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Länder

Mittel-, Ost- und Südosteuropa

Wirtschaftlichen und sozialen Wandel unterstützen

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.


Eine Frau bietet ihre Waren auf dem Markt an. Urheberrecht: bpa, FaßbenderDer Zerfall der Sowjetunion und Jugoslawiens führte die Länder des damaligen Ostblocks in die Un­ab­hängigkeit. Den baltischen Staaten, Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn gelang es schnell, Anschluss an West­europa zu erhalten. Heute sind sie Mitglieder der Europäischen Union.

Für andere Länder war der Weg in die Un­ab­hängigkeit ein schwieriger, teil­weise von Krieg begleiteter Prozess. So zum Beispiel für Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kosovo und die drei südkaukasischen Republiken Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Auch heute ist die Transformation von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in diesen Ländern noch nicht abgeschlossen. Hohe Arbeitslosigkeit und weit verbreitete Armut hemmen die Entwicklung. Die Infrastruktur, besonders die Energie- und Wasserversorgung, entspricht noch nicht dem westlichen Standard. Die Menschen leiden unter Kriegsfolgen, Misswirtschaft, Korruption und der geringen Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen.

Trotzdem hat sich das Wirtschaftswachstum in der Region in den letzten Jahren positiv entwickelt, im Jahr 2007 lag es bei durchschnittlich 7 Prozent. Die weiteren Wachstumsaussichten sind angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise jedoch getrübt.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit

Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt die Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas seit Beginn der 1990er Jahre. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ihnen den schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Wandel zu erleichtern. Die Unabhängigkeit dieser Staaten sowie ihre Entwicklung hin zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft sind wichtig für die Stabilität und Sicherheit ganz Europas.

Deutschland konzentriert sich bei seiner Zusammenarbeit mit den Partnerländern der Region auf folgende Schlüsselbereiche:

  • Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

  • Unterstützung von Reformen in Verwaltung und Justizwesen zur Durchsetzung von Rechtssicherheit und Transparenz sowie zur Förderung der Dezentralisierung,

  • Modernisierung und Ausbau der öffentlichen Infrastruktur.

Übergreifende Ziele bei allen deutschen Maßnahmen in Mittel-, Ost-, und Südosteuropa sind EU-Orientierung, Gute Regierungsführung, Konfliktprävention, Bekämpfung von Korruption und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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