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Zusammenarbeit konkret

Bildungsprogramm ermöglicht Schulbesuch von syrischen Kindern


Mädchen in einer Schule in einem Flüchtlingslager für syrische Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze bei Nizip

Mehr als die Hälfte der syrischen Flüchtlinge in der Türkei sind Kinder und Jugendliche. In den offiziellen Flüchtlingslagern gibt es für sie Unterrichtsangebote. Die meisten Flüchtlinge leben jedoch außerhalb dieser Camps, was dazu führt, dass etwa 80 Prozent der syrischen Kinder und Jugendlichen nicht zur Schule gehen können. Ihnen entgeht damit die Chance, wieder etwas Alltagsnormalität zurückzugewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert daher ein Bildungsprogramm der GIZ, das zunächst vier staatliche Grund- und Sekundarschulen in der südtürkischen Provinz Gaziantep unterstützt.

An diesen Schulen wird in zwei Schichten unterrichtet: Am Vormittag besuchen die türkischen Kinder die Schule, am Nachmittag die syrischen. Die Schulen werden durch ein "Gesamtpaket" unterstützt. Es umfasst kleine Renovierungsarbeiten, Fortbildungskurse und Aufwandsentschädigungen für die Lehrkräfte, die Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien sowie Maßnahmen zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens und des kulturellen Austauschs. Zusätzlich berät die GIZ die Bildungsbehörde der Provinz in den Bereichen Planung, Umsetzung und Monitoring.

Insgesamt sollen von dem Vorhaben 2.000 syrische und 2.500 türkische Schulkinder sowie 100 syrische Lehrer direkt profitieren. Das Projekt hat Pilotcharakter und soll in Zukunft ausgeweitet werden.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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