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Ukraine

Stadtansicht von Kiew

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Überblick

Erste Fortschritte in einem angespannten Umfeld

Die Ukraine befindet sich seit Anfang 2014 in einer schwierigen Umbruchsituation. Die Lage ist einerseits durch die völkerrechtswidrige Annexion der Halbinsel Krim durch Russland und durch einen Konflikt in der Ost-Ukraine, andererseits durch Reformbemühungen im Land geprägt. Seit Februar 2015 gibt es eine Waffenruhe zwischen der ukrainischen Regierung und prorussischen Milizen im Osten des Landes, doch sie ist brüchig.

Im Reformbereich konnten inzwischen Fortschritte erreicht werden, der Reformbedarf ist aber noch immer hoch. Die zwischen 2014 und 2019 amtierende Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Petro Poroschenko und Ministerpräsident Wolodymyr Hrojsman verfolgte insgesamt einen europäischen Assoziierungs- und Reformkurs.

Die Präsidentschaftswahl 2019 gewann in einer Stichwahl am 21. April der Herausforderer Wolodymyr Selensky mit 73,22 Prozent der Stimmen gegen den bisherigen Amtsinhaber Poroschenko (24,45 Prozent). Selensky wurde am 20. Mai 2019 vereidigt und hat die Auflösung des Parlaments angekündigt. Vorgezogene Parlamentswahlen könnten möglicherweise im Juli 2019 stattfinden.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland unterstützt die Ukraine seit 2002 beim Aufbau eines demokratischen Rechtsstaats und der Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen. Die deutsch-ukrainische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Schwerpunkte Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung und Dezentralisierung sowie Energieeffizienz und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus der Ukraine

  • Der Maidan in Kiew bei Nacht
    Politische Situation

    Anhaltende Konflikte

    Im November 2013 lehnte es der damalige Präsident Wiktor Janukowytsch überraschend ab, das mit der Europäischen Union ausgehandelte Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen. Daraufhin kam es zu Massenprotesten gegen die Regierung.

  • Mitarbeiterinnen in einer ukrainischen Schokoladenfabrik
    Wirtschaftliche Situation

    Krise verhindert einen nachhaltigen Aufschwung

    Die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine wird durch die andauernde Staatskrise extrem beeinträchtigt. Im Jahr 2015 sank das Bruttoinlandsprodukt um 9,8 Prozent. Seither kam es zu einer Erholung, 2016 wuchs die Wirtschaft wieder, 2018 um 3,3 Prozent.

Der Maidan in Kiew bei Nacht
Politische Situation

Anhaltende Konflikte

Im November 2013 lehnte es der damalige Präsident Wiktor Janukowytsch überraschend ab, das mit der Europäischen Union ausgehandelte Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen. Daraufhin kam es zu Massenprotesten gegen die Regierung. Nachdem die Situation am 19. und 20. Februar 2014 eskalierte und in der Folge durch Waffeneinsatz seitens der Staatsorgane mehr als 100 Menschen ums Leben kamen, floh Präsident Janukowytsch über Nacht nach Russland.

Das Parlament beschloss daraufhin die Wiederherstellung der Verfassung von 2004 und enthob Janukowytsch des Amtes. Bei Neuwahlen zum Präsidentenamt am 25. Mai wurde Petro Poroschenko als fünfter Präsident der unabhängigen Ukraine ins Amt gewählt.

Annexion der Halbinsel Krim durch Russland; Beginn der Auseinandersetzungen im Donbass

Das aufgrund der Flucht des Präsidenten entstandene Machtvakuum nutzte Russland aus, um handstreichartig die Halbinsel Krim – unter Einsatz seiner in Sewastopol stationierten Streitkräfte – unter seine Kontrolle zu bekommen. Bereits wenige Wochen später begannen von Russland unterstützte separatistische Kräfte mit dem Schüren von lokalen Unruhen im Osten des Landes, die in der Übernahme von Verwaltungsgebäuden insbesondere in Slowiansk, Donezk, Luhansk und weiteren Städten des Donbass mündeten. Die zunächst begrenzten Auseinandersetzungen wuchsen sich im Laufe der Wochen zu einem bewaffneten Konflikt unter Einsatz schwerer Waffen aus.

Dieser Konflikt hält bis heute an. Er hat sich inzwischen in einen Stellungskonflikt verwandelt, in dem es seit Jahren keine wesentlichen Verschiebungen der sogenannten Kontaktlinie gegeben hat, der aber weiterhin fast täglich Opfer fordert. Bislang sind dabei mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen, mehrere Zehntausend wurden verletzt, mehrere Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben worden oder ins Ausland geflüchtet.

Deutschland nimmt in dem Konflikt gemeinsam mit Frankreich eine Vermittlerrolle ein. Das sogenannte Normandie-Format geht auf eine Vereinbarung der Präsidenten der Ukraine, Russlands, Frankreichs und der deutschen Bundeskanzlerin anlässlich des 70. Jahrestags der Landung alliierter Truppen in der Normandie im Juni 2014 zurück. In Minsk trifft sich regelmäßig die sogenannte Trilaterale Kontaktgruppe, die aus der Ukraine, Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) besteht, um Fortschritte bei der Lösung des Konflikts zu besprechen. Grundlage ist ein Maßnahmenpaket, das im Februar 2015 im Normandie-Format zwischen den Parteien ausgehandelt wurde.

Menschenrechte

Die Ukraine hat die meisten Menschenrechtsabkommen des Europarats und der Vereinten Nationen unterzeichnet.

Die Zustände in den Gefängnissen haben sich erheblich verbessert – unter anderem durch Reformen beim Strafvollzug und die Einführung eines Bewährungssystems. Dennoch sind die Verhältnisse in einigen Untersuchungshaftanstalten noch immer problematisch.

Mit dem Ausbruch der Gewalt zwischen Regierungstruppen und prorussischen Milizen 2014 hat sich die Lage der Menschenrechte insgesamt verschlechtert. Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR) stellt in seinen Berichten über die Situation in der Ukraine regelmäßig fest, dass es trotz eines generellen Rückgangs der Gewalt nach dem Minsker Waffenstillstandsabkommen immer wieder zu massiven Verstößen gegen die Menschenrechte kommt. Vor allem davon betroffen sind die Gebiete im Osten des Landes, die nicht von der Regierung kontrolliert werden.

Unterkunft für Binnenvertriebene in der ostukrainischen Region Charkiw
Mitarbeiterinnen in einer ukrainischen Schokoladenfabrik
Wirtschaftliche Situation

Krise verhindert einen nachhaltigen Aufschwung

Die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine wird durch die andauernde Staatskrise extrem beeinträchtigt. Im Jahr 2015 sank das Bruttoinlandsprodukt um 9,8 Prozent. Seither kam es zu einer Erholung, 2016 wuchs die Wirtschaft wieder, 2018 um 3,3 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2019 ein Wachstum von 2,7 Prozent. Dennoch ist das Niveau von 2013 noch nicht wieder erreicht worden.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte die ukrainische Wirtschaft einen dramatischen Niedergang erlebt. Ende der 1990er Jahre konnte sie sich vorübergehend erholen, die internationale Finanzkrise ab 2007 setzte dieser positiven Entwicklung jedoch ein Ende. Die industrielle Produktion brach ein, die Arbeitslosigkeit stieg, die Banken gerieten in Liquiditätsschwierigkeiten und die Staatsfinanzen unter Druck.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Ukraine sind die Chemie- und Metallindustrie, die Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Maschinenbau und zunehmend auch die Informationstechnik und die Automobil-Zulieferindustrie. Die ukrainische Industrie ist international kaum wettbewerbsfähig, weil ihre Produktionsanlagen veraltet sind und zu viel Energie verbrauchen. Da ein bedeutender Teil der Exporteinnahmen der Ukraine aus dem Stahlsektor stammen, wirken sich Preisschwankungen auf dem Weltmarkt stark auf das Land aus. Es gibt jedoch auch einige hoch entwickelte industrielle Sektoren im Land, etwa den Flugzeug- und Raketenbau.

Soziales Gefälle

Die Weltbank ordnet die Ukraine in die Gruppe der "lower middle income"-Länder ein (unteres mittleres Einkommen). Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen belegt das Land den Rang 88 von insgesamt 189 Staaten. Es gibt ein Einkommensgefälle zwischen der Hauptstadt Kiew und den übrigen Landesteilen. Alte und gering qualifizierte Menschen leben häufig unter der Armutsgrenze.

Entwicklungspotenziale

Investoren bietet die Ukraine vielfältige Standortvorteile: Mit rund 45 Millionen Einwohnern hat das Land einen großen und interessanten Binnenmarkt, der Nachholbedarf bei Konsumgütern ist hoch, ebenso der Modernisierungsbedarf. Auch die geografische Nähe zu den Absatzmärkten in der EU und in Osteuropa ist von Vorteil. Die Ukraine verfügt über ein funktionierendes Schulsystem, der Ausbildungsstand der Bevölkerung ist gut, das Lohnniveau vergleichsweise niedrig. Eine Fortsetzung der Stabilisierung der politischen Lage, und Erfolge im Kampf gegen Korruption und Rechtsunsicherheit gehören zu den Voraussetzungen für die weitere wirtschaftliche Erholung.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Ukraine

Die Ukraine gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet.

Die Bundesregierung hat der Ukraine für 2019 82 Millionen Euro für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zugesagt. Seit 2014 hat das BMZ der Ukraine im Rahmen der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit insgesamt rund 544 Millionen Euro für neue Kooperationsprojekte zur Verfügung gestellt.

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind:

  • Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung und Dezentralisierung
  • Energieeffizienz
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Neben seinem Engagement in diesen Schwerpunktbereichen unterstützt Deutschland die Ukraine auch im Rahmen der "Sonderinitiative Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren".

Außerdem hat das BMZ die Unterstützung der Ukraine bei der Bewältigung der Krise im Osten des Landes stark ausgebaut. Allein für ein neues "Sonderhilfsprogramm Ostukraine (Regierungskontrollierte Gebiete)" wurden 2018 10 Millionen Euro zugesagt. Unter anderem werden damit künftig Kommunen bei der Verbesserung von Gesundheits- und sozialen Dienstleistungen unterstützt. Weitere Maßnahmen dienen zum Beispiel der Beschäftigungsförderung und der Schaffung von Wohnraum.

Gebäude des Parlaments der Ukraine (Werchowna Rada) in Kiew
Schwerpunkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung und Dezentralisierung"

Rechtsstaatlicher Reformprozess

Zu den zentralen Forderungen der Maidan-Proteste zählten politische, soziale und wirtschaftliche Reformen. Im Rahmen des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union und der Vereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verpflichtete sich die Ukraine, verschiedene Reformprozesse umzusetzen. Obwohl positive Tendenzen zu verzeichnen sind, gehen Reformprozesse nicht immer geradlinig voran.

Korruption ist eine wesentliche Herausforderung für die Ukraine. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2018 der Nichtregierungsorganisation Transparency International liegt der Staat auf Platz 120 von 180 ausgewerteten Ländern.

Das Territorium der Ukraine ist in 27 Verwaltungseinheiten aufgeteilt: Sie besteht aus 24 Gebieten (Oblaste), deren Gouverneure vom Präsidenten ernannt und entlassen werden. Daneben existieren die Autonome Republik Krim und die Städte Kiew und Sewastopol, die einen Sonderstatus haben. In der Vergangenheit wurde die Ukraine stark zentralistisch regiert, darum existierten bisher nur wenige Einrichtungen für eine regionale und lokale Selbstverwaltung. Eine Ausnahme hiervon bildete die Halbinsel Krim, die (bis zur völkerrechtswidrigen Annexion durch Russland) mit besonderen Autonomierechten ausgestattet war.

Deutsches Engagement

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Ukraine bei der Umsetzung von Reformen in nationalen, regionalen und lokalen Behörden. Das Finanzministerium, der Rechnungshof und der Haushaltsausschuss des Parlaments werden bei der Einführung von EU-Standards beraten. Ihre Anwendung ist im Rahmen des Assoziierungsabkommens erforderlich und sie tragen zu einer verbesserten externen Finanzkontrolle bei. Auch bei Steuerreformen und bei der strategischen Haushaltsplanung sind die Standards hilfreich.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Stärkung von Kommunen, vor allem im ländlichen Raum. Ihnen fehlt oftmals Geld und Handlungskompetenz, um soziale Dienstleistungen und Infrastruktur zu finanzieren. Deutschland unterstützt den ukrainischen Sozialinvestitionsfonds (USIF). Er finanziert Infrastrukturprojekte in Dörfern und Kleinstädten, die von Bürgern geplant und verwirklicht werden.

Dezentralisierung

Die Dezentralisierung wird durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der EU-Multi-Geber-Sondermaßnahme "Ukraine Local Empowerment, Accountability and Development Programme" (U-LEAD) unterstützt.

Die Schwerpunkte der entsprechenden Aktivitäten liegen auf Training und Beratung sowie auf dem Aufbau einer staatlichen Dezentralisierungsstruktur. Sie besteht unter anderem aus einem zentralen und mehreren regionalen Reformbüros sowie aus der Zusammenarbeit mit den neu zusammengeschlossenen Gemeinden.

Zugleich unterstützt das BMZ die Reform der Verwaltungsdienstleistungen. Mit deutscher Unterstützung wurden zum Beispiel gesetzliche Regelungen zur Optimierung von Arbeitsabläufen verabschiedet und die interkommunale Zusammenarbeit verbessert.

Förderung von Transparenz

Das BMZ unterstützt den Aufbau des Web-Portals "eData", über welches die ukrainische Zivilgesellschaft Daten zur Verwendung von Haushaltsmitteln abrufen kann. Dadurch und durch die staatliche Ausschreibungsplattform "ProZorro", die staatliche Ausschreibungen für teilnehmende Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger einsehbar macht, erhöht sich die Transparenz im staatlichen Bereich, was Korruption und Veruntreuung von Mitteln verhindern soll.

Umspannwerk
Schwerpunkt "Energieeffizienz"

Versorgung modernisieren – Abhängigkeit verringern

Die ukrainische Wirtschaft ist von Energieimporten abhängig: sie muss beispielsweise rund ein Drittel ihres Gasbedarfs aus dem Ausland decken, bei Kohle sind es 82 Prozent. Daher leidet die Wirtschaft unter Preisschwankungen und Lieferschwierigkeiten. Zudem wird Energie in der Ukraine bisher ineffizient genutzt. Veraltete Kraftwerke und Leitungssysteme führen zu großen Energieverlusten und zu einer unnötigen Belastung der Umwelt und des Klimas.

Deutsches Engagement

Deutschland stellt der Ukraine über die KfW Entwicklungsbank Kredite zur Verfügung, mit denen das Land Teile seine Energieversorgung modernisieren kann. So werden Umspannstationen erneuert, die den Strom aus dem Hochspannungsnetz in die lokalen Netze mit niedriger Spannung verteilen. Darüber hinaus vergibt die KfW Entwicklungsbank Kredite über lokale Banken, mit denen ukrainische Unternehmen, speziell auch kleine und mittlere, ihre Investitionen in eine bessere Energieeffizienz vergünstigt finanzieren können.

Deutschland berät die zuständigen Behörden außerdem dabei, Strategien zur Verbesserung der Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden zu entwickeln und EU-konforme technische Standards einzuführen. Im Auftrag des BMZ arbeiten die Expertinnen und Experten der GIZ gemeinsam mit ihren ukrainischen Partnern an kommunalen Energieplänen und bilden Energiemanager aus.

Markt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Rahmenbedingungen für Investitionen verbessern

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können zum Wachstumsmotor der ukrainischen Wirtschaft werden und Arbeitslosigkeit und Armut vermindern. Doch die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement sind ungünstig: Übermäßige Bürokratie, starke staatliche Kontrolle, intransparente Verwaltung, Korruptionsanfälligkeit, Führungskräftemangel und unzureichender Zugang zu meist überteuerten Finanzdienstleistungen schrecken Investoren ab.

Deutsches Engagement

Durch das vereinbarte Assoziierungsabkommen mit der EU inklusive der Einrichtung einer vertieften und umfassenden Freihandelszone (DCFTA) hat sich die Ukraine verpflichtet, zahlreiche rechtliche und wirtschaftliche Standards einzuführen. Im Auftrag des BMZ unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Ukraine dabei, das Freihandelsabkommen mit der EU umzusetzen und rechtliche Regelungen anzupassen sowie Standards zu übernehmen.

Die KfW Entwicklungsbank unterstützt die Ukraine im Auftrag des BMZ mit Krediten. Über das zur Verfügung gestellte Kapital können die lokalen Banken ihre eigene Finanzierung sicherstellen und dadurch Darlehen für KMU refinanzieren.

Darüber hinaus soll künftig die Reform des Beruflichen Bildungssystems unterstützt werden.

Karte der Ukraine

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Dorfszene im Sumy Oblast, Ukraine

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Ukraine Deutschland
Ländernamea16173184 Ukraine Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Kiew, etwa 2,7 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 603.550 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 88 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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