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Indonesien

Vulkan über der Stadt Manado in Indonesien

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Überblick

Politisches Schwergewicht in Südostasien

Bhinneka Tunggal Ika – Einheit in Vielfalt: Seit der Unabhängigkeitserklärung 1945 ziert dieser aus dem Sanskrit stammende Wahlspruch das Wappen der Republik Indonesien. Die rund 264 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner des Inselstaats gehören etwa 300 verschiedenen Volksgruppen an und sprechen mehr als 700 Sprachen und Dialekte. Das Land hat die viertgrößte Bevölkerung der Welt. Annähernd 90 Prozent der Indonesierinnen und Indonesier gehören dem Islam an und bilden damit die größte islamische Gemeinschaft der Erde. Indonesien besteht aus mehr als 17.000 Inseln, von denen gut 6.000 bewohnt sind. Das Land erstreckt sich von Westen nach Osten über rund 5.000 Kilometer, das entspricht ungefähr der Entfernung von Gibraltar bis Moskau.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort kommt es immer wieder zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen. Im September 2018 zerstörten ein Erdbeben und ein darauffolgender Tsunami auf der Insel Sulawesi weite Teile der Region. Mehr als 2.000 Menschen starben.

Friedlicher Wandel zur Demokratie

Mehr als drei Jahrzehnte lang wurde Indonesien von Präsident Hadji Mohamed Suharto diktatorisch regiert. Nach schweren sozialen Unruhen, ausgelöst durch die asiatische Finanzkrise 1997/98, musste er im Mai 1998 zurücktreten. Der politische Umbruch verlief weitgehend friedlich, Indonesien befindet sich seitdem in einem tief greifenden gesellschaftlichen Wandlungsprozess. Dabei wurden bereits deutliche Fortschritte erzielt und Indonesien gilt inzwischen als weitgehend stabile Demokratie.

Indonesien übernimmt im südostasiatischen Raum sowohl politisch als auch wirtschaftlich immer mehr Verantwortung. Das Schwellenland ist Mitglied in der Gruppe der 20 (G20). Als wirtschaftliches Schwergewicht der Region nimmt es eine Schlüsselposition im Verband südostasiatischer Staaten (Association of South East Asian Nations, ASEAN) ein.

Entwicklungszusammenarbeit

Die Beziehungen zwischen Indonesien und Deutschland sind gut. Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zielt darauf ab, der regionalen und weltweiten Bedeutung Indonesiens Rechnung zu tragen. So wie zum Beispiel auch Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika zählt Indonesien zu den Ländern, die als zukünftige "regionale Großmächte" gelten und als globale Entwicklungspartner eine entscheidende Rolle bei der Lösung von globalen Entwicklungsfragen spielen.

So ist Indonesien ein bedeutender Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Klimaschutz: Aufgrund der fortschreitenden Zerstörung seiner Tropenwälder zählt das Land zu den weltweit größten Emittenten von Treibhausgasen. Eine Verbesserung dieser Situation ist auch im deutschen Interesse – entsprechend zählen die Bereiche Umwelt und Energie zu den Schwerpunkten der deutsch-indonesischen Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem unterstützt Deutschland sein Partnerland bei der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und dabei insbesondere bei der beruflichen Bildung.

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Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Indonesien

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Indonesien

Wald in einem Flusstal

Meldung 06.09.2017

Neuer Waldbericht der Bundesregierung: Rodung stoppen, Klima retten

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bambang Brodjonegoro, Planungsminister von Indonesien, bei der Unterzeichnung eines Berufsbildungsabkommens in Jakarta, Indonesien

Meldung 12.05.2017

Berufliche Bildung und Palmölproduktion – Minister Müller startet Indonesien-Besuch

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller trifft Li Wei, Präsident des Development Research Center of the State Council (DRC) in Peking

Meldung 10.05.2017

Minister Müller reist nach Asien: Nachhaltige Entwicklung und Ausbildung für Jugendliche

Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Bildmitte) und rechts neben ihm der Leiter der indonesischen Delegation, Wismana A. Suryabrata, Deputy Minister for Development Funding Affairs

Meldung 04.11.2015

Deutschland unterstützt Indonesien beim Klimaschutz

Straßenszene in Jakarta, Indonesien
Politische Situation

Die Folgen der Diktatur überwinden

Seit Überwindung der Suharto-Diktatur 1998 befindet sich Indonesien in einem politischen Wandlungsprozess. Zahlreiche Reformgesetze und Verordnungen wurden seitdem verabschiedet. Unter anderem wurde Pressefreiheit hergestellt, der Bankensektor wurde reformiert, soziale Sicherungssysteme wurden auf- und ausgebaut und Polizei und Militär haben sich vollständig aus der Politik zurückgezogen.

Auch die regionalen Konflikte und teils gewalttätigen Auseinandersetzungen der Vergangenheit haben an Schärfe verloren. Die ehemalige indonesische Provinz Timor-Leste, deren Besatzung von schweren Menschenrechtsverletzungen begleitet war, wurde 2002 unabhängig. Seitdem bemühen sich beide Länder um Aussöhnung und gute Nachbarschaft. Die Provinzen Aceh und Papua erhielten 2002 einen umfassenden Autonomiestatus, wodurch jahrzehntelange Kämpfe beendet werden konnten. Auch die Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen in Zentral-Sulawesi und auf den Molukken wurden durch Friedensabkommen fast vollständig beigelegt.

Dezentralisierung und Bürgerbeteiligung

Positiv ausgewirkt hat sich auch ein Programm zur Dezentralisierung, das mehr Zuständigkeiten für die lokalen und regionalen Verwaltungen vorsieht. Die Übertragung umfangreicher Haushaltsmittel an die Bezirke und Stadtverwaltungen hat erhebliche neue Spielräume für öffentliche Investitionen auf lokaler Ebene geschaffen, die es nun auf effektive und transparente Weise zu nutzen gilt.

Rechtsstaatlichkeit und Regierungsführung

Lange war die politische Kultur Indonesiens geprägt von Klientelpolitik der Regierung, mangelnder Durchsetzungsfähigkeit des Parlaments, fehlender Transparenz im Justiz-, Finanz- und Sicherheitssektor und einer schwerfälligen und korruptionsanfälligen Verwaltung.

In vielen Bereichen sind die notwendigen Reformen noch nicht abgeschlossen. Die Justiz ist vielfach noch nicht in der Lage, rechtsstaatliche Verfahren umfassend zu garantieren. Korruption ist weiterhin verbreitet, die Bemühungen der Regierung, sie zu bekämpfen, treffen teilweise auf erhebliche Widerstände. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International belegt Indonesien Rang 96 von 180 gelisteten Staaten (2017).

Diese Defizite werden jedoch immer häufiger öffentlich thematisiert, da die Zivilgesellschaft an Selbstbewusstsein gewinnt. Im Zuge der politischen Liberalisierung sind neue Möglichkeiten entstanden, Interessen gemeinsam zu vertreten. Die Zahl der Nichtregierungsorganisationen ist stark gestiegen. Sie müssen sich zwar registrieren lassen, können jedoch meist ohne nennenswerte Schwierigkeiten arbeiten.

Hafen von Jakarta, Indonesien
Wirtschaftliche Situation

Herausforderungen für nachhaltiges Wachstum

Die dynamische Wirtschaftsentwicklung der vergangenen zehn Jahre mit jährlichen Wachstumsraten von etwa fünf bis sechs Prozent hat Indonesien zu einem attraktiven Markt gemacht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die indonesische Wirtschaft auch in den kommenden Jahren in gleichem Maße wachsen wird.

Wirtschaft im Umbruch

Zahlreiche Herausforderungen bleiben allerdings bestehen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und die Investitionsbereitschaft der Privatwirtschaft werden durch häufige staatliche Eingriffe, die allgegenwärtige Korruption, die geringe Leistungsfähigkeit der staatlichen Institutionen, die lange vernachlässigte Infrastruktur und das insgesamt unzureichende Bildungsniveau gehemmt.

Unternehmer und Investoren werden durch eine unklare Gesetzeslage, schwerfällige Bürokratie, schlechte Infrastruktur und den Fachkräftemangel abgeschreckt. Das hat zur Folge, dass bei weitem nicht genügend Arbeitsplätze geschaffen werden, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit ist mit mehr als 15 Prozent relativ hoch.

Rund 50 Prozent der volkswirtschaftlichen Leistung werden im informellen Sektor erbracht.

In Kernbereichen der Wirtschaft halten staatseigene Betriebe noch Monopole oder konkurrieren mit dem Privatsektor. Allerdings wurde 2010 damit begonnen, erste Staatsunternehmen schrittweise zu privatisieren und die Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen zu verbessern.

Großes Potenzial durch Bodenschätze

Indonesien verfügt über Erdöl, Erdgas, Kohle und zahlreiche weitere Bodenschätze. Das Land ist neben Malaysia der größte Palmölproduzent weltweit. Weitere Exportprodukte sind Holz, Kakao, Kaffee, Tee, Tabak, Naturkautschuk und Textilien.

Seit 2014 gilt ein Gesetz, durch das schrittweise die Ausfuhr unverarbeiteter Metallerze untersagt wurde. Ziel der Regierung ist, auf diese Art die Wertschöpfung zu erhöhen, also durch die Weiterverarbeitung der Produkte mehr Gewinne im eigenen Land zu erzielen.

Am 31. Dezember 2015 ist die ASEAN Economic Community (AEC) in Kraft getreten. Mit Schaffung der Wirtschaftsgemeinschaft haben die zehn Mitglieder des Verbands südostasiatischer Staaten ihren Willen bekräftigt, die regionale Integration zu verstärken.

Tänzerinnen in traditioneller Kleidung auf Borneo
Soziale Situation

Regionale Unterschiede noch nicht überwunden

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung der vergangenen Jahre bestehen noch deutliche regionale Unterschiede: Die Hauptinsel Java ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des indonesischen Archipels. In der Vergangenheit wurde auf den anderen Inseln nur wenig in die Infrastruktur, die Bildung und die soziale Grundsicherung investiert.

Das Wirtschaftswachstum und der Rohstoffreichtum des Landes kommen bislang nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zugute – das Leben sehr vieler Indonesierinnen und Indonesier ist noch von Armut bestimmt. Nach Angaben der Weltbank sind etwa 27 Prozent der Einwohner arm oder armutsgefährdet. Im aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) liegt Indonesien auf Platz 116 von 189 Ländern. Die Kindersterblichkeit liegt bei 25 von 1.000 Geburten und damit dreimal so hoch wie im Nachbarland Malaysia (8 von 1.000 Geburten).

Rolle der Religionen

Die indonesische Verfassung garantiert die Religionsfreiheit im Rahmen sechs offiziell anerkannter Religionen (Islam, Buddhismus, protestantisches und katholisches Christentum, Konfuzianismus, Hinduismus). Defizite im Minderheitenschutz und in der Rechtsstaatlichkeit führen jedoch dazu, dass Anhänger religiöser Minderheiten immer wieder benachteiligt werden und sogar Bedrohungen und Gewalttaten durch islamistische Gruppierungen ausgesetzt sind.

Immer wieder wurden in der Vergangenheit terroristische Anschläge auf staatliche oder touristische Ziele verübt. Die indonesische Regierung geht entschieden gegen terroristische Netzwerke vor, islamistische Bewegungen werden von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Die größten muslimischen Organisationen des Landes vertreten einen auf interreligiöse Verständigung ausgerichteten Islam.

Frauen lesen und interpretieren den Koran in der Istiqlal Moschee in Jakarta, Indonesien
Abgeholzter Wald bei Labanan Makarti auf Borneo
Umwelt

Wertvolle Waldflächen schützen

Noch verfügt Indonesien über den drittgrößten Regenwald der Welt (nach Brasilien und dem Kongo-Becken). Doch durch illegale Abholzung und zu intensive Nutzung wird diese wertvolle natürliche Ressource zunehmend zerstört: Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gingen zwischen 1990 und 2015 mehr als 27 Millionen Hektar Waldfläche verloren, das entspricht ungefähr der Fläche Neuseelands. Satellitenaufnahmen belegen, dass zwischen 1990 und 2010 allein auf der Insel Sumatra fast die Hälfte des Urwalds zerstört wurde. Um die Böden landwirtschaftlich zu nutzen, zum Beispiel für Palmölplantagen, werden außerdem Torfmoore trockengelegt und brandgerodet.

Infolge der Brandrodungen durch Plantagenbesitzer kommt es während der Trockenzeit regelmäßig zu großflächigen Wald- und Torfmoorbränden. 2015 gerieten diese völlig außer Kontrolle. Innerhalb weniger Wochen wurde eine Waldfläche von der Größe Sachsens vernichtet.

Durch die Brände geht nicht nur der einzigartige Artenreichtum der Regenwälder verloren. Die Wälder und die Torfmoorgebiete sind auch gigantische Kohlenstoffspeicher. Feuer wandelt den gebundenen Kohlenstoff in das Treibhausgas Kohlendioxid um. So gehört Indonesien inzwischen zu den größten Kohlendioxid-Emittenten – mit schwerwiegenden Folgen für die biologische Vielfalt und das Klima weltweit.

Als Reaktion auf die Umweltkatastrophe von 2015 kündigte die indonesische Regierung eine Reihe von Präventionsmaßnahmen an. Unter anderem sollen trockengelegte Torfmoore wieder bewässert und vorsätzlich gelegte Brände konsequent verfolgt und bestraft werden. Außerdem hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Nutzungsrechte für mehr als zwölf Millionen Hektar Wald an die Gemeinden zu übertragen. Darüber hinaus wurden Moratorien für die Lizenzierung neuer Plantagen und Minen sowie für die Umwandlung von Urwald in Agrarland beschlossen.

 Gemüsefelder am Fuße des Vulkans Merapi, Indonesien
Mutter mit Kindern in einem Zugabteil, Jakarta, Indonesien

Entwicklungspotenziale

Im Rohstoffreichtum liegen die größten Entwicklungspotenziale Indonesiens. Das Land verfügt neben Öl und Gas über Zinn, Nickel, Kupfer, Kohle, Bauxit, Gold, Holz und viele landwirtschaftliche Produkte. Die langen Küstengewässer gelten als die fischreichsten der Welt.

Die Bevölkerung entwickelt sehr viel Eigeninitiative. Fast die Hälfte der Berufstätigen ist selbstständig oder arbeitet in einem Kleinstbetrieb. Die Regierung will diese Potenziale dauerhaft nutzen: Der nationale Entwicklungsplan für den Zeitraum 2015 bis 2019 setzt zur Reduzierung der Armut und zur Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens vor allem auf die Förderung kleinster, kleiner und mittlerer Unternehmen.

Investitionen in den Bildungsbereich

Bildung und Ausbildung haben unter der Regierung von Präsident Joko Widodo ihre zentrale Bedeutung behalten. Ziel ist die Verbesserung der Qualität und der Zugangsmöglichkeiten zu Bildungsangeboten besonders für die ärmeren Bevölkerungsschichten. Seit 2003 verpflichtet sich die Regierung, 20 Prozent des Haushalts im Bildungsbereich zu investieren. Dieses Ziel ist seitdem jedes Jahr erreicht worden.

Durch eine deutliche Verringerung der Subventionen für Treibstoff und Elektrizität wurden zudem staatliche Mittel frei, die in Sozial- und Infrastrukturprogramme investiert werden können.

Neben China und Indien ist Indonesien der wichtigste asiatische Wachstumsmarkt. Für ausländische Investoren ist vor allem seine geographische und kulturelle Mittlerrolle in Südostasien interessant. Seit November 2009 ist zwischen der EU und Indonesien ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen in Kraft, das eine enge politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit vorsieht. Im Juli 2016 begannen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen (Comprehensive Economic Partnership Agreement, CEPA) zwischen der EU und Indonesien.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Indonesien

Indonesien zählt zu den globalen Entwicklungspartnern (GEP) der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die deutsch-indonesische Kooperation konzentriert sich auf drei Schwerpunktbereiche:

  • Energie
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung/Berufliche Bildung
  • Umweltschutz

Der frühere Arbeitsschwerpunkt "Gute Regierungsführung" wird als Querschnittsthema fortgeführt, das in allen Bereichen der Zusammenarbeit berücksichtig wird. Deutschland fördert insbesondere Maßnahmen zur Erhöhung der staatlichen Eigeneinnahmen und zur Korruptionsbekämpfung.

Bei Regierungsverhandlungen 2017 hat Deutschland Indonesien rund 158,5 Millionen Euro zugesagt. Davon entfallen 32 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit. 126,5 Millionen Euro entfallen auf finanzielle Zusammenarbeit. Künftig sollen die bilateralen Vorhaben noch stärker mit regionalen Prozessen verknüpft werden. Das gilt insbesondere für die neu gegründete Wirtschaftsgemeinschaft der ASEAN-Staaten (AEC).

  • Ein Arbeiter am Geothermiestandort Lahendong auf der Insel Sulawesi, Indonesien. Der hier produzierte heiße Wasserdampf wird an ein nahegelegenes Kraftwerk zur Stromerzeugung geleitet.
    Energie

    Nachhaltige Energien stärken

    Um das Klima als globales öffentliches Gut zu schützen, hat Deutschland mit Indonesien eine strategische Partnerschaft vereinbart. Zentraler Ansatzpunkt ist die Emissionsminderung durch die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien.

  • Berufsschule für Industriemechanik ATMI in Solo in Indonesien. Hier werden rund 450 Schüler in verschiedenen Bereichen  ausgebildet, wie zum Beispiel Schweißer, Schlosser und Werkzeugmacher.
    Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

    Jobs und soziale Sicherung für eine wachsende Bevölkerung

    Wirtschaftswachstum ist eine Voraussetzung für die Minderung der Armut. Deutschland unterstützt Indonesien dabei, die wirtschaftliche Entwicklung so zu gestalten, dass sie ökologisch verantwortungsvoll und breitenwirksam ist.

  • Arbeiter bei der Ernte von Palmölfrüchten
    Umweltschutz

    Waldschutz und nachhaltige Lieferketten

    Da ein Großteil der Treibhausgas-Emissionen Indonesiens durch die Zerstörung des Tropenwaldes freigesetzt wird, unterstützt das BMZ die indonesische Regierung dabei, Forstreformen umzusetzen, die zu einer nachhaltigen Nutzung der Wälder führen.

Ein Arbeiter am Geothermiestandort Lahendong auf der Insel Sulawesi, Indonesien. Der hier produzierte heiße Wasserdampf wird an ein nahegelegenes Kraftwerk zur Stromerzeugung geleitet.
Energie

Nachhaltige Energien stärken

Um das Klima als globales öffentliches Gut zu schützen, hat Deutschland mit Indonesien eine strategische Partnerschaft vereinbart. Zentraler Ansatzpunkt ist die Emissionsminderung durch die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien. Deutschland fördert den Ausbau der Versorgungsnetze und der netzfernen, ländlichen Elektrifizierung. Unter anderem wird das nationale Erdwärmeprogramm der indonesischen Regierung unterstützt.

In Vorbereitung sind außerdem Vorhaben zur Elektrifizierung abgelegener Inseln und zur Förderung der nachhaltigen Wasserkraft. Bis 2025 soll der Anteil regenerativer Energien an der Gesamtenergieproduktion 23 Prozent betragen.

Berufsschule für Industriemechanik ATMI in Solo in Indonesien. Hier werden rund 450 Schüler in verschiedenen Bereichen  ausgebildet, wie zum Beispiel Schweißer, Schlosser und Werkzeugmacher.
Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung / Berufliche Bildung

Jobs und soziale Sicherung für eine wachsende Bevölkerung

Wirtschaftswachstum ist eine Voraussetzung für die Minderung der Armut. Deutschland unterstützt Indonesien dabei, die wirtschaftliche Entwicklung so zu gestalten, dass sie ökologisch verantwortungsvoll und breitenwirksam ist, also einem möglichst großen Teil der Bevölkerung zugutekommt.

Ziel ist zum einen, die Investitionsbedingungen zu verbessern und ausgewählte Wertschöpfungsketten ökologisch nachhaltig auszurichten. Zum anderen soll ein Berufsbildungsprogramm dazu beitragen, die Zahl qualifizierter Fachkräfte zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit der deutsch-indonesischen Handelskammer (EKONID) wird eine bedarfsgerechte Berufsausbildung gefördert, die die Beschäftigungs- und Einkommenschancen der Jugendlichen erhöht. Schwerpunkte sind der Industrie- und Produktionssektor sowie nachhaltiger Tourismus.

Ergänzend dazu wird das indonesische Planungsministerium beim Aufbau des neu eingerichteten Krankenversicherungssystems unterstützt. Die universelle, beitragsfinanzierte Versicherung besteht seit Januar 2014 und hat bereits mehr als 167 Millionen Mitglieder.

Arbeiter bei der Ernte von Palmölfrüchten
Umweltschutz

Waldschutz und nachhaltige Lieferketten

Da ein Großteil der Treibhausgas-Emissionen Indonesiens durch die Zerstörung des Tropenwaldes freigesetzt wird, unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die indonesische Regierung dabei, Forstreformen umzusetzen, die zu einer nachhaltigen Nutzung der Wälder führen. Maßnahmen im Rahmen des REDD+-Programms sollen der lokalen Bevölkerung wirtschaftliche Alternativen zur Abholzung aufzeigen (REDD = Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation, deutsch: Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern). Außerdem unterstützt das BMZ die indonesische Regierung bei ihrem Vorhaben, Wälder in Gemeindehand zu übergeben und berät zum Beispiel bei der Einrichtung lokaler Forstämter.

Im Rahmen dieses Schwerpunkts wird die Regierung Indonesiens außerdem bei der Anpassung ihrer Klimaschutzpolitik und der konkreten Umsetzung von Klimaschutzplänen beraten. Um den Ausstoß von Treibhausgasen in den Städten zu verringern, fördert Deutschland modellhafte Maßnahmen für ein klimaschonendes Abfallmanagement.

Deutschland ist außerdem der größte Unterstützer der Nationalparks in Indonesien. Das BMZ engagiert sich für die Einrichtung und Ausweitung von Schutzgebieten und den Erhalt der biologischen Vielfalt im Land. Ein weiterer Ansatzpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist die Beratung der ländlichen Bevölkerung beim Aufbau nachhaltiger Lieferketten, insbesondere für die Produkte Palmöl, Kakao und Kautschuk.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Indonesien Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Indonesien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Jakarta, im Großraum etwa 30 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.910.931 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 116 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Karte von Indonesien

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Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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