

Mit deutscher Unterstützung wurden bereits über 2.500 Kilometer Zugangsstraßen instandgesetzt beziehungsweise neu gebaut. Diese sichern der Bevölkerung im ländlichen Raum gerade in der schweren Regenzeit den Zugang zu den größeren Städten. Das ist für die Menschen wichtig, um Gesundheitszentren zu erreichen, zur Schule zu kommen oder zu den Märkten zu fahren, wo sie ihre landwirtschaftlichen Produkte verkaufen können.

Neue Dialogformate zwischen Bäuerinnen und Bauern, Vertretern der Gemeindeverwaltung und Geschäftsleuten sollen dazu beitragen, die bestehenden Wirtschaftspotenziale besser zu erkennen und auszuschöpfen.

In Business-Trainings werden besonders ärmere und benachteiligte Menschen in wichtigen Aspekten der Landwirtschaft ausgebildet. So lernen sie neueste Preis-Informationen zu ermitteln oder nachhaltige Kultivierungsmöglichkeiten zu nutzen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet mit Reiseunternehmen und -führern daran, dass auch die Menschen im Umfeld der Angkor-Tempel von den Touristen profitieren. Die Touristen lernen so zugleich mehr über das Leben in Kambodscha und kommen in den Genuss von handwerklichen und landwirtschaftlichen Produkte sowie einfacher Übernachtungsmöglichkeiten in den Gemeinden.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt arme landlose Bürgerinnen und Bürger dabei, ein Landrecht auf den staatlich bereitgestellten sozialen Landflächen zu erwerben. Außerdem wird den Bäuerinnen und Bauern zum Beispiel Hilfe bei der Landvorbereitung und der Verbesserung des Bodens angeboten und Know-how vermittelt. Um den Zugang zu Feldern und Märkten zu gewährleisten, fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit den Ausbau von Infrastruktur und konnte so die Ernährungssicherheit von fast 4.000 Haushalten gewährleisten.

Die KfW Entwicklungsbank stellt darüber hinaus über Partnerbanken Kredite für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum bereit, damit diese neue Investitionen tätigen können.

Mütter und Kinder, die an einer Wachstumsstudie teilnehmen, warten in einem Wartezimmer in Prey Veng, Kambodscha
Schwerpunkt "Gesundheit"

Versorgung armer Menschen sicherstellen

Das kambodschanische Gesundheitssystem hat sich seit den 1990er Jahren stetig verbessert. Trotz deutlicher Fortschritte ist die Zahl der Todesfälle bei Müttern und Neugeborenen im internationalen Vergleich jedoch noch besorgniserregend hoch.

Die Gesundheitsversorgung weist ein starkes Stadt-Land- sowie Reich-Arm-Gefälle auf. Die Qualität der Leistungen ist oft schlecht.

Bedarfsgerechte und professionelle Gesundheitsversorgung für alle

Die Regierung hat sich das Ziel gesetzt, ein umfassendes und flächendeckendes System zur sozialen Absicherung aufzubauen. Bei der Umsetzung wird sie von Deutschland gemeinsam mit anderen Gebern unterstützt.

Deutschland beteiligt sich an einem Gesundheitsfonds, der die kostenlose medizinische Versorgung armer Bevölkerungsgruppen finanziert.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die kambodschanische Regierung dabei, klinische Standards einzuführen, Gesundheitspersonal aus- und fortzubilden und ein Akkreditierungssystem für private und öffentliche Gesundheitsdienste aufzubauen.

Als Beitrag zur Mutter-Kind-Gesundheit wird die Qualität der Notfallversorgung von Müttern und Neugeborenen verbessert. So werden zum Beispiel Hebammen speziell im Umgang mit komplizierten Geburten geschult.

Folterkammer in Tuol Sleng, einer ehemaligen Schule in Phnom Penh, die von den Roten Khmer zu einem "Umerziehungslager" umfunktioniert wurde. Von den etwa 20.000 Gefangenen haben nur sechs oder sieben überlebt. Heute ist Tuol Sleng ein Museum und Mahnmal gegen den Genozid.
Schwerpunkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung"

Förderung der Dezentralisierung

Gute Regierungsführung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung und erfolgreiche Armutsbekämpfung in Kambodscha. Deutschland berät seine kambodschanischen Partner bei der Dezentralisierung und der Reform der öffentlichen Verwaltung.

Auf nationaler Ebene werden die zuständigen Ministerien dabei unterstützt, Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf Distrikte und Gemeinden zu verlagern und Mindeststandards für die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen zu formulieren. Die Regierungen und Fachbehörden auf lokaler Ebene unterstützt das Vorhaben dabei, ihre Dienstleistungen zu verbessern sowie die Bürgerorientierung und Transparenz zu erhöhen. Ein Beispiel ist die Einrichtung von Bürgerbüros in den Distriktverwaltungen. Dadurch kann die Bevölkerung häufig benötigte Dienstleistungen, zum Beispiel die Anmeldung von Fahrzeugen oder die Registrierung kleiner Unternehmen, selbst erledigen, ohne dafür lange Strecken bis zur nächsten Provinzhauptstadt in Kauf nehmen zu müssen.

Im Rahmen der Verwaltungsreform fördert Deutschland eine leistungsorientierte Bezahlung im öffentlichen Dienst. Mit deutscher Unterstützung führt die kambodschanische Regierung neue Instrumente zur Personalentwicklung und -führung ein. Dazu zählen beispielsweise Stellenbeschreibungen und regelmäßige Leistungsbewertungen.

Aufarbeitung der Rote-Khmer-Verbrechen

Ein friedlicher Aufbau demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen ist nur möglich, wenn die Gräueltaten des Rote-Khmer-Regimes gesellschaftlich aufgearbeitet werden. Aus diesem Grund unterstützt das BMZ sowohl die zivile Konfliktbearbeitung als auch das aus internationalen und kambodschanischen Richtern bestehende Rote-Khmer-Kriegsverbrechertribunal. Inzwischen wurden bereits einige Angeklagte zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, Ermittlungen gegen weitere Verantwortliche der Roten Khmer wurden aufgenommen.

Die Bundesregierung hat durch das BMZ und das Auswärtige Amt bislang etwa 17 Millionen Euro für die Arbeit des Tribunals sowie für begleitende Projekte für Versöhnung und Gerechtigkeit bereitgestellt.

Einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung und zum gesamtgesellschaftlichen Dialog leistet der Ziviler Friedensdienst (ZFD). Er begleitet die juristische und historische Aufarbeitung der Verbrechen, unterstützt das Toul-Sleng-Genozid-Museum, Reparationsprojekte und außergerichtliche Wiedergutmachungsmaßnahmen und engagiert sich durch Jugend- und Bildungsarbeit für eine friedliche Gestaltung der Zukunft.

Häuser auf Stelzen im "schwimmenden Dorf" Kampong Phluk, Kambodscha

Zusammenarbeit konkret

IDPoor: Bedürftige zahlen mit ihrer Karte

Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung und sozialen Diensten: Das gewährt die Ausweiskarte "IDPoor", die die kambodschanische Regierung eingeführt hat, um die Armut im Land zu verringern. Das Programm wird vom Bundesentwicklungsministerium unterstützt.  

In Dorfversammlungen wird zunächst ermittelt, welche Haushalte Hilfe benötigen. Diese erhalten dann eine IDPoor-Karte, die alle Haushaltsmitglieder berechtigt, bestimmte staatliche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Dazu zählen eine landesweite kostenlose medizinische Versorgung, ein Trinkwasseranschluss, reduzierte Gebühren für Verwaltungsdienstleistungen, zinsvergünstigte Kredite, Geldleistungen nach der Geburt eines Kindes sowie Beihilfen für Menschen mit Behinderungen.

Hier einige Beispiele, die zeigen, wie die Karte die Lebensbedingungen der Menschen spürbar verbessert:

Grippebehandlung ermöglicht

Kung Him lebt in einer kleinen Wellblechhütte in einem Dorf in Zentralkambodscha. Die 82-Jährige hat keine Familie mehr: Ihr Mann starb Anfang der 1980er Jahre, ihr einziges Kind kam während des Regimes der Roten Khmer ums Leben. Früher sammelte Kung Him Palmblätter und nähte sie zusammen, um sie als Dachabdeckungen zu verkaufen. Heute ist sie auf Spenden angewiesen. So ermöglichten Nachbarn den Bau ihrer Hütte und ihren Reis erhält sie über das örtliche buddhistische Kloster.

Die IDPoor-Karte nutzt sie, um sich ärztlich versorgen zu lassen. So konnte sie zum Beispiel eine Grippe im Krankenhaus behandeln lassen. "Ohne diese Karte würde ich es nicht wagen, ins Krankenhaus zu gehen", sagt Kung Him. "Ich bin sehr glücklich, sie zu haben."

Ausweitung des Programms auf Stadtbewohner

Sam Kunthea lebt allein in der Hauptstadt Phnom Penh. Tag für Tag fährt sie mit dem Fahrrad durch die Straßen der Stadt und sammelt Aluminiumdosen und Kunststoffflaschen. An guten Tagen verdient die 38-Jährige mit diesen Wertstoffen umgerechnet 2,50 US-Dollar. Sie lebt mietfrei in einer winzigen Hütte – das Grundstück hat ihr der Besitzer aus Mitleid überlassen. Zu ihrem Schutz schläft sie jede Nacht mit einem großen Messer neben sich.

Bis vor einiger Zeit lebte Sam Kunthea mit ihrer Mutter zusammen. Aufgrund zunehmender psychischer Beeinträchtigungen musste diese zu Verwandten aufs Land ziehen. Um ihr den Umzug zu ermöglichen, lieh sich Kunthea umgerechnet 75 US-Dollar und nahm sich eine Auszeit. Diese Schulden muss sie nun zurückzahlen.

Sam Kunthea gehört zu den ersten Stadtbewohnern, die eine IDPoor-Karte erhalten haben. Der kostenlose Zugang zu sozialen Diensten ist für sie eine große Erleichterung.

Mutter und Kind gut versorgt, Familie schuldenfrei

Das erste Kind von Mak Cheah (24) und ihrem Mann Mao Teur (23) wurde im Provinzkrankenhaus von Kampong Chhnang geboren. Keine Selbstverständlichkeit für das Paar – sie hat einen Job in einer Schuhfabrik, er arbeitet als Tagelöhner auf dem Bau. Ihr Verdienst hätte nicht gereicht, um das Krankenhaus zu bezahlen: "Ohne IDPoor hätten wir uns Geld leihen und dann einen Weg finden müssen, es irgendwie zurückzuzahlen", berichtet Cheah.

Die junge Frau hatte eine schwierige Schwangerschaft, konnte aber dank der IDPoor-Karte ihrer Familie ein nahegelegenes Gesundheitszentrum für pränatale Untersuchungen besuchen. Als der Geburtstermin näher rückte, beschloss das Paar, sicherheitshalber eine Woche früher ins Krankenhaus zu gehen. Die Kosten für die Schwangerschaftsvorsorge und die Geburtsbegleitung wurden ebenso vom Staat übernommen wie die Fahrtkosten, ein Teil der Verpflegungskosten und auch die Behandlung des Babys, das unter einer Atemwegsinfektion litt.

Mak und Mao mit ihrem gemeinsamen Kind

Regenwassertanks und Notfallpläne zur Anpassung an den Klimawandel

Sok Soeung lebt mit seiner Familie im Dorf Kok Lvea in Kambodscha. Seit einiger Zeit beobachtet er nicht nur einen Temperaturanstieg in seiner Gemeinde, sondern sieht sich auch anderen negativen Folgen des Klimawandels direkt ausgesetzt: Überschwemmungen haben zugenommen und zerstören immer wieder seine Reisfelder und andere Anbauflächen für Nahrungsmittel. Zugleich häufen sich die Dürreperioden.

In diesen Phasen kommt es im Dorf zu Krankheiten wie Fieber und Durchfall, da viele Dorfbewohner auf das Wasser aus Tümpeln angewiesen sind. Dieses Wasser wird weder als Trinkwasser aufbereitet noch hygienisch gespeichert. Kürzlich trat Sok Soeung der örtlichen Gruppe zur Gesundheitsförderung bei, außerdem engagiert er sich im Wasserkomitee seines Dorfes. Diese Initiativen werden vom BMZ (über die GIZ) und durch die Hilfsorganisation Malteser International unterstützt und leisten einen großen Beitrag dazu, die Lebensbedingungen der Dorfgemeinschaft zu verbessern.

Das ganze Dorf hilft mit

Alle Dorfbewohner helfen mit, ihre Region im Hinblick auf Klimarisiken zu kartografieren und Notfallpläne zu entwickeln. Es werden Anpassungsmaßnahmen festgelegt und umgesetzt, die es ermöglichen, im Ernstfall mit Dürren und Fluten besser umzugehen. Die neuen Risikokarten helfen auch herauszufinden, welche Familien in Kok Lvea am stärksten den negativen Folgen des Klimawandels ausgesetzt sind. Sie erhalten von der Dorfgemeinschaft Baumaterialien, um sich einen eigenen Regenwassertank zu bauen.

Das Wissen um den Klimawandel und die potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit wird im Dorf geteilt und fortlaufend ausgeweitet. Die Gemeinschaft weiß nun, wie sie Dengue-Fieber und Malaria besser vorbeugen kann. Regelmäßig angebotene Workshops zur gesundheitlichen Aufklärung sensibilisieren für die Bedeutung von Hygiene und sanitären Einrichtungen.

Der Weitergabe dieses Wissens misst Sok Soeung besonders große Bedeutung bei. Sein Ziel ist, dass jede Familie ihren eigenen Tank bauen kann, damit auch die schwächsten Mitglieder der Dorfgemeinschaft langfristig und nachhaltig geschützt sind. Er selbst hat von der Gemeinschaft keine Baumaterialien erhalten, da seine Familie noch relativ gut geschützt ist. Er möchte nun Geld ansparen, um für sich, seine Frau und seine vier Kinder einen eigenen Regenwassertank zu bauen. Er hofft, dass das aufgefangene Wasser der kommenden Regenfälle ausreichen wird, um die nächste Dürreperiode gesund zu überstehen.

Sok Soeung aus Kok Lvea in Kambodscha

Karte von Kambodscha

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Kambodscha Deutschland
Ländernamea16173184 Königreich Kambodscha Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Phnom Penh, etwa 2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 181.040 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 146 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Motorradfahrer auf einer Straße in Siem Reap, Kambodscha
Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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