Hauptinhalt

Serbien

Spiegelung des Doms des Heiligen Savas in Belgrad, Serbien

weiterlesen

Überblick

Auf dem Weg in die Europäische Union

In den vergangenen 30 Jahren hat die Bevölkerung Serbiens beträchtliche politische Umwälzungen erlebt: den Zerfall der sozialistischen Republik Jugoslawien, die damit einhergehenden Kriege und die internationale Isolation durch die Staatengemeinschaft, schließlich 2006 die Loslösung Montenegros von Serbien und 2008 die Unabhängigkeitserklärung der Provinz Kosovo. Seit 2000 durchläuft das Land auf dem Westbalkan einen Transformationsprozess von einem sozialistischen Staat zu einer marktwirtschaftlich orientierten Demokratie.

Die serbische Regierung ist mit umfassenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen Defizite bei der Rechtsstaatlichkeit, die hohe Arbeitslosigkeit sowie Unterbeschäftigung, große Armut, noch verschärft unter benachteiligten Gruppen, und die Abwanderung von Fachkräften.

Die größte Entwicklungschance für das Land bietet der Beitritt zur Europäischen Union – das strategische Ziel der serbischen Regierung. Im Januar 2014 hat die Europäische Union Beitrittsverhandlungen mit Serbien aufgenommen. Voraussetzung dafür war der 2013 erfolgte Abschluss einer Vereinbarung über die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo. Während zahlreiche Staaten, darunter auch Deutschland, die staatliche Unabhängigkeit Kosovos anerkannt haben, lehnt Serbien diese ab.

Direkt zu:

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Serbien

  • Ein Wahllokal bei Regionalwahlen in Serbien
    Politische Situation

    Reformorientierte Regierung, schwache Opposition

    Die enge Einbindung Serbiens in internationale Strukturen ist eine wichtige Voraussetzung für eine friedliche und nachhaltige Entwicklung der Balkanregion.

  • Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch einer Roma-Siedlung in Belgrad, 2015
    Soziale Situation

    Schlechte Berufsaussichten für junge Menschen

    Armut bleibt in Serbien ein drängendes gesellschaftliches Problem: Nach Angaben der Weltbank leben etwa 25 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

  • Syrische Flüchtlinge an der serbisch-ungarischen Grenze im August 2015
    Flucht und Migration

    Herkunfts- und Transitland

    Serbien ist Transitland für Flüchtlinge, die in Griechenland das europäische Festland erreichen und nach Westeuropa weiterreisen. 2015 kamen mehr als 760.000 Flüchtlinge über die sogenannte Balkanroute.

  • Belgrad bei Nacht
    Wirtschaftliche Situation

    Hoffen auf ausländische Investitionen

    Die politischen Umwälzungen der beiden vergangenen Jahrzehnte führten auch in der serbischen Wirtschaft zu einschneidenden Veränderungen. Serbien ist nach der langjährigen, durch UN-Sanktionen verursachten Isolation noch mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau beschäftigt.

  • Die Freiheitsbrücke über die Donau bei Novi Sad, Serbien
    Entwicklungspotenziale

    Wichtiger Markt in Südosteuropa

    Serbien zählt zu den wichtigsten Märkten in Südosteuropa. Seine gute logistische Anbindung und wettbewerbsfähige Löhne bieten dem Land die Chance, sich einen Namen als Fertigungsstandort für Zulieferindustrien zu machen.

Ein Wahllokal bei Regionalwahlen in Serbien
Politische Situation

Reformorientierte Regierung, schwache Opposition

Die enge Einbindung Serbiens in internationale Strukturen ist eine wichtige Voraussetzung für eine friedliche und nachhaltige Entwicklung der Balkanregion.

Richtschnur für die deutsche und europäische Unterstützung des Landes sind die von der EU angestrebten Ziele: Rechtsstaatlichkeit und Förderung von Menschen- und Minderheitenrechten, eine stabile demokratische und marktwirtschaftliche Ordnung, eine an EU-Standards angepasste Gesetzgebung, der Aufbau einer effizienten und transparenten Verwaltung und die Bereitschaft zur uneingeschränkten regionalen Zusammenarbeit.

Um ihre Entwicklungsziele erreichen zu können, muss die serbische Regierung Reformen in diesen Bereichen stärker als bisher vorantreiben. Bedingung für einen EU-Beitritt Serbiens bleibt weiterhin eine Normalisierung der Beziehungen zu Kosovo und ein fortgesetzter Aussöhnungsprozess mit den anderen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens.

Rückschritte drohen

Bei vorgezogenen Parlamentswahlen im April 2016 wurde die Serbische Fortschrittspartei (SNS) als stärkste Kraft im Parlament bestätigt. Seit 2014 regiert sie in einer Koalition mit der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS) und einigen kleineren Parteien. Im April 2017 wurde der amtierende Ministerpräsident Aleksandar Vučić zum Staatspräsidenten gewählt. Nachfolgerin im Amt der Regierungschefin wurde die parteilose, vormalige Verwaltungsministerin Ana Brnabić.

Die pro-europäische Linie der Regierung, ihr Interesse am Ausbau der regionalen Kooperation  und ihr Erfolg bei der Stabilisierung der Staatsfinanzen eröffnen neue Spielräume für staatliche Investitionen und erhöhen die Sicherheit für private Investoren. Risiken birgt jedoch die vorherrschende Stellung der Regierungspartei. Es drohen Rückschritte im Demokratisierungsprozess, da die Opposition zu schwach ist, um eine wirkungsvolle parlamentarische Kontrolle auszuüben. Medien und Justiz werden von der Regierung beeinflusst.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch einer Roma-Siedlung in Belgrad, 2015
Soziale Situation

Schlechte Berufsaussichten für junge Menschen

Armut bleibt in Serbien ein drängendes gesellschaftliches Problem: Nach Angaben der Weltbank leben etwa 25 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Nach offiziellen Angaben sind 14 Prozent der Bevölkerung ohne Arbeit, vermutlich liegt die tatsächliche Arbeitslosenquote noch höher und ist Unterbeschäftigung weit verbreitet. Besonders dramatisch ist die Situation für Jugendliche: Etwa 35 Prozent der 15- bis 24-Jährigen finden keine geregelte Arbeit. Das durchschnittliche Einkommen hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert und liegt bei etwa 375 Euro im Monat.

Ein Mangel an öffentlicher Infrastruktur schränkt die Versorgung der Bevölkerung mit Energie und Wasser und die Entsorgung von Abwasser und Abfall stark ein. Zudem trägt sie in hohem Maße zu Umweltverschmutzung, einer Übernutzung der natürlichen Ressourcen und zu hohen Treibhausgas-Emissionen bei.

Defizite beim Minderheitenschutz

Am größten ist die Armut in ländlichen Gebieten sowie innerhalb von sozial schwachen Gruppen wie Flüchtlingen und Roma. Laut amtlicher Statistik machen Roma etwa zwei Prozent der serbischen Gesamtbevölkerung aus. Sie sind in allen Lebensbereichen starker Diskriminierung ausgesetzt. Ein Großteil der Roma-Bevölkerung lebt in informellen Siedlungen ohne Basisversorgung. Weniger als ein Drittel verfügt über eine bezahlte Arbeit und nur 15 Prozent der Jugendlichen haben eine höhere Schulbildung oder Ausbildung genossen.

Eine Frau steht am Zaun ihres Grundstücks in einer Romasiedlung in Belgrad.
Syrische Flüchtlinge an der serbisch-ungarischen Grenze im August 2015
Flucht und Migration

Herkunfts- und Transitland

Serbien ist Transitland für Flüchtlinge, die in Griechenland das europäische Festland erreichen und nach Westeuropa weiterreisen. 2015 kamen mehr als 760.000 Flüchtlinge über die sogenannte Balkanroute. Auch nach Schließung der Grenzen 2016 wird dieser Weg weiterhin genutzt, nun zunehmend illegal mit Hilfe von Schleusern.

Darüber hinaus ist Serbien auch Herkunftsland von Flüchtlingen und Migranten. Vor allem Angehörige von benachteiligten Bevölkerungsgruppen sehen in der Migration in die Europäische Union die einzige Chance, ihre Lebenssituation zu verbessern. So wurden 90 Prozent der Asylanträge, die 2015 von Menschen aus Serbien in Deutschland gestellt wurden, von Angehörigen der Roma-Minderheit eingereicht. Bis auf Einzelfälle werden solche Anträge allerdings abgelehnt, da Serbien als sogenanntes sicheres Herkunftsland gilt.

Ein Problem für die serbische Wirtschaft stellt die Abwanderung gut ausgebildeter junger Serbinnen und Serben dar. Sie erhoffen sich im Ausland bessere Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten – ihr Fachwissen fehlt jedoch den einheimischen Unternehmen ("brain drain").

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit will einen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen leisten. Ein Ziel in der Kooperation mit Serbien ist daher, spürbar positive Wirkungen für benachteiligte Menschen (Roma, ländliche Bevölkerung, Kinder und Jugendliche) zu erzielen und vor Ort neue Perspektiven zu schaffen.

Belgrad bei Nacht
Wirtschaftliche Situation

Hoffen auf ausländische Investitionen

Die politischen Umwälzungen der beiden vergangenen Jahrzehnte führten auch in der serbischen Wirtschaft zu einschneidenden Veränderungen. Serbien ist nach der langjährigen, durch UN-Sanktionen verursachten Isolation noch mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau beschäftigt.

2016 wurde ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent erreicht, 2017 rutschte der Wert nach bisherigen Schätzungen wieder unter die Zwei-Prozent-Marke. Für 2018 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Anstieg um 3,5 Prozent erwartet.

Eine wichtige Wachstumsbranche ist der Dienstleistungssektor. Die einst gut ausgebaute Industrie ist dagegen heute international nur noch bedingt konkurrenzfähig. Das Land benötigt ausländisches Know-how und Kapital, um die Verkaufschancen für seine Industrieprodukte auf westlichen Märkten zu erhöhen.

Geschäftsklima verbessert

Die Reformanstrengungen im Rahmen des EU-Integrationsprozesses sowie eines Hilfsprogramms des IWF zeigen bereits Wirkung. Serbien hat sich im "Doing Business"-Bericht der Weltbank, der das Geschäftsklima in rund 190 Staaten bewertet, deutlich verbessert: von Platz 91 im Jahr 2015 auf Platz 43 im Jahr 2018. Die in- und ausländischen Investitionen sind seit 2017 deutlich angestiegen, die Haushaltslage hat sich stabilisiert.

Um diese Entwicklung dauerhaft zu fördern und weitere Investoren ins Land zu holen, müssten jedoch noch einige Hindernisse beseitigt werden. Dazu zählen bürokratische Hürden, Korruption, ein schwaches Rechtssystem, der unzureichende Wettbewerbsschutz sowie der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Die Freiheitsbrücke über die Donau bei Novi Sad, Serbien
Entwicklungspotenziale

Wichtiger Markt in Südosteuropa

Serbien zählt zu den wichtigsten Märkten in Südosteuropa. Seine gute logistische Anbindung und wettbewerbsfähige Löhne bieten dem Land die Chance, sich einen Namen als Fertigungsstandort für Zulieferindustrien, etwa der Automobilbranche, zu machen. Dafür müsste allerdings die Ausbildung praxisbezogener gestaltet und die Abwanderung von Fachkräften gestoppt werden.

Die serbische Regierung ist grundsätzlich zu Reformen der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie in den Bereichen Regierungsführung und Justiz bereit. In dieser Reformbereitschaft liegt großes entwicklungspolitisches Potenzial.

Der offizielle Status als EU-Beitrittskandidat ermöglicht es Serbien, bereits jetzt Finanzmittel der Europäischen Union abzurufen. Mit diesen Mitteln werden zum Beispiel die Verwaltungsreform, die Entwicklung des ländlichen Raums und die Modernisierung und der Ausbau der Infrastruktur unterstützt. Die Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung verbessern sich dadurch stetig.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Serbien

Serbien spielt für die politische Stabilität auf dem Balkan eine entscheidende Rolle und ist das zentrale Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Südosteuropa.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Serbien hat sich seit ihrem Beginn im Jahr 2000 schrittweise gewandelt: Standen nach den Kriegen in der Region zunächst Soforthilfemaßnahmen im Vordergrund, konzentriert sich die Kooperation inzwischen auf die langfristige Stabilisierung und EU-Annäherung des Landes.

Bei Regierungsverhandlungen im September 2017 sagte Deutschland 103,5 Millionen Euro für die Jahre 2017 und 2018 zu.

Übergeordnetes Ziel ist die Unterstützung Serbiens auf dem Weg in die EU. Im Mittelpunkt des deutschen Engagements steht die 2016 gestartete "Deutsch-serbische Initiative für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung". Sie bildet das Dach der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

Die drei Schwerpunkte für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit sind:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung
  • Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Über das BMZ-Programm "Perspektive Heimat" werden seit Frühjahr 2017 Startchancen für Migrantinnen und Migranten geschaffen, die aus Deutschland zurückkehren. Sie erhalten Angebote zur Aus- oder Weiterbildung und Unterstützung bei der Arbeitssuche. Auch junge Menschen in Serbien, die über eine Migration nachdenken, werden beraten, wie sie sich eine Existenz im eigenen Land aufbauen können. 2017 stellte das BMZ 6,1 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Eine Ausweitung ist geplant.

Bäuerin in Westserbien
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Förderung von Wachstum und Beschäftigung

Inhaltlich konzentriert sich die deutsch-serbische Zusammenarbeit auf die Themen Privatwirtschaftsförderung, Finanzsystementwicklung sowie Berufsbildung und Arbeitsmarkt.

Privatwirtschaftsförderung

Da sie bei der Schaffung von Arbeitsplätzen eine wichtige Rolle spielen, fördert Deutschland insbesondere kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Metall- und Maschinenbau und nachhaltige Landwirtschaft. Sie erhalten Zugang zu zinsvergünstigten Krediten und öffentlichen Förderprogrammen und werden bei der Einführung moderner Informationstechnologien unterstützt.

2019 wird gemeinsam mit der serbischen Regierung ein breit angelegtes Unterstützungsprogramm für Gründer ins Leben gerufen ("Start-up-Fazilität") werden. Im ersten Jahr sollen 2.000 Unternehmer geschult und 1.500 Kredite und Gründungszuschüsse vergeben werden.

Berufsbildung

Im Bereich der beruflichen Bildung wurde mit deutscher Unterstützung ein Gesetz zur dualen Berufsausbildung erarbeitet. An 43 Berufsschulen werden derzeit fünf Ausbildungsgänge für Berufe mit großem Beschäftigungspotenzial nach dem neuen Modell angeboten (Schlosser/Schweißer, Elektriker, Industriemechaniker, Modeschneider, Kfz-Mechaniker). Knapp 1.900 Schülerinnen und Schüler sind derzeit dafür eingeschrieben, etwa 50 Unternehmen bieten den praktischen Teil der Ausbildung an. Rund 170.000 Jugendliche nutzen ein im Rahmen der technischen Zusammenarbeit eingeführtes Berufsorientierungssystem.

Rathaus von Niš
Schwerpunkt "Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung"

Bessere Lebensbedingungen dank bürgerorientierter Verwaltung

Gute Regierungsführung ist ein wichtiger Aspekt bei den EU-Beitrittsverhandlungen. Die Kapitel zu Justiz und Grundrechten sowie zu Recht, Freiheit und Sicherheit werden seit Juli 2016 zwischen der EU und Serbien verhandelt. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Beitrittsprozesses. Deutschland unterstützt Serbien dabei, die eigenen Rechtsgrundlagen an europäische Standards anzugleichen.

Ziel der Zusammenarbeit ist, effiziente und bürgerorientierte Verwaltungsstrukturen auf nationaler und kommunaler Ebene zu entwickeln und die politische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Dazu werden serbische Gemeinden zu Themen wie Haushaltsführung und Personalmanagement beraten und bei der Modernisierung von Verwaltungsverfahren unterstützt. Insbesondere benachteiligte Gruppen wie Mädchen und Frauen, Roma und Flüchtlinge sollen einen besseren Zugang zu staatlichen Dienstleistungen erhalten. Gefördert werden außerdem kommunale Investitionen in eine umweltverträgliche soziale und wirtschaftliche Infrastruktur. Dadurch wird auch die lokale Wirtschaft belebt.

Auf nationaler Ebene berät Deutschland die serbische Regierung unter anderem bei der Reform des öffentlichen Finanzsystems und der Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie bei der Korruptionsbekämpfung.

Donau-Wasserkraftwerk Eisernes Tor an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien
Schwerpunkt "Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen"

Schutz von Umwelt und Gesundheit durch Kläranlagen und erneuerbare Energien

Im Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz hat Serbien großen Nachholbedarf. Es mangelt an Kläranlagen, der größte Teil des Abfalls wird auf ungesicherten Müllkippen abgelagert, Energie wird größtenteils aus Braunkohle und Mineralöl gewonnen, die Treibhausgasemissionen sind hoch. Das Land verfügt nicht über die notwendigen finanziellen Mittel, um die Umwelt- und Energieinfrastruktur zu modernisieren und auszubauen und die EU-Standards zu erfüllen.

Im Arbeitsschwerpunkt Umwelt engagiert sich Deutschland in zwei Handlungsfeldern: dem ökologisch nachhaltigen Abwasser- und Abfallmanagement sowie der Emissionsminderung und dem Ressourcenschutz im Energiesektor.

Abwasser- und Abfallmanagement in kleinen und mittleren Städten

Nachdem zunächst die Trinkwasserversorgung in größeren Städten verbessert wurde, unterstützt die KfW Entwicklungsbank heute vor allem kleinere und mittlere Städte dabei, effiziente Wasser- und Abwassernetze aufzubauen. Außerdem wird die Einführung sozial gerechter Abfall- und Abwassergebühren begleitet, die es den Kommunen ermöglichen, die Infrastruktur auszuweiten und instand zu halten.

Beim Abfallmanagement werden die Interessen der Roma besonders berücksichtigt. Sie leben häufiger als andere Bevölkerungsgruppen in schlechten hygienischen Verhältnissen und die Sammlung und Verwertung von Abfällen stellt oft ihre einzige Einkommensquelle dar.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Im Energiesektor lag der Fokus zu Beginn der Zusammenarbeit auf der Modernisierung bestehender Kraftwerke. Inzwischen geht es verstärkt um die ökologische Ausrichtung nach EU-Standards und die Steigerung der Energieeffizienz. Dazu fördert Deutschland die Nutzung regenerativer Energiequellen wie Biomasse, Wind- und Wasserkraft.

Um die Energieeffizienz zu erhöhen, werden mit deutscher Unterstützung öffentliche Gebäude wie Kindergärten und Schulen energetisch saniert. Außerdem unterstützt die KfW serbische Banken dabei, Kredite an Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen zu vergeben, damit diese in Energiesparmaßnahmen investieren können.

Durch die Energievorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit können knapp drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden – das sind mehr als sechs Prozent des landesweiten Ausstoßes.

Karte von Serbien

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Serbien Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Serbien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Belgrad, etwa 1,7 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 88.360 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 67 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Verkehr in Belgrad
Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus Serbien

Diese Seite kann auf einem Tablet (Portraitmodus) oder Smartphone leider nicht angezeigt werden. Bitte rufen Sie diese Seite über ein größeres Endgerät auf (z.B. ein Tablet (Landscape-Modus) oder einen Computer).

Hauptinhalt

Filter wählen
Hier Projekte nach Region, Land und/oder Sektor filtern
Zu den Kommentaren

Linktipps

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Websites mit entwicklungspolitischen Hintergrundinformationen über Serbien.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen